Hi ihr,
ich möchte euch ganz gerne meine Geschichte erzählen und würde mich freuen, wenn ihr mich mit Tipps und Tricks ein bisschen unterstützen würdet.
Zu mir:
Ich werde nun bald 35 Jahre alt und hatte bisher noch nie eine richtige Beziehung, wie sie denn so im klassichen Sinne geführt wird. D.h. sich monogamisch nur auf einen Menschen einzulassen.
In den vergangenen Jahren meiner sexuellen Reife hatte ich diverse Liebhaber, ONS, Affären, ect. Seit 5 Jahren habe ich eine Affäre zu einem verheirateten Mann, in dem es, wie man sich schon denken kann, hauptsächlich um Sex geht.
Bisher war ich völlig glücklich und zufrieden mit meinem Leben und habe diejenigen bedauert, die in ihren langweiligen Beziehungen dahinvegetieren.
Nun ist es so, dass so langsam die gesellschaftlichen Konventionen mir einen Strich durch meine Lebenswahl machen, soll heissen, Eltern sorgen sich, Freunde wundern sich, ect.
Nun habe ich in meinem Leben so viele Männer gehabt aber mit keinem hat es für eine Beziehung gereicht. Ehrlich gesagt, habe ich mir nie Gedanken darüber gemacht. Klar, gab es mal den ein oder anderen, bei dem ich mir vorstellen konnte, dass es mehr wird aber wenn der dann ankam mit Frau meines Lebens, ect., fand ich das einfach nur total abtörnend und weltfremd. Ich glaube nicht daran , dass es die Liebe des Lebens gibt und ich glaube auch nicht daran, dass Menschen Zeit ihres Lebens monogam sind.
Nun kommt aber die Frage, die ihr mir stelle. Eigentlich würde ich schon mal ganz gerne was an meinem Lebensstil ändern und was festeres eingehen und denke mir, warum hat es eigentlich mit keinem der Männer für eine Beziehung geklappt? Und warum klappt es mit den Männern nicht, die ich so kennenlerne? Und... die wichtigste Frage: Warum bin ich so und warum macht mich das derzeit nicht glücklich!?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 78
Thema: Lebensüberlegungen
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11.05.2010, 21:16
Lebensüberlegungen
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11.05.2010, 21:57Inaktiver User
AW: Lebensüberlegungen
gute fragen!
und die stellst du uns?
na prima.
du wirst viele lustige dinge zu hören kriegen - solche stränge werden manchmal recht lang.
wie wärs stattdessen mit selber nachdenken? (das wär mein tip, ganz ohne trick)
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11.05.2010, 22:03
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11.05.2010, 22:49
AW: Lebensüberlegungen
Also warum du so bist? Keine Ahnung, hat vielleicht mit deiner Kindheit zu tun? Haderst du gerade ein bisschen mit dir? Weil die anderen meckern, sich wundern?
Du hattest eine Menge Spass, das finde ich gut. Du bist nicht typisch, oder normal - ich glaube, ich kann ein bisschen mit dir nachempfinden, auch wenn ich nicht ganz genauso bin wie du. Aber ich bin auch noch nie auf dem Märchenprinzentrip gewesen.
Du warst damit glücklich und bist es jetzt nicht mehr - also fehlt jetzt so langsam die solide Konstante 'feste Zweierbeziehung' in deinem Leben? Weil alle anderen auch darin verschwinden?
Vielleicht hättest du sie nie vermisst, wenn alle anderen auch weiter so wären - aber, Mist, irgendwann verändert sich das dann doch.
Du sagst es ja schlussendlich: Warum klappt es nicht mit den Männern, die du so kennenlernst? Daraus spricht ja schon dein Wunsch nach Mehr. Hmm, können wieder mehrere Gründe sein:
Du bist zu sehr wie sie, keine die man beschützen oder ernähren muss, dafür eine die höllischen Spass an Sex hat. Als Geliebte oder sogar als Kumpel will mann sie schon, aber als die feste PArtnerin an seiner Seite??? DA ist er dann doch eher etwas verunsichert.
Überleg dir, was du genau willst. Ob es etwas mit Kindern zu tun hat. Und vielleicht einen Mann mit dem von Anfang an mit offenen Karten gespielt wird, was die Sexualität angeht. Und der dir trotzdem ein verlässlicher Partner ist, ein verantwortungsvoller Mensch. Also, ich könnte mir schon vorstellen, dass es auch eine ganze Reihe solcher Männer gibt (nicht nur die oben beschriebenen). Ich kenne mindestens zwei, so auf Anhieb.
Vielleicht liegt dir ja auch eher ein anderes 'Arrangement'. Gute Freunde sind immer wichtig, und es ist auch wichtig, diese unter beiden Geschlechtern zu haben.
Du erinnerst mich an eine Freundin von mir, die ähnlich wie du immer nur kürzere Beziehungen und Affären hatte, darüber aber nie traurig war. Sie ist nach wie vor ein fröhlicher und ganz besonderer Mensch, auch wenn sie letztendlich doch eine schmerzhafte Geschichte erleben musste, mit einem Mann, mit dem es ernst aussah. Also, sie hatte doch auch diesen Wunsch.
Jetzt ist sie mit guten Freunden zusammengezogen, und bekommt zusammen mit einem schwulen Freund (mir sagte sie, per in-vitro) ein Baby!!! Sie lebt übrigens in San Francisco.
Ich wünsch dir alles Gute
***The only constant thing in life is change***
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12.05.2010, 01:24Inaktiver User
AW: Lebensüberlegungen
Daran glaube ich auch nicht unbedingt. Allerdings hast du ja anscheinend in 35 Jahren noch gar keine intensivere Liebesbeziehung mit einem Mann gelebt, oder habe ich das falsch verstanden? Von der Affäre schreibst du auch, dass es hauptsächlich um Sex ginge.
Ich teile deine Einstellung ein Stück weit und habe z.B. auch nie von einer längeren, festen Beziehung geträumt. Und trotzdem konnte ich mich gar nicht dagegen wehren, dass es doch passierte, ich mich verliebt habe und es sich einfach in diese Richtung entwickelte.
Mich wundert es ein wenig, dass du es anscheinend tatsächlich konsequent geschafft hast, keine Beziehung entstehen zu lassen. Das soll überhaupt keine Kritik sein, aber ich stelle mir das gar nicht so einfach vor. Warst du nie richtig verliebt? Oder hast du es einfach nur gut geschafft, erfolgreich dagegen zu steuern?
Vielleicht weil dir im Moment von verschiedenen Seiten suggeriert wird, dass du so wie du bist, nicht "richtig" bist, und dass du eigentlich etwas anderes wünschen müsstest und leben solltest. Vielleicht stellst du es nur deshalb in frage. Eventuell fehlt dir langsam aber auch tatsächlich etwas und du sehnst dich doch nach etwas mehr Nähe und Bindung, als du es bisher angenommen hattest.
(Eine Beziehung muss sich ja auch nicht zwangsläufig "langweilig" und zum "Dahinvegetieren" gestalten. Monogam muss sie auch nicht sein, es gibt doch z.B. auch offene Beziehungsmodelle.)
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12.05.2010, 01:41
AW: Lebensüberlegungen
Letztlich kannst wirklich nur du wissen, warum du bisher konsequent Männer gesucht hast, die keine Beziehungen wollten, bzw. dann geflüchtet bist. Ob das Primärpersönlichkeit oder Prägungen sind, weiß ich nicht - ist vielleicht auch sehr unterschiedlich.
Ich glaube an die Liebe des Lebens und an die Möglichkeit der Monogamie (inkl. Zufriedenheit und Glück dabei). Ich gebe allerdings zu, dass ich immer meine Zweifel hatte, ob dieses Glück allen Menschen zukommt.
Ich hoffe, Du findest heraus, was dich momentan unglücklich macht. Lebensentwürfe können so unterschiedlich sein - ob Ehe, offene Beziehung, Leben im Mehrgenerationenhaus oder in einem großen Freundeskreis... Du musst heraus finden, was Dich glücklich macht.
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12.05.2010, 10:37Inaktiver User
AW: Lebensüberlegungen
Warum schaust Du dafür auf die Vergangenheit?
Warum konzentrierst Du Dich nicht auf das Hier-und-Jetzt und probierst es einfach?
Ich meine, erst schreibst Du, Du warst immer glücklich mit diesem Leben und es hat zu Dir und Deinem Umfeld gepasst, aber jetzt passt es nicht mehr. Also denk doch nicht über die Vergangenheit nach, sondern über JETZT!
Vielleicht weil unsere Einstellung immer auch das Ergebnis beeinflusst und es schwierig ist eine feste Beziehung aufzubauen, wenn man nur eine Affaire will?Und warum klappt es mit den Männern nicht, die ich so kennenlerne?
Weil es im Leben nun mal so ist.Und... die wichtigste Frage: Warum bin ich so und warum macht mich das derzeit nicht glücklich!?
Es gibt Aufs- und Abs, es gibt glückliche Zeiten und weniger glückliche.
Manchmal bist Du die Taube und manchmal das Denkmal!
That´s life!
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12.05.2010, 11:16Inaktiver User
AW: Lebensüberlegungen
@ unnormale
1. Um Dir einen Denkanstoß zu geben: Ich könnte mir vorstellen, dass Du so bist, wie Du bist, weil Du mal eine ziemliche Enttäuschung erlebt hast in Liebesdingen, so dass Du jetzt denkst, die wahre Liebe gibt es nicht usw. Eventuell war es sogar Deine erste Beziehung, respektive Affäre, oder das erste Verliebtsein. Da könntest Du genauer drüber nachdenken, Dir das bewußt machen und vielleicht erkennen, dass diese Erfahrung Dein Denken bis heute prägt. (Vielleicht irre ich mich aber auch.)
2. Um Dir einen zweiten Denkanstoß zu geben: Ich finde Deinen Nick ziemlich bezeichnend. Du hälst Dich für unnormal, weil Dir das - wie auch andere TE geschrieben haben- Dein Umfeld derzeit suggeriert. Falls also keine Enttäuschung hinter Deiner Lebenseinstellung steckt, (oder selbst wenn), möchte ich Dir hiermit via Brief und Siegel versichern, dass es nichts bringt, nach den Vorstellungen anderer zu leben. Möglicherweise bist Du nicht enttäuscht worden, sondern einfach eine ziemlich starke Persönlichkeit. Lass Dir das nicht kaputtmachen.
Such Dir Bestätigung von Menschen, die ähnlich denken wie Du.
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12.05.2010, 11:18Inaktiver User
AW: Lebensüberlegungen
3. Sorry, ich muß das jetzt auch noch schreiben. "Kleiner Moralapostel hält Fahne hoch" - Affären sind nicht der beste Weg, um ein normales (bzw. gutes, vertrauensvolles usw.) Bild von Liebe und Partnerschaft zu bekommen.
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12.05.2010, 11:46
AW: Lebensüberlegungen
Ich denke nicht, dass man etwas erzwingen kann.
Wenn es bislang für eine feste Beziehung nicht gereicht hat und du aber glücklich dabei warst, dann ist es doch okay.
Möchtest du etwas ändern, weil DU eine feste Beziehung möchtest? Fehlt DIR etwas?
Oder geht es dir darum, was dein Umfeld denkt? Man sollte sich von gesellschaftlichen Konventionen eben keinen Strich durch die Rechnung machen lassen, wenn es einem so gut geht, wie es ist.
Es ist DEIN Leben. Ob deine Eltern, Geschwister das verstehen können, wie du lebst, und sich eine Hochzeit und Enkelkinder wünschen, kann dir egal sein.
Das wäre mal das, was du dir überlegen solltest - nämlich was der Grund für dein Wandel ist und ob der Wunsch wirklich bei dir liegt.
Wenn der Wunsch bei dir liegt, kannst oder solltest du was ändern.
Wenn du das aber nur machen möchtest, weil dein Umfeld das von dir erwartet bzw. dich mit Fragen nervt, dann würde ich mir das gut überlegen. Nicht, dass du hinterher unglücklich bist und deinen ONS und Affären hinterher weinst.


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