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  1. Inaktiver User

    AW: leben (erst mal?) ohne männer

    Zitat Zitat von Kyria Beitrag anzeigen
    Das finde ich sowieso immer so faszinierend: Daß selbst die, sorry, unansehnlichste, bindungswillige Frau ratz-fatz wieder einen festen Partner hat, wenn sie denn wirklich will und hingegen die schönste bindungsunwilligere lange Zeit oder gar nie mehr einen "findet".

    Was für mich wiederum beweist, daß es nicht daran liegt, welche Chancen jemand auf dem Partner-Markt hat, sondern nur daran, wie hoch seine Bindungswilligkeit ist, die ja oft auch mit der eigenen Anpassungsfähigkeit korreliert.
    Definitiv.

    Das führt dazu, dass die stark bindungswilligen und daher sehr anpassungsbereiten auch nahezu immer ein "Beziehungsobjekt" finden, da sie nach gewissen äußeren Kriterien vorgehen und das spezifische Individuum da gar keine so ausgeprägte Rolle zu spielen scheint, während andere sich eben nur sehr selten eine Beziehung - und dann eben nur mit einem bestimmten Menschen - vorstellen können.

    Ich kenn jedenfalls Paare, wo ich einfach nichts von einer individuellen, auf den ganz persönlichen und unverwechselbaren Charakter des Partners bezogene Bindung spüre (im Gegenteil, manchmal stört der nur ) - und es genausogut der ähnlich große, ähnlich alte Nachbar oder Kollege sein könnte, der da die Rolle des Partners einnimmt (und genauso schnell wechselt das ja dann auch oft).

    Ich hab es hier schon öfter erzählt: ich sass bei einer Feier mal neben einem Pärchen mit Kind, da meinte sie, puh, alleinerziehend, da hätt ich gar keine Lust zu - wenn mit ihm (Blick auf ihren Freund und Kindsvater) mal aus wäre, da wäre vier Wochen später der Nächste da. Ich hätte keine Lust, allein zu wohnen.

    Er sagte da weiter nichts dazu, anscheinend fand er das auch völlig normal. Und ich bin überzeugt, genauso handhaben die das dann auch. Beispiele kenn ich genug.

    Deshalb war ich auch nicht SB geeignet - ich kann meine Kriterien zwar durchaus formulieren - aber selbst jemand, der das alles erfüllen würde könnte so absolut gar nicht in Frage kommen weil eben - wie Midhira so schön gesagt hat - der Zauber fehlt. Das artet in eine Abcheckerei aus, da ist nichts mehr da von Seele.

    Und mir ist da eben auch bewußt geworden, dass ich eben nicht "eine Beziehung" haben will, die hätt ich da schon gefunden - sondern mich verlieben. Und das geht eben nicht auf Kommando, und deshalb hab ich auch nicht mehr gesucht.

    Und da sind wir wieder beim Thema: ich versteh, wenn jemand sagt, ich will keine Kompromißbeziehung um jeden Preis. Aber seid ihr alle tatsächlich soweit zu sagen: ich will mich auch nicht verlieben, auch nicht in einen, den ich mit Geist und Körper und Seele begehre und mit dem Beziehung so austariert werden kann, dass sie uns beide bereichert und nicht beschränkt??

  2. Inaktiver User

    AW: leben (erst mal?) ohne männer

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und da sind wir wieder beim Thema: ich versteh, wenn jemand sagt, ich will keine Kompromißbeziehung um jeden Preis. Aber seid ihr alle tatsächlich soweit zu sagen: ich will mich auch nicht verlieben, auch nicht in einen, den ich mit Geist und Körper und Seele begehre und mit dem Beziehung so austariert werden kann, dass sie uns beide bereichert und nicht beschränkt??
    Na auf keinen Fall! Ich weiß auch, wie schnell sich sowas ändern kann, wenn da jemand auftaucht, bei dem es kribbelt.
    So oft passiert mir das allerdings nicht. Und zur aktiven Suche, in welcher Form auch immer, verpüre ich keinen Drang (mehr). Insgesamt war ich wohl auch schonmal empfänglicher für tolle Männer als derzeit. Aber ausschließen würde ich schonmal gar nichts. Dafür nimmt das Leben auch zu oft überraschende Wendungen.

    Ich finde kyrias letzte Gedanken sehr interessant. Das erklärt auch, warum man sich mit sovielen Widersprüchen auseinandersetzen muss, wenn man eben irgendwo zwischen den Polen angesiedelt ist.
    Eventuell erklärt es auch zumindest teilweise, warum man sich irgendwo nach Bindung sehnt, obwohl man ansonsten vielleicht ein ziemliches Individualistenleben führt, dann aber immer wieder an Männer gerät, auf die man selbst sich zwar einlassen würde, die einen aber letztendlich auf Abstand halten.
    Hat vielleicht damit zu tun, welcher Teil stärker (nach außen) wirkt.

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    AW: leben (erst mal?) ohne männer

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber seid ihr alle tatsächlich soweit zu sagen: ich will mich auch nicht verlieben, auch nicht in einen, den ich mit Geist und Körper und Seele begehre und mit dem Beziehung so austariert werden kann, dass sie uns beide bereichert und nicht beschränkt??
    Ich wär sofort dabei.
    Nach so vielen Jahren Single und wunderbarer Unabhängigkeit kommen manchmal Zweifel, ob es nicht vielleicht DOCH noch irgendwie gehen könnte. Mit Liebe. Mit Unabhängigkeit. Zusammen. Ohne Oberflächlichkeit. Ohne Einschränkung. Genau wie du sagst: erwachsen austariert.
    Das wär was!
    Die Sehnsucht nach diesem unbeschreiblich schönen Verliebtheitsgefühl ist groß.

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    AW: leben (erst mal?) ohne männer

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eventuell erklärt es auch zumindest teilweise, warum man sich irgendwo nach Bindung sehnt, obwohl man ansonsten vielleicht ein ziemliches Individualistenleben führt, dann aber immer wieder an Männer gerät, auf die man selbst sich zwar einlassen würde, die einen aber letztendlich auf Abstand halten.
    Hat vielleicht damit zu tun, welcher Teil stärker (nach außen) wirkt.
    Oha! Da ist was dran!

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    AW: leben (erst mal?) ohne männer

    Hallo Midhira,

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Eventuell erklärt es auch zumindest teilweise, warum man sich irgendwo nach Bindung sehnt, obwohl man ansonsten vielleicht ein ziemliches Individualistenleben führt, dann aber immer wieder an Männer gerät, auf die man selbst sich zwar einlassen würde, die einen aber letztendlich auf Abstand halten.
    Hat vielleicht damit zu tun, welcher Teil stärker (nach außen) wirkt.
    genau das denke ich auch. Ich vermute, daß man den Grad der Nähe, den man zum anderen Geschlecht zuläßt, mehr oder weniger selbst bestimmt.

    Das bedeutet dann: Wer sich fest binden will, zieht eher bindungswillige Partner an, wer sich nur teilweise einlassen kann, wird öfter bei Affären landen, wer einen gewissen Abstand zum Partner braucht, führt oft über längere Zeit eine Fernbeziehung etc.pp.

    Im Laufe des Lebens können sich die Bedürfnisse nach der Lebens/Beziehungsform aber auch ändern und man kann dann durchaus auch andere Erfahrungen machen und neue Beziehungsformen leben.

    Positiv finde ich, wenn man sich selbst einigermaßen einschätzen kann und so besser versteht, warum man gerade die eine oder andere Lebensform lebt. Daß man sich nicht als gebeutelt vom Schicksal ansieht, sondern den eigenen Anteil am sogenannten "Schicksal" erkennen und akzeptieren kann.

    Eine zufriedene oder glückliche Singlefrau wird wahrscheinlich immer auch denken, daß diese Lebensform zumindest momentan zu ihr passt. Weil sie eben- zumindest derzeit- weniger bereit ist, sich an einen anderen Menschen anzupassen, Kompromisse zu suchen etc.

    Weil sie vielleicht die Erfahrungen, die sie mit sich selbst und ihrem Single- Dasein macht, im Moment spannender und bereichernder findet, als die, die sie in einer Partnerschaft machen könnte.

    LG Kyria

  6. Inaktiver User

    AW: leben (erst mal?) ohne männer

    Ich frag deswegen, weil ich über HQs Posts nachgedacht habe.

    Ein Freund meines Exmannes hat mal zu mir gesagt, er wolle keine Frau über 35, die wären alle so frustriert. Da bin ich schier an die Decke gegangen.

    Und ich will bestimmt auch niemand missionieren, weil ich gar nicht der Überzeugung bin, das Leben wär nur mit Mann lebenswert.

    Aber trotzdem denke ich, hat es Einfluß auf mich selbst, ob ich denke: ich hab genug von den Männern - oder ob ich denke: ich hab genug von den falschen Männern (und bin deshalb eben lieber mal allein).

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    AW: leben (erst mal?) ohne männer

    Hallo Einewiekeine,

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Das führt dazu, dass die stark bindungswilligen und daher sehr anpassungsbereiten auch nahezu immer ein "Beziehungsobjekt" finden, da sie nach gewissen äußeren Kriterien vorgehen und das spezifische Individuum da gar keine so ausgeprägte Rolle zu spielen scheint, während andere sich eben nur sehr selten eine Beziehung - und dann eben nur mit einem bestimmten Menschen - vorstellen können.
    da gebe ich Dir uneingeschränkt Recht.

    Es geht nicht um den Partner an sich, sondern um die Lebensform "feste Beziehung bzw. Ehe" die man leben möchte.

    Wobei diese Intention als Kleb-, als Bindestoff für die Beziehung durchaus sehr wirkungsvoll sein kann.

    LG Kyria

  8. Inaktiver User

    AW: leben (erst mal?) ohne männer

    Ich habe mir letztes Jahr "Das Geheimnis der Liebe" (Originaltitel: The Soulmate Secret) von Arielle Ford zugelegt.

    Da geht es eben darum, langfristig seinen Seelengefährten anzuziehen. Langfristig, wohlgemerkt. Davor steht immer das Verlieben in die eigene Person.
    Ob ich vollkommen daran glaube, weiß ich noch nicht, aber ich finde die Idee spannend, und das Buch gibt einem viele wertvolle Impulse. Man stellt sich ja ohne weiteres beispielsweise gar nicht die Frage, ob man in seinem momentanen Zustand überhaupt ein Mensch ist, in den man sich verlieben würde. Oder ob das eigene Leben für sich betrachtet ein attraktives ist.
    Wenn man sich darüber klarer geworden ist, werden die eigenen Aktionen um etwas für die eigene Erfüllung zu tun, viel zielgerichteter.

  9. Inaktiver User

    AW: leben (erst mal?) ohne männer

    Zitat Zitat von Kyria Beitrag anzeigen
    Positiv finde ich, wenn man sich selbst einigermaßen einschätzen kann und so besser versteht, warum man gerade die eine oder andere Lebensform lebt. Daß man sich nicht als gebeutelt vom Schicksal ansieht, sondern den eigenen Anteil am sogenannten "Schicksal" erkennen und akzeptieren kann.
    Find ich ganz ganz wichtig.

    Für mich war das irgendwann der Knoten, der geplatzt ist, und ab da dachte ich, ich bin freiwillig Single, nicht unfreiwillig, das war ein ganz anderes Gefühl.

    Eben weil mir klar war, ich könnte auch irgendeine Beziehung haben, das kann in meinen Augen jeder, aber das will ich nicht - und das ist meine freie Entscheidung.

    Eine zufriedene oder glückliche Singlefrau wird wahrscheinlich immer auch denken, daß diese Lebensform zumindest momentan zu ihr passt. Weil sie eben- zumindest derzeit- weniger bereit ist, sich an einen anderen Menschen anzupassen, Kompromisse zu suchen etc.

    Weil sie vielleicht die Erfahrungen, die sie mit sich selbst und ihrem Single- Dasein macht, im Moment spannender und bereichernder findet, als die, die sie in einer Partnerschaft machen könnte.
    Ich seh das Leben sowieso in Phasen, und nicht als geraden Weg. Und ich bin der Überzeugung, dass es sehr wichtig ist, für sich selbst herauszufinden, wer man ist und was man will und was einem entspricht, jedenfalls wenn man nicht so ein totaler Beziehungstyp ist der sich früh für immer oder sehr lange bindet und das auch nie infrage stellt.

    Ich dachte zum Beispiel lange Zeit, ich wolle unbedingt (wieder) verheiratet sein, das war mir sehr wichtig. Heut bin ich mir gar nicht mehr so sicher, ich wohn gern allein und so wie es ist ist es gut. Das hat aber gedauert, bis ich das herausgefunden habe.

  10. User Info Menu

    AW: leben (erst mal?) ohne männer

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe mir letztes Jahr "Das Geheimnis der Liebe" (Originaltitel: The Soulmate Secret) von Arielle Ford zugelegt.

    Da geht es eben darum, langfristig seinen Seelengefährten anzuziehen. Langfristig, wohlgemerkt. Davor steht immer das Verlieben in die eigene Person.
    Ob ich vollkommen daran glaube, weiß ich noch nicht, aber ich finde die Idee spannend, und das Buch gibt einem viele wertvolle Impulse. Man stellt sich ja ohne weiteres beispielsweise gar nicht die Frage, ob man in seinem momentanen Zustand überhaupt ein Mensch ist, in den man sich verlieben würde. Oder ob das eigene Leben für sich betrachtet ein attraktives ist.
    Wenn man sich darüber klarer geworden ist, werden die eigenen Aktionen um etwas für die eigene Erfüllung zu tun, viel zielgerichteter.
    Ich kenne das Buch nicht, finde die Fragen aber sehr interessant ... nicht unbedingt angenehm allerdings. Ich überlegte in den letzten Wochen auch einmal: Wäre ich ein Alien, und müsste/dürfte mich einige Zeit in einem menschlichen Körper aufhalten: würde ich meinen nehmen? So, wie ich jetzt lebe? Die Antworten sind nicht ganz eindeutig: Manchmal ja, aber oft auch nein. Zu viele Allein-Verantwortungen, Belastungen, zu wenig Spaß momentan, zu viel Arbeit, und nicht nur berufliche. An anderen Tagen jedoch ist die Antwort eher Ja, auch wenn es keine reinen Fun-Zeiten sind, aber doch spannend, bereichernd, ...
    Und hätte ich großartig anders geantwortet, als ich noch in einer langjährigen Ehe war, oder in einer zwar leidenschaftlichen, aber letztendlich doch nicht zu einer Beziehung führenden Kurzbeziehung?
    Dennoch: Fragen, die eine Außensicht auf das eigene Leben erlauben, sind gut. Erlauben Korrekturen, egal ob mit oder ohne Mann.

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