Hallo liebe Lalique,
vielen Dank für Deine Worte. Nicht viel anderes hat mein Exmann gestern zu mir gesagt und ich denke darüber nach, da es bei ihm nicht von ungefähr kommt. Er hat auch sehr vieles durch und teilweise auch richtig schlechte Zeiten. Und so sage ich mir heute auch: Kopf hoch und versucht das Beste aus dem Leben zu machen und es auch etwas zu genießen.
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Thema: Den eigenen Weg gehen
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02.06.2010, 14:11Inaktiver User
AW: Den eigenen Weg gehen
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02.06.2010, 15:08Inaktiver User
AW: Den eigenen Weg gehen
Liebe zweiplusvier,
hätte mich jemand vor zehn Jahren gefragt, wie es mir geht, hätte ich aus dem Brustton meiner Überzeugung gesagt: Super, ich habe meine Kindheit verarbeitet und habe keine größeren Probleme!
Dann kam meine Scheidung, dann mein jetziger Ex... und so nahm alles seinen (An-)Lauf
Und ich stürzte durch/mit/wegen/aufgrund dieses Menschen in das tiefste Seelenloch meines Lebens - es wollte einfach kein Ende nehmen.
Als ich im letzten November hier den eigenen Strang eröffnete, war ich am Ende meiner Kräfte gewesen. Heute denke ich, es war die Talsohle dieses Tiefs. Aber dass ich meine Kindheit wirklich verarbeitet und keine größeren Probleme mehr habe, das sage ich nie wieder.
Ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass mich das alte Leben wohl immer wieder einholen wird. Aber ich hoffe, dass ich das benötige, um neue Erkenntnisse zu gewinnen auf dem steten Weg der Verarbeitung. Und es werden ja auch immer wieder akute Probleme hinzukommen, die in einem Wechselspiel damit interagieren.
Meine Hoffnung ist, dass die Amplituden geringer ausschlagen mit jeder Lebenskrise.
Das Buch von Röhr: "Ich traue meiner Wahrnehmung" war (und ist) auch für mich auf diesem Weg unglaublich wertvoll und erkenntnisreich.

Schlaflos
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02.06.2010, 16:36Inaktiver User
AW: Den eigenen Weg gehen
Momentan ist etwas passiert, dass mir fast das Herz bricht, aber da ich es nun weiß, auch die Gewissheit gibt, dass sich einige Probleme klären werden und das wiederum ist gut so. Begleitet ist das Ganze von übelsten Gedanken, es ist eine Qual und ich kann nichts darüber sagen oder schreiben.
Ich hoffe, dass ich in 2-3 Monaten oder einem halben Jahr auch wieder sagen kann, dass es mir gut geht und davon nicht allzuviel gelogen ist. Oder ich dann wenigstens die Vergangenheit weniger präsent habe. Aber irgendwie gehört sie wohl derzeit zu mir und will mich auf einen neuen Weg bringen von dem ich weniger vermutet hätte, dass ich ihn finde. Vielleicht lerne ich auch bald wieder die Vergangenheit emotionslos zu betrachten, wie ein Schizophrener Jesus & Co. ausblenden muss, um zu klaren Gedanken zu kommen. Ich habe mich jetzt an zwei Projekte gesetzt beruflich und hoffe, dass mich das etwas ablenkt. Irgendwie habe ich aber auch das Gefühl bei allem, was derzeit so los ist, dass ich viel mehr mein Leben anpacken will und auch das ist gut so.
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02.06.2010, 17:48Inaktiver User
AW: Den eigenen Weg gehen
Nur die Wahrheit macht Dich frei...wenn nicht hier...dann bitte lass es woanders raus.
Es ist schwer ich weiß, ich habe früher immer alles versteckt als Hätte ich Staats Geheimnisse zu schützen.
Ich habe gelernt los zu lassen...so viel Last in einem Kopf ist einfach zu viel...Das Gehirn schreit so richtig danach den Müll zu entlasten.
Ibeth
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03.06.2010, 08:54Inaktiver User
AW: Den eigenen Weg gehen
Hier kann ich nicht, aber es wird in sehr geschütztem Rahmen werden. Ich weiß, dass alles danach schreit das loszuwerden. Es ist noch sehr sehr frisch und manchmal wünschte ich nicht zu wissen, was für Monster manche Menschen sind. Dieser Tage bin ich sehr aufgewühlt und es kommt alles hoch in den unpassensten Momenten und die Tränen kommen und eigene Erinnerungen und Sorgen und Alpträume und schlimme Ahnungen, die teilweise gewiss sind. Es kann sogar sein, dass das alles droht meine Beziehung zu zerstören, weil ich nicht mehr kann, die Nähe schwer ertrage, nicht abschalten kann. Es ist schwer momentan für mich.
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03.06.2010, 09:14Inaktiver User
AW: Den eigenen Weg gehen
Liebe zweiplusvier,
das hört sich wirklich sehr schwierig an, und ich hoffe, du fühlst ab und an, dass wir, die wie hier mitlesen (ich auf jeden Fall!!!) gedanklich bei dir sind.
Hast du schon einmal daran gedacht, die Telefonseelsorge anzurufen? Ich denke wie Ibeth, dass manche Sachen aus-gesprochen gehören, einfach mal wirklich laut benannt, bewertet, what ever
Du sollst und brauchst und musst nicht die Last der Welt tragen, nicht die Schuld eines anderen Menschen. Es gibt die Möglichkeit, es weiterzugeben, weiterzureichen, die Dinge (auch die schrecklichen) fließen zu lassen. Solange natürlich dadurch kein anderer Mensch zu schaden kommt, aber ich denke mal, dem ist hier nicht der Fall, und wenn, dann ist dieser Mensch DU
Schlaflos
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03.06.2010, 17:41Inaktiver User
AW: Den eigenen Weg gehen
Liebe Schlaflos,
es hört sich nicht nur schwierig an. Es ist schwer, schwer zu tragen, zu ertragen. Manchmal wünschte ich wirklich gar nicht so viel zu wissen oder in der Sache diese bittere Gewissheit zu haben und trotzdem muss ich da jetzt durch und das verarbeiten und schauen, wie die Sache gut geregelt wird und verarbeitet. Manchmal kommen mir einfach so die Tränen.
Aber auch das werde ich packen und vielleicht in einem halben Jahr wird die Welt schon wieder anders aussehen.
Danke in jedem Fall für Euren Zuspruch!
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03.06.2010, 21:36Inaktiver User
AW: Den eigenen Weg gehen
Ich glaube Dir, das Du eine schwere Last mit Dir herum trägst...man spürt es richtig.
Bitte bringe Dich nicht in Gefahr...ein halbes Jahr ist zu lang.
Keine Frage, Du brauchst Hilfe und Erleichterung, so schnell wie möglich.
Meine Schwester hat ein Geheimnis mit sich herum geschleppt für über 40 Jahre...Anfang des Jahres hat sie sich mir anvertraut...und sie war danach so erleichtert, ich hörte nur zu.
Ehrlich gesagt konnte ich gar nicht anders als nur zu hören...ich war zu schockiert um zu sprechen.
Ich habe das Ganze bis jetzt noch nicht verdaut.
Der Sinn der Geschichte, meine Schwester war erleichtert und konnte das Kapitel hinter sich bringen.
Ibeth
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05.06.2010, 07:26Inaktiver User
AW: Den eigenen Weg gehen
In Gefahr werde ich mich schon nicht bringen. Es ist nur eine richtige Talsohle, die ich jetzt durchschreite und ich hoffe, dass es danach aufwärts geht. Entlastung wird teilweise kommen und 1-2 Leute habe ich mit denen ich drüber reden kann, auch wenn sie nicht zu meinem näheren Umfeld gehören, dem ich mich derzeit nicht anvertraue und das Vertrauen nicht habe. Auch aus der Befürchtung heraus, dass es zu viel wäre für selbiges und nicht gut damit umgegangen wird.
Deine Schwester hatte damit sicher sehr schwer zu tragen die ganzen Jahrzehnte. Das ist gut, dass sie eine Schwester wie Dich hat und endlich sich auch etwas von der Last befreien konnte.
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14.06.2010, 16:43Inaktiver User
AW: Den eigenen Weg gehen
Ich möchte nur mal kurz mich melden und Danke sagen und dass es mir momentan etwas besser geht. Ich habe nicht mehr dieses Gefühl so ganz allein mit meinen Problemen dazustehen oder dass sie mich emotional so überrollen und so tief runter ziehen, wie es noch vor einer Woche der Fall war. Und ich hoffe, dass es weiter wieder jeden Tag ein Stückchen besser geht. In meinem Buch lese ich auch weiter und mir geht da auch immer wieder ein Licht dabei auf und irgendwie habe ich doch jetzt eher das Gefühl, dass ich diese schlimme Zeit packen werde.



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