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  1. User Info Menu

    AW: leben (erst mal?) ohne männer

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Frauen (ich weiss ich verallgemeinere) wollen, dass der Mann seine Gefühle zeigt. Das halte ich für sehr gefährlich mitlerweile!
    Wenn das nämlich öfter passiert kommt Frau ins Ungleichgewicht weil sie sich selber dann entweder als Mutter sieht oder das Gefühl bekommt der Mann kann seinen Mann nicht mehr stehen. Sie muss die Starke sein und kann sich nicht mehr fallenlassen.
    Nicht ganz richtig. Frauen wollen irgendwie merken / spüren, dass sie geliebt werden. Männer haben da unterschiedliche Wege, das zu zeigen, aber so viel ist richtig: Sex allein reicht nicht, um Gefühle zu zeigen oder der Frau das Gefühl zu geben, sie wird geliebt.

    Und Frauen wollen - um sich auf Dein anderes Post zu beziehen - für Probleme in der Beziehung eine gemeinsame Lösung finden. Richtig.
    Und nicht eine Lösung "vorgesetzt" bekommen, die in den eigenen Augen gar keine Lösung ist

  2. Inaktiver User

    AW: leben (erst mal?) ohne männer

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    das funktionieren in der Gruppe ist zwar in sich lösungsorientiert aber das habe ich nicht geschrieben sondern ich sprach von prozessorientiert was ganz was anderes ist und genau so berechtigt zu existieren um das mal deutlich zu sagen.
    Und ich sprach von einem lösungsorientierten Prozess.
    Ein Prozess mit Ziel. Unter Einbindung von anderen (Jägerkollegen). Ob das nun im Stillen oder im Lauten passiert, ist nicht so wichtig - es passiert. Wobei: Doch, ist wichtig, d,h. nämlich, dass Männer sogar mit feinen Mitteln kommunizieren können. Sie sind per se keine Kommunikationsdilettanten.

    Aber das will ich gar nicht alles ausführlich diskutieren - weil es Gechlechterklischees sind. Und da kommt man nicht raus, wenn man sie pflegt. Auch nicht im Hinterkopf als heimliche Schublade.


    Komischerweise treffen aber viele der Punkte in ähnlicher Form zu und wenn ich mich mit frustrierten Frauen und Männern über ihre Beziehung unterhalte ist schon sehr auffällig, dass es da anscheinend genau nach diesen oder ähnlichen Mustern abläuft!

    Und wenn das was ich beobachte in der Kommunikation zwischen Mann und Frau nur Klischees wären dann würde das ja nicht so deutlich existieren.


    Vielleicht gibts ja noch ganz was anderes?
    Nichtfunktionierende Kommunikation *gibt es nicht nur zwischen Männern und Frauen. Die gibt es auch unter Frauen, unter Männern und vor allem in Kontexten in denen man sich Beziehungsmäßig nahe ist: Familie, Arbeit.

    Ja, ich meine es gibt noch etwas anderes und zwar auf der Beziehungsebene: Dort verliert man sich und nicht auf der Kommunikationsebene - auf der schlägt es sich nieder und verschärft die Situation. Und weil man die Kommunikation so schön analysieren kann, meint man, man könne dadurch wieder was ins Lot bringen - ist aber oftmals leider nur am Thema vorbei - weil die Beziehung grundlegend gestört ist, weil man z.B. nachlässig wird, weil man aus eigener Not heraus den anderen völlig unzutreffend bewertet, weil das Vertrauen gestört ist, etc. Natürlich kann es helfen, mit besserer Kommunikation wieder heraus zu kommen bzw. endlich so klar zu sehen, dass man noch nicht mal auf der Werteebene zusammenpasst. Aber an der Kommunikation liegt es in den seltensten Fällen grundsätzlich. Es kommen ja auch Paare aus Nord- und Süddeutschland miteinander zurecht und sogar binationale Paare sollen Bestand haben können.

    Meiner Ansicht nach liegt es eher daran:
    Wir sind durch soziokulturelle und individuelle Entwicklungen (auch durch Kommunikation) viel näher aneinander dran als vor hundert Jahren noch. Wir wissen mehr voneinander bzw. ahnen viel mehr voneinander, beschäftigen uns viel mehr mit uns selbst und sei es nur "oberflächlich" was die Selbstdarstellung anbelangt. Die Auseinandersetzung ist eine andere - unter Frauen, unter Männern, zwischen den Geschlechtern und die Erwartungen sowieso, alles ist tiefer und breiter an Themen als damals, als er noch vor der Höhle jagen ging und sie drinnen die Kinder hütete. Und deshalb gibt es auch mehr Stolpersteine. Manchmal versuchen wir die mit "besserer Kommunikation" zu identifizieren und auzuräumen, manchmal gelingt das.

    Insgesamt bleibt es trotzdem viel komplexer als früher.
    Es spielt eine immer größere Rolle was wir in Gänze von einem Partner erwarten / wollen / voraussetzen und was wir einbringen und ob das zusammenpasst bzw. wie sich in all den Aspekten zusmmenzuraufen ist. Sogar Liebe wird zum Aspekt und Argument. D.h. wir bräuchten viel mehr Zeit für Beziehungen. Die übrigens ein Prozess sind. Ausgerechnet in einer Zeit, in der es immer weniger Zeit dafür gibt. Weil alles differenzierter, mehr und aufwändiger wird im Lebensstil. Und seien es zwei Familien - Stichwort: Kinder mit erstem und zweitem Partner.

    Klar, ich will gar nicht sagen, dass durch "bessere" Kommunikation manches vereinfacht und beschleunigt werden kann und dass es da und dort untaugliche Muster aufzulösen gibt (ganz unseres Zeitgeistes entsprechend - nicht aber grundsätzlich dem, was Beziehung braucht: Zeit um einen Prozess zu durchlaufen). Aber es darauf zu reduzieren ist für mich wirklich: Am Thema vorbei.

    Wobei ich "das Thema" im Allgemeinen zu diskutieren für müßig halte. Die Dinge sind komplex - auch gesamtgesellschaftlich. Das Problem hat aber primär die Einzelperson, die versucht, mit oder ohne Partner gut zu leben. Und das ist für mich nur auf der Individualebene zu lösen.

    Auf den Punkt gebracht würde ich es so sagen:
    Beziehung früher war Beziehung, weil es dem Menschen entspricht, dem Sein. Heute ist Beziehung immer mehr Interessens- und Anspruchskonflikt, weil es ums Haben und Wollen geht.

  3. Moderation

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    AW: leben (erst mal?) ohne männer

    So schön, all diese Verallgemeinerungen und das Geschwurbel aber wir sind hier ja auch auf dem Portal einer Frauenzeitschrift

    (und damit mein ich nicht dich, Leda, ich sehe dein Posting erst jetzt - welches ich auch vollkommen unterschreibe)
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

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    AW: leben (erst mal?) ohne männer

    Zitat Zitat von Jolanda_40 Beitrag anzeigen
    Nicht ganz richtig. Frauen wollen irgendwie merken / spüren, dass sie geliebt werden. Männer haben da unterschiedliche Wege, das zu zeigen, aber so viel ist richtig: Sex allein reicht nicht, um Gefühle zu zeigen oder der Frau das Gefühl zu geben, sie wird geliebt.
    Das Sex in der Hinsicht nicht ausreicht ist wohl fast jedem Mann klar. Nur erleichtert diese Erkenntnis das zeigen von Gefühlen auch nicht wirklich.

    Ansonsten bleibt für mich eigentlich nur die Erkenntnis das man den ganzen "Beziehungskram" versuchen muss etwas lockerer zu sehen.

  5. Inaktiver User

    AW: leben (erst mal?) ohne männer

    Wobei ich "das Thema" im Allgemeinen zu diskutieren für müßig halte. Die Dinge sind komplex - auch gesamtgesellschaftlich. Das Problem hat aber primär die Einzelperson, die versucht, mit oder ohne Partner gut zu leben. Und das ist für mich nur auf der Individualebene zu lösen.
    hier sind wir - auf ganz sachlicher ebene - unterschiedlicher meinung, leda.

    denn selbst wenn ich mich (was ich AUCH für nötig erachte) jahrzehntelang mit meinen befindlichkeiten auseinandersetze -so lange ich die gesellschaftlichen und biologischen rahmenbedingungen negiere, wird mich das auch nicht weiter bringen.

    mit anderen worten, der elefant wird nicht rosa, nur weil ich lange genug daran gearbeitet habe, ihn mir rosa vorzustellen.

    und wenn ich immer wieder erlebe, dass männer sich in den von mir vorher dargestellten und von stecher auch "unterschriebenen" situationen befinden, dann werde ich, so lange ich es negiere, schwierigkeiten in einer beziehung haben.


    und unterließest du es mal, menschen, die anderer meinung sind, irgendwelche blinde flecken,verschwurbelungen, vernebelungstaktiken oder anderes vozuwerfen, wäre es auch interessant, darüber zu diskutieren.

  6. User Info Menu

    AW: leben (erst mal?) ohne männer

    ich hab jetzt nicht alles gelesen, aber in Punkto Kommunikation kann ich auch ein Beispiel bringen, was einem als Mann, oder sagen wir das neutraler: als Mensch passieren kann in einer Paarsituation, oder Paarwunschsituation.

    Ich wollte kommunizieren und ueber unser Beziehung sprechen, was sie alles ausmacht und was wir gemeinsam verbessern koennten. Wie ihre Wuensche waeren und wie wir gemeinsam daran arbeiten koennen.
    Aber allzuoft hab ich schon gehoert (nicht nur dies, auch entgegengesetzt/kooperierendes natuerlich) nur von "Ihr": hab keine Zeit jetzt. Oder: Gib Ruh, ich moecht jetzt Fernsehen schauen. Oder: ich bin zu muede, ich muss hart arbeiten jeden Tag. Oder: nein, alles ist ok, mach Dir nicht so viele Gedanken.

    Ich glaube so reagieren viele Frauen wenn man als Mann mal selbst versucht prozess- oder loesungsorientiert zu arbeiten.
    Ist doch oft so, meiner Erfahrung nach: Frau will Mann - Mann will nicht. Mann will Frau - Frau will nicht.
    Da braucht es nicht viel Psychologie um diese Dynamiken zu verstehen.

  7. Inaktiver User

    AW: leben (erst mal?) ohne männer

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, ich meine es gibt noch etwas anderes und zwar auf der Beziehungsebene: Dort verliert man sich und nicht auf der Kommunikationsebene - auf der schlägt es sich nieder und verschärft die Situation. Und weil man die Kommunikation so schön analysieren kann, meint man, man könne dadurch wieder was ins Lot bringen - ist aber oftmals leider nur am Thema vorbei - weil die Beziehung grundlegend gestört ist, weil man z.B. nachlässig wird, weil man aus eigener Not heraus den anderen völlig unzutreffend bewertet, weil das Vertrauen gestört ist, etc. Natürlich kann es helfen, mit besserer Kommunikation wieder heraus zu kommen bzw. endlich so klar zu sehen, dass man noch nicht mal auf der Werteebene zusammenpasst. Aber an der Kommunikation liegt es in den seltensten Fällen grundsätzlich. Es kommen ja auch Paare aus Nord- und Süddeutschland miteinander zurecht und sogar binationale Paare sollen Bestand haben können.
    Ok das unterschreibe ich. Falls das von mir so rübergekommen ist, dass man nur die Kommunikationsregeln ala Mars Venus für sich anwenden muss und dann flutscht es war nicht meine Absicht und halte ich auch nicht für praktikabel.
    Wenn die Basis schon angeknackst ist dann kann ich das durch das Symptom auch nicht mehr ins Lot bringen.
    Aber vielleicht bedingt ja auch das eine das andere oder verstärkt es und wenn man von vornherein das schon weiss und für sich überprüft und ein Stück weit im Rahmen seiner Möglichkeiten verändert kann sich schon auch was verbessern.
    Nicht jeder ist in seiner Struktur so, dass sich durch Reden dann auch ein Aha Effekt einstellt.
    Gibt ja Paare, die haben irgendwann einen Schnitt gemacht und konnten wieder ganz neu zueinanderfinden. Das liegt meiner Meinung nach aber daran, weil sie von ihrer Grundstruktur schon so geschaffen sind, als Modell für andere Paare kann man dies pauschal nicht so sehen.

    Wobei ich "das Thema" im Allgemeinen zu diskutieren für müßig halte. Die Dinge sind komplex - auch gesamtgesellschaftlich. Das Problem hat aber primär die Einzelperson, die versucht, mit oder ohne Partner gut zu leben. Und das ist für mich nur auf der Individualebene zu lösen.
    Im allgemeine zu diskutieren und die Erwartungshaltung zu haben eine Lösung zu bekommen wäre meiner Meinung nicht machbar, aber alleine durch Deinen Post konnte ich einiges dazulernen und das wäre schade wenn ich diese Sicht nicht bekommen hätte. Du hast mich in etwas bestärkt was ich instinktiv schon länger weiss in mir, dem aber noch nicht Ausdruck verleihen konnte und das ist jetzt möglich!

    Auf den Punkt gebracht würde ich es so sagen:
    Beziehung früher war Beziehung, weil es dem Menschen entspricht, dem Sein. Heute ist Beziehung immer mehr Interessens- und Anspruchskonflikt, weil es ums Haben und Wollen geht.
    Deswegen gibts auch wahrscheinlich soviele Brüche.

  8. Inaktiver User

    AW: leben (erst mal?) ohne männer

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    So schön, all diese Verallgemeinerungen und das Geschwurbel aber wir sind hier ja auch auf dem Portal einer Frauenzeitschrift

    (und damit mein ich nicht dich, Leda, ich sehe dein Posting erst jetzt - welches ich auch vollkommen unterschreibe)
    Und es ist schön, dass man aus dem Hinterhalt einfach querschiesst mit Kritik aber sich selber dabei nicht zeigt und den Finger auf andere legen kann!
    Eine bequeme Position, die Du da einnimmst.

    Ich nehme den Ball mit dem Geschwurbel mal für mich in Anspruch weil ich dazu stehe, ich möchte nämlich bestimmte Dinge verstehen, begreifen und dann selber mit meinem Erlebten vergleichen.

    Und da ich nicht die allwissende Müllhalde bin, die für jede Situation im Leben einen Stecherschen Lösungsansatz hat erlaube ich mir auch zu Schwurbeln, Unklare Gedanken zur Diskussion zu bringen und mich auch der Gefahr auszusetzen, dass mich manche missverstehen oder als Macho, Emanzipationsbremser etc. sehen oder was auch immer.

    Aber ich freue mich immer wenn es Menschen gibt, die die Erleuchtung mit Löffeln gefressen haben und keine Probleme mit sich rumschleppen und denen dann sagen was und wie sie in einem Forum einer Frauenzeitschrift zu posten haben.

  9. Inaktiver User

    AW: leben (erst mal?) ohne männer

    Zitat Zitat von HQking Beitrag anzeigen
    Ich glaube so reagieren viele Frauen wenn man als Mann mal selbst versucht prozess- oder loesungsorientiert zu arbeiten.
    Ist doch oft so, meiner Erfahrung nach: Frau will Mann - Mann will nicht. Mann will Frau - Frau will nicht.
    Da braucht es nicht viel Psychologie um diese Dynamiken zu verstehen.
    Ich glaub, ich bin zu simpel gestrickt.

    Wenn ich diese Dynamik nicht will, dann hab ich sie auch nicht, dann bin ich nämlich gar nicht mehr da.

    Das heißt aber eben für mich nicht, Beziehungen zu vermeiden, sondern nur, solche Beziehungen zu vermeiden. Für mich ist es jedenfalls kein Naturgesetz, dass Frauen so und Männer so sein müssen und es deswegen so und so nix werden kann.

  10. Moderation

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    AW: leben (erst mal?) ohne männer

    @ stecher : Nu mach mal locker .. ich hab weiter vorne schon genug zu dem Thema geschrieben. Das Buch, was ich da empfahl, zeigt genau diese Problematiken hier, die so oft selbstgemacht sind, gut auf.
    Hat nur keiner drauf reagiert. Was aber nichts macht, es fischt sich ja eh jeder das aus einem Thema, was passt.

    Ich hatte den Strang noch abonniert, und guck ab und an rein - und hatte eben grad den Eindruck, es dreht sich alles im Kreis und wird bis ins Kleinste zerpflueckt, was aber zu keinem Ergebnis kommen kann (siehe Ledas letztes Posting).


    Dich meinte ich weniger mit Geschwurbel. Es ist eher Zwischenrose, die ich teilweise nicht verstehe, warum sie nicht einfach so lebt, wie sie leben möchte, ob nun mit oder ohne Männer?

    Ich bin da eher über "die Maenner" und "die Frauen" gestolpert, ich find solche Verallgemeinerungen kontraproduktiv.

    Und die Erleuchtung hab ich sicher nicht mit Löffeln gefressen, aber weniger verkrampft-verkopft durch die Gegend schauen, hilft im Alltag.

    Bin uebrigens Single, ziemlich zufrieden.
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

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