Antworten
Seite 36 von 38 ErsteErste ... 263435363738 LetzteLetzte
Ergebnis 351 bis 360 von 377
  1. User Info Menu

    AW: Spätfolgen des Krieges - wie sehr sind wir selbst noch betroffen?

    Mit den Frauen meinte ich besonders die Mütter, die vom Tanzen und von Freundinnen erzählten, und sonst nichts. Speziell, ob man in den Sterbestunden anderes hörte. Bei Dementen ist mir das bekannt.
    So wie es aussieht, leben diese Mütter zum größten Teil wohl noch. Zum Glück, natürlich.
    Mich interessiert, ob die Fassade aufbricht.


  2. Inaktiver User

    AW: Spätfolgen des Krieges - wie sehr sind wir selbst noch betroffen?

    Meine Mutter hat viel vom Tanzen und ihren Freundinnen erzählt. Aber Fassade gab es bei ihr nicht. Und so konnte auch nichts aufbrechen. Natürlich gab es auch bei ihr das eine und andere, was ihr bis zum Schluß ein ungutes Gefühl machte, aber das hat mit dem Thema hier weniger zu tun. Allerdings eins, sie hat manches mal und auch bis zum Lebensende davon erzählt, dass sie einen Tanzstundenherrn, der sich um sie rührend bemüht hatte, abgewiesen hatte. Sie wollte ihn nicht. Er starb gleich bei Kriegsbeginn an der Front. Das hat sie bis zm Schluß sehr beschäftigt.
    Und dann war da noch die Freundschaft zu dem Mädchen, das halbjüdisch war. Meine Mutter hatte in ihrem letzten Brief an sie geschrieben, dass doch ihre Schulzeit schön gewesen sei, trotz allem. Die Freundin hat nicht geantwortet. Da hat sie sich sehr geschämt; denn sie wußte, dass die Eltern der Freundin verschwunden waren.
    Meine Mutter konnte in ihren Gedanken nicht zulassen, was da Unglaubliches und Schreckliches mit den Juden passiert war. Sie konnte so etwas nicht ertragen. Es durfte gar nicht passiert sein. Dennoch hat sie die Gräueltaten des Dritten Reiches nicht verleugnet, so war sie nicht. Es wurde in unserer Familie viel über die Nazis geschimpft, Aber sie hat es abgespalten von ihren Erlebnissen als sie jung war und noch in ihrer alten Heimat lebte.

  3. Inaktiver User

    AW: Spätfolgen des Krieges - wie sehr sind wir selbst noch betroffen?

    Zitat Zitat von Fourthhandaccount Beitrag anzeigen
    Schrecklich. Als wenn es nicht reichen würde, das einmal erlebt zu haben.

    Hat jemand diese Erinnerung im Sterbestadium bei der Mutter erlebt? Oder ist dies auf die Männer beschränkt?
    meine eltern leben noch, das sterben meiner oma durfte ich begleiten.
    als draussen gewitter war- war sie sich sicher dass xxxx wieder bombadiert wird.
    ansonsten war sie in ihrer kindheit, mit ihren schwestern und brüdern, bis 1925 im odenwald- und hat mit ihnen in die dunkelen ecken des zimmers gesprochen- war aber gleichzeitig völlig klar wer wir (die enkel) sind und zu welchem ihrer töchter wir dazugehören.

    die andern 3 grosseltern durften im schlaf einschlafen. da kann ich nichts zu sagen.

  4. User Info Menu

    AW: Spätfolgen des Krieges - wie sehr sind wir selbst noch betroffen?

    Ich habe durch legrains Hinweis diesen thread gefunden, danke! , mich
    festgelesen, mich durchgebissen und war sehr berührt.

    Vieles teile ich mit Euch, die Sprachlosigkeit und die Gefühlsarmut im
    Elternhaus, das Gefühl, in einem Nebel existiert zu haben dort. Die psychische
    Misshandlung, vor allem durch den Erzeuger, aber auch durch meine Mutter, die
    ihm wohl hörig war. Folgsam gegenüber seinen Wünschen in einem
    unvorstellbaren Maß. Und dabei gelitten hat wie ein Hund. In mancher
    Beziehung, nicht in jeder.

    Ich werde die wahre Geschichte nur andeuten können, der Anonymität zuliebe.
    Der Haupttäter ist für mich mein Erzeuger, ein Manipulateur vor dem Herrn,
    verlogen wie des Teufels General, ein Sadist reinsten Wassers, psychologisch gesehen wohl ein
    maligner Narzisst.

    Jemand schrieb:
    ... in der Vergangenheit mich immer wieder verbal auf Familienfesten
    oder sonst wo aufs Schlimmste versuchte abzuwerten, klein zu machen,
    lächerlich zu machen etc.. Jeder der nicht ihrer Meinung ist und nicht auf ihrer
    Seite steht, wird versucht niederzumachen.
    Die Verweigerung zur Selbstreflektion, das ist sicher ein Generationenthema, an
    dem ich an anderer Stelle auch resignieren musste. Egal was war, DAS war mein
    eigentlicher Vorwurf. Dass wir einiges ertragen mussten, worum sich die
    Elterngeneration im eigenen Psychokostüm einfach nicht kümmerte, sondern
    auslebte. Bei einigen ein schweres Erbe.
    Das trifft auch auf meinen Erzeuger so zu. In einem derartigen Ausmaß, dass es
    scheint, er wolle Personen, die ihm "widerstreben" (nicht nur aktiv, auch durchaus
    passiv und von Geburt an ), geradezu vernichten.

    Das hat er mit mehreren Personen so gehandhabt, ich bin nicht allein.
    Mir dämmerte nur erst spät , dass ich auf dieser seiner Liste der Verächtlichen,
    der Unwerten, der zu Bekämpfenden stand.

    Unsägliches kommt aus meiner Kindheit in Flashbacks hoch. Aber das ist
    insgesamt heilsam, was erkannt und benannt werden kann, schädigt weniger,
    als was im Untergrund wabert.

    Jedem Angeklagten jedoch gebührt der Versuch der Sicht auf seine Motive. Und
    da tauchen die Kriegserlebnisse natürlich bei einem '33 Geborenen auf. Der
    erzählte, er sei aus der Kinderlandverschickung mit nichts als den Kleidern am
    Leib ins Ruhrgebiet zurückgekehrt, selbständig, alleine, als damals
    Zwölfjähriger. Unausmalbar für mich diese Erlebnisse.

    Ich weiß auch nicht, ob darüber noch einmal Gespräche stattfinden werden. In
    den letzten Jahren vollzog er seinen Mißbrauch durch schriftliche
    Beschimpfungen, Herabsetzungen, Vergleiche mit anderen. Nach jedem dieser
    Schriebe war ich am Boden. Aus Gründen des Selbstschutzes habe ich dann
    einfach nicht mehr geantwortet, weil sich die Reaktionen seinerseits stets
    steigerten. Seither wohltuende Ruhe, aber kein Abschluss.

    ...wie eine strikte Trennung zwischen Pflichtgefühl als verbleibender
    Elternteil und emotionaler Zuwendung.
    Es ist keine Verweigerung, so denke ich, es ist ein Nichtkönnen von
    Selbstreflexion. Ich las mal, dass die Fähigkeit zur Selbstreflexion bei einem
    Menschen bis zum 12. Lebensjahr ausgeprägt sein muss. Dann ist die
    Entwicklungsphase beendet. Wer bis dahin diese psychische und emotionale
    Entwicklung nicht vollzogen hat, wird es später nur sehr schwer und mit Hilfe
    von Therapie nachholen können.
    ...Wie ich hier schon mal schrieb, ist meine Mutter ein weiblicher Narzisst.
    Interessante Parallele, genauso ging es mir. Ich bekam die Minimal-Versorgung
    in materieller Hinsicht, aber keinerlei emotionale Zuwendung, von beiden Eltern
    nicht.

    Ich sprach jüngst mit einem Onkel darüber, der genau das, das Nicht-Können
    von Selbstreflexion, bei meinem Erzeuger feststellte.

    Und der berichtete, er habe seinem Schwager jährlich zum Geburtstag gratuliert,
    und nie, während der gesamten fast 50jährigen Ehe meiner Eltern nicht, einen
    Dank dafür empfangen, geschweige denn seinerseits gute Wünsche zum
    Geburtstag erhalten. Das nur am Rand. Ich sehe darin nur Abneigung und
    Konkurrenzdenken dem Schwager gegenüber. Und den Versuch, meine Mutter
    ihrer Familie zu entfremden.

    Dass es ein Nicht-Können von Selbstreflexion ist, was solche Narzissten zu
    ihren Handlungen antreibt, das nagt seit der Lektüre des obigen an mir.
    Hat jemand Erklärungen für dieses Nicht-Können von Selbstreflexion? Gerade
    bei Protestanten sollte doch (vor allem beim Aufwachsen in einem Pfarrhaus)
    diese Selbstreflexion ausgebildet sein. Oder was behindert das Entfalten dieser
    Fähigkeit?

    Wenn es Spaltungen sind, die zugrundeliegen, das Abspalten von
    Schmerzlichem, ob Psychopathie, das Fehlen von Empathie, von Mitfühlen, das
    Fehlen von Gewissen, aus dieser Spaltung hervorgehen könnte?

    Bei meinem Erzeuger ist keinerlei Empathie vorhanden, die Beschäftigung mit
    der Psyche von anderen dient nur ihrer Manipulation und Beherrschung. Bei
    manchen Personen jedenfalls, bei denen, die auf seiner Liste stehen, der
    Liste der Verächtlichen.
    Ob das Verdrängen von Gefühlen aufgrund von Kriegserlebnissen hier ursächlich
    sein kann? Mir kommen gerade während des Schreibens größte Zweifel.

    Bislang hat sich ein Gewissen bei ihm nicht gezeigt, aber vielleicht erwischt es
    ihn noch, wenn die Verdrängungsleistungen sich abschwächen.

    Dann könnte frau doch noch ein Gefühl von waltender Gerechtigkeit entwickeln.

    Danke für diesen Thread und die Anregungen, die ich mitnehmen durfte.

  5. Inaktiver User

    AW: Spätfolgen des Krieges - wie sehr sind wir selbst noch betroffen?

    Ich finde es allerdings sehr gut, dass man selbst in der Lage ist, zu reflektieren, dass es einem in der Kindheit zum Beispiel an emotionaler Nähe der Eltern gegenüber dem Kind gefehlt hat.
    Es gibt ja auch Menschen, denen das nicht mal bewusst ist, die nicht mal wissen, wie "das mit den Emotionen geht".

    Meine Oma war immer sehr sachlich, sogar brutal sachlich. Das hat sich auf meine Mutter übertragen. So schätze ich das jedenfalls ein. Ich habe meine Oma selbst als oftmals sehr unempathisch erlebt.
    Neuerdings erkläre ich meiner Mutter, wie sie mit diesem oder jenem Menschen reden sollte, damit sie dieses oder jenes Problem lösen kann und nicht aneckt und gebe ihr also kommunikative Hilfestellungen - und sie fragt mich neuerdings auch danach.
    Es ist schon komisch.

    Ich frage mich nur: wieso hat sich diese Emotionslosigkeit nicht auf mich übertragen ? wieso kann ich mit meinen Kindern ganz anders umgehen, wieso kommen die richtig gerne zu mir und bereden mit mir zum Beispiel ihre Probleme, während ich dies mit meiner Mutter nie getan habe ?

    Langsam glaube ich allerdings, gewisse Verhaltensweisen sind nicht "nur" Kriegserlebnissen geschuldet, es ist mehr ein "Mischmasch" aus "alten" Erziehungsmustern, eingebettet in die Erlebnisse der damaligen Zeit...
    Oder ???

  6. Inaktiver User

    AW: Spätfolgen des Krieges - wie sehr sind wir selbst noch betroffen?

    @ pacifique- ich glaube an dem punkt: es ist auch eine andere zeit. die erziehungsvorstellungen haben sich verändert. die werte sind andere geworden- auch als lehre aus dieser dunklen zeit.

    nicht nur die eigenen leute haben sich verändert- auch das umfeld. und wir sind eben nicht nur durch gene und unsere herkunftsfamilien geprägt- wir nehmen kontinuierlich unsere umwelt wahr und ziehen daraus unsere lehren und schlüsse.

    wenn ich mir zum beispiel überlege, wie ich mit anfang zwanzig, dreissig drauf war, meine gedanken- und heute- das eigene leben interlässt "spuren". gottseidank.

  7. User Info Menu

    AW: Spätfolgen des Krieges - wie sehr sind wir selbst noch betroffen?

    Jetzt habe ich mich auch mal hier durchgelesen. Interessant, aber auch erschreckend. Ich weiß, dass die Spätfolgen des Krieges auch die heutigen Generationen nachhaltig betreffen. Schon alleine die Tatsache Deutsche/r zu sein, ist ja nicht immer und in allen Situationen nur eine Frage der Nationalität, sondern oft auch eine Frage der Geschichte. Die Diskussion über Vergeben, Verarbeiten und Vergessen wird in absehbarer Zeit nicht aufhören und wird uns oft mit einer Vergangenheit konfrontieren, die wir selbst auch nur aus Geschichtsbüchern oder aus Familiengeschichten kennen.Und oft sind es insbesondere bei den Familiengeschichten ja auch eher die nicht erzählten Geschichten, das Schweigen, das Weglassen, was uns belastet und nicht zur Ruhe kommen lässt.

    Mein Eindruck ist aber auch, dass es immer wieder als eine Möglichkeit gewählt wird, von der eigenen Unzulänglichkeit abzulenken, in dem man auf die Eltern oder Großeltern verweist, die so viel aufgrund ihrer Kriegsfolgen bei der nächsten Generation zerstört haben. Wäre jemand wirklich einfacher durchs Leben gegangen, wenn die Eltern oder Großeltern nicht den 2. Weltkrieg erlebt hätten? Es ist sicher nicht einfach in einer traumatisierten Familie groß zu werden, aber es gibt auch die Möglichkeit sich daraus zu lösen und ein gutes und erfreuliches Leben zu führen.
    Der Sinn des Lebens ist das Glück.
    Und wenn das Glück dich verlässt, lauf hinterher.

    Kranich-Frain-Schlamperl-Sternensammlerin-Lebensliebe+Sonnenkranich-?

  8. Inaktiver User

    AW: Spätfolgen des Krieges - wie sehr sind wir selbst noch betroffen?

    Zitat Zitat von Lebensliebe Beitrag anzeigen

    Mein Eindruck ist aber auch, dass es immer wieder als eine Möglichkeit gewählt wird, von der eigenen Unzulänglichkeit abzulenken, in dem man auf die Eltern oder Großeltern verweist, die so viel aufgrund ihrer Kriegsfolgen bei der nächsten Generation zerstört haben. Wäre jemand wirklich einfacher durchs Leben gegangen, wenn die Eltern oder Großeltern nicht den 2. Weltkrieg erlebt hätten? Es ist sicher nicht einfach in einer traumatisierten Familie groß zu werden, aber es gibt auch die Möglichkeit sich daraus zu lösen und ein gutes und erfreuliches Leben zu führen.
    Das teile ich nicht.
    Ich habe für meine Begriffe keine Unzulänglichkeit, für die ich meine Großeltern und Eltern verantwortlich mache.
    Ich habe nur beschrieben, was mich gestört hat, womit ich nicht klar kam. Allerdings nur sehr andeutungsweise.
    Ich habe ganz bewusst einen anderen Weg gewählt, mit meinen Kindern zum Beispiel umzugehen, als das meine Mutter mit mir tat.
    Ich habe ein BISSCHEN beschrieben, was mir im Umgang mit den Großeltern und Eltern aufgefallen ist, warum ich meine, kein Heimatgefühl in dem Sinne zu haben zum Beispiel (aber das ist keine Unzulänglichkeit, damit muss ich selber klar kommen, das heißt, ich vermisse es nicht einmal. Ich habe das nur im Vergleich zu anderen erlebt.)
    Ich würde niemals andere dafür verantwortlich machen, dass ich so bin wie ich bin, denn wie Brighid auch schrieb (wenn ich recht erinnere): man ist nicht nur das Ergebnis der Gene und der Erziehung, sondern es spielen noch viele andere Faktoren mit hinein, dass man so ist, wie man ist.

  9. Inaktiver User

    AW: Spätfolgen des Krieges - wie sehr sind wir selbst noch betroffen?

    Mir ist zum Beispiel auch ganz unklar, was mein Großvater während des Krieges gemacht hat.
    Ich stelle mir diese Frage erst seit der letzten Zeit. Ich hatte ihn als wunderbaren Menschen kennen gelernt.
    Er war zu Kriegszeiten im erwachsenen Alter schließlich. Was hat er gemacht ? Keiner redet drüber und ich traue mich nicht, danach zu fragen.
    Ich sage es ehrlich: es ist in mir ein Verdacht aufgekommen. Wäre er ein "Guter" gewesen, hätte die Familie das nicht mal irgendwie erwähnt ? Mit keiner Silbe ist darüber gesprochen worden.
    Oder war noch nie die Gelegenheit dazu gewesen, darüber zu erzählen ?
    Es wäre sehr schlimm für mich, wenn ich hören würde, dass er im Sinne des Systems gehandelt hat - Ich habe ihn sehr gemocht.

  10. User Info Menu

    AW: Spätfolgen des Krieges - wie sehr sind wir selbst noch betroffen?

    Pacifique, ich habe bewusst niemanden direkt angesprochen, dich auch nicht. Ich habe im Laufe meines Lebens diese Erfahrung gemacht und finde sie auch hier in manchen Postings wieder.

    Natürlich haben wir heute die besseren Psychologen und Theorien und Therapien als vor 100 oder 1000 oder 10.000 Jahren. Aber dennoch wage ich die Behauptung, dass jeder Generation auf irgendeine Art und Weise und durch die verschiedensten Ereignisse traumatisiert worden ist, bzw. hätte sein können. Es ist vielleicht ein Merkmal des Menschen, dass er sein Hirn eben nicht nur zur Weiterentwicklung seiner Lebensweise, sondern auch zur Wahrnehmung von "gut und böse" einsetzen kann und mit den Dramen, die das Leben bereit hält sich anders auseinandersetzen muss, als es weniger entwickelte Lebenswesen tun.
    Der Sinn des Lebens ist das Glück.
    Und wenn das Glück dich verlässt, lauf hinterher.

    Kranich-Frain-Schlamperl-Sternensammlerin-Lebensliebe+Sonnenkranich-?

Antworten
Seite 36 von 38 ErsteErste ... 263435363738 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •