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  1. Inaktiver User

    AW: Lebensüberlegungen

    Zitat Zitat von jaara Beitrag anzeigen
    Nein, im Gegenteil. Sich zu überlegen was man wirklich will, was einem wichtig ist und entspricht und dann mit den Konsequenzen leben.

    Ich lebe zum Beispiel mit einem geschiedenen Mann mit Kind zusammen. Diese Situation hat eine Reihe unerwünschter Nebenwirkungen, mit denen ich lange gehadert habe. Irgendwann habe ich die Entscheidung getroffen, dass diese beziehung zu diesem Mann das aber wert ist und lebe seitdem ganz gut mit den negativen Seiten.
    Vor einiger Zeit habe ich von einem Film gelesen (der Titel fällt mir momentan nicht ein), da ging es auch um Lebensentscheidungen - ich denke, das passt auch ganz gut hier in diesen Thread.

    In diesem Film ging es um ein interessantes Gedankenspiel: Wäre ich heute glücklicher oder ginge es mir besser, wenn ich mich "damals" anders entschieden hätte?

    Ausgangspunkt war eine Single-Frau Mitte 30, beruflich erfolgreich, aber mit ihrem Privatleben unzufrieden - immer wieder nur kurzzeitige Beziehungen, nichts Beständiges. Eines Abends im stillen Kämmerlein überfiel sie die Wehmut und sie dachte zurück an ihren Jugendfreund. Dieser, mittlerweile verheiratet, Vater, Haus, Bürojob mit gutem Einkommen... Sie hatte ihm damals den Laufpass gegeben, weil Heiraten und Familiegründen überhaupt nicht auf ihrem Schirm war.

    Und dann kommt auf einmal eine Fee und *Zauber* plötzlich findet sich die Protagonistin in der Rolle als Hausfrau und Mutter wieder, verheiratet mit ihrem Jugendfreund. Wow, was für ein tolles Leben ist das denn, denkt sie sich.

    Die Geschichte wird aber doch noch komplizierter...

    In einem Paralleluniversum hat unsere Protagonistin ihren Jugendfreund damals nicht verlassen und ihn stattdessen geheiratet und die Familie mit ihm gegründet. Nach einigen Jahren ist sie vom Hausfrau- und Mutter-Job und mangelnder Anerkennung seitens des Mannes dermaßen frustriert, dass sie sich eines abends im stillen Kämmerlein denkt: "Ach hätte ich doch damals gegen die Heirat entschieden."

    Und wieder kommt die Fee und *Zauber* plötzlich findet sich die Protagonistin in der Rolle der erfolgreichen Berufstätigen wieder. Wow, was für ein tolles Leben ist das denn, denkt sie sich abermals.



    Aber nach einiger Zeit bekommen "beide" dann auch die Schattenseiten der jeweiligen Leben zu spüren. Nun denn - eben ein klassische amerikanische Komödie - am Ende gibt es das Happy-End: "Beide" wollen und dürfen dann jeweils wieder zurück in ihre Welt.

    Der Film bringt für mich einen wesentlichen Punkt:

    Eine Lebensentscheidung muss nicht richtig oder falsch sein - selbst im Nachhinein betrachtet nicht! Es kommt einzig und allein darauf an, was man aus der getroffenen Entscheidung macht.

    Zitat Zitat von jaara Beitrag anzeigen
    habe ich die Entscheidung getroffen, dass diese beziehung zu diesem Mann das aber wert ist und lebe seitdem ganz gut mit den negativen Seiten.
    Eben, genau darauf kommt es an!

    Von daher allen hier: Viel Standhaftigkeit für die Zukunft, damit die getroffenen Entscheidungen nicht doch die Falschen waren!
    Geändert von Inaktiver User (19.05.2010 um 14:28 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Lebensüberlegungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Oder ist das zu kompliziert??
    Mir schon.

    Zitat Zitat von unnormale
    Ich finde das Schwarz-Weiss-Denken. Der Mensch ist viel zu komplex, als, dass er nur das ein oder andere ist. Und manche Menschen halte ich auch für gute Schauspieler und nicht für authentisch. Aber wir kommen vom Thema ab...
    Was war das Thema denn noch mal?

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    AW: Lebensüberlegungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was war das Thema denn noch mal?
    Es ging um Lebensüberlegungen bezüglich gelebter Beziehungsuntauglichkeit, sprich Single, kontrovers gesellschaftlich, konventioneller Beziehungsform, sprich Paarbeziehung und der daraus resultierenden Schere im Kopf

  4. Inaktiver User

    AW: Lebensüberlegungen

    Zitat Zitat von Unnormale Beitrag anzeigen
    Gleichzeitig widerstrebt es mir, eine konventionelle Beziehung einzugehen. Ich hätte es gerne etwas anders und ich hätte gerne jemand, der so tickt wie ich.
    Hallo, hab jetzt nur bis hier gelsen, spontan fällt mir dazu ein:

    1.offensichtlich hast du als vergleich bzw. bezugsgröße nur bestenfalls verstaubt anmutende, schlimmstenfalls wenig erbauliche und noch viel weniger neiderzeugende beziehungen in deinem umfeld.
    Das erscheint dir (und mir!) als der standard und ist keine sonderlich erstrebenswerte lösung...
    soweit bin ich bei dir

    ich kenne allerdings auch ein paar ausnahmen, und die hab ich mir zum "vorbild" genommen,
    diese wenigen paare hab ich mir genau angeschaut- und immer sehr (im positiven sinne) beneidet...

    übrigens samt und sonders beziehungen, in denen es viele höhen und tiefen gab, von langeweile und eintönigkeit keine spur-
    beide partner sind ihrer (teils extrem anmutenden) perdsönlichkeit treu geblieben- und nicht trotzdem, sondern wie ich annehme
    DESHALB noch glücklich zusammen

    2. deine geäußerten wünsche darüber wie er/es sein soll,
    finde ich legitim.
    mit diesem (von mir geteilten) anspruchsdenken wird der pool der infragekommenden aber dramatisch klein, zum fürchten winzig (thx to SatC)
    und so folgt, dass es das was du suchst wohl schon gibt,
    der passende mann dir dafür aber, gemessen an der wahrscheinlichkeit, evtl nie über den weg läuft.

    Also entweder ansprüche runter, trefferquote rauf.
    oder weiter daran festhalten, seinen idealen huldigen, warten und hoffen.
    Vielleicht hast du glück, vielleicht aber auch nicht,
    hat aber eben auch sehr viel mit einer bewussten entscheidung zu tun...

    ich find dich übrigens net unnormal,
    wie kommt das bloß


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    AW: Lebensüberlegungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich kenne allerdings auch ein paar ausnahmen, und die hab ich mir zum "vorbild" genommen,
    diese wenigen paare hab ich mir genau angeschaut- und immer sehr (im positiven sinne) beneidet...
    Ausnahmen!!! Das hört sich so traurig an. Und warum leben die Nicht-Ausnahmen in Beziehungen, die so nicht stimmig sind? Na ja, egal, es geht ja nicht um Beweggründe der anderen.


    2. deine geäußerten wünsche darüber wie er/es sein soll,
    finde ich legitim. mit diesem (von mir geteilten) anspruchsdenken wird der pool der infragekommenden aber dramatisch klein, zum fürchten winzig (thx to SatC)
    Findest du? Wieso?


    Also entweder ansprüche runter, trefferquote rauf.
    oder weiter daran festhalten, seinen idealen huldigen, warten und hoffen. Vielleicht hast du glück, vielleicht aber auch nicht,
    hat aber eben auch sehr viel mit einer bewussten entscheidung zu tun...
    Ich lebe ungern Kompromisse. Entweder alles oder gar nichts. So bin ich. Was anderes würde mich vermutlich auf Dauer zermürben. Ich beineide Menschen, die kompromissbereiter sind

    ich find dich übrigens net unnormal,
    wie kommt das bloß
    Danke Da bist du eine Ausnahme!

  6. Inaktiver User

    AW: Lebensüberlegungen

    Zitat:
    ich find dich übrigens net unnormal,
    wie kommt das bloß
    Danke Da bist du eine Ausnahme!
    Ich finde Dich auch nicht unnormal!

    Ich finde Du musst nur selber zu Deiner Individualität stehen!

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    AW: Lebensüberlegungen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finde Dich auch nicht unnormal!

    Ich finde Du musst nur selber zu Deiner Individualität stehen!
    Danke

    Das ist schwer, zu seiner Individualitaet zu stehen. Die meisten Menschen denken halt in so vorgefertigten Schienen. Beziehung und Kinder haben sei der Urinstinkt der Menschen und das habe auf jeden so zuzutreffen. Und dann kommt einer daher, der das Schema anzweifelt. Da erntet man schon mal unglaeubige Blicke. Ich weiß nicht, woran es liegt. Liegt es daran, dass die meisten nicht zweifeln oder es halt einfach so machen, weil man das so macht und sich keine grossartigen Gedanken darueber machen oder ist das ein Wunsch, der aus ihrem tiefsten Herzen realisiert werden moechte? Doof gefragt, aber interessieren wuerde mich das ja schon mal. Vor allem, weil ich bei manchen einfach aus so Neid und Mißgunst auf mich fuehle und ich versteh die Welt dann nicht mehr. Erst signalisieren, dass ich komisch ticke und dann Neid spruehen.

    Ach, warum bin ich nur so eine Grueblerin

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    AW: Lebensüberlegungen

    Zitat Zitat von Unnormale Beitrag anzeigen
    Vor allem, weil ich bei manchen einfach aus so Neid und Mißgunst auf mich fuehle und ich versteh die Welt dann nicht mehr. Erst signalisieren, dass ich komisch ticke und dann Neid spruehen.

    Ach, warum bin ich nur so eine Grueblerin
    Liebe ganz normale Unnormale ;-)

    du sprichst mir übrigens in vielem aus der seele, und ich fühle mich auch oft unnormal, bin inzwischen aber glücklich dabei.

    (Nun ist mein Leben allerdings trotzdem etwas anders verlaufen als deines, und ich habe inzwischen eine Familie - obwohl ich die anfangs gar nicht haben wollte. Egal, das nur so nebenbei)

    Was ich eigentlich sagen wollte ist folgendes - halte dich an die Leute, dich dich mögen, und dich toll finden, so wie du bist! Und zeige den anderen den (inneren) Stinkefinger - oder zumindest kümmer dich nicht um ihre engen Konzepte und Vorstellungen von dem, wie etwas zu sein hat.

    Es ist schlicht und einfach Energieverschwendung, sich mit diesen Konzepten aufzuhalten. Ich kann dich gut verstehen - du bist ja nicht Teil der Mehrheit, und manchmal möchte man das vielleicht doch gerne auch mal sein. Trotzdem, nur weil die meisten irgendetwas tun oder wichtig finden, heisst das nicht, dass es tatsächlich getan werden sollte, oder richtig ist.

    Such dir mehr Menschen, die so sind, wie du, denn es gibt sie doch! Und zwar nicht zu knapp!! Wenn du nicht genug kennst, dann weite deinen Freundeskreis in diese Richtung aus. Ich glaube schon, dass es wichtig ist, dass du da etwas mehr 'backing' erhältst!

    Ich drück dir ganz feste die Daumen für alles was ist & sein wird in deinem Leben!

    ***The only constant thing in life is change***

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    AW: Lebensüberlegungen

    Zitat Zitat von twiga4 Beitrag anzeigen
    (Nun ist mein Leben allerdings trotzdem etwas anders verlaufen als deines, und ich habe inzwischen eine Familie - obwohl ich die anfangs gar nicht haben wollte. Egal, das nur so nebenbei)
    Und warum hast du sie, obwohl du sie anfangs gar nicht haben wolltest?

    Was ich eigentlich sagen wollte ist folgendes - halte dich an die Leute, dich dich mögen, und dich toll finden, so wie du bist! Und zeige den anderen den (inneren) Stinkefinger - oder zumindest kümmer dich nicht um ihre engen Konzepte und Vorstellungen von dem, wie etwas zu sein hat.
    Das ist ein gutes Konzept Ich habe den Eindruck, Männer gehen mit dem Singlesein irgendwie gelöster um. Die machen einfach ihr Ding und gut ist. Sie scheren sich nicht darum, was andere von Ihnen denken.

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    AW: Lebensüberlegungen

    Zitat Zitat von Unnormale Beitrag anzeigen
    Und warum hast du sie, obwohl du sie anfangs gar nicht haben wolltest?
    Weil ich zwar nicht glücklich mit der ganzen Situation war, der Beziehung usw. - aber als ich dann durch einen Unfall schwanger wurde, konnte ich es mir zwar vorstellen, das Kind alleine großzuziehen, aber mein damaliger Freund und jetziger Mann war so glücklich, dass das dann irgendwie nicht mehr in Frage kam. Trotzdem - diese ersten Monate der Schwangerschaft ging es mir schlecht, weil ich wusste, dass kein Traum-Familienleben auf mich zukommen würde.


    Zitat Zitat von Unnormale Beitrag anzeigen
    Das ist ein gutes Konzept Ich habe den Eindruck, Männer gehen mit dem Singlesein irgendwie gelöster um. Die machen einfach ihr Ding und gut ist. Sie scheren sich nicht darum, was andere von Ihnen denken.
    So sicher bin ich mir da gar nicht bzw. so generell kann man das wohl auch nicht sagen.

    Aber ist vielleicht auch egal. Es geht um DEINE Freiheit, und damit meine ich die echte innere Freiheit, in der man sich nicht um konventionelle Vorstellungen und Meinungen schert, in der man aber trotzdem mit vielen Menschen verbunden ist, und Liebe lebt (damit meine ich jetzt nicht unbedingt - oder nur zu einem kleineren Teil - Affairen oder andere Arten von Männerbeziehungen. Liebe funktioniert nämlich auf viele wunderschöne Arten.)
    ***The only constant thing in life is change***

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