Wieso redet ihr immer über DIE Männer?
Ich kannmir gar nicht vorstellen, dass es in Deutschland inzwischen nur noch frustrierte emotionale Krüppel geben soll. Allein hier in der Bri gibt es schon so einige Männer mit ausgezeichnetem Humor.
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12.06.2010, 10:48
AW: leben (erst mal?) ohne männer
"I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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12.06.2010, 11:18
AW: leben (erst mal?) ohne männer
Du wirst lachen, aber das haben sie tatsächlich alle versucht, im Grunde waren nämlich die Männer viel belehrender als ich. Ich habe ja oben geschrieben, dass sie auch ein Helfersyndrom haben und zwar kein kleines. Der Worcaholic hat mir natürlich ständig meine fehlende Karriereplanung vorgehalten und für ihn waren es wahrscheinlich die schönsten Momente und Stunden als wir gemeinsam meinen neuen Computer ausgesucht haben.

Trotzdem sehe ich da eine gewisse Asymmetrie: Gemeinsames Denken verbindet nicht in dem Maße wie gemeinsames Fühlen, oder es wird dann eher eine intellektuelle Freundschaft und das wollte ich mit ihnen nie.
Ich bin zur Zeit krank (muss Antibiotika nehmen und reagiere sehr empfindlich auf die Nebenwirkungen) und da ist es schon blöd, wenn man allein ist. Vielleicht kreisen deshalb meine Gedanken wieder verstärkt um meine vergangenen Beziehungen. Das muss Euch aber nicht hindern wieder ganz normal zum Thema weiterzuschreiben.
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12.06.2010, 11:27
AW: leben (erst mal?) ohne männer
Sorry, das ist ein Missverständnis, ich habe nur über meine vergangenen Beziehungen geredet. Es ging nur um zwei, drei bestimmte Männer, die ich sehr gut kenne. Humor hatten die und emotionale Krüppel würde ich sie auch nicht nennen. Über andere Männer habe ich gar nicht gesprochen, finde auch, dass der Humor hier in der Bri sehr angenehm ist.
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12.06.2010, 11:29
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12.06.2010, 11:40
AW: leben (erst mal?) ohne männer
Humor ist auch wichtig.
Gute Besserung, dir
"I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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12.06.2010, 11:55
AW: leben (erst mal?) ohne männer
Hallo Ditha, ich bin rein zufällig auf diesen Strang gestoßen und habe ihn auch nicht gelesen, nur die letzten Beiträge.
Irgendwie hat mich das was du schreibst an meine Ehe erinnert, nur andersrum
irgendwie. Ich habe manchmal das Gefühl, dass mein Mann mich überhaupt nicht braucht (emotional) und das ist irgendwie auch ziemlich frustrierend, obwohl ich eigtl. weiß, dass das so auch nicht richtig ist. Kompliziert - und ich habe gerade keine Zeit zu näheren Ausführungen.
Aber das Helfersyndrom hat natürlich genau diese - auf irgendeine Weise auch negative Seite - der Helfer ist ja nicht wirklich selbstlos: er will ja gebraucht werden. Ich glaube, das ist ein wesentliches Element von Beziehung, auch wenn wir alle noch so selbständig und selbstbewusst sind, dieses Gefühl da ist jemand für den man sehr wichtig ist, der einen braucht. Und wenn das noch so negativ klingt, es ist meine Überzeugung, dass es jedem wichtig ist, nur auf unterschiedliche Weise und Intensität.
Es scheitern auch sehr viele Beziehungen gerade daran, dass dieses "Brauchen" in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen (emotionale + körperliche Nähe, sich öffnen, Zusammensein, für den anderen "da sein") zwischen den Partnern so unterschiedlich ist und der eine nicht genugt bekommen kann, während der andere sich eingeengt oder bedrängt fühlt.Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
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12.06.2010, 13:23
AW: leben (erst mal?) ohne männer
Danke für diesen interessanten Beitrag. Natürlich liegt eine gewisse Gefahr im Gebrauchtwerdenwollen. Damit kann man nämlich ganz schön Druck auf den anderen ausüben, denn man erwartet oder erhofft sich ja im Gegenzug etwas dafür, selbstlos ist das bestimmt nicht. Man handelt da schon aus eigenem Interesse. Wenn ich z.B. den Männern helfe, ins Fühlen zu kommen, dann hat das den großen Vorteil für mich, dass sie möglicherweise auch intensivere Gefühle für mich entwickeln können. Ich finde diesen eigennützigen Hintergedanken aber völlig in Ordnung, denn selbstlose Liebe hat in einer Paarbeziehung nichts zu suchen. Mutterliebe ist selbstlos, Nächstenliebe ist selbstlos, aber nicht die Paarliebe.
Ich finde ich Beziehungen, in denen dieses Brauchen und Gebrauchtwerden gar keine Rolle spielt, immer irgendwie beliebig. Sie haben nicht dieses Schicksalshafte. Wichtig ist, dass es auf beiden Seiten ausgeglichen ist. Am schönsten finde ich Beziehungen, in denen beide sich - auf unterscheidlichen Ebenen - gleich stark brauchen.
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12.06.2010, 13:42
AW: leben (erst mal?) ohne männer
Niemand muss alles können.
Die meisten Männer sind einfach kräftiger als ich, dafür kann ich besser Piddelkram.
Ich mache gerne etwas für Freunde oder Kollegen, wünsche mir aber das ich auch Hilfe bekomme wenn ich darum bitte.
Früher habe ich grundsätzlich geholfen.
Mittlerweile hat sich das geändert.
Merke ich das auf mein Bitten keine Hilfe von der betreffenden Person kommt, verweigere ich meine Mithilfe zukünftig auch.
Hat ein wenig gedauert zu erkennen das es durchaus Menschen gibt die andere ausnutzen.
T.
Du brauchst keinen Grund um zu gehen wenn du keinen mehr hast um zu bleiben (Ina Müller)
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12.06.2010, 13:49Inaktiver User
AW: leben (erst mal?) ohne männer
Irgendwie wird mir das hier langsam ein bisschen zu verquast. Ich würde in einer Beziehung nicht soviel nachdenken müssen, und nicht in dieser Art und Weise.
Trotzdem denke ich auch noch zuviel nach über sinnlose Sachverhalte, statt einfach den normalen vitalen Impulsen zu folgen. Und genau das habe ich eben ziemlich satt.
Und brauchen und gebraucht werden haben in einer Beziehung zwischen zwei erwachsenen, eigenständigen Menschen nichts zu suchen. Das impliziert doch schon wieder Angewiesensein und Unvollständigkeit ohne eine andere Person.
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12.06.2010, 14:05


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