Äh... nö.
Wenn ich beschlossen habe, mein Leben mit einem anderen zu verbringen, dann darf es da durchaus auch mal schlechte Phasen geben. Für jeden von beiden & auch für die Beziehung.
Wie gesagt, ich bin nicht für Schnüffeln. Ich war selber schon in der Situation - auf beiden Seiten - und der Partner hat es jeweils gemerkt. Keiner hat geschnüffelt, teils kam es hinterher raus.
Aber ich kann verstehen, wenn jemand, der konstant belogen wird, an seiner eigenen Wahrnehmung zweifelt. Wenn man sich (wie meist) dann ohnhin in einer Schwächephase befindet, hilft der Rat "vertrau auf Dich und beende die Beziehung" nicht wirklich weiter.
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Thema: Schnüffeln, spionieren...
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03.06.2010, 17:23Inaktiver User
AW: Schnüffeln, spionieren...
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03.06.2010, 17:25
AW: Schnüffeln, spionieren...
Man wird doch niemals, nur weil das Schnüffeln ergebnislos war, wieder an die Tragfähigkeit der Beziehung glauben, wenn diese in Frage gestellt ist. Das war sie ja dann schon vor dem Schnüffeln.
Und die Zweifel gehen tiefer als (objektive?) Beweise dies je bestätigen oder entkräften können!
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03.06.2010, 17:25Inaktiver User
AW: Schnüffeln, spionieren...
Weil sie damit gesteckt Grenzen überschreitet. Teilweise sind die sogar strafrechtlich relevant, sollte sie z.B. an ihn adressierte Briefpost öffnen?
Sie ist in die Privatphäre eines anderen Menschen eingebrochen, nur weil sie sich selbst nicht sicher genug war.
Was wenn sie nichts findet? Wie rechtfertigt sie dann den Vertrauensmissbrauch?
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03.06.2010, 17:25
AW: Schnüffeln, spionieren...
Ich bin schon einmal einem Ex nachgefahren weil ich ein ungutes Gefühl hatte. Tja, BINGO. Ich habe ihn auf dem Balkon seiner neuen Freundin gesehen. Danach war SCHLUSS.
Ich bin froh, dass ihm hinterher gefahren bin, so habe ich mich nicht länger verarschen lassen müssen.
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03.06.2010, 17:25Inaktiver User
AW: Schnüffeln, spionieren...
mhmm...ich will ja wirklich nicht jedes Schnüffeln verteidigen! Allerdings finde ich eine Beendigung einer Beziehung, in der ich mich z.B. für das Schnüffeln entschuldige und die Unsicherheit, auf der die ganze Situation beruht bereinigt ist ziemlich übertrieben.
Dann sind da auch keine Gefühle mehr, sondern nur noch Prinzipienreiterei, die nicht fähig ist sich der Realität bzw. der Person anzupassen.
Solch eine Beziehung hat auch ihre Probleme
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03.06.2010, 17:27Inaktiver User
AW: Schnüffeln, spionieren...
Deine Argumentation stellt Fremdgehen und Schnüffeln auf eine Stufe des morlisch Verwerflichen. Ist es aber nicht. Fremdgehen ist per se unmoralisch. Schnüffeln ist zwar respektlos dem Partner und auch sich selbst gegenüber, dient aber letztlich immernoch einem moralischen Ziel, nämlich der Wahrheitsfindung.
Und ich bin davon überzeugt, dass Beziehungen viel häufiger durch Fremdgehen scheitern als dadurch, dass in einer Ausnahmesituation geschnüffelt wurde.
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03.06.2010, 17:27Inaktiver User
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03.06.2010, 17:29Inaktiver User
AW: Schnüffeln, spionieren...
Wer macht das? Ich glaube nicht, dass jemand längerfristig mit einem Partner nur aus dem Grund zusammenbleibt, dass sich kein offensichtliches Fehlverhalten findet.
Der Vorteil des Überlebensschnüffelns ist, dass man so beizeiten die Ursachen für ein Problem findet - zu einem Zeitpunkt, wo dieses Problem noch gut lösbar ist. Je nach Lage kann das die Partnerschaft stärken. Davon haben beide was.
Ich würde mich niemals von meinem Partner trennen, weil ich ein unwohles Gefühl hätte. Ich würde alle Fakten wissen wollen, um mir einen kompletten Überblick zu verschaffen und dann die beste Lösung für das Problem zu suchen.
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03.06.2010, 17:30Inaktiver User
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03.06.2010, 17:30Inaktiver User
AW: Schnüffeln, spionieren...
Ich hatte mal einen Zwischenmieter, der verschwand für zwei Wochen. Eigentlich nicht mein Ding, ich kannte ihn kaum und er sollte auch nach zwei Monaten wieder draußen sein.
Aber ich hatte ein schlechtes Gefühl und ging tatsächlich in sein Zimmer und suchte nach einer Telefonnummer um herauszufinden, was los sei. Das einzige, was blieb, war der große sehr persönliche Ordner. Und ich habe mich gewiss nicht wohl dabei gefühlt ihn zu öffnen. Aber ich fand tatsächlich eine Nummer seiner Familie und vier gelbe Briefe vom Finanzamt. Er war zahlungsunfähig.
Und seine Familie machte sich ebensolche Sorgen.
Ich war ziemlich dankbar, dass ich nicht einfach weiter gewartet habe, denn seine Miete hätte ich bezahlen müssen.
Wie gesagt, da war ebenso das sehr sichere Gefühl jetzt muss ich schnüffeln gehen, sonst passiert was.



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