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30.05.2010, 16:36Inaktiver User
AW: leben (erst mal?) ohne männer
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30.05.2010, 16:39
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30.05.2010, 16:41Inaktiver User
AW: leben (erst mal?) ohne männer
oh oh...


na eigentlich wollte ich keine Attraktivitätsdiskussion lostreten, weil eine maingestreamte Schönheit nämlich auch kein Garant für eine tolle Beziehung ist.
Ich fühle mich übrigens weder attraktiver als mit 20, noch unattraktiver.
Dank guter Gene und einem einigermaßen gesundem Lebensstil, trage ich immer noch die gleiche Kleidergröße wie damals, in meinem Blond kann man die grauen Haare noch nicht sehen und dass ich mit Ende 20 zwei Kinder geboren habe, lässt sich weder durch Schwangerschaftsstreifen, noch durch Dellen an Po oder Oberschenkel belegen.
Das ich trotzdem ein Problem mit meinem Aussehen habe, rührt ganz woanders her und bedeutet mit aller Wahrscheinlichkeit, das ich Kränkungen aus der Kinder-und Jugendzeit nicht verarbeitet, nicht losgelassen, schlichtweg nicht verziehen habe.
Ich kann mich über mein Äußeres nicht beklagen, ich lege persönlich auch viel zu wenig Wert drauf. Ich bin weder ungepflegt noch übergewichtig, ich bin einfach eine graue Maus mit Gehirn.
Und wenn man(n) wählen kann zwischen attraktiver kluger Maus, bei der alle anderen Männer neidisch werden, der attraktiven, aber zickigen Maus und der unscheinbaren klugen Maus, die ihre inneren Werte nicht nach außen kehrt, wenn nimmt man(n) dann?
Attraktivität und Schönheit liegen immer im Auge des Betrachters und da wir in einer Mediengesellschaft leben und ich langer Zeit in dieser Branche gearbeitet habe, weiß ich was da abgeht. Schönheitsideale werden gemacht. Lustigerweise von schwulen alten Männern.
Ein attraktiver Körper/ Gesicht hilft dabei Aufmerksamkeit zu bekommen, aber es garantiert keine glückliche Beziehung.
Zurück zum Ursprung Leben ohne Männer,
seit mehr als 20 Jahren habe ich keinen mehr ständig an meiner Seite, darob war ich nie unglücklich. Es gibt und gab genug anderes zu tun.
Mein Problem liegt woanders, ein ganz klein wenig ähnlich wie bei Rose, wir leben im Familienverband. Das ist heutzutage nicht mehr üblich und ich kann jeden Außenstehenden verstehn, der da nicht hinein will. Das ist mein Handicup und mein persönlicher Plan für dieses Jahr. Ich möchte weg ohne ein schlechtes Gewissen gegenüber meiner Familie zu haben.
Und hier liegt der Hase im Pfeffer.
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30.05.2010, 16:41
AW: leben (erst mal?) ohne männer
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30.05.2010, 16:48
AW: leben (erst mal?) ohne männer
Ganz er selbst sein darf jeder nur, so lange er alleine ist. Wer also nicht die Einsamkeit liebt, der liebt auch nicht die Freiheit; denn nur, wenn man alleine ist, ist man frei.
A. Schopenhauer
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30.05.2010, 16:59
AW: leben (erst mal?) ohne männer
Issdochwahh
Ohne den wäre ich schon lange abgesoffen.
Mal ganz im Ernst.
In den letzten fünf Jahren gab es bei mir zwei ernsthafte Versuche eine Beziehung zu haben.
Den ersten habe ich sehr schnell abgebrochen (keine drei Monate)
Wenn einer der mich nicht mal richtig kennt nach zwei Wochen bereits von zusammenziehen und Heiraten spricht setzt bei mir ein Fluchtreflex ein.
Den letzte Beziehungsversuch (beinahe zwei Jahre) habe ich gerade erst beendet.
Es passte einfach nicht.
Im letzten Jahr habe ich mir das ganze überwiegend so

angesehen und eine Menge dabei gelernt.
Im Gegensatz zu früher erkenne ich Manipulationsversuche von Ihm deutlich schneller und reagiere auch darauf.
Habe ich früher nicht erkannt und vor allem habe ich nicht entsprechend darauf reagiert sondern geglaubt ich müsse mich nur ändern dann klappt das schon.
Tut es nicht.
Sich selbst verbiegen, die eigenen Bedürfnisse und Ziele zu verleugnen führt unweigerlich zum Ende.
Vielleicht nicht zum Ende der Beziehung aber ganz sicher zum Ende der Person die ich einmal (aus gutem Grund) war.
Es ist sauschwer das verlorene ich wieder zu finden, in die mittlerweile geänderten Ziele/Wünsche zu integrieren und wieder ein ganzes zu werden.
Das gebe ich so schnell nicht mehr auf.
Ich bin mir ziemlich sicher das ich in jungen Jahren einfach nicht genug Mut und Selbstvertrauen hatte zu dem was für mich als Mensch wichtig war zu stehen. Ich glaubte tatsächlich nicht richtig zu sein im Sinne von ich muss mich ändern.
Vermutlich geht es vielen tollen, jungen Frauen nicht anders.
T.Geändert von time2change (30.05.2010 um 17:43 Uhr)
Du brauchst keinen Grund um zu gehen wenn du keinen mehr hast um zu bleiben (Ina Müller)
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30.05.2010, 17:06
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30.05.2010, 17:16Inaktiver User
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30.05.2010, 18:01Inaktiver User
AW: leben (erst mal?) ohne männer
ach, was hab ihr tolles geschrieben!

ich selbst habe heute eine meiner kleiineren phobien überwunden (ich fahre nämlich nicht gerne auto), meine familie geschnappt und einen wunderschönen ausflug unternommen.

wieder ein single-problem gelöst.
und es war richtig lustig, drei generationen unter einem autodach und wir hatten absolut spaß.
ja, das kenne ich auch.
und da irgendwo liegt es: das glück, von dem wir immer dachten, es könne nur zu zweit stattfinden, endet in blutigen nasen.
das glück finden wir dann aber in uns, kleinen dingen des alltags....
und dann stellt sich die frage:
warum muss ich mir den stress antun, wenn es ohne stress wunderbar ist?
und ich glaube, da werden frauen für männer gefährlich.
aus ihrer warte ist das dann ein männer-burnout.....
ich steinige dich nicht.
auch wenn meine "klientel" halt schon eine etwas andere war, meistens, in den letzten jahren (gut, zugegeben, ich mag männer, die väter sind. denn sie haben was mit mir gemein)
nur:
die waren allesamt schon verheiratet und sind aus der ehetristesse geflohen. um nun "die traumfrau" zu finden.
und die ist halt möglichst jung und süß.....
ich spreche ja eher von der nicht-ganz -uralt-gewordener 40-50 jähriger, aber ich glaube, da dreht sich die sache doch massiv um.
es ist nun mal so, dass der wechsel frauen verändert- und die männer zu der zeit gerade nicht so sehr......
ja, genau das geht mir eben schon seit geraumer zeit durch den kopf.
und deshalb-genau deshalb- wollte ich nicht mehr mitspielen.
[
JAAA!!!!
Genau. Deshalb ist dieses Mann-Thema hier auch nicht off topic, sondern die beiden Dinge - gesunde emotionale Autarkie bei Frauen und Beziehungsfähigkeit bei Frauen wie bei Männern - hängen eng miteinander zusammen.
und ganz genau hier sind wir bei meiner (und wie ich vermute, nicht nur meiner) "ambivalenz" angelangt.
auf der einen seite ist diese mann-frau-sache in mir, ich finde das wunderschön.
auf der anderen seite sehe ich aber die spiele, die da stattfinden, diesen kampf um macht, erfolg und attraktivität, um marktwert und reproduktionsfähigkeiit.
und da ich männer mag, sie nicht per se veruteilen oder verdammen will, sehe ich mir eben auch an, woher diese spiele kommen.
iund vieles, was wir da mit uns rumschleppen (nämlich männlein wie weiblein) kommt aus der patriarchalen denkweise.
überdies pappen werbung und medien noch idealbilder drauf, die uns immer und immer wieder unzufrieden sein lassen (die frauen, weil sie nicht entsprechen, die männer, weil sie dieses idealbild nicht finden).
und hilly: du hast kein problem mit ungeputzten fenstern, weil es immer noch das mutter-über - ich ist, das verlangt, die fenster zu putzen.
wenn du mal ein halbes jahr nicht putzen würdest, ohne dass muttern schimpft, wärst du so weit, selbst zu entscheiden, ab wann du dich über ungeputzte fenster ärgerst und sie putzt.
was ich damit meine. du bist, glaube ich, immer noch so sehr mit der abgrenzung beschäftigt, dass du deine eigenen grenzen nicht findest. -ich kenne das -trotz unordentlicher mutter -von mir. seit ich putze, wenn ICH es unordentlich finde, ist die wohnung sauberer...
wahrscheinlich ist es mit vielen dingen so....
Geändert von Inaktiver User (30.05.2010 um 18:38 Uhr)
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30.05.2010, 22:41




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