*
Ich finde Deine Verschwurbelungs- und Seitenwechseltaktiken in eigener und fremder Sache auf gewisse Weise faszinierend. Deshalb lese ich weiter mit. Ich lerne da viel bei. Weil es mir persönlich so fremd ist, ich damit aber anderweitig schon schmerzhafte Erfahrungen gemacht habe.
*
Und dann gibt es u.a. zwischendurch immer wieder bemerkens-werte Aussagen / Fragen / Thesen.
Das ist alles.
Antworten
Ergebnis 651 bis 660 von 1319
-
28.05.2010, 15:49Inaktiver User
AW: leben (erst mal?) ohne männer
-
28.05.2010, 15:53
AW: leben (erst mal?) ohne männer
Haargenau so ging es mir mit meinem ersten Mann

Weil wir in vielerlei Hinsicht perfekt zusammen gepasst haben, haben wir uns intensiv und sehr lange bemüht, zusammen zu bleiben. Heute bin ich sehr froh, in einer andersartigen Beziehung zu leben, keine Frage.
Wenn mein Mann aber die letzte Beziehung meines Lebens gewesen wäre, wäre ich lieber da geblieben als allein zu sein und hätte mich weiter bemüht.
Es ist wie immer eine Frage des Leidensdrucks.
-
28.05.2010, 15:54Inaktiver User
AW: leben (erst mal?) ohne männer
Nun, letzteres resultiert ja häufig aus ersterem.
Andernfalls wäre ich wohl tendenziell asexuell und autistisch.
Im Übrigen heißt das auch nicht, dass man sich für alle Zeiten gegenüber Männern und Beziehungen verschließt. Trotzdem kann man zu dem Schluss kommen, dass man sich erstmal besser ausklinkt aus bestimmten Dingen, auch um vielleicht letztendlich einen Perspektivwechsel vollziehen zu können.
Weitermachen wie bisher wäre für mich jedenfalls keine Option. Da wäre ich echt wahnsinnig (im wahrsten Sinne, geht man nach Einsteins Definition von "Wahnsinn".)
-
28.05.2010, 15:56Inaktiver User
AW: leben (erst mal?) ohne männer
liebe ewk!
deinem ansinnen, mehr helligkeit in mein trübes,dumpfes dasein zu bringen, werde ich mich natürlich nicht entziehen.
*kopfklatsch*

jetzt, wo dus sagst- ehrlich?
du, ich hab mich echt noch nieee damit auseindandergesetzt-auch nicht in der bricom, weder unter diesem noch unter meinem früheren nick......
also, wenn ich es so recht bedenke:
meine ansprüche sind zu hoch..
ich bin an äußerlichkeiten orientiert
ich habe märchenprinzvorstellungen
ich klammere mich zu sehr an die männer
ich bin zu unabhängig
ich denke nur an mich und die kinder
und an den rest meiner familie
und an meine selbständigkeit
und an meine kreativität
...also, letztlich ist es wirklich kein wunder, dass ich keinen abbekomme (weil eigentlich will ich ja nur und immer nur das -zwar aus den falschen gründen: ich will nämlich in wirklichkeit verschmelzen...und das ist einfach kindisch)
denn: zu einer wahrhaften beziehung bin ich einfach nicht reif genug.
danke, liebe ewk, dass du mich auf diesen rechten pfad geleitet hast

so und jetzt mal ernsthaft:Und ob man zur künftigen Vermeidung dessen die Männer ändern müsste (was in meinen Augen durchaus etwas über die Einstellung zu Männern aussagt) oder nicht vielleicht etwas in sich selbst?
L
wo schreibe ich, dass man die männer ändern "müsste"?-das gegenteil davon schrub ich.
Man kann auch ohne bösen Willen dies alles so verstehen, als ob es mir dir, Zwischenrose, deiner Überzeugung nach so überhaupt nichts zu tun hätte.
auch das verstehe ich nicht:
natürlich hat es was mit mir zu tun.
sag ich doch.
ich will zur zeit keine partnerschaft. ich erstrebe es nicht.
ich will mich manchen kompromissen nicht beugen.
und das aus vollster innerer überzeugung.
und was ich nicht will, wird auch nicht geschehen.
-
28.05.2010, 15:59
AW: leben (erst mal?) ohne männer
Hm. Zwischenrose hat vor kurzem geschrieben, ihre Wünsche und die der Männer die sie derzeit so trifft, würden derzeit nicht zusammenpassen. Und dann würde sie sich lieber für ihre Wünsche entscheiden. Das fand ich persönlich sehr überzeugend.
Ich glaube auch nicht, dass sie jetzt ein Gelübde für ewige Keuschheit ablegen möchte und sich dann sklavisch daran hält, auch wenn der "perfekte" Mann auftaucht.
Ich verstehe sie eher so, dass sie in diesem Moment vielmehr die aktive Suche einstellt und sich mit dem Gedanken vertraut macht, dass möglicherweise keiner mehr kommt. DAS finde ich grundsätzlich sehr weise.
-
28.05.2010, 16:02
-
28.05.2010, 16:07Inaktiver User
AW: leben (erst mal?) ohne männer
Und mir fällt auf, dass jemand da einen sehr blinden Fleck hat, auf den schon x andere auch hingewiesen haben, und der beharrlich geleugnet wird.
Wie gesagt, ich finde es absolut legitim, ohne Mann gut leben zu wollen, wieso auch nicht - aber das wirkt nicht wirklich glaubwürdig, wenn das damit begründet wird, dass alles nicht passt ohne gleichzeitig zu hinterfragen, an was das liegt.
Wenn ich etwas nicht brauche oder nicht will, dann ist mir egal ob es passt oder nicht. Das ist der Widerspruch.
Na vielleicht weil das auf dich gar nicht zutrifft? Und du durchaus klar und verständlich deine Situation beschreibst??Mir hat übrigens immernoch keiner gesagt, inwiefern ich mich weigere, mich mit irgendwas auseinanderzusetzen. Und womit. Danach fragte ich vor einigen Seiten schon.
Ich glaub nicht, dass leda das so gemeint hat.Wenn ich Leda richtig verstanden habe, soll man sich besser jemanden suchen, bevor man irgendwie zum schrulligen, bindungsunfähigen, sozial inkompetenten Weiblein mutiert.
Halte ich für einen sehr kontraproduktiven Vorschlag.
Nein, nicht unbedingt. Aber wenn eben nie jemand passt obwohl man meint, man wollte durchaus eine Beziehung, dann sollte man doch mal überlegen, wieso nicht.Was, wenn schlicht niemand passendes "greifbar" ist? Oder sind das dann wieder nur übersteigerte Ansprüche ans passen?
Und da könnte sich dann ja rausstellen, dass man viel lieber allein leben mag. Wenn man ehrlich zu sich ist.
Aber das liegt dann nicht an der mangelnden Passung der anderen, sondern an meiner Einstellung. Ich finde, das ist was anderes.
Das seh ich auch so. Und ich halte auch nicht jede Beziehung für besser als keine Beziehung. Ganz gewiss nicht, da muss man nur mit offenen Augen durch die Welt gehen.Tatsächlich habe ich in der Vergangenheit eher dazu tendiert, passend machen zu wollen, was nicht passend war. Und ich denke, das tun nach wie vor sehr viele Menschen.
Nein, ich finde es ganz wichtig, dann nein zu sagen. Aber gleichzeitig auch die Verantwortung für sich zu übernehmen und zu sagen: ich hab mich ja mal für den Mann entschieden, wieso eigentlich? Um dann eben immer klarer rauszufiltern, was man will und was nicht - und wo eben mein Anteil daran liegt, mich auf unpassenden Männer eingelassen zu haben. Umso mehr, wenn das eben wiederholt passiert ist.Ich habe mich mit jemandem zusammengetan, den ich für einen hervorragenden Partner hielt, der mich aber leider nicht körperlich ansprach. Soll man sich dann ab einem gewissen Zeitpunkt regelrecht überwinden? Oder sich einreden, dass das Körperliche ja eh überbewertet wird?
Dann gab es Männer, die sich nicht festlegen wollten. Soll man sich dann einreden "Was soll's. Stell mal deine Exklusivitätsansprüche zurück. Reicht ja, wenn es ihn alle zwei Wochen mal nach dir gelüstet."?
Ist nicht so, dass ich nicht weiß von was ich spreche. Nur seh ich mich nicht als Unschuld vom Lande in den Fängen gefühlskalter Männer, sondern ich hatte durchaus meine eigenen Gründe, mich da höchst freiwillig reinzubegeben. Und nach Jahren bin ich mir da auch irgendwie drauf gekommen.
Es hätte mir aber nicht weitergeholfen, das dann pauschal auf alle Männer zu übertragen und mich damit zu trösten, dass es das was ich will halt nicht gibt und das Thema deshalb für mich durch ist.
Selbst bei Männern gibt es ja solche und solche.
-
28.05.2010, 16:08Inaktiver User
-
28.05.2010, 16:08Inaktiver User
AW: leben (erst mal?) ohne männer
Da stimme ich Dir zu.
Das ist auch so eine grundsätzliche Entscheidung von mir:
Ich möchte wach, lebendig, beweglich bleiben. Mich weiter-entwickeln. Habe mit verschiedenen Leuten Abmachungen worauf wir uns jeweils aufmerksam machen wenn wir jeweils Richtung dumpf und träge und festgefahren tendieren und es selbst nicht mehr merken.
*
So sehr polarisierend würde ich es nicht ausdrücken.Das Problem ist, die meisten Männer ersticken mit ihrem ausgeprägten Ego die Persönlichkeit der Frauen, denn sie wünschen sich Anpassung und Unterstützung von ihnen und der Frau ist von Natur aus ein mehr oder weniger grosses Helfersyndrömchen mitgegeben (was zur Kinderaufzucht nützlich, aber in einer Partnerschaft destruktiv ist, weil es zur Ausbeutung der Frau führt).
Erstens weiß ich auch was ich will und was nicht, zweitens habe ich auch sehr bequeme Seiten plus das unvermeidbare Helfersyndrömchen weil ich ja auch urpsrünglich zum braven Mädchen erzogen wurde und lange zwischen Anpassung und Widerstand hin- und hergetitscht bin. Macht unterm Strich keine bequeme Mischung - sprich, da passt nicht jeder Mann dazu. Aber das ist bei jeder Frau der Fall - irgendwie - wenn sie bei sich bleibt und nicht bereit ist, sich in jedem Mann, der ihr über den kleinen Zeh läuft, aufzulösen. Eine Frau als Gegenüber ist schließlich auch nicht die Lösung als Frustausgleich. Da ergeben sich ja oft genug die gleichen Spielchen.
Und was ich bei genauerem Hinschauen gemerkt habe:
Es gibt immer mehr wache, bewegliche Männer, die auch nicht auf dem Sofa versumpfen wollen ab dem 45sten / 50sten / 60sten Lebensjahr. Es wird immer mehr Lebensqualität gesucht - jenseits von fetten Autos, prallen Frauenhintern und Kuba-Tabak im Gesicht. Und ich meine damit nicht die Kompensation über Extremsport- und exotische Hobbies. Im Prinzip sind die Leute satt und überfordert mit dem was im Außen ist. Viele gehen immer mehr nach innen .... die Krise kommt gerade recht.
-
28.05.2010, 16:10Inaktiver User
AW: leben (erst mal?) ohne männer
Dem kann ich mich anschließen.
Das Thema ist und bleibt immer präsent für mich, ob in Beziehung oder nicht, denn auch wenn ich derzeit in einer Beziehung bin ist ist das für mich kein naturgegeber Idealzustand, sondern es bleibt immer die Abwägung, ob es wirklich in Summe besser ist als Alleinleben. Bei mir jedenfalls, ich komm da immer wieder an den Punkt.



Zitieren

