Das mit dem "weniger bedürftig" geht mir ähnlich. Aber es reicht noch nicht. Und ich glaube, neben dem Sex kommt bei mir eher ein: mal aufgefangen werden, mal angenommen sein, mal geliebt werden dazu. Weil ich das erlebt habe und weiß, wie schön sich das anfühlt. Und das würden bei mir auch Kinder glaub ich nur bedingt ersetzen...
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23.05.2010, 19:59
AW: leben (erst mal?) ohne männer
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23.05.2010, 20:04
AW: leben (erst mal?) ohne männer
Ich möchte es auch nicht immer. Aber im Moment ist es noch zu wenig, es geht mir nicht wirklich gut damit. Und ich bin nicht "streng" zu mir, ich möchte, dass es mir soweit gut geht, dass ich das Leben genießen kann. Und ich merke, davon bin ich noch ein Stück weg.
Ich sage mir nicht immer: Die Sonne scheint, genieße es. Ich erwarte es auch nicht ständig von mir.
Ich lebe einfach. Ich merke aber, dass mich noch etwas blockiert. Und dem bin ich auf der Spur. Ich bin leider gar nicht streng mit mir, deswegen lenke ich mich auch sehr schnell von meiner Unruhe ab.
Gerade deswegen finde ich den Strang toll und hoffe, dass da Antworten, Überlegungen, Richtungen heraus kommen.
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23.05.2010, 20:12Inaktiver User
AW: leben (erst mal?) ohne männer
Hm naja- was du schreibst ist ja jetzt alles nicht so aussergewöhnlich..womit ich meine- so agieren/reagieren sicher einige Menschen...wenn nicht womöglich die Mehrheit, vom Schema her...aber auch alles vllt gar nicht so wichtig.
Ja- pyra schreibst auch von 'der Sehnsucht'- vllt bin ich grad zu vernagelt im Kopf...aber mir ist nicht klar, wonach denn nun genau die Sehnsucht ist ?
Es muss ja ein zutiefst innerliches, starkes Bedürfnis sein....
Wie auch die Sehnsucht wird auch die 'Bedürftigkeit' ( wonach da denn jetzt ?) jetzt an dem Status Beziehung zu Mann festgemacht ? verstehe ich das richtig ?
Aber Sehnsucht ist doch etwas, was aus einem selbst lebt..mit einem selbst lebt....wie soll man sich davon befreien ?
Doch wenns machbar ist und zum eigenem Glück kann man sich dem nähern, indem man manche, einige Sehnsüchte mit anderen teilt...
Ansonsten sieht, wie man selbst sich einige Sehnsüchte erfüllt- gibt ja auch einiges, was mit Mann/Beziehung gar nix zu tun hat-
hm...also einfach so von 'Sehnsucht' reden...es ist doch dann konkret: Sehnsucht nach xyz......oder ?
lara
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23.05.2010, 20:13Inaktiver User
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23.05.2010, 20:22Inaktiver User
AW: leben (erst mal?) ohne männer
Das versteh ich gut, das war in Singlezeiten auch mein größter Knackpunkt. Alles andere kann ich mir ja selber schaffen.
Aber heute denk ich: das ist eben der Sechser im Lotto. Ist das nicht auch eine Illusion, gibt es das dauerhaft? Ich meine, das sind immer nur Momente, wo man das spürt.
Früher dachte ich eher, andere hätten das, hätten es quasi "geschafft". Das glaub ich heut nimmer.
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23.05.2010, 20:45
AW: leben (erst mal?) ohne männer
Liebe Zwischenrose,
ich glaube, diese Sehnsucht, die Du beschreibst, begleitet die Menschen ein Leben lang.
Je mehr man sich selber mag, desto besser ist es wahrscheinlich, aber ich glaube, ähnlich wie EineWieKeine, daß diese Sehnsucht - ob jetzt MIT oder OHNE Beziehung, nie ganz aufhören wird.
Ich würd sogar noch einen Schritt weitergehen und sagen, daß uns solche Gefühle als Menschen ganz stark ausmachen und antreiben, und daß ein Mensch, der dieses Gefühl in sich ausrottet, wohl auch sonst nicht mehr recht viel empfindet.
Übrigens halte ich es grundsätzlich für keine schlechte Idee, sich mal wirklich ganz fest vorzunehmen, für eine Weile strikte Single zu bleiben, sich nicht ablenken lassen, sich bewußt um sich selber zu kümmern, ohne Affairen und das ganze drumherum. Ich habe das selber 4 Jahre lang so gemacht und nichts vermißt (allerdings hatte ich auch nicht das Ziel "nie wieder", sondern "erst, wenns wirklich gut ist").
Wenn Du aber generell das Gefühl hast, Deine Sehnsucht wäre zu stark und schadet Dir, dann spricht Dich ja vielleicht der Buddhismus an? Das wäre vielleicht ein sanfter Weg in diese Richtung.
Lieben Gruß!
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23.05.2010, 20:49
AW: leben (erst mal?) ohne männer
P.S.:
Das...
...war bei mir vor allem in Beziehungszeiten mein größter Knackpunkt, allein gings mir eigentlich immer ganz gut.Zitat von zwischenrose
es ist letztlich die sehnsucht nach dem begehrt-werden.als ganzes.körper und geist, seele und zeh.... danach, ganz angenommen zu werden.
Zitat von EWK
Das versteh ich gut, das war in Singlezeiten auch mein größter Knackpunkt.
Daher die lange "Pause". Ich hatte mich vorher in keiner Beziehung je so richtig angenommen gefühlt, deshalb konnte ich teilweise dann auch nicht verstehen, warum ich eine Beziehung führen sollte, bevor ich sicher bin, daß ich mich wenigstens selber wenigstens von Haar - bis Zehenspitze annehme.
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23.05.2010, 21:39
AW: leben (erst mal?) ohne männer
Hier ist ja schwer was los

@Pyra
Ich kann mir fast haargenau vorstellen, was Dich gerade umtreibt.
Deine Beiträge sind für mich absolut verständlich und nachvollziehbar.
@Schmitti
Komisch, der Gedanke an den Buddhismus ist mir auch beim Lesen gekommen.
Pyra fragt was man konkret tun kann, um diesen Zustand von "mit sich selbst allein zufrieden sein" zu erreichen.
Hm, das dürfte wohl je nach Persönlichkeit unterschiedlich zu handhaben sein.
Ich kann immer nur von mir berichten, also wird das nicht für jede passen.
Mein Selbstbildnis war jahrelang von Zweifeln und Ablehnung geprägt.
Ich fand mich nicht besonders begehrenswert (ist ja hier anscheinend ein wichtiges Wort), war genervt in einem stressigen Job dem ich mich nicht immer gewachsen fühlte, fand mich unzulänglich als alleinerziehende Mutter.
Aber irgendwann begann ich mal auf die Bemerkungen von Freunden zu hören, die es bemerkenswert fanden wie ich Dinge gewuppt habe.
Mein Sohn ist ein toller Kerl geworden. Ich habe einfach mal innegehalten und geschaut, wo ich wirklich war/bin. Meine Selbstwahrnehmung war total verzerrt, ich habe wirklich mein Licht oft unter den Scheffel gestellt oder so ähnlich.
Und vor allem angefangen, nicht immer so drei Ecken im voraus weiterzuplanen und sich Sorgen um ungelegte Eier zu machen. Das ist ein großes Thema bei mir und noch nicht ganz bewältigt.
Festgestellt, dass ich mich gedanklich irre viel mit dem jeweiligen Partner und dessen Wohlbefinden beschäftigt habe.
Ich kann auch nicht sagen, dass ich in mir ruhe. Aber wieso auch ruhen? Momentan bemühe ich mich sehr, den Augenblick zu geniessen. Die letzten Jahre sind an mir nur so vorbeigeflogen.
Das möchte ich nicht mehr, ich möchte bewusster erleben.
Das fängt mit kleinen Dingen an. Eine Stelle beim Spazierengehen schön finden und sich dann da hinsetzen und 15min Pause machen.
Ich glaube dass Frauen die sich sehr über einen großen Freundeskreis definieren, eher Probleme mit dem alleinleben haben.
Es stimmt schon, man muss irgendwie mit sich im Reinen sein. Sonst nimmt die Unruhe überhand.
Es wird kein Patentrezept geben, fürchte ich.I slipped into the embrace of my wraparound shades.
T.C.Boyle
Don`t trust a perfect person and don´t trust a song that´s flawless.
21Pilots
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23.05.2010, 21:57
AW: leben (erst mal?) ohne männer
fiorina, ein patentrezept sicher nicht - aber gerade so etwas, wie das innehalten, finde ich wichtig - und man muss sich immer wieder daran erinnern.
mit dem freundeskreis, das ist so eine sache: an sich brauche ich nicht viele freunde. allerdings habe ich immer mehr das gefühl, dass die wenigen, die ich habe, immer mal wegbrechen (oft auch dadurch, dass sie beziehungen eingehen, heiraten, sich zurückziehen). und schon ist da die gefahr, im alltag, mit seinen sorgen und gedanken und einfach ganz alltäglichen bedürfnissen nach unternehmungen, allein da zu stehen. das ist schwer.
ich kann mich an sich allein gut beschäftigen, aber ich hab so ein wenig angst davor, dabei immer mehr zu vereinsamen (ist faktisch wohl eher unbegründet, aber die sorge ist da).
ich habe auch einige verletzungen weggesteckt von männern. und da ist einmal das da mit dem "ich mag nicht mehr" aber auch das "warum klappt es bei mir nicht" und die gefahr, dass ich mich unglaublich schnell in dinge reinsteigere.
ach, es ist grad recht konfus und ich will auch nicht zwischenroses strang sprengen.
aber trotzdem: auch wenn es kein patentrezept gibt - wie ja bei vielem im leben nicht - so gibt es doch sicher wege und möglichkeiten, kleinere und größere tipps, die man miteinander teilen kann...
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23.05.2010, 22:07
AW: leben (erst mal?) ohne männer
Unterstreiche ich alles. Sich mal männerbeziehungsfrei um sich zu kümmern, ist wichtig, um sich wirklich mit sich selbst wohlzufühlen, und freier von der Meinung anderer zu werden. Dazu kommt, dass man körperlich viel gutes für sich tun sollte, um sich in und mit seinem Körper auch gut zu fühlen. Ganz wichtig! Wurde hier auch schon von jemandem sehr gut beschrieben, da gibt es ja viele heil- und wirksame Möglichkeiten.
Sich selbst wirklich annehmen und lieben hat viel mit all dem zu tun. Und damit, immer freier und unabhängiger von anderer Leute Meinungen, dem gesellschaftlichen Konsens, zu werden. Paradoxerweise macht Selbstliebe - echte innere Unabhängigkeit, die mit Liebe gewonnen wurde, nicht mir Trotz, Enttäuschung oder gar Verbitterung - wirklich schön!!
Ausserdem stimme ich zu, dass die Sehnsucht normal ist, etwas das uns am Leben erhält. Sie darf nur nicht zu schwer werden, damit sie unser Leben nicht 'anhält'. Sie kann umgewandelt werden, in andere Kräfte, Kreativität z.B. Sie sollte nicht als etwas negatives gesehen werden, aber sie darf uns auch nicht überwältigen. Man kann wunderbar mit ihr spielen, wenn man das einmal verstanden hat.
Zwischenrose (ich glaube, du warst es), du hast in einem post gesagt, es sei mühsam gegen das Unglück, das einem von anderen unterstellt wird, anzukämpfen. Naja, vielleicht unterstellst du anderen ja auch, dass sie dir Unglück unterstellen. Überprüf mal deine eigene Sichtweise.
Und kümmer dich nicht um die, die tatsächlich so denken. Kümmer dich nur um die, die dir guttun, und dich unterstützen, und selber weniger konventionell sind und denken. Nur so kommst auch du aus diesem konventionellen Konsensus-Käfig raus.
Schau dir in Ruhe an, wer wirklich gut für dich ist, und wer zu dir steht - Frauen wie Männer - und konzentrier dich nur auf diese Leute, nicht auf die anderen. Und versuche mal den Gedanken an 'Beziehung' ad acta zu legen. Oder auch diese Sehnsucht nach der patriarchalischen 'heilen' Familie - sie hat so wohl auch nie existiert, auch wenn es bei euch vielleicht ganz 'gut' lief (da gibt es auch Leute mit ganz anderen Erinnerungen....!!)
Und was ist 'Beziehung' eigentlich? Und warum muss es die eine ausschliessliche zu einem Mann sein. Und warum muss es dieser Mann sein, der einem alles geben soll? Und warum können das z.B. nicht auch mehrere Menschen sein, ohne das Tiefe und Verlässlichkeit dabei verlorengeht?
Ich sage jetzt 'du', aber ich meine eigentlich uns alle, und nicht spezifisch nur dich, Zwischenrose.***The only constant thing in life is change***




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