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  1. Inaktiver User

    Die Stärke hat auch Schwäche....

    Hallo!

    Ich werde von den Menschen gerne als "die Starke" angesehen und manchmal....hat das was sehr Verletzendes.....

    Denn es wird immer erwartet, daß man mit allem klarkommt.....daß man viel aushält.....und wenn man mal sagt, daß einem auch mal was zuviel ist- dann wird man mit wenig Verständnis behandelt....soll bitte nicht jammern....!!

    Jammern...das dürfen die anderen......die " Schwachen"....
    Solche Menschen sind ja so arm dran.....

    Man darf ihnen nichts zumuten- man muss ja vorsichtig mit ihnen umgehen....*würg*
    Sie werden geschont in praktischen Dingen....und man darf ihnen auch nichts sagen......- sie könnten ja leiden- die Armen!!

    Wieso wird so wenig gesehen, daß JEDER stark sein kann??
    Man wächst an seinen Aufgaben und ich wäre vermutlich auch nciht so wie ich bin, wenn ich nicht immer wieder in meinem LEben in Situationen gekommen wäre, bei denen es keine Wahl gab sondern ich handeln MUSSTE!
    Situationen, in denen keiner hinter mir stand und es nur den WEg von aufstehen udn weitermachen gab!

    ICh finde es manchmal so anstrengend als stark zu gelten-- denn es geht mir doch nicht anders als allen anderen......
    Ich sitze doch genauso vor Situationen und bin überfordert, ängstlich und weiss nicht mehr, wie ich was machen soll....!

    Und natürlich- empfinde ich es dann einfach ungerecht....
    Ungerecht, wie einem vermeintlich Starken- immer noch mehr aufgebürdet wird......der wirds ja wegstecken.....-- während man ja schon gar nicht auf die Schwachen zugeht....

    Und vielleicht passt ja das Bild- daß man mich über eine befahrende Autobahn schicken würde......während man einen Schwachen dann über eine grüne Ampel begleitet.......so kommts mir manchmal vor....

    Kennt Ihr das??

    starke und schwache Grüsse
    kenzia

  2. Inaktiver User

    AW: Die Stärke hat auch Schwäche....

    Hallo Kenzia,

    das erlebe ich auch oft. Wobei ich da nicht so sehr drunter leide, weil ich auch sehe, dass ich es in der Hand habe, dem ganzen einen Riegel vorzuschieben. Genauso, wie Du schreibst, dass jeder stark sein könnte, gilt das auch hier.

    Warum bürden andere "starken" Menschen mehr auf? Versuch mal den Perspektivwechsel. Wenn Du etwas dringend brauchst und hast zwei Personen zur Auswahl: eine, die wahrscheinlich sehr lange braucht und eine, die es erfahrungsgemäß schneller schafft. Auf wen Deine Wahl fällt ist doch klar, oder? Und so sehen es die meisten und so landet viel mehr Arbeit bei Person 2. Diese wird also mehr belastet.

    Jeder Mensch brauch ein paar konstante Größen im Leben und wenn Du Dich mal aus belastbare Person herausgestellt hast, dann wissen die anderen, dass sie sich auf Dich verlassen können. Diesen Vorteil mögen diejenigen gar nicht aufgeben, logisch.

    Genauso ist es mit dem Geld, das erlebe ich ab und zu familiär. Diejenigen, die noch nie mit Geld umgehen konnten, geben wenig und bekommen mehr zugeschustert. Na klar, die ihr Geld beisammenhalten, die brauchen ja nicht noch mehr! Und das mutet natürlich von außen ungerecht an, dass die Prassenden noch mehr Geld zugeschoben bekommen.

    Menschen sind nunmal Gruppenwesen. Da bekommt jeder die Rolle die er ausfüllt und niemand wird fallengelassen. So funktioniert das im weitesten Sinne. Wäre ja auch fies, wenn es anders wäre, oder nicht? Du hast aber einen Mund zum Reden und wenn du als verlässliche Person angesehen wirst, wird es ja nicht so schwer sein, Dir das entsprechende Gehör zu verschaffen. Das ist dann nämlich wieder Dein Vorteil als starke Person.

    Grüße
    Mondschaf

  3. Inaktiver User

    AW: Die Stärke hat auch Schwäche....

    Hallo Kenzia,

    vielleicht ist es bei Dir einfach nur eine Frage von mangelnder Abgrenzung? Du kannst jederzeit sagen das Dir etwas zuviel ist und es ablehnen. Tust Du es nicht wird Dein Gegenüber auch keine Rücksicht nehmen.
    Gleichwohl ist es wichtig sich auch als schwach zu outen, Hilfen anzunehmen und nicht so zu tun als wenn man immer alles alleine auf die Reihe kriegt,auch wenn es letztlich so sein sollte. Wenn Du es als ungerecht empfindest gibst Du die Verantwortung an andere ab.
    Die Welt ist grundsätzlich nicht gerecht! Man kann es sich nur selbst recht machen!

    Gruß Luna
    Geändert von Inaktiver User (13.05.2010 um 09:57 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Die Stärke hat auch Schwäche....

    Hallo!

    @mondschaf:

    Ja.....es ist mir schon klar, daß man sich lieber an einen Menschen wendet, auf den man sich verlassen kann- und es wäre ja auch gelogen, wenn einem das nicht auch gut tut

    Das mit dem Finanziellen kenne ich familiär genauso.
    Sogar noch extremer, denn da wird auch ungleichmässig zugeschustert und bei mir liegt definitiv weniger Geld vor, aber da wird dann wohl auch nach dem Motto gedacht "sie schafft das schon".
    Sehe ich aber auch wie Du- die Welt ist nicht gerecht und ich komme klar- meine Eltern müssen selber entscheiden, wem sie Geld geben udn wem nicht.

    Du schreibst, daß niemand fallen gelassen wird in seiner Rolle....aber eben NUR solange er die Rolle ausfüllt!

    Nachdem ich mich getrennt habe....und dann auch mal meinte, daß es mir nicht nur gut geht-- bekam ich ja auch die Antwort " du hast es so gewollt!".....-- und damit war jedes weitere Reden unsinnig.....- die Menschen wollen kein Bild von einem vermeintlich schwachen Menschen vor sich sehen!

    @lalunanubia:

    Ich denke, daß ich mich schon abgrenzen kann und das auch tue.
    Aber während die Schwachen dann bei "ich kann das nicht" noch Verständnis bekommen wird einem als Starke doch eher ein "stell Dich nicht so an" hingesetzt!
    DAS stört mich daran!

    Man muss auch noch Stärke einsetzen um klarzumachen, daß man mal schwach ist!

    Man wird anerkannt, wenn man seine Rolle ausfüllt....und wenn man dann mal anders auftritt- kommt eben nicht gerade das Gefühl auf, daß man angenommen ist.

    So habe ich eine sehr enge Freundschaft aufgeben müssen, weil diese Frau eben immense Probleme hat und ich diese einfach nicht weiter begleiten konnte.
    Diese Abgrenzung- die für mich wirklich hart war, war aber auch der einzige Weg für mich, weil mir alles sehr an die Substanz gegangen ist.

    Aussenstehende....wollen aber von mir da auch nichts zu hören- daß ICH da zu schwach bin um alles mitzutragen-- sondern ich werde eher nun mit einem Kopfschütteln angesehen......denn diese Freundin ist ja die Schwache und ich hätte da doch noch mehr geben müssen!

    Sowas- kann sich nicht gut anfühlen, denn mir gings mit allem nicht gut- ich habe wirklich auch sehr darunter gelitten.....nur- interessiert das niemanden...-- die Arme muss geschützt werden....

    So....bleibt man aber auch mit dem Gefühl zurück, daß man alleine ist....
    Muss man sich denn selbst für sein Schwachsein verteidigen???

    kenzia

  5. Inaktiver User

    AW: Die Stärke hat auch Schwäche....

    Kenzia, du hast offenbar eine ziemliche Enttäuschung erlebt. Aber deshalb muss man das doch nicht so verallgemeinern. Es gibt nicht "starke" Menschen, die immerzu ausgebeutet werden und "schwache", die ausbeuten. So einfach ist das nicht. Das mag im Einzelfall mal so sein, aber ich glaube einfach nicht, dass du immer und für alle der Fels in der Brandung bist.

    Es ist wirklich eher eine Frage der Abgrenzung von Leuten, die einen emotional aussaugen. Ansonsten ist es doch ein schönes Gefühl, für andere eine Stütze zu sein. Ich wachse an solchen Situationen.

    Und umgekehrt ist es schön zu merken, dass mir jemand hilft, wenn mir etwas so richtig missraten ist. Und ich dann auch mal jammern darf. Und das tue ich auch, wenn mir danach ist. Leute die dir "Stell dich nicht so an" sagen, sind halt keine Freunde - es ist nicht so, dass alle Menschen so daherreden, nur weil sie denken, dass jemand "stark" ist.

    Aber, ganz ehrlich, das "du hast es so gewollt" kommt mir auch manchmal in den Sinn. Wenn jemand unbedingt einen Marathon laufen will und klappt auf der Hälfte des Weges zusammen, weil er sich völlig überschätzt hat - muss ich den dann ernsthaft bedauern? Hat er denn laufen müssen? Nein.

  6. Inaktiver User

    AW: Die Stärke hat auch Schwäche....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Muss man sich denn selbst für sein Schwachsein verteidigen???
    Wem gegenüber bist du denn in solcher Erklärungsnot?

  7. Inaktiver User

    AW: Die Stärke hat auch Schwäche....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen


    So....bleibt man aber auch mit dem Gefühl zurück, daß man alleine ist....
    Muss man sich denn selbst für sein Schwachsein verteidigen???
    Hallo kenzia,

    Lass mal looooooss ( vllt wirklich ein ganz guter Gedanke für dich zur Zeit ?).
    Glaub oben von dir genanntes ist vllt schon ein ganz dicker Kern dabei- du kommst dir (manchmal) 'alleine' vor ?

    Ich mein dein Problem zu kennen und ich kann dich dann sehr gut verstehen.Mir geht es da auch schon immer eigentlich so.Muss ich schon mal so sagen.Und ich finde es einerseits auch gut so- ich bin schon in manchen Bereichen eine 'starke Person', dazu recht unabhängig , ziemlich verantwortungsbewusst .Und ich bin da alles auch immer wieder gern- auch mal Stärke für andere..im Prinzip möchte ich da auch nicht anders, weil ich mich damit durchaus auch gut fühle.Aber natürlich nicht immer UND ein Gleichgewicht ist auch wichtig- auf Dauer !
    Bei mir ist's mal aufgrund eigener heftiger Erlebnisse ziemlich aus dem Ruder gelaufen und da war ich dann doch fast entsetzt, wie jeder dann noch mit den Sprüchen ankam: Ach Duuu, du schaffst DAS schon, wenn eine, dann du....du hast doch immer alles geschafft
    War mal ne Wende bei mir und ich habe angefangen vieles zu hinterfragen dadurch.
    Und ja, ich sehe es schon auch so, man hat so seine 'Rolle' in Kontexten und eben auch in zb sämtlichen Beziehungen zu Menschen.
    Nur ist dir ja die Freiheit gegeben sie- wenn du damit nicht mehr klarkommst- zu wechseln !
    Das ist nicht unbedingt so nen leichter Prozess und damit sind andere auch nicht immer so einverstanden.Ich hab dadurch auch Menschen 'verloren'- denen hat es nicht gepasst, das ich jetzt nicht mehr in meiner alten Rolle war.Manchmal mit interessanten Kommentaren...tschja....wie zb- nöö, also sie bräuchten schon eine starke Schulter, jdm der ihnen hilft etc- also sie können nicht noch einen mit 'schwächen' in ihrem Leben gebrauchen- sprachens und warn nie mehr gesehen.Auch nicht mehr schad drum

    Also- mach dich an die Arbeit das zu verändern, was dich stört !
    Es ist bestimmt auch nicht deine 'stärke'...es ist wohl eher zb das Gefühl dann sich selbst mal alleine zu fühlen, weil kein anderer Händchen halten mag.Oder die 'einseitigkeit'.Daran kann man etwas ändern und das dann den Menschen auch sagen !
    Ist aber oft für einen selbst gar nicht so einfach aus der 'Rolle' raus zu gehen, kann ich dir sagen.Da hat man sich auch schon schön eingesessen

    @ elinborg

    Kenzia, du hast offenbar eine ziemliche Enttäuschung erlebt. Aber deshalb muss man das doch nicht so verallgemeinern. Es gibt nicht "starke" Menschen, die immerzu ausgebeutet werden und "schwache", die ausbeuten. So einfach ist das nicht. Das mag im Einzelfall mal so sein, aber ich glaube einfach nicht, dass du immer und für alle der Fels in der Brandung bist.
    Weiss nicht- was muss das mit einer Enttäuschung zusammenhängen ? Seh ich nicht so.Manchmal überlebt sich einfach auch eine 'Rolle' , die man annimmt so in seinem Leben.Alles hat Vor- und Nachteile.Und vllt überwiegen eines Tages die Nachteile der momentanen eigenen Lebensweise- und dann gilt es eben zu verändern ?
    Niemand ist nur stark oder schwach- das ist eh völliger Humbug.
    Aber doch- es werden Menschen schon oft als 'stärker' empfunden und andere als 'schwächer'. Das bezieht sich ja meist allerdings auf best. Teilbereiche, wo das dann womöglich auch so zutrifft.

    Aber habe in meinem Leben schon Menschen erlebt, wo doch viele meinten- so ein sensibler, schwacher, empfindsamer, zarter Vogel...der auch entsprechend von seiner Umwelt behandelt wurde- und plötzlich eine Stärke aufwies, das allen hören und sehen verging.
    Genau so- wie echte 'Felsen in der Brandung'- die eines Tages ohne Vorwarnung komplett zusammengebrochen sind.


    lara

  8. Inaktiver User

    AW: Die Stärke hat auch Schwäche....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo!


    So....bleibt man aber auch mit dem Gefühl zurück, daß man alleine ist....
    Muss man sich denn selbst für sein Schwachsein verteidigen???

    kenzia
    Du mußt Dich für nichts rechtfertigen! Steh' zu Dir - dann brauchst Du keine Erklärungen abgeben.

    Wie schon gesagt wurde bürgert sich so eine selbstgewählte Rolle ein und wenn jemand ausbricht, ändert sich das System im gesamten Umfeld. Mit der Zeit wirst Du dann, wenn Du bei Dir bleibst, eher auf Menschen treffen die ähnlich sind und denken wie Du.
    Eine gewisse Durststrecke mußt Du einplanen. Es lohnt sich!

  9. User Info Menu

    AW: Die Stärke hat auch Schwäche....

    Hallo kenzia,

    ja, das kenne ich auch. Auch ich werde meist für eine Starke gehalten. Und mittlerweile denke ich, dass "die andern" da schon irgendwie Recht mit haben.
    Wenn ich manchmal überlege, was ich alles so wuppe (und auch wuppen muss, und darüber nachdenke, was wäre, wenn eine der sogenannten "Schwachen" das tun müssten), dann ist das schon ein großer Batzen.
    Somit bin ich, wenn ich ehrlich bin, schon im Vorteil. Ich bin dadurch unabhängig. Ich kann Hilfe annehmen, komme aber eben zur Not auch alleine klar, ohne zusammen zu klappen.
    Dieser Vorteil überwiegt in meinen Augen mittlerweile den Nachteil, dass man seltener Hilfe bekommt.

    Aber das war nicht immer so. Ich habe da oft drunter gelitten, mich oft alleine gelassen gefühlt. Denn auch ein starker Mensch möchte ja mal schwach sein dürfen.

    Es war ein langer Weg dahin. Kein Wunder, der Weg zur Selbsterkenntnis ist eben ein langer, steiniger.

    Vielleicht hilft dir der Gedanke, dass die Hilflosigkeit - und damit verbunden die Hilfsangebote der anderen - das Einzige ist, was die Schwachen auf der Haben-Seite haben. Quasi als Ausgleich für die fehlende Stärke.

    Man sucht sich nicht wirklich aus, wie man ist. Aber man kann sich damit arrangieren .
    Man wandelt nur das, was man annimmt.

    C.G. Jung


    Nein ist ein ganzer Satz.


    Keine Ahnung von wem

  10. Inaktiver User

    AW: Die Stärke hat auch Schwäche....

    Geändert von Lizzie64 (13.05.2010 um 23:14 Uhr) Grund: och kinners: bitte, bitte keine fullquotes von unmittelbar vorstehenden beiträgen (v.a. wenn dann nur ein smiley folgt;-)

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