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Thema: Den eigenen Weg gehen
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28.05.2010, 09:09Inaktiver User
AW: Den eigenen Weg gehen
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28.05.2010, 09:11Inaktiver User
AW: Den eigenen Weg gehen
Wenn Du das kannst. Ich kann das nicht und ich bekomme ja nicht mal eine Entschuldigung von meinem Bruder oder Worte des Bedauerns. Nöö, das war so. Was kommste mit der Vergangenheit? Das wären viel eher seine Worte und waren es auch schon.
Bei meiner Mutter dachte ich, dass sich was gebessert hat. Dem ist nicht so. Nur ich bin etwas geschickter im Umgang mit ihr geworden ihr zu liebe. Das habe ich eben verstanden und der räumlich Riesenabstand hilft dabei natürlich auch. Ich werde ihr noch etwas schreiben und mir überlegen was genau. Erst mal muss ich das viel mehr für mich klar kriegen und hier toben gleichzeitig auch noch andere Baustellen.
In dem Buch: Ich traue meiner Wahrnehmung von Heinz-Peter Röhr stehen schon gleich einige Passagen drin, die passen. Eventuell kopier ich ihr etwas davon. Aber wahrscheinlich wird sie es abfällig als Therapeutenquatsch abtun. Manchmal kommen mir mein Bruder und meine Mutter in ihrem Verhalten und in ihren Aussagen so dermaßen ähnlich vor. Das ist mir erst jetzt aufgefallen.
Und mit meinem Partner habe ich derzeit ein Problem, bei dem ich noch etwas verwirrt bin. Ich nehme wie Abstand zu ihm und er ist mir momentan in seiner Art zu viel. Er merkt nicht, obwohl ich das auch sage, dass ich derzeit etwas Abstand und Ruhe brauche. Ob er mir demnächst zu viel wird? Das kann auch noch passieren.
Irgendwie bin ich derzeit richtig down wie lange nicht mehr, aber vielleicht besser so als so latent in leicht negativer Stimmung. Irgendwie gehts mir emotional derzeit wie früher, wenn meine Mutter mich unter Druck gesetzt hat. Ich hoffe, dass das so schnell wieder geht oder verarbeitet ist, wie es gekommen ist.Geändert von Inaktiver User (28.05.2010 um 09:31 Uhr)
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28.05.2010, 12:56Inaktiver User
AW: Den eigenen Weg gehen
So schnell gehts mir etwas besser. Das Buch von Heinz-Peter Röhr "Ich traue meiner Wahrnehmung" scheint zu meiner Situation zu passen.
Da stehen Sätze drin wie:
"Nur die erneute Anpassung, die Identifikation mit dem Kranken, die Unterwerfung unter einen vom Schicksal geschlagenen Menschen, der Verständnis benötigt oder fordert, kann beruhigen und die Schuldgefühle mildern. Die Antwort auf die unerträglich erscheinenden Schuldgefühle ist immer die gleiche: die wiederkehrende Anpassung und Unterwerfung!"
So war meine Kindheit und einige meiner langen Beziehungen. Im Prinzip ist damit klar, dass ich nie meinen Weg so richtig gehen konnte, mich immer angepasst habe. Selbst bei der Berufswahl haben sie mir Druck gemacht und mich in einen mir verhassten Beruf gedrängt, den ich irgendwann auch an den Nagel gehängt habe.
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28.05.2010, 14:00Inaktiver User
AW: Den eigenen Weg gehen
Liebe zweiplusvier,
aber es heißt eben nicht, dass die Schuldgefühle durch die Anpassung assimiliert werden - dein Leben beweist ja, dass das nur temporär funktioniert hat.
An die Schuldgefühle müsstest du herankommen, sie hinterfragen, abklopfen auf alten Schutt. Das ist allerdings so schmerzhaft wie das Abpuhlen von Schorf: manchmal ist die Haut darunter noch viel zu zart und empfindlich und blutet erneut...
Schlaflos
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28.05.2010, 14:53Inaktiver User
AW: Den eigenen Weg gehen
Ja, sicher hast Du irgendwo Recht und trotzdem hoffe ich, dass es nicht nur schmerzhaft wird und mir die Erkenntnisse etwas bringen. Das war mit Sicherheit das was mich am allermeisten gelähmt hat. Nur was jetzt. Das Schlimme ist im Prinzip auch sich dann allein für sich neu zu orientieren, obwohl viel an Entwicklung vorher gefehlt hat und das ist mit schmerzlich. Es ist auch leichter gesagt als getan aus dem alten auszusteigen. Manchmal wünschte ich mir noch einen Neustart.
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28.05.2010, 15:30Inaktiver User
AW: Den eigenen Weg gehen
Liebe zweiplusvier,
vielleicht solltest du herausfinden, was für Vorteile du für deine Seele hast, dass du in der Auseinandersetzung mit deiner Mutter bleibst?!
Genau hier könnte ein Schlüssel liegenDas Schlimme ist im Prinzip auch sich dann allein für sich neu zu orientieren (...)
Schlaflos
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28.05.2010, 17:45Inaktiver User
AW: Den eigenen Weg gehen
Ja, da könnte mit der Schlüssel liegen für mich. Die Veränderung allein anzugehen und allein unabhängig zu werden.
Eine Passage des Buches sagt auch, dass der Nichterfolg oder die Leistungsverweigerung eine Form des Rachesnehmens ist, wenn man psychisch durch die Eltern unter Druck gesetzt wird und missbraucht für ihre Zwecke und man hat nicht sich wehren gelernt und Trotz ist die Reaktion des Kindes darauf.Geändert von Inaktiver User (28.05.2010 um 18:38 Uhr)
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28.05.2010, 18:41Inaktiver User
AW: Den eigenen Weg gehen
Trotz könnte auch ein Mittel sein, es demjenigen doch zeigen zu wollen, dass etwas in einem steckt...
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28.05.2010, 19:09Inaktiver User
AW: Den eigenen Weg gehen
Ja, das wäre positiv. In der Tat ist das bei vielen Missbrauchsopfer das eine oder andere Extrem. Für mich wäre ja dann sogar positiv den Trotz in Form von Ehrgeiz und etwas erreichen zu zeigen, da mir das ja immer ausgeredet wurde und meine Fähigkeiten da massiv gedeckelt wurden.
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28.05.2010, 19:25Inaktiver User
AW: Den eigenen Weg gehen
Hm, ich sehe diesen Trotz inzwischen als eine weitere Form, mit den Tätern in Verbindung zu bleiben, um einen Versuch, ihre Anerkennung (nun doch) zu erlangen. Auch eine Art, sich am alten Thema abzuarbeiten. Habe damit äußerst schlechte und traurige Erfahrungen gemacht, besonders gegenüber meiner Mutter

Deshalb riet ich dir, zu versuchen herauszufinden, was dich an deine Mutter weiterhin bindet. Welche Dispositionen halten das Rad am Laufen?



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