Du hast zu wenig Selbstbewusstsein, Undine.
Wie schade, dass du nicht Kunst studiert hast!
Beide haben Recht, Latona und Farmelli. Latona sieht die Sache aus der Sicht der Vernunft und Farmelli aus der der Kunst.
Ich kann dein Talent nicht beurteilen und Hobbymaler gibt es wie Sand am Meer. Frida Kahlo ist eine Ausnahme, nicht die Regel.
Du musst für dich abwägen, wo du stehst.
Aber an die Öffentlichkeit musst du gehen, wenn du Geld mit Kunst verdienen willst.
Ich kenne eine Malerin, die hangelt sich auch so durch.
Sie kellnert, damit sie genug zum Leben hat, stellt hier und da auf Stadtteilfesten, auch in Banken und in einer großen Firma aus und verkauft schon ab und an ein Bild. Malunterricht für Kinder gibt sie auch.
Sie ist damit sehr glücklich und vor der Alternative BWL, die ihre Eltern ihr unbedingt andrehen wollten, schaudert es sie heute noch.
Das hätte sie nie gekonnt.
Aber entscheiden kannst nur du allein, wie es weiter geht. Nur anfangen musst du sofort!
Kiss![]()
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13.05.2010, 14:19
AW: Mir geht´s nicht gut, obwohl´s mir gut geht.
Zeit ist das, was verhindert, dass alles auf einmal passiert.
John A. Wheeler
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14.05.2010, 12:53Inaktiver User
AW: Mir geht´s nicht gut, obwohl´s mir gut geht.
Hallo,
ich habe mir den Strang nicht durchgelesen, habe aber neulich mal gehört, daß Menschen, die Tagträume mit oder als Berühmtheiten haben, in ihrem Leben gerne mehr Beachtung hätten. Hilft Dir der Gedanke vielleicht weiter?
Gruß, Uli_F
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14.05.2010, 19:14Inaktiver User
AW: Mir geht´s nicht gut, obwohl´s mir gut geht.
Hallo Undine! Dieser Satz von dir ist mir besonders ins Auge gesprungen - auch weil ich diese Gedanken auch schon hatte. Ich wollte der Welt gutes tun, wollte wichtig sein für die Gesellschaft und kein 'nobody' (ja, die Begriffe Durchschnittsbürger oder Normalsterblicher hatten für mich lange Zeit einen sehr negativen Beigeschmack - was ich heute zum Glück revidiert habe)... Wie es Beklamo hier schrieb - auch ich wollte Anerkennung, wollte Aufmerksamkeit, wollte gesehen werden, weil ich nicht zufrieden war und sehr unglücklich. Ich dachte, wenn ich was Tolles mache, bin ich wer, habe ich einen Wert in der Gesellschaft, für andere. Den Selbst-Wert für mich durch mich selbst habe ich dabei völlig außer acht gelassen, ich war auf Anerkennung von Außen fixiert.
Ich bin kein Star, habe nichts außergewöhnliches geleistet, bin keine Mutter Theresa oder Heilige, ohne die die Welt nicht leben könnte. Ich bin auch heute noch in Strecken auf Anerkennung von außen abhängig, diese Notwendigkeit wird aber kleiner und ich hoffe, dass ich es schaffe, in mir selbst die Ruhe und Zufriedenheit zu finden, die ein 'normales' Leben bieten kann - gespickt mit vielen kleinen Farbtupfern, die von außen nicht gesehen werden müssen, aber mein Leben bunt machen.
Vielleicht konnt ich Dir (zusammen mit Beklamo und den anderen Beiträgen in diese Richtung) einen Gedanken mitgeben. Viel Erfolg beim Lebensweg basteln
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17.05.2010, 11:58
AW: Mir geht´s nicht gut, obwohl´s mir gut geht.
Es ist gefährlich, seinen Wert ausschließlich über die Anerkennung von außen zu definieren. Denn sobald es daran mangelt, fängt man wieder an mit den Selbst(wert)zweifeln. Ein stabiler Selbstwert muss aus einem selbst heraus kommen, die Anerkennung von außen ist sozusagen nur noch mal eine Bestätigung dessen, was man eh schon über sich weiß.
Es gibt übrigens viele Künstler, die zu ihren Lebzeiten von ihrer Umwelt nicht viel Anerkennung erfahren haben, obwohl die Nachwelt dazu eine ganz andere Meinung hat. Das zeigt, dass der Maßstab der Zeitgenossen nicht unbedingt ein angemessener sein muss. Caspar David Friedrich, der berühmteste Maler der deutschen Romantik, war in seiner Zeit für seine neuen Bildkonzeptionen nicht unbedingt anerkannt, und man gab ihm nicht die Professorenstelle, auf die er gehofft hatte. Er starb einsam, arm und verbittert. Friedrich ist nur ein Beispiel von vielen.Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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17.05.2010, 13:23
AW: Mir geht´s nicht gut, obwohl´s mir gut geht.
Van Gogh, dessen Bilder jetzt Millionen wert sind, starb in äußerster Armut, er hat zu Lebzeiten nur einmal Geld mit einem Bild gemacht, das er seiner Wirtin, die er nicht bezahlen konnte, anstelle von Cash gab. Jedenfalls ist das die Legende!
Berühmt zu sein, hat viele Nachteile! Man wird überall angeglotzt, was ich mir extrem lästig vorstelle und mit Erwartungen überfrachtet.
Man muss sich ständig selbst übertreffen, damit dann die Menschen auch weiterhin bewundert zu einem aufschauen.
Das ist die Kehrseite des Ruhms.
Eine schreckliche Last! Ich würde das niemals wollen!
Kiss
Zeit ist das, was verhindert, dass alles auf einmal passiert.
John A. Wheeler
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01.06.2010, 18:37
AW: Mir geht´s nicht gut, obwohl´s mir gut geht.
@undine:
also diesen zustand kenn ich.auch mir ging es direkt nach meinem studium so. eigentlich hat man alles was man braucht und ist trotzdem unzufrieden. neue sachen setzt man nur schwer um und hat die ganze zeit das gefühl gelähmt zu sein. wie die anderen schon meinten liegt es vermutlich daran dass man danach sich selbst neue ziele setzen muß. im studium sind diese ja mehr oder weniger vorgegeben.
das mit der kunst finde ich eine gute idee.
@kisskiss
ein kunststudium ist auch nicht immer das Gelbe vom Ei. Ich war auf einer Kunstschule, aber vieles schränkt einen dort zusehr ein. Nur im Selbstversuch findet man heraus ob die Leute deine Kunst wollen. Bei einer Freundin von mir hat es auch eine Zeit gedauert bis sie ihren Stil gefunden hat.Wie schade, dass du nicht Kunst studiert hast!
Fang einfach damit an was dir im Kopf ist umzusetzten und du wirst merken was dir gut tut. Manchmal braucht man eine Weile um herauszufinden was man will und kann.
P.S. Hat du schon fertige Bilder oder Geschichten?
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10.06.2010, 10:46
AW: Mir geht´s nicht gut, obwohl´s mir gut geht.
Es ist vor allem auch Glücksache, ob man mit seiner Kunst ankommt und bekannt wird oder nicht.
Viele Talente gehen unter, weil sie nicht die richtigen Beziehungen hatten oder nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren.
Die Konkurrenz ist auch riesig groß.
Kiss
Zeit ist das, was verhindert, dass alles auf einmal passiert.
John A. Wheeler
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04.08.2010, 23:30
AW: Mir geht´s nicht gut, obwohl´s mir gut geht.
Hallo erstmal zusammen mein Name ist Florian und bin 21 Jahre alt.
ich habe noch nie in ein Forum geschrieben deswegen mache ich es jetzt einfach mal.
ich erzähle einfach mal was mich so plagt das ich hier rein schreibe.
Es fing alles mit ende 19 etwa an.ich habe das erte mal pep genommen.Es hat mir spass gemacht ich war immer gut drauf wach alles mögliche. Erst mal habe ich es immer nur am we genommen.Anschließend nach 2 monaten jeden tag und nicht wenig jeden tag fast so ein halbes gramm oder auch mal ein gramm.ich habe gekifft um runter zu kommen. ganz selten wurde auch mal koks genommen oder kokarettengeraucht.teile spielten auch mal 2 monate lang eine rolle.Es ging ein halbes Jahr lange alles wunderbar keine probleme nichts.Eines tages fühlte ich mich schon ganz komisch hatte ein unwohles Gefühl am herz druck auf dem herz ganz komisch.ich dachte mir nichts dabei und habe mir noch mal schön eine nase Pep gezogen.bin mit einem kumpel auto gefahren und auf einmalk ging es los angst herzrasen ich wurde ganz kalt schweißperlen im gesischt todesangst ich dachte ich würde sterben.ich bin rechts rangefahren und habe mir einen Krankenwagen gerufen.UNd SEID DEM TAG HAT SICH MEIN GANZES LEBEN GEÄNDERT. ich wurde dann eine stunde später wieder entlassen habe eine beruhigungs tablette bekommen. ich wachte am nächste morgen auf und hatte wieder so leichten druck ab und zu herzrasen adrenalinschübe.tag für tag kam ein neues wiewechen dazu.ich suchte ärzte auf kardiologen nichts alles oke sagte man mir. irgendwann kamen dann mal mageschmerzen dazu oder rückenschmerzen alles mögliche. ich fühlte einfach das was mit meinem körper nicht stimmte. ich bin von einem arzt zum anderen habe meine hausärzte gewechselt war bei einem heilpraktiker habe 1500 euro für untersuchungen ausgegeben. er hat natürlich was gefunden aber na klar er wollte auch geld mit mir machen habe dann über ein halbesjahr pflanzliche Medikamente zu mir genommen nichts änderte sich.sagen wir einfach mal ich bin jetzt gerade so 20 einhalb. mtittlerweile habe ich mit jedem klartext gesprochen das ich drogen genommen habe und haben den ärzten von diesem absturz erzählt. ich war bei verschieden psychologe aber die haben mir nicht geholfen weil ich bis jetzt nur idioten hatte. habe eine arzt in bekanntenkreis und mit ihm schaue ich gerade nach lösungen trotz meiner schmerzen die ich tag für tag habe probiere ich noch mein leben zu leben aber es ist manchmal echt verdammt schwer und ich wäre dankbar wenn mir vieleicht auch mal jemand von seinen erfahrungen erzählen könnte............................
Also mittlerweile bin ich 21 und habe fast jeden tag probleme wache schon mit schmerzen auf und so weiter habe schon antidepresiva tabletten hier aber bist jetzt nocht nicht genommen. ich war früher nur party am machen frauen ohne ende und jetzt hat sich alles um 50 prozent reduziert.ich gehe auch noch tag für tag arbeiten aber es ist oft anstrengend und sehr schwer das alles durchzuhalten. ich könnte noch sehr viel schreiben aber ich glaube es reicht erst mal schönen tag noch zusammen
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05.08.2010, 11:04
AW: Mir geht´s nicht gut, obwohl´s mir gut geht.
Ich hab hier unheimlich tolle Ratschläge und Tipps gelesen, wie man eine innere Leere und den Mangel an äusserer Anerkennung wieder füllen kann.
Ich habe selbst zum einen an einer FH studiert, dann auch lange an der Uni gearbeitet und Studenten beobachtet, und mir ist folgendes aufgefallen:
Uni und FH sind trotz allem Arbeitspensum und Leistungsdruck immer noch ein geschützter Raum, in dem auch viele Erwartungen an den zukünftigen Beruf und ans Leben geschürt werden. Schliesslich macht man das Studium in erster Linie für sich selbst. Erst danach wird man oft mit dem ganz "normalen" Leben konfrontiert, muss in einem ungeschützten Raum funktionieren oder kann aufgrund äusserer Zwänge und Erwartungen (Kollegen, Arbeitgeber) gar nicht alle Ansprüche an den Beruf verwirklichen.
Viele, gerade Studenten, fallen nach dem Studium in ein Loch aus Anspruch an Selbstverwirklichung, Erwartungen und der Realität. Da muss man erstmal seinen Platz und seine Rolle in den neuen Umfeldern finden. Mir ging das auch so.
Der Kompromiss bedeutet für mich genau dasselbe, wie es Latona beschreibt: Einen Spagat aus finanziellen und gesellschaftlichen Notwendigkeiten und dem persönlichen Freiraum, sich selbst zu verwirklichen, zwischen Wunschträumen und Ernüchterung.
Dieses abzuwägen ist - glaub ich - die grösste Herausforderung im Leben und ein elementarer Bestandteil des Erwachsenwerdens.
Das geht auch nur in kleinen Schritten, die niemals abgeschlossen sind.Geändert von Elwyn (05.08.2010 um 11:14 Uhr)
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05.08.2010, 11:12
AW: Mir geht´s nicht gut, obwohl´s mir gut geht.
@Florian
Schön, dass du den Mut hast, in einem Forum über deine Probleme zu berichten. Deine Geschichte ist sehr offen, klingt nach wirklich gravierenden Problemen.
Ich denke, diese Dimension sprengt diesen Thread hier, vielleicht machst du besser einen eigenen Thread auf.


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