Seit ich öfters Besuch in meiner Wohnung habe, verwahrlost sie zwischendrin nicht mehr. Und da ich nicht mehr nur alle Jahre einmal (falls ich meinen Geburtstag denn feiere) hier wirklich Klarschiff mache, ist die Hemmung auch nicht mehr so groß, mich dem dreckigen Chaos zu nähern, das mittlerweile gar keine Chance mehr hat, sich zu einem solchen auszuwachsen. Mir gefällt's.
In der Tat: es gibt Wichtigeres als eine penibel geputzte, ordentliche Wohnung - zumal die nachhaltige Wirkung leider wirklich ausbleibt. Aber mich wohlzufühlen - das finde ich dann doch recht wichtig. Und das habe ich in meinem dreckigen Chaos früher nie so recht geschafft...
Antworten
Ergebnis 81 bis 87 von 87
-
02.06.2010, 15:38Inaktiver User
AW: Mein Manko: FAULHEIT - kann man das mit ü-45 noch ändern?
-
03.06.2010, 08:50Inaktiver User
AW: Mein Manko: FAULHEIT - kann man das mit ü-45 noch ändern?
Sleepless, um mal ein wenig weg zu kommen von der Diskussion um die Wohnungsreinigung: Hast Du Dich schon einmal für etwas so begeistern können, dass Du Dich voll reingekniet hast? Gar nicht gemerkt hast, wie die Zeit vergeht und vor lauter Interesse gar nicht überlegt hast, ob es anstrengend ist, dafür zu arbeiten?
Ein Gedanke von mir war, dass Du vielleicht noch nicht auf das gestossen bist, was Dich so richtig mitreisst und Dich mehr aktivieren lässt als die üblichen 70 - 80%. Vielleicht lebst Du nicht das Leben, das Dir eigentlich entsprechen würde?
Etwas, was mir geholfen hat, mich besser einzuordnen, war der Hinweis darauf, dass jeder Mensch ein anderen "Aktivitäts-Niveau" hat. Der eine wuselt ständig herum, der andere brauchts eher langsam. Da gab es den Verweis auf Tiere: Das Wiesel, das immer in Bewegung ist; die Katze, die faul in der Sonne liegt, aber so richtig in die Puschen kommt, wenn sie etwas interessiert; die Schildkröte, die langsam, aer stetig ihren Weg geht. So kommst Du weg von diesem abwertenden Wort "Faulheit". (ich bin übrigens eine Katze
)
Wobei ich Dir Deine Wertung aber nicht absprechen möchte. Wenn Du das wirklich so von Dir denkst, geht es nur über eine Verhaltensänderung, die geübt sein will. Ist hier bereits erwähnt worden: Disziplin, bis sich neues Verhalten "eingeschliffen" hat.
-
03.06.2010, 20:32
AW: Mein Manko: FAULHEIT - kann man das mit ü-45 noch ändern?
Grusel vor Disziplin. Für mich wahrscheinlich das Trauma, was diesen Schlamassel sicherlich überhaupt ausgelöst hat....Wobei ich Dir Deine Wertung aber nicht absprechen möchte. Wenn Du das wirklich so von Dir denkst, geht es nur über eine Verhaltensänderung, die geübt sein will. Ist hier bereits erwähnt worden: Disziplin, bis sich neues Verhalten "eingeschliffen" hat.
Heute habe ich ehrenamtlich gearbeitet, Blütchen gepflückt, die ich gleich pressen will. Damit ich auch im November meine Zeit verplempern kann, um damit künstlerisch tägig zu sein...
Im Haushalt lief heute noch nüschte außer dem notwendigen einmal mit dem Lappen drüber im Bad....oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo
.... das wird schon.....
oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo
-
03.06.2010, 20:55
-
04.06.2010, 05:56Inaktiver User
AW: Mein Manko: FAULHEIT - kann man das mit ü-45 noch ändern?
Habe ich aus diesem Buch , das ich auch insgesamt ganz gern gelesen habe. Sind nicht gerade die überraschendsten Erkenntnisse, aber es gibt diverse "Aha-Erlebnisse" und die Autorin ist herrlich realistisch und fern ab von jeder "Ich kann alles, wenn ich nur will"-Mentalität.
-
04.06.2010, 10:45
-
07.06.2010, 13:01
AW: Mein Manko: FAULHEIT - kann man das mit ü-45 noch ändern?
Ich bin auch so eine Faule und habe hier auch Anfang des Jahres einen Strang zum Thema Haushalt eröffnet.
Damals war es besonders schlimm, hatte gerade eine Trennung und ein Burn-out im Job hinter mir, war tagsüber zwar daheim aber total gelämt. Jetzt bin ich Gott sei dank aus dieser Phase raus, habe mich wieder in meinem früheren Job Selbständig gemacht, und habe jetzt ein ganz anderes Problem :)
Mein Haushalt ist zur Zeit nach meinen Masstäben soweit ganz ok, denn leider putze ich immer sehr gerne, wenn ich andere, dringendere Dinge erledigen muss. Und da ich selbstständig bin, habe ich IMMER etwas sehr dringendes zu erledigen. Meine Arbeit macht mir zwar Spass, aber in "fauleren Phasen" verschiebe ich dann leicht und putze stattdessen. Schön blöd.
Das war damals einer der Gründe, eine Arbeit als Angestellte zu suchen. Das mache ich auch jetzt wieder, jedoch nur als Ergänzung, denn im Grunde liebe ich die Selbständigkeit. Wenn man Aufgaben/Pflichten in verschiedenen Bereichen hat (nicht zu viele natürlich), entwickelt sich eine Dynamik, man macht dann mehr als wenn man sich nur auf eine einzige Sache konzentrieren muss. Das ist zumindest bei mir so.
Was mich aber besonders traurig macht - ich spiele seit Jahren ein Instrument, singe, liebe Musik. Ich würde das gerne vertiefen, mehr daraus machen (als Hobby nur) aber der Mangel an Disziplin macht mir hier einen Strich durch die Rechnung. Also musiziere ich mit monatelangen Pausen, und habe so kaum die Chance mich irgendwie weiterzuentwickeln. Also ist Disziplin schon etwas schönes. Es gibt Menschen, die Disziplin und Kreativität vereinen, und Gott sei Dank gibt es die, sonst wäre unsere Welt ziemlich trostlos.
Aber nicht jeder muss so sein! Man kann sich auch einfach am Können und Schaffen anderer erfreuen.



Zitieren
und die dann kackikacki auf dich machen
, dann freust du dich ueber das gezwitscher vielleicht nicht mehr


