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    AW: leben (erst mal?) ohne männer

    ich glaube es gibt immer wechselnde Perioden im Leben wo man einmal ein ausgeglichenes sich-gegenseitig-brauchen mag und ein anderes Mal mag man ein nicht-an-den-Partner klammern und so weiter.
    Ich finde das nicht eindeutig zu identifizieren was gerade der Fall ist, gerade auch weil ich glaube dass das oft nur etwas geaeussert wird als Wunschvorstellungen oder was man selbst glaubt was der Fall ist und weil man so ein Statement eben gerade gut findet und man kann ganz gut genauso davon ausgehen dass eine Person genau das Gegenteil wuenscht von dem was sie aeussert, es eben nur nicht selbst darauf gekommen ist und erstaunlicherweise wenn man die Person darauf lenkt dann tritt genau dieses ein was die Person vorher als unmoeglich und unerwuenscht dargestellt hat. Das ist eben die Persoenlichkeitsentwicklung im Leben.
    Darum ist der Wunsch ohne Partner und ganz ohne Klammern sein zu wollen sicher authentisch. Aber wenn es anders kommt dann ist es auch ganz ok. Oder es wurde ein Zusatz nicht genannt bei einer Aussage. Also z.B. ich moechte keine Maenner mehr in meinem Leben. Praeziser waere die Aussage: ich moechte Dich und die anderen Maenner die ich im Kopf habe alle nicht in meinem Leben. Einen Traumprinzen moechte ich aber schon und es ist aeusserst frustrierend dass es den so nicht gibt bzw. er sich mir nicht zeigt oder bereits vergeben ist oder nicht will.

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    AW: leben (erst mal?) ohne männer

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und brauchen und gebraucht werden haben in einer Beziehung zwischen zwei erwachsenen, eigenständigen Menschen nichts zu suchen. Das impliziert doch schon wieder Angewiesensein und Unvollständigkeit ohne eine andere Person.
    Vielleicht könnte man statt Brauchen und Gebrauchtwerden auch sagen: Ich bringe Eigenschaften mit, die der anderen Person nützlich sein können. Ich habe ja einen bestimmten Charakter und aufgrund dieses Charakters kann ich das Gefühl haben, dem anderen etwas geben zu können, was andere ihm nicht geben können, was aber wichtig für ihn ist. Und deshalb braucht er mich. Und genauso umgekehrt. Für mich ist das etwas sehr Schönes. Man kann ja trotzdem sehr unabhängig und eigenständig sein, muss man sogar, auch in einer Beziehung. Mein Ideal ist Autonomie, nicht Autarkie.

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    AW: leben (erst mal?) ohne männer

    HQking,

    gut beobachtet, so sind wir Menschen. Aber Tendenzen kann man vielleicht schon ausmachen. Ich glaube schon, dass die Frauen, die hier im Strang mitschreiben, tendenziell dazu bereit sind, sich auf ein längeres Singleleben einzulassen und sich dazu halt ihre Gedanken machen wollen.


    Es gibt ein geniales Interview mit Peter Handke aus den 70er Jahren, in dem er über sein Singlesein spricht (er spricht aber von sich nicht als "Single", sondern als "Einzelner"). Er war damals alleinerziehender Vater einer kleinen Tochter und erzählt wie unnatürlich ihm das alles vorkam und wie er sich allmählich daran gewöhnt hat. Bei ihm ist das "Einzelnsein" wirklich eine Lebensform geworden, die er mit wenigen Unterbrechungen bis heute beibehalten hat. Hab gerade nachgeschaut, es erschien am 10.7.1978 im SPIEGEL.
    Geändert von Ditha (12.06.2010 um 15:11 Uhr)

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    AW: leben (erst mal?) ohne männer

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und brauchen und gebraucht werden haben in einer Beziehung zwischen zwei erwachsenen, eigenständigen Menschen nichts zu suchen. Das impliziert doch schon wieder Angewiesensein und Unvollständigkeit ohne eine andere Person.
    Ist klar, dass dieser Aufschrei kommen musste. Es ist ja auch ein heikler Ausdruck. Aber er impliziert für mich überhaupt nicht automatisch "Angewiesensein und Unvollständigkeit". Ich glaube, das sind zwanghafte Assoziationen, die im Überschwang der Emanzipation negieren wollen, dass Menschen als soziale Wesen andere Menschen brauchen und speziell auch für Liebe und Sexualität andere Menschen brauchen, was denn sonst?

    Aber dass man so allergisch auf das "Brauchen" reagiert sagt ja auch etwas über die Gesamtmisere aus: wenn man überhaupt niemanden braucht, warum ist man dann permanent auf der Suche? Wer also meint niemanden zu brauchen steht sich vllt. beim Finden schonmal selbst im Weg ?

    Brauchen meine ich ja auch nicht im Sinne von "ohne Partner sein Leben nicht auf die Reihe kriegen". "Gebraucht werden" damit meine ich vllt. am ehesten "wichtig sein" für jemanden, der auch mir wichtig ist und sich auch wirklich dazu zu bekennen.
    Geändert von Sprachlos (12.06.2010 um 16:17 Uhr)
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

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    AW: leben (erst mal?) ohne männer

    Zitat Zitat von Ditha Beitrag anzeigen
    denn man erwartet oder erhofft sich ja im Gegenzug etwas dafür, selbstlos ist das bestimmt nicht. Man handelt da schon aus eigenem Interesse. Wenn ich z.B. den Männern helfe, ins Fühlen zu kommen, dann hat das den großen Vorteil für mich, dass sie möglicherweise auch intensivere Gefühle für mich entwickeln können.
    Ich glaube nicht, dass man völlig selbstlos ist oder sein kann oder sein muss, das ist nicht der Punkt. Was mir nur auffiel ist, dass du von vornherein Männer aussuchst, die dich vermeintlich brauchen, dass es quasi ein Auswahlkriterium ist.

    Damit legst du erstens etwas über deren Kopf hinweg fest (der Mann hat ein Problem) und zweitens gehst du die Beziehung mit dem Vorsatz an, sein vermeintliches (oder vllt. sogar tatsächliches) Problem "therapieren" zu wollen. Beides ist keine Grundlage für eine partnerschaftliche Beziehung. Auch wenn du es gut meinst, es ist zum Scheitern verurteilt.
    Geändert von Sprachlos (12.06.2010 um 16:20 Uhr)
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

  6. Inaktiver User

    AW: leben (erst mal?) ohne männer

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen
    Brauchen meine ich ja auch nicht im Sinne von "ohne Partner sein Leben nicht auf die Reihe kriegen". "Gebraucht werden" damit meine ich vllt. am ehesten "wichtig sein" für jemanden, der auch mir wichtig ist und sich auch wirklich dazu zu bekennen.
    Das ist ja auch in Ordnung so. Aber viele Leute suchen aus den falschen Gründen. Um eine Leere zu füllen, um sich nicht zu sehr mit sich selbst auseinanderzusetzen, um überhaupt das Gefühl zu haben, zu existieren. Sie brauchen tatsächlich jemanden, um sich von sich selbst ablenken zu können.
    Und für einen Partner, der das zu spüren bekommt, ist das eine enorme Bürde. Auch und gerade weil der andere alles für ihn tun würde.

    Und was für ein Gefühl stellt sich ein, wenn diese Person dann tatsächlich wieder auf sich allein gestellt ist?

    Man hat in erster Linie sich selbst. Wird allein geboren. Stirbt allein. Das ist der Normalzustand. Und ein Grund, diesen wunderschön und erfüllend zu gestalten.

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    AW: leben (erst mal?) ohne männer

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Man hat in erster Linie sich selbst. Wird allein geboren. Stirbt allein. Das ist der Normalzustand. Und ein Grund, diesen wunderschön und erfüllend zu gestalten.
    Das ist wohl wahr ....
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

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    AW: leben (erst mal?) ohne männer

    das mit dem Brauchen und gebraucht werden ist ja auch in eine Dynamik innerhalb einer Beziehung eingebunden, d.h. es ist meist wechselnd im Laufe einer Beziehung.

    Z.B. kann es so verlaufen:
    man selbst braucht niemand und das "den anderen brauchen" wird beim Kennenlernen in einem geweckt, durch den Kontakt mit dem anderen.
    Dann sind die Machtverhaeltnisse so dass einer klammert und der andere "bestimmt" in der Beziehung, weniger braucht.
    Dann geschehen z.B. irgendwelche Dinge die den anderen sehr beruehren (Krankheit, Todesfall in Familie, etc.) und der andere wird weicher und zugaenglicher (wenn man bis dahin nicht die Nerven verloren hat und die Beziehung aufgegeben hat).

    Nur als Beispiel das auch gegensaetzlich oder ganz anders verlaufen kann.

    Wer wen braucht ist dazu noch Definitionssache. Der eine hat ein sproederes Wesen und mag nicht so gerne ueber die eigenen Schwaechen reden und mag vordergruendig der Bestimmendere sein. Tatsaechlich bricht "die Fassade" schnell ein wenn der der vordergruendig mehr klammert irgendwann aus der Beziehung geht wenn sich ein triftiger Grund bietet. Und dann genuegt spaeter nur noch die Erinnerung an den Verlust der den anderen dann "weich" macht.
    Ist auch Vertrauenssache, und Glueckssache letztendlich auch immer ueberhaupt bis dahin zu gelangen.

    Und, um auf das Thema zu kommen, es kann auch so sein dass man irgendwo vom (mangelnden) Engagement des Partners so genervt ist dass man die Reissleine zieht oder der Partner sogar die Reissleine zieht (durch ein offensichtliches Kommunikationsproblem/Missverstaendnis) und dann hat man die Faxe dicke und will keinen Partner mehr. Wer war schon nicht an diesem Punkt... (ich, aber vielleicht war ich doch an solchen Punkten oder waere gern dort gewesen, auf jeden Fall).

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    AW: leben (erst mal?) ohne männer

    Zitat Zitat von Sprachlos Beitrag anzeigen

    Aber dass man so allergisch auf das "Brauchen" reagiert sagt ja auch etwas über die Gesamtmisere aus: wenn man überhaupt niemanden braucht, warum ist man dann permanent auf der Suche? Wer also meint niemanden zu brauchen steht sich vllt. beim Finden schonmal selbst im Weg ?
    .
    Also ich suche nicht und will auch grad nicht finden.
    Ich habe kein Problem, Menschen (Männer und Frauen) kennen zu lernen, ich lerne sogar grad im Moment eine Menge Menschen kennen.
    Merke aber, dass ich nur an der rein freundschaftlichen Ebene interessiert bin. Sozusagen betrachte ich die Männer nicht als mögliche Objekte meiner Begierde. Ein wenig flirten geht, klar, aber dann bin ich weg.
    Aschenputtelsyndrom.

    Ich möchte keinen Mann als Mann näher kennenlernen - keine Lust auf die "Kennlernphase", keine Lust auf "will ich ihn, will er mich", auf diesen ganzen Eiertanz.

    Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann wäre das eine gute, vertrauensvolle Beziehung, aber ohne wieder einen kennen lernen zu müssen. Ne, is klar.

    So also genieße ich eine schöne enspannte Zeit mit mir und meinen Freunden, mein Leben macht mir Spaß.

    flying is the art of falling to the ground without touching

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    AW: leben (erst mal?) ohne männer

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Irgendwie wird mir das hier langsam ein bisschen zu verquast. Ich würde in einer Beziehung nicht soviel nachdenken müssen, und nicht in dieser Art und Weise.
    Da hast du schon recht, habe ich in meinen beiden früheren langjährigen Beziehungen auch nicht gemacht (aber damals gab es die virtuelle Auseinandersetzung noch nicht bzw. nicht in dieser Form). Vorbei sind sie dennoch

    Interessant finde ich aber, dass aus diesem Strang jetzt ein Beziehungsergründungsstrang geworden ist. Es ging doch um was grundlegend anderes. Mich stört das überhaupt nicht und die TE ja auch nicht, aber merkwürdig finde ich diese Entwicklung schon

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