Hmmm, das sehe ich etwas anders, Stecher. Ich denke, jeder Mensch ist ein Stück weit auch auf Rückmeldung von außen angewiesen. Dieses buddhistische Sich-aus-der-Welt-ziehen wirkt zwar erstrebenswert, aber ich bin eben auch ein soziales Wesen, das es normalerweise nicht völlig kalt lässt, wie ich von anderen erlebt werde. Nicht von jedem im selben Maß, aber wenn mir bestimmte Personen Rückmeldung geben, nehme ich die sehr ernst und schaue, was ich damit anfangen kann.
Kenzia, Deine Gedanken sind durchaus zutreffend. Möglicherweise ist da tatsächlich etwas in mir, das zum Einen "entschädigen" möchte für die erbrachte "Kränkung", zum Anderen ein Versagen als Indiz dafür wertet, dass es ja doch nicht der richtige Weg gewesen ist...
Antworten
Ergebnis 21 bis 24 von 24
-
02.05.2010, 19:07Inaktiver User
AW: Ich kann Lob nicht annehmen...
-
02.05.2010, 19:36Inaktiver User
AW: Ich kann Lob nicht annehmen...
Hallo Stecher,
ja...wären wir alle erleuchtet.......
Sind wir aber nicht.....und es kommt da wohl auch auf den Job an, den man macht.
Ich arbeite in einem Bereich, der wirklich ständig Veränderungen in sich hat und da ich als Angestellte nicht DAS Wissen meines Chefs habe- ist er dort immer im Vorteil und wenn ich dann Sachen richtig mache.....tut mir das Lob auch durchaus gut.
Mag anders sein, wenn jemand immer nur dasselbe macht und darin dann immer das Gleiche an Leistung bringen muss.
Ich habe ehrlich gesagt noch nie über die "negative Manipulation" des Lobens nachgedacht....und ob man sich damit in eine Abhängigkeit begibt.
Vielleicht deshalb- weil ich selber durchaus Grenzen ziehen kann, wenn ich irgendwas nicht mehr erbringen kann oder will- und auch, weil ich es- so formuliert- als eine wirklich negative Grundhaltung empfinde, die ich mal gar nicht unterstellen will
kenzia
-
02.05.2010, 22:55Inaktiver User
AW: Ich kann Lob nicht annehmen...
Das stimmt. Ich wurde dieses Jahr von meinem "Chef" gelobt, der wenier Ahnung hat als ich - und ich kam mir ernsthaft veralbert vor, denn er wollte mich nur warm halten.
Erst jetzt lerne ich so langsam, dass es auch positver Ansporn sein kann, etwas, das ich vorher nie wahr genommen habe.
Noch kommt es gefühlsmäßig nicht bei mir an, aber ich denke auch nicht mehr panisch darübe nach, was derjenige jetzt von mir wirklich will.
Anima
-
03.05.2010, 08:32Inaktiver User
AW: Ich kann Lob nicht annehmen...
Ich wollte es nur bewusst überzeichnen um es klar zu machen!
Ja es kommt auf den Job drauf an und wir alle wollen Anerkennung für die Leistung, die wir erbringen, geht mir nicht anders.Sind wir aber nicht.....und es kommt da wohl auch auf den Job an, den man macht.
Ich arbeite in einem Bereich, der wirklich ständig Veränderungen in sich hat und da ich als Angestellte nicht DAS Wissen meines Chefs habe- ist er dort immer im Vorteil und wenn ich dann Sachen richtig mache.....tut mir das Lob auch durchaus gut.
Das sollte man aber um genau die zweite Seite des Lobens nicht einfach auszublenden. Man wird schneller manipuliert als man denktIch habe ehrlich gesagt noch nie über die "negative Manipulation" des Lobens nachgedacht....und ob man sich damit in eine Abhängigkeit begibt.
Das können sehr viele aber nicht und die laufen Gefahr sich permanent zu überfordern und werden durch das Lob noch angspornt. Bekommen sie keines mehr versuchen sie alles um wieder eins zu bekommen.Vielleicht deshalb- weil ich selber durchaus Grenzen ziehen kann, wenn ich irgendwas nicht mehr erbringen kann oder will- und auch, weil ich es- so formuliert- als eine wirklich negative Grundhaltung empfinde, die ich mal gar nicht unterstellen will
kenzia[/QUOTE]


Zitieren

