Einewiekeine, das hat zwischenrose auch nicht geschrieben. Mich irritiert es ehrlich gesagt etwas, wie vehement du und einige andere hier versucht, ihr ihre Überlegungen "auszureden" - ihr müsst doch nicht hier schreiben, wenn ihr ein anderes Lebenskonzept habt, oder? Ich finde es auch in Ordnung, jemandem zu sagen, dass es andere gibt - aber unter dem Respekt des vom anderen gewähltem.
Ich verstehe sie gut, auch wenn es - noch - nicht das ist was ich leben möchte. Aber ich komme immer mehr dahin.
Lass es doch dabei bewenden, dass ihr im Moment andere Dinge wichtig sind und ihre Frage eben eher ist, wie sie mit ihrer Sehnsucht und den Werten von außen umgeht - da hilft es doch nur sehr bedingt, zu sagen, aber schau, mir geht es prima mit meinem Konzept. Prima für dich, zwischenrose ist aber auf einer ganz anderen Suche. Dass sie das vielleicht irgendwann wieder woandershin führt - das ist doch eine Frage, die man dann überlegen kann, nicht jetzt.
Ich finde es auch für mich - völlig kontraproduktiv immer diese "wenn man nicht mehr sucht, dann findet man" Geschichten zu hören. Gleichzeitig verbunden mit den "aber nicht aufhören zu suchen, um einen zu finden, denn dann bringt es nämlich nichts" Ratschlägen.
Ist doch schön, wenn das bei anderen klappt. Es gibt sicher auch genug "aufgehört zu suchen und niemand gefunden" Geschichten.
Aber das spielt doch bei den Gedanken hier keine große Rolle - zunächst mal geht es um ein sich mit seiner Sehnsucht arrangieren, sich mit seinem Leben JETZT auseinanderzusetzen. Dabei hilft dieses "aber du findest bestimmt noch jemand" halt nur bedingt...
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23.05.2010, 18:24
AW: leben (erst mal?) ohne männer
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23.05.2010, 18:27Inaktiver User
AW: leben (erst mal?) ohne männer
Na ja, aber die Ansicht, man sei mit 40 sowieso irgendwie drüber raus - das klingt für mich nicht sehr entspannt.
Da frag ich mich: wie sieht sich denn jemand selbst, der sich nicht mehr für begehrenswert hält, nur weil er nicht mehr so straff ist wie mit 20 - und das auch noch für normal hält?? Was für Bilder hat jemand denn von Liebe, wenn er meint, er wär mit 40 zu alt dafür???
Nach In-sich-Ruhen und sich annehmen klingt das einfach nicht.
Ich möchte niemand was ausreden, der versöhnt ist mit sich und seinem Leben und genießt, was ist.
Das ist aber was ganz anderes als die Trauben nicht mehr haben zu wollen, weil sie zu sauer sind. Da klingt schon viel Resignation und negative Erfahrung durch, und wenig Vertrauen in sich selbst. Und auch wenig Eigenliebe. Das find ich traurig.Geändert von Inaktiver User (23.05.2010 um 18:31 Uhr)
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23.05.2010, 18:28
AW: leben (erst mal?) ohne männer
übrigens schreibe ich hier unter anderem mit dem Wissen im Hinterkopf, dass ich denke ich nicht unbegehrenswert bin - und dass ich an sich auch gern begehrt werden möchte.
Aber ich möchte nicht mehr ABHÄNGIG sein - in meinem Denken, Tun, Handeln, im JETZT. Ich möchte, dass es mir nicht so wichtig ist. Ich möchte loslassen können.
Das steht hier so oft, nun kümmert sich hier jemand darum, wie er es tun kann, und es wird ihm abgeraten.
Ich würde ja sagen (und es auch gern umsetzen): Die Zukunft etwas loslassen, im Jetzt sein, und hier und jetzt mit den Sehnsüchten leben lernen. Irgendwann hat - Sariana glaube ich - etwas mit "akzeptieren" geschrieben. Das fand ich toll - kann es aber praktisch noch schwer umsetzen. Ich fände es schön, wenn der Strang mehr hierbei blieben, wenn es doch denen, die hier schreiben, wichtig ist. Ob dann irgendwann mal jemand kommt, ist da ja nicht so wichtig.
Heute loslassen, heute die Sehnsüchte akzeptieren, heute die gesellschaftlichen Werte ignorieren können - wie kommt man da hin?
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23.05.2010, 18:28
AW: leben (erst mal?) ohne männer
@pyra:

denen, die (immer) noch nicht genug haben von beziehungen, möchte ich einfach mal sagen: seid doch froh, dass es solche wie "uns" gibt, dann bleiben mehr männer zu eurer auswahl übrig
Ganz er selbst sein darf jeder nur, so lange er alleine ist. Wer also nicht die Einsamkeit liebt, der liebt auch nicht die Freiheit; denn nur, wenn man alleine ist, ist man frei.
A. Schopenhauer
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23.05.2010, 18:30
AW: leben (erst mal?) ohne männer
Weil sie dahin eben erst kommen will, genauso wie ich. Dass man, wenn man mit Sehnsüchten kämpft, nicht ganz in sich ruht, ist ja auch so. Dann macht man sich auf die Suche nach dem In-Sich-Ruhen. Das schwankt ja auch immer mal, von Tag zu Tag.
Aber ein "hach du bist bestimmt noch hübsch und begehrenswert" hilft da nicht. Ebensowenig ein Hinweis auf "die Liebe ist aber doch ganz toll!!!" wenn man sie aktuell eben nicht HAT.
Prima, wenn andere eine tolle Liebe gefunden haben. Ich habe sie gerade nicht. Ich will aber trotzdem damit leben und glücklich sein. Und dafür einen guten Weg finden.
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23.05.2010, 18:32
AW: leben (erst mal?) ohne männer
Und was willst du dann damit bezwecken? Die Trauben, die du gerade nicht haben kannst, sind aber eigentlich total süß?
Das ist doch auch nicht wirklich zielführend, oder?
Ich fände es da sinnvoller zu sagen: Hey, es gibt aber auch noch Erdbeeren, die du vielleicht einfacher haben kannst, und die sind auch lecker. So ungefähr...
Jemand einreden wollen, dass er mit dem Status Quo unzufrieden sein muss - das finde ich auch Quatsch. Vor allem wenn man selbst Trauben in der Hand hält...
Dann hilf doch dabei, beim Aufbau der Eigenliebe - und das funktioniert nicht mit Entsetzen und jemandem zu sagen: Hach, du liebst dich aber gar nicht. Das ist aber traurig. Das hilft mir da z.B. null... sondern klingt eher vom hohen Roß runter, schau, wie sehr ich mich liebe, und schau, dafür hab ich auch eine tolle Beziehung, und jetzt lieb dich aber mal gefälligst selbst, sonst wirkst du auf mich nur mitleiderregend...
hm...
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23.05.2010, 18:33Inaktiver User
AW: leben (erst mal?) ohne männer
Wenn das so angekommen ist, dann hab ich mich falsch ausgedrückt.
Für ein zufriedenes Leben halte ich nicht für zwingend erforderlich, dass man noch jemand findet.
Aber dieses: wird eh nichts mehr, ist eh alles vorbei trägt zur Zufriedenheit sicher auch nichts bei.
Warum nicht einfach offen sein für das was kommt und an sich selbst glauben??
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23.05.2010, 18:34
AW: leben (erst mal?) ohne männer
von "zu alt für die liebe" hat keiner was gesagt, meine ich.
nur von "kein interesse mehr an männergeschichten"
liebe ist ein großes wort und meiner meinung nach etwas umfänglicheres was man nicht auf eine beziehung/eine mann beschränken sollte/muss/braucht.
man kann und sollte seine kinder lieben, seine mitmenschen, seine freunde uvm.
Ganz er selbst sein darf jeder nur, so lange er alleine ist. Wer also nicht die Einsamkeit liebt, der liebt auch nicht die Freiheit; denn nur, wenn man alleine ist, ist man frei.
A. Schopenhauer
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23.05.2010, 18:37
AW: leben (erst mal?) ohne männer
Warum muss man unbedingt für Männer offen sein???
Warum kann man sich das nicht irgendwann wieder fragen? Warum musst du da weiter bohren?
Stimmt, "es wird eh nichts mehr" macht nicht unbedingt zufrieden. Aber du stellst das hier nur fest und findest es traurig. Dann beteilige dich da doch konstruktiv, das wäre wirklich hilfreich.
Ich glaube z.B. nicht, dass es bei mir an sich nichts mehr würde. Ich bin durchaus attraktiv, könnte in jedem Club sicher jemanden abschleppen. Aber es gibt da auch Hindernisse, die es zumindest aktuell schwer machen mit Beziehung.
Ob es nochmal was wird oder nicht, darüber WILL ich einfach gerade nicht nachdenken. Und dabei hilft die Überlegung, ob ich begehrenswert bin oder nicht, einfach gar nicht weiter.
Ich will zur Selbstliebe und Zufriedenheit kommen.
Und da finde ich es immer klasse wenn gesagt wird:
"Lieb dich halt erst mal selbst, sei dir selbst genug, lass los".
Ja, klasse, und wie?
Und darum geht es hier. Um das HEUTE.
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23.05.2010, 18:39
AW: leben (erst mal?) ohne männer
mit anderen worten: wir SOLLEN offen sein und daran glauben, dass noch ein mann des weges kommt, obwohl wir (jedenfalls ich) es gar nicht WOLLEN??
vielleich will frau gar nicht offen sein dafür? vielleicht möchte ich den glauben an mich selbst für anderes nutzen - z.b. die fähigkeit, das leben auch ohne beziehung prima zu packen UND zu genießen..!?Ganz er selbst sein darf jeder nur, so lange er alleine ist. Wer also nicht die Einsamkeit liebt, der liebt auch nicht die Freiheit; denn nur, wenn man alleine ist, ist man frei.
A. Schopenhauer





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