Nachdem ich merke, dass es für mich zumindest einfach keinen Sinn mehr hat, in dem anderen Strang zu schreiben, hoffe ich, dass es vielleicht ja etwas nützt, einen anderen Strang zu eröffnen, in dem hoffentlich beim Thema geblieben wird.
Es mag sein, dass die ein oder andere das "Warum" umtreibt - ich hoffe, dass es in diesem Strang um das "Wie" gehen kann (das sind Punkte 4. und 5. auf Kyrias wie ich fand sehr guter Liste in zwischenroses Strang).
Ich hatte heute ein Gespräch mit einer Freundin, das mir viel geholfen hat. Es ging darum, wie man sich - neben allen anderen Fragen - mit der Festigung des eigenen Selbst, des eigenen Fundaments beschäftigen kann. Dabei kann man analysieren und kämpfen - aber auch sich einfach gut tun.
Wir haben z.B. darüber geredet, wir man unabhängiger vom Wert anderer wird und lernt, sich selbst zu glauben, dass man etwas wert ist. Diese Frage treibt mich gerade um, vielleicht hat ja die eine oder andere hierzu Ideen?
Ich habe das nicht gelernt. Ich habe von Kindheit auf gelernt, meinen Wert über meine Leistungen, meine Außendarstellung, mein Bild in der Öffentlichkeit zu definieren. Ich bin seit ein paar Jahren dabei, zu lernen, mich selbst lieb zu haben, egal was andere denken, finde es aber sehr schwer. Wie lernt man das? Wie programmiert man sich um? Wie tut man überhaupt "sich selbst gut"?
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Ergebnis 1 bis 10 von 27
Thema: WIE tue ich mir selbst gut
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28.05.2010, 15:57
WIE tue ich mir selbst gut
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29.05.2010, 05:50
AW: WIE tue ich mir selbst gut
Pyra, ich weiss nicht, ob es dafür ein Patentrezept gibt ... oder ob es 'einfach' ein besseres In-sich-reinhören ist.
Wann piekst es unangenehm, wann fühlt es sich rund an?
Es ist Übungssache, jedes Mal einen kleinen Schritt weiter wagen. Mutig zu seiner Position im Leben stehen, auch wenn es Gegenwind gibt (der in vielen Fällen Unsicherheit des Gegenübers ist, das lieber angreift oder kritisiert, statt hinzugucken).
Gibt dir deine Leistung etwas, auf das du für dich ganz ehrlich stolz sein kannst, weil du dadurch Dinge erreichst, die dir selbst etwas wert sind? Dann passt es doch.
Oder rackerst du dich nur ab, um anderen etwas zu beweisen oder um dir eine vermeintlich sichere Postion im Leben zu sichern?
Buchstäblich 'umprogrammieren' - ich bezweifle, dass das geht, das ist für mich eher ein Prozess. Lernen, sich selbst soweit zu vertrauen, dass man sich auf sich selbst verlassen kann.
Sich selbst nicht verleugnen, sich ernst nehmen. Das tut dann sicher gut.
Ich höre nicht mehr so sehr auf die Meinung der Leute, die glauben, dass ihre Werte die alleingültigen sind. Ab und an rutsch ich natürlich nochmal aus, logisch. Das lässt mich dann schon ab und an nochmal kurz zweifeln, wer denn nun Recht hat.
Bei mir ist es u.a., dass ich allein im Ausland lebe und gewisse Familienstandards und mögliche Erwartungen nicht einhalte (allerdings - je länger das andauert, desto mehr sehe ich, wie Risse in deren Fassaden erscheinen
und fühle mich für mich in meiner Position bestätigt).
So Allgemeinplätze der Freundinnen hier, die meinen, als Single könnte ich gar nicht glücklich sein und mit unterschwelligem Mitleid kommen, die hör ich mir an, sag aber nicht mehr viel dazu. Sie leben nicht mein Leben. Ich lerne, diese Bemerkungen da zu lassen, wo sie hingehören - bei ihnen. Auch da, finde ich, spielt viel Projektion mit hinein.
Meine letzte Beziehung (4 Jahre her) zeigte viele Züge aus meinem Elternhaus ... es wurde etwas erwartet, und ich konnte es nicht erfüllen.
Im Falle der Beziehung war das Resultat Verlassenwerden. Zumindest kam es mir so vor. Heute weiss ich natürlich, dass da viel mehr mit reingespielt hat, aber ich habe mir gut einreden lassen, ich würde nicht genügen.
Heute sage ich: What you see is what you get. Möge es mit allen Macken oder lass es es.
Der Mensch, mit dem ich .. und das hört sich jetzt wohl ziemlich abgedroschen an... am längsten zusammenleben darf, bin ich. Und da muss ich mich schon mögen
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"I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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29.05.2010, 09:46
AW: WIE tue ich mir selbst gut
Auf alle Fälle nur mit einem liebevollen, wohlwollenden, behutsamen Blick auf sich selbst! Ich glaube, dass ist schon mal die Grundvoraussetzung, um nicht zu sagen, schon ein großer Teil der Lösung.
(Humor und ein guter Blick für Situationskomik hilft da übrigens auch sehr.)
Ich denke, jeder muss da seinen eigenen Weg gehen, aber ich kann dir mal ein paar Dinge aufzählen, die dir vielleicht eine Anregung geben:
Als ex Buchhändlerin habe ich mir zum Beispiel immer wieder Bücher, die mir Anregungen gaben, gesucht.
(Richtig gut finde ich zum Beispiel „It´s your Life! Von Cheryl Richardson Nehmen sie sich Zeit für das Leben, das Sie wirklich wollen. Inhaltsverzeichnis:Einleitung: Was Ihnen Coaching bringen kann
1. Setzten sie sich selbst ganz oben auf die Liste
2. Die richtigen Prioritäten setzten
3. Was raubt Ihnen die Kräfte?
4. Investieren Sie in Ihre finanzielle Gesundheit
5. Welche „Treibstoff“ Sorte nutzen Sie?
6. Bauen Sie ein gutes emotionales Umfeld auf
7. Kümmern Sie sich um ihr spirituelles Wohlergehen
8. Ihr neues Leben)
(ein anderes sehr schönes Buch: Die Spiritualität des Körpers. Mit Leib und Seele leben von Anna Elisabeth Röcker)
Mich mit Themen beschäftigt wie
• „Arbeit mit dem inneren Kind“,
• Buddhismus ( Aspekt: Loslassen – sich nicht so Dingen
verhaften)
• Affirmationen, Luise Hay
• „Weg des Künstlers“
• Simplify….
• Achtsamkeit
….und alle haben ihre Spuren hinterlassen
Entdecken, wobei du dich wohl fühlst und wobei nicht (ein Psychologe sagte mal zu mir „Viele Menschen wissen, was ihnen nicht gut tut, aber nicht, was ihnen gut tut.“) - das kannst aber nur du herausfinden. Und dann davon mehr in deinem Leben einbauen....
Eine wunderschöne Übung: Wie sieht dein perfekter Tag aus?
Oder : Sie schauen am Ende auf ihr Leben zurück: Und Sie würden zu dem Ergebnis kommen: Das war ein erfülltes, sinnvolles Leben. Ich habe meine Talente und Träume, so gut ich konnte, gelebt. Fragen Sie sich : Was genau sehen Sie aus dieser rückblickenden Position, das Sie zu diesem Resümee kommen lässt? Und schreiben Sie alle Facetten auf, was auch immer es im Einzelnen sein mag.“ (mit der Freiheit einer Fantasiereise!!)
Sich selbst nicht zu wichtig nehmen, sich in das „große Ganze“ einordnen.
Nicht immer nur kucken, was man nicht hat, sondern dankbar für das sein, was man hat. Überhaupt : Dankbarkeit ! Uns geht es hier besser als dem überwiegenden Teil der Menschheit……
Andere Menschen unterstützen…..
Ich habe Reiki gelernt (Ich mag prinzipiell alles, womit ich mir selbst helfen kann, habe auch gerade EFT entdeckt !!!!) auch wenn ich es zur Zeit kaum noch mache – es verändert irgendwie schon das Leben , den Blick auf die Welt, und lässt sich in zwei Tagen lernen…..
der Blick fürs Detail: Letztendlich besteht das ganze Leben aus Details…womit wir wieder bei der Achtsamkeit wären....
Die Freude an dem Sonnenschein, dem Lachen eines Kindes, dem Geruch des Kaffees, usw, usw....das Leben ist voller täglicher Wunder.
-sich an Kleinigkeiten freuen können, sich das Staunen bewahren (oder wiederentdecken), einen gewissen „kindlichen Blick“, die Kleinigkeiten im Alltag schätzen können, sich „alles so schön wie möglich machen“, aber auch die Anspruchshaltung aufgeben - das Leben ist nicht gerecht und war es nie….
In kleinen Schritten gehen, leben als / im Prozess (eine sanfte Wandlung statt Umprogrammieren….)
Sich Seminare, Workshops, Fachleute suchen zu den Themen, die dich bewegen….
Tagebuchschreiben wenn´s nötig ist, nicht als Zwang (täglich) sondern als Möglichkeit…..wenn man sich wieder etwas mehr ordnen, sortieren muss....
Sich sein „großes“ Themen suchen (Natur, Sport, Kultur, Politik, Kunst, Musik, whatsoever, ) bzw. ein Hobby, egal was, Hauptsache , es macht dir Spaß, und sei es noch so schwachsinnig…..
ganz viel weglassen, nicht alles mitmachen müssen, sich dem „medialen Druck“ entziehen, weniger statt mehr, sich nicht so aufs Materielle ausrichten, sondern aufs Erleben, Erfahren…..
sich immer wieder in Erinnerung rufen, dass die eigenen größten Schwächen und die größten Stärken oft nur zwei Seite einer Münze sind, und fast immer zusammenhängen….ich finde, das ist eine sehr tröstliche Einstellung und relativiert eine ganze Menge und stimmt tatsächlich verblüffend oft…
Ich hoffe, das konnte dir ein paar Anregungen geben , nun muss ich los zum Markt, hier scheint tatsächlich die Sonne . (und der –liebevoll -beobachtende Blick auf sich selbst..nein, ich MUSS nicht los, ich möchte los…..woher kommt das verinnerlichte Muss…???)
Ach ja, und ich lese gerade ein ganz tolles Buch, hätte gar nicht gedacht, dass es sooo gut ist : Brigitte Roser: Das Ende der Ausreden – und das hat mich wieder aufs Enneagramm gebracht – ich glaube, mit dem Thema werde ich mich auch noch mal später beschäftigen…. Und so geht es halt immer weiter…"Wenn du hervorbringst, was in dir ist, wird das, was du hervorbringst, dich retten. Wenn du nicht hervorbringst, was in dir ist, wird das, was in dir ist, dich zerstören"
Mit einem Brunnenfrosch kann man nicht über den Ozean sprechen. Chuang Tzu
Aber du weißt, wie ich im Anschauen lebe, es sind mir tausend Lichter aufgegangen. Goethe
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30.05.2010, 10:48
AW: WIE tue ich mir selbst gut
Zunächst mal vielen Dank für eure Postings! Geben mir viel Anlass zum Nachdenken.
Das ist gar nicht so einfach festzustellen - es gibt Momente, da ist es die Konfrontation mit anderen Menschen, die in glücklichen Partnerschaften leben, die weh tut.
Manchmal aber auch das alleine zuhause sitzen...
Das stimmt, das ist wichtig sich immer wieder bewusst zu machen.
Nein, ersteres - und das passt grundsätzlich - obwohl mein Job halt sehr, sehr unsicher ist und das sicher auch noch einiges an Instabilität in meinem Leben verstärkt.
Ja, das stimmt. Aber es ist schon manchmal schwer, wenn man sich fragt: Warum gibt es eigentlich in meinem Leben niemand? Ist etwas an mir verkehrt?
Bei mir dauert das tatsächlich noch länger...
Hm, gerade dieses unterschwellige Mitleid macht mir schwer zu schaffen. Und zudem gibt es eben auch einige Beziehungen, die schön sind und nicht nur Fassade - und da finde ich es tatsächlich manchmal traurig, das nicht zu haben.
Das kenne ich nur zu gut. Ich erwarte aber vor allem auch von mir sehr viel...
Auch das fällt mir noch sehr schwer, gerade weil ich von den Männern in meinem Leben immer wieder signalisiert bekam und bekomme, dass ich zu anstregend wäre. Nun verbiege ich mich zumindest manchmal schon sehr, nur um bloß nicht anstrengend zu sein - blöd, ich weiß...
Das stimmt - und bis auf einige Macken mag ich mich schon!
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30.05.2010, 10:59
AW: WIE tue ich mir selbst gut
Hallo Suki, auch dir vielen Dank für dein detailliertes und hilfreiches Posting! Werd mich mal Schritt für Schritt durcharbeiten :)
Ja, das übe ich auch gerade - nehme mir auch schon weniger übel, wenn ich mal nicht so funktioniere, wie ich sollte.
Klingt tatsächlich gut, werde ich mir mal anschauen
Damit beschäftigen, war das Lesen oder auch Kurse o.ä.?
Das finde ich ganz wichtig. Lerne jeden Tag dazu, und versuche auch, dazu eine Liste zu führen. Das ist wirklich schwer zu lernen!
Cool, das werde ich heute nachmittag gleich mal angehen!!!
Ja, auch das sehe ich ähnlich. Habe mir jetzt auch vorgenommen, mich wieder mehr politisch zu engagieren (habe ich früher auch gern getan) und aufhören in diese Jammer-Selbstmitleid-Mentalität drin zu hängen. Dankbarkeit - das hat schon meine Omi immer gesagt! Und sie ist immer noch eine sehr glückliche Frau
Zum Rest deines Postings kann ich nur sagen, dass ich es mir als Datei kopiert habe und ausdrucken will - und irgendwo befestigen wo ich es regelmäßig lese - weil du einfach recht hast!
(das einzige was mir nicht so liegt sind diese Enneagramm-Geschichten, aber so was ist ja immer subjektiv und ich werde da schauen, dass ich etwas finde, was mir entspricht):
Nochmal ganz lieben Dank!
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30.05.2010, 10:59
AW: WIE tue ich mir selbst gut
Liebe Pyra - ich nehm mal an, du bist etwas jünger als ich oder? Ich bin Baujahr 63.
Es hat mich, wenn ich die Kinderzeit mal abziehe, 37 Jahre gekostet, dort hinzukommen, wo ich jetzt bin .. und es geht sicher noch weiter.
Hab Geduld und Vertrauen
.
Ich fürchte, mit der Instabilität werden werden wir uns anfreunden müssen.Nein, ersteres - und das passt grundsätzlich - obwohl mein Job halt sehr, sehr unsicher ist und das sicher auch noch einiges an Instabilität in meinem Leben verstärkt.
Aber wenn man gern und gut macht, was man tut, gibt das auch ein Stück mehr Selbstvertrauen
Stimmt das denn so? Ist da wirklich gar niemand, wenn du mal genau guckst? Selbst wenn es 'nur' erstmal die Freunde sind, die einem zeigen, dass man nicht 'verkehrt' ist, ist das doch schon viel.Ja, das stimmt. Aber es ist schon manchmal schwer, wenn man sich fragt: Warum gibt es eigentlich in meinem Leben niemand? Ist etwas an mir verkehrt?
Du bist dem Mann, mit dem du leben kannst, eben noch nicht über den Weg gelaufen. Das kann morgen passieren - oder in 5 Jahren, aber in der Zwischenzeit möchtest du es dir doch trotzdem gut gehen lassen, oder?
Vielleicht waren sie aber auch einfach nur zu bequem, mal richtig hinzugucken.Auch das fällt mir noch sehr schwer, gerade weil ich von den Männern in meinem Leben immer wieder signalisiert bekam und bekomme, dass ich zu anstregend wäre.
Weisst du, was mir an dem Film Avatar am besten gefallen hat? Dass die Ausserirdischen (komm jetzt grad nicht auf den Namen) statt "ich liebe dich" "I see you" gesagt haben.
Das hat für mich deutlich mehr Tiefe. Ich achte seitdem mehr drauf, ob ICH gesehen werde, oder eine Vorstellung."I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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30.05.2010, 11:04
AW: WIE tue ich mir selbst gut
Ja, ein bisschen jünger - und ich hetze mich auch selbst nicht.
Eigentlich finde ich es doch gut, dass ich gerade an diesem Umbruchspunkt bin, da er mir vieles eröffnet.
Das mit dem "I see you" ist sehr schön. Allerdings: dazu gehört so viel Stärke und Gelassenheit und Klugheit, dass ich schon auch bezweifle, ob ich über so einen Mann nochmal stolpere. Wobei ich wie gesagt ja gerade durchaus mit einem "rumzergel" - der ist aber gerade so mit sich beschäftigt, dass ihm dieses Sehen schwer fällt. Aber gibt es das noch anders? Ich selbst traue mir das auch gar nicht so sehr zu - wenn man so in seinem Alltag drinsteckt, ist dieses "Sehen" schon schwer...
Mit Freunden etc.: Ja die gibt es, und einige sehen mich auch sicher ein Stückchen mehr - aber auch da gibt es immer mal wieder in langen Bekanntschaften eine Oberflächlichkeit, die mir weh tut.
Einige wenige sehen mich. Aber selbst die sind dann wieder doch in vielerlei Hinsicht mit ihrem eigenen Leben verstrickt (ist ja auch verständlich).
Es bleibt einem wohl nur, vor allem sich selbst zu sehen und die Menschen, die sich gar nicht bemühen, gehen zu lassen (das hieße dann wohl auch den aktuellen Mann, denn wer weiß, ob er das nochmal hinbekommt)...
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30.05.2010, 12:09
AW: WIE tue ich mir selbst gut
Liebe Pyra,
erstmal gratulation zu diesem Strang - du hast Recht, im Nachbarstrang wird sich inzwischen im Kreis gedreht.
Und dann habe ich das entscheidende an deinem letzten post hier mal hervorgehoben. Und würde es noch ergänzen mit: ...und die Menschen, die mich wirklich sehen, in meinem Leben und Herzen willkommen zu heissen.
Es ist schon richtig, viele Dinge die z.B. Suki beschreibt, sind sehr wichtig und hilfreich, um sich besser zu fühlen.
Aber eine gewisse Konsequenz gehört auch dazu, das Negative anderer Leute (also ihre Vorurteile, Konzepte, Probleme...) nicht mehr an sich ranzulassen bzw. ihnen da ganz klar eine Grenze zu zeigen.
Sich nicht mehr kümmern, um das was sie denken. Und sie aus deinem Privatleben raushalten (auf der Arbeit usw. hast du ja noch genug mit ihnen zu tun - da kannst du das dan wunderbar lernen, mit dem Grenzen ziehen). Eine Freundin oder Freund, die dir nicht wirklich gut tut, ist es nicht wert, deine Freundin oder Freund zu sein. So einfach ist das.
Klingt etwas hart. Ist aber so.
Viele Menschen leben in ihren Konzepten und Vorstellungen - und es sind immer noch weniger, die einen Menschen einfach so nehmen können wie er ist.
Natürlich gehört dazu, dass auch du dich von Vorurteilen und Vorstellungen freimachst, anderen gegenüber. Das ganze ist ja keine Einbahnstraße.
Und dazu gehört eben auch, sich zu öffnen für diejenigen, die dich wirklich 'sehen'. Sie auch zu sehen, aufmerksam zu sein und wach, und ihnen deine Liebe zu geben. Ihnen aber auch sofort die Grenzen aufzeigen, wenn sie plötzlich anfangen zu meinen, sie könnten das ausnutzen, und dich aufgrund dessen als etwas Selbstverständliches behandeln. Die wenigsten, die dich wirklich sehen, werden in so ein Schema zurückfallen, aber natürlich gibt es auch solche - alles ist ja immer in einem Übergangszustand and nobody is perfect.
Liebe ist etwas großes und machtvolles, und es dehnt sich weit über die Mann-Frau-Liebe oder Verliebtheit hinaus, und betrifft eigentlich alle Menschen.
Es geht um Liebe, aber auch um scharfes Beobachten, akute Wachheit, um die richtige Tun (oder eben Lassen) zum richtigen Moment - life is a dance!
***The only constant thing in life is change***
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30.05.2010, 12:17
AW: WIE tue ich mir selbst gut
Frangipani - toller Beitrag!

Und dadurch, dass du ihre (deiner Freundinnen) Bemerkungen da lässt, wo sie hingehören - nämlich zu ihnen - wirst du sie vermutlich langsam zum Verstummen bringen. Denn wenn sie nicht total vermauert sind, dann spüren sie ja, dass du dich gutfühlst mit dir und in deinem Leben, und dass Mitleid mehr als unangebracht ist.***The only constant thing in life is change***
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30.05.2010, 12:46
AW: WIE tue ich mir selbst gut
Hallo Pyra,
welch toller Strang !! Hab Dank dafür: ich denke, Du sprichst Viele damit an
Ich tue mir gut, indem ich an einem verregneten Sonntag Mittag, die Bügelwäsche da sein lasse, wo sie ist und hier lese, nachdenke und
ggf. auch noch was von mir gebe
Ich tue mir gut, indem ich mich sportlich betätige, viel an der frischen Luft bin und die Natur einfach genieße...
Ich tue mir gut, indem ich mich auf das Wesentliche konzentriere und
"Energieräuber", falsche Freunde, Menschen, die mich NICHT sehen ( ist auch grad mein Thema), sondern nur etwas von mir verlangen, bewußt von mir und meinen Lieben fernhalte
und die Menschen, die mich wirklich sehen, in meinem Leben und Herzen willkommen zu heissen.
Großartig formuliert
Entspricht genau meinen Gefühlen.
Ich tue mir jeden Tag damit gut, dankbar zu sein für das, was ich habe. Damit meine ich nicht die Äußerlichkeiten oder materiellen Dinge.
Unsere Tiere bereichern mich positiv.
Und es tut mir auch gut, wenn ich helfen kann oder für andere da zu sein, ohne das Gefühl zu haben, ich muss es tun. Einfach ohne Erwartungshaltung.
Für diese Erkenntnis hab ich lange gebraucht.
Darüber werd ich nochmal ein bißchen länger nachdenken
Danke
polilla


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