Bei meinem Lebenskonzept spielt wahrscheinlich auch meine Hochsensibilität noch eine Rolle. Das eine ist meine Liebessprache gemeinsame Zeit und Gespräche, weswegen ich gerne Zeit mit meinem Freund verbringe. Der andere Aspekt meiner Persönlichkeit ist meine Hochsensibiblität, die bedingt, das ich auch mal gerne alleine bin, zum Lesen und mich erholen. Es kommt einfach darauf an, seine Persönlichkeit zu erfassen, wie man eben ist und dementsprechend ein passendes Lebenskonzept für sich zu finden. Klar, manche, die nicht alle Aspekte kennen, urteilen darüber schnell nur so, das das eben nur eine Freundschaft mit Sex sein kann, weil der gemeinsame Alltag oft fehlt.
Dazu muß ich aber sagen, das mein Ex-Mann wesentlich weniger Zeit mit mir alleine verbracht hat, auch weniger zusammen mit mir und den Kindern gemacht hat. Das mein Ex auch wesentlich weniger auf meine Bedürfnisse Rücksicht genommen hat, im Gegenteil, der war sogar noch gewalttätig. Evtl. ist das auch mit ein Grund für mein jetziges Lebenskonzept.
Trotz der getrennten Wohnungen fühle ich mich meinem jetzigen Partner mehr verbunden als je zuvor jemandem. Das liegt evtl. auch an der gegenseitigen Rücksichtnahme auf unsere Liebessprachen und unsere jeweiligen Bedürfnisse. Das wichtige daran ist eben nur, darüber mit dem Partner im Gespräch zu bleiben.
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Thema: Lebensüberlegungen
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27.09.2010, 14:55
AW: Lebensüberlegungen
Geändert von sternschnuppe2 (27.09.2010 um 14:58 Uhr)
Eine erfolgreiche Beziehung besteht nicht darin, den richtigen Partner zu finden, sondern darin, füreinander die richtigen Partner zu sein!
Beziehung bedeutet Entwicklung zu zweit, denn was beide angeht, können auch nur beide lösen!
Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollten und das Herz kann uns sagen, was wir tun müssen.
Wenn wir anderen mit einer Fackel den Weg erleuchten, bleibt es nicht aus, das wir dabei unseren eigenen Weg auch erleuchten.
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27.09.2010, 14:56Inaktiver User
AW: Lebensüberlegungen
Hi Sternschnuppe,
habe beide Bücher gelesen (und noch viele mehr) und sie liefern wirklich sehr gute Erklärungen, Ansätze und Hilfe. Toll finde ich, dass du und dein Partner das zusammen getan habt!
Ich habe mühselig gelernt, meine Liebesspeicher selbst zu füllen, meine Muster zu erkennen, und doch, irgendwo ist noch ein mächtiger Knoten...
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27.09.2010, 15:04Inaktiver User
AW: Lebensüberlegungen
[QUOTE]Wie sensibel ist denn dein Freund? Mit meinem ExEhemann war es wie mit deinem, die Zeit, die er mit uns verbracht hat, war minimal und dann war er praktisch nur vor dem Fernseher. Mir ging es trotzdem oft gut damit, denn auch ich brauche viel Zeit für mich allein und das geht ja nicht so gut wenn man Kinder hat. Er war übrigens das genaue Gegenteil von sensibel.
Danach hatte ich Freunde/Liebhaber die man eher als normalsensibel einstufen könnte. Das lief für mich ok. Mein ExFreund hingegen ist so sensibel wie ich, das hat dazu geführt, dass wir gegenseitig "gerochen" haben wenn etwas nicht stimmt, uns dann auch schon dementsprechend eingestellt haben...was zu einen Teufelskreis geführt hat. Auf der anderen SEite war da die totale übereinstimmung bei vielen dingen, das habe ich so noch nie erlebt...
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27.09.2010, 15:16
AW: Lebensüberlegungen
Hi, esperanza,
ach ja, wo wäre ich bloß ohne diese Bücher heute!!! :-) Die haben uns wirklich sehr geholfen, unsere Beziehung so zu gestalten, des es uns beiden in der Beziehung jetzt gut geht.
Das mein Partner eben auch getrennte Wohnungen vorzieht, hat eben auch mit seiner Liebessprache Lob und Anerkennung zu tun. Seine Ex hat darauf keine Rücksicht genommen, hat ihn wohl sehr oft kritisiert, Lob bekam er wahrscheinlich fast keines. Da natürlich auch sein Vater schon in seiner Kindheit sehr gerne Kritisiert hat, war das eben sein wunder Punkt. Das ganze hat letztendlich zu Depressionen bei ihm geführt. Ohne dieses Wissen um unsere Liebessprachen wäre unsere Beziehung wahrscheinlich auch schon kaputt gegangen.
Er hat gelernt, trotz seiner Liebessprache damit umzugehen, das man nicht alles nur loben und anerkennen kann. Genauso wie ich nicht erwarten kann, das er jede freie Zeit mit mir verbringt. Es ist eben so, wie auch geschrieben wurde, das Liebe nicht durch Automatismus entsteht. Sondern das aktive Gelegenheiten geschaffen werden müssen, damit die Liebe wachsen kann. Dazu sind die Liebessprachen enorm hilfreich.
Aber eins ist klar, wenn wir nicht miteinander und voneinander gelernt hätten, auch mithilfe von sehr guten Büchern, dann wäre unsere Beziehung jetzt nicht so, wie sie ist. Das wichtigste dabei war wirklich, das mein Partner auch offen dafür war, und nicht wie viele andere Männer abgeblockt hat.
Mein Problem war schon eher, das ich meine Liebesspeicher selbst so gut gefüllt hatte, das ich deswegen anderes Gutes in einer Beziehung nicht so sehr vermißt habe. Ich habe von meinen Eltern fast kaum etwas bekommen, also habe ich gelernt, für mich selbst zu sorgen. Jetzt vor 3 Jahren mußte ich eben lernen, zuzulassen, das mir mein Partner auch einen Teil meiner Bedürfnisse erfüllen kann und das auch annehmen lernen. Ich habe gelernt zu bitten, wenn ich etwas brauche, aber auch mal Nein zu sagen und nicht immer nur die Bedürfnisse anderer wichtig zu nehmen. Dazu mußten aber eben erst mal die alten Muster erkannt werden.Eine erfolgreiche Beziehung besteht nicht darin, den richtigen Partner zu finden, sondern darin, füreinander die richtigen Partner zu sein!
Beziehung bedeutet Entwicklung zu zweit, denn was beide angeht, können auch nur beide lösen!
Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollten und das Herz kann uns sagen, was wir tun müssen.
Wenn wir anderen mit einer Fackel den Weg erleuchten, bleibt es nicht aus, das wir dabei unseren eigenen Weg auch erleuchten.
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27.09.2010, 15:24
AW: Lebensüberlegungen
Liebe esperanza,
ich denke, das mein Freund auch hochsensibel ist. Wobei, nachdem bei seiner Tochter ADHS festgestellt wurde, schiebt er das ja darauf. Ich habe eher das Gefühl, das er auch hochsensibel ist. Aber das paßt dann eben auch deswegen für uns so gut! Wenn ich ihm dann mal sage, heute würde ich lieber alleine bleiben, ist das für ihn kein Problem, dann sieht man sich eben am nächsten oder übernächsten Tag.
Es gibt ja auch bei der Hochsensibiliät verschieden starke Ausprägungen, und dann muß man eben schauen, wie man damit zurecht kommt. Wäre mein Freund jedoch auch hochsensibel, mit derselben Liebessprache gemeinsame Zeit, dann hätten wir da bestimmt mehr Probleme damit in unserer Beziehung. So eine Spirale,die sich manchmal ergibt, ist wirklich schwierig. Es mag sich so einfach anhören, das man miteinander und voneinander gelernt hat. Aber es ist eben auch nicht einfach, wenn gewisse Kommunikationsfähigkeiten nicht davor vorhanden waren und auch erst noch erlernt werden mußen.
Diese Übereinstimmung, diese Verbundenheit ist ein wirklich schönes Gefühl. Ich habe das Glück, das wir beide gerne tanzen und noch ein gemeinsames Hobby haben. Mittlerweile genießt mein Freund unsere gemeinsamen Zeiten ja auch sehr, wenn wir uns dann mal längere Zeit nicht sehen können, vermißt er mich schon das eine oder andere Mal. Am Anfang hat er die eine oder andere Berührung mal abgelehnt, weil es für ihn ungewohnt war. Mittlerweile gefällt ihm einiges an Berührungen und ich habe fast das Gefühl, das das seine zweite Liebessprache geworden ist.
Das mit dem Knoten, das ist wirklich nicht einfach, manchmal können da andere Sichtweisen von außen sehr hilfreich sein. Haben gerade in einem Strang einer anderen BriComlerin weiterhelfen können. Haben da eben auch herausgefunden, das ihr Partner hochsensibel ist etc. Sie meinte, ohne unsere Mithilfe wäre sie evtl. länger nicht auf die Ursache für sein Verhalten gekommen. Wenn du magst, schick mir doch mal eine private Nachricht, evtl. können wir zusammen deinen Knoten ja lösen!
Liebe Grüße,Geändert von sternschnuppe2 (27.09.2010 um 15:47 Uhr)
Eine erfolgreiche Beziehung besteht nicht darin, den richtigen Partner zu finden, sondern darin, füreinander die richtigen Partner zu sein!
Beziehung bedeutet Entwicklung zu zweit, denn was beide angeht, können auch nur beide lösen!
Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollten und das Herz kann uns sagen, was wir tun müssen.
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28.09.2010, 07:57
AW: Lebensüberlegungen
Die Idee mit dem "Lebenskonzept" gefällt mir! Ein Konzept wird entwickelt, ist nichts festes, vorgegebenes und läßt die Möglichkeit zu, daran auch etwas zu ändern. Nur, was könnte man dafür brauchen, um ein passendes Konzept für sich zu finden? Ich denke, das man sich dazu erst einmal selbst gut kennenlernen sollte, indem ich mir selbst ein paar Fragen beantworte.
Man sollte sich die Frage stellen, was man selbst braucht, welche Bedürfnisse man hat, welche Liebessprache man spricht! Dazu darüber nachdenken, welche Interessen man hat und welche Hobbys man mag.
Welche Aspekte machen meine Persönlichkeit im Speziellen aus? Welche Charaktereigenschaften habe ich im positiven wie im negativen Sinn, wo liegen meine Stärken, wo meine Schwächen? Gibt es etwas Besonderes, was meine Persönlichkeit prägt, z.B. Hochsensibilität? Bin ich eher introvertiert oder extroveriert? Welche Charaktereigenschaften schätze ich an an anderen Menschen, an Freunden oder einem Partner? Welche Werte sind mir wichtig, z.B. Ehrlichkeit? Was sind meine Glaubenssätze? Was hat mich in meiner Kindheit und später geprägt? Gibt es deswegen noch etwas, was sich negetiv in Beziehungen auswirken könnte?
Welchen Beruf würde ich gerne ausüben? Möchte ich später eine feste Beziehung, möchte ich heiraten und Kinder haben oder lieber Karriere machen? Wie stelle ich mir eine Beziehung vor? Was ist mir in einer Beziehung wichtig und was an meinem Partner? Welche Charaktereigenschaften würde man an einem Partner schätzen? Welche Werte sollte der Partner übereinstimmend haben, z.B. Treue, Ehrlichkeit? Was wäre etwas, mit dem ich überhaupt nicht klarkommen würde in einer Beziehung? Bin ich im Moment eher als Single glücklich oder wünsche ich mir eine feste Beziehung? Wo möchte ich gerne wohnen, bin ich eher ein Stadtmensch oder liebe es eher ruhiger am Stadrand? Etc.
Darüber kann man erst mal nachdenken, sozusagen ein Konzept entwickeln! Was aber nicht bedeutet, das man das nicht jederzeit überdenken und wieder ändern kann. Natürlich werden Änderungen anstehen, wenn man eine Beziehung eingeht! Dann ist die Herausforderung, aus 2 Lebenskonzepten eines zu entwickeln, das für beide Partner ein Stück weit paßt! Wenn man dann mal Kinder hat, wird sich das eigene Lebenskonzept erst mal wieder an die neue Situation anpassen müssen. Da werden Hobbys evtl. eine Zeit lang hintenanstehen müssen oder man überlegt sich eine Lösung dafür, z.B. Babysitter. Wir ändern uns, entwickeln uns weiter, entwickeln evtl. andere Hobbys, also werden wir immer wieder mal schauen und überprüfen müssen, ob unser entwickeltes Lebenskonzept im Moment noch so zu uns paßt.
Es läßt sich eben nicht alles planen. Wenn eine Scheidung ansteht, dann muß man schauen, wie es weitergeht. Wenn die Kinder aus dem Haus gehen, man wieder mehr freie Zeit zur Verfügung hat, muß man sich überlegen, womit man diese Zeit gerne füllen möche, ob man evtl. wieder ein Hobby aufnimmt, einen Kurs an der VHS-macht oder ehrenamtlich irgendwo mithelfen möchte. Da ist einfach auch eine Menge Flexibilität von Nöten, denn das Leben läßt sich nur ein Stück weit planen.
Jedenfalls ist es für eine Beziehung meiner Meinung nach wichtig, das beide Partner sich bemühen, eine gemeinsame Basis für ein Lebenskonzept zu finden, besser gesagt, ein neues, gemeinsames Lebenskonzept zu enwickeln, in denen es beiden Partnern gut geht. Das ist jetzt aber nur aus meiner persönlichen Erfahrung heraus meine Meinung.
Aber letztendlich sind wir nun mal alle anders, die einen finden ein Lebeskonzept unter Umständen gut, die anderen lassen evtl. alles auf sich zukommen, um dann flexibel darauf zu reagieren. Aber man kann ja auch einen Mittelweg finden. Jeder eben so, wie er es braucht und will!Geändert von sternschnuppe2 (28.09.2010 um 08:07 Uhr)
Eine erfolgreiche Beziehung besteht nicht darin, den richtigen Partner zu finden, sondern darin, füreinander die richtigen Partner zu sein!
Beziehung bedeutet Entwicklung zu zweit, denn was beide angeht, können auch nur beide lösen!
Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollten und das Herz kann uns sagen, was wir tun müssen.
Wenn wir anderen mit einer Fackel den Weg erleuchten, bleibt es nicht aus, das wir dabei unseren eigenen Weg auch erleuchten.
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28.09.2010, 09:20
AW: Lebensüberlegungen
Ich persönlich für mich, sehe es so, dass die Aufstellung eines Lebenskonzeptes mich nicht zu einem glücklichen Menschen macht. Ich spüre da Druck dahinter, das Lebenskonzept einzuhalten und die Angst davor, Versagen zu spüren, wenn etwas in meinem Lebenskonzept nicht gelingt.
Ich hatte nie ein Lebenskonzept. Nicht, weil ich mir darüber Gedanken gemacht habe, eines zu haben, sondern nicht, sondern weil es mir nie in den Sinn gekommen ist. Ich habe das Gefühl, dass ich bisher in meinem Leben intuitiv alles richtig entschieden habe. Momentan fehlt mir ein Mann in meinem Leben aber das ist nichts, auf was ich Einfluß hätte. Ob das eine feste Partnerschaft oder nur eine Affäre sein soll, das wird sich zeigen. Das Leben hat sich für mich letztendlich doch instinktiv richtig und stimmig entwickelt.
Welches Bedürfnis hast du, dass du ein Lebenskonzept benötigst? Hast du nicht das Gefühl, ein Lebenskonzept zu verfolgen und dabei die schönen Dinge des Lebens rechts und links nicht zu bemerken?
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28.09.2010, 09:37
AW: Lebensüberlegungen
Liebe Unnormale, eigentlich benötige ich auch kein" festes" Lebenskonzept. Da war wohl eher mein Ex so veranlagt! Das, was dieses Lebenskonzept bei mir ausmachen würde, wäre ja vor allem diese Flexibiliät, immer mal wieder zu schauen, ob das so im Momen noch für mich, meinen Partner oder unsere Kinder paßt.
Was ich jedoch für eine Beziehung sehr wichtig finde, das ich weiß, was ich brauche, welche Bedürfnisse, evtl. welche Liebessprache ich habe und was meine Persönlichkeit ausmacht. Und dann eben zusammen mit meinem Partner eine gemeinsame Basis für die Beziehung zu finden. Zu schauen, was paßt im Moment für uns, aber auch flexibel genug zu sein, etwas zu ändern, wenn es Sinn macht.
Davon, sein Leben total zu verplanen, halte ich auch nicht viel. Selbst wenn, kommt es darauf eben an, wie man damit umgeht, wenn der Plan sich nicht so leicht umsetzen läßt. Man hat ja dann die Wahl, dafür zu kämpfen, oder man hat die Wahl, sich den Änderungen anzupassen, flexibel zu sein. Das kommt ja ganz drauf an, wie wichtig die Pläne für den einen oder anderen sind.
Ich verfolge ja kein festes Lebenskonzept, sondern gestalte es mir flexibel. Dadurch bekomme ich ja gerade die schönen Dinge des Lebens, die mir im Moment gut tun.Geändert von sternschnuppe2 (28.09.2010 um 09:50 Uhr)
Eine erfolgreiche Beziehung besteht nicht darin, den richtigen Partner zu finden, sondern darin, füreinander die richtigen Partner zu sein!
Beziehung bedeutet Entwicklung zu zweit, denn was beide angeht, können auch nur beide lösen!
Der Verstand kann uns sagen, was wir unterlassen sollten und das Herz kann uns sagen, was wir tun müssen.
Wenn wir anderen mit einer Fackel den Weg erleuchten, bleibt es nicht aus, das wir dabei unseren eigenen Weg auch erleuchten.


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