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    AW: Wie liebe ich mich selbst?

    ups, ich war mal kurz woanders lesen

    @dontgiveup:

    gut... ein erster schritt. ein zweiter wird folgen, schon bald

    zu deinem ausgangspost: du schreibst da, dass du dir sagst, was du hast, aber du formulierst es nicht so, was du geleistet hast, dahin zu kommen. und man kann sichwohl nicht für das lieben, was man hat...
    wohl aber für das, was man tut

    im übrigen hat eine teilnehmerin eine signatur, die dir vielleicht gefallen könnte: "nicht hinfallen ist eine schande, aber liegen bleiben"
    ooooookaaaaayyyy... stimmt!

    ich hatte: NICHTS

    ich habe einiges geleistet, um hier zu stehen, sitzen, wo ich jetzt sitze. manchmal könnte ich sicher noch mehr leisten... zumindest sagt mir das so ein männchem im kopf ab und an. und da beginnen hemmungen, ängste etc.

    die signatur kenne ich auch


    liebes feuerzeichen!

    Ich muss häufig nicken an vielen Stellen deiner Beiträge... mir geht es ähnlich. Aber ich glaube, im Endeffekt können wir als Singles wenig vorhersagen, wie die nächsten 2 Jahre (oder so) laufen werden. Insofern bin ich ganz froh um diese "Unentschlossenheit". Wenn ich ständig den Gedanken hätte "Oh Gott, ich will aber jetzt ein Kind!!!", dann hätte ich wohl keine entspannte Minute mehr.

    Bis vor wirklich wenigen Jahren war ich mir sicher, dass ich niemals ein Kind möchte. Ich habe mich selber einfach nicht für stabil genug gehalten. Meine Mutter hat mich in diese Welt gesetzt, und konnte weder sich selber, noch mich vor dieser Gewalt schützen, die von ihren Partnern ausging. Ich wollte sicher sein, dass ich es besser machen kann...

    Jetzt bin ich nicht mehr sicher. Eigentlich habe ich noch genug zu tun mit mir selber, aber andererseits habe ich seit einigen Monaten wieder das Bedürfnis nach einem Partner. Und wer weiß, was dann ist...
    gut, dass ich noch rechnen kann

    ja klar, vorhersehen kann man es nicht. vor der letzten beziehung war ich vier jahre solo - mit nicht nennenswerten unterbrechungen - und da wünschte ich mir auch einen partner. den hatte ich ja dann - und es ging schief. jetzt frag ich mich, ob ich "ihn", den einen welchen, überhaupt noch finde?! ich bin momentan so desillusioniert... auch wegen meiner eigenen baustellen. ich bin nun mal in beziehung nicht sehr einfach und ich werd auch nicht von jetzt auf gleich alles abarbeiten können, was in mir an wunden ist. von daher...

    vorstellen ein kind zu haben konnte ich mir immer. aber reif genug fühlte ich mich auch lange nicht. aber wer fühlt sich schon reif genug dafür? ich versuche es jetzt locker zu sehen - denn ich möchte wenn dann ein glückliches kind mit liebevollen eltern, die sich lieben und sich nicht gegenseitig unglücklich machen.


    hallo lara,

    nein, ich mag mich meistens nicht :-)
    hmmmmmm!!!

    das hier:

    ich kenne mich sehr gut, weiss um meine stärken und schwächen, habe einen guten riecher für menschen und situationen, weiss was und wer mir guttut, hatte noch nie einen schlechten mann in meinem leben und von freunden die mir nicht guttun trenne ich mich.
    hört sich für mich schon danach an, dass du dich selbst leiden kannst... aber vllt weißt du auch "nur" kopfmäßig was dir gut tut und nicht vom herzen her?

    was ist denn eine spezielle erziehung?

    liebe grüße,

    fly

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    AW: Wie liebe ich mich selbst?

    und man kann sichwohl nicht für das lieben, was man hat...
    wohl aber für das, was man tut
    ... darüber muss ich mal näher nachdenken, manchmal sind die einfachsten Dinge wirklich hilfreich.

    Danke, Dontgiveup!
    Mache niemals einen Menschen zu deinem Mittelpunkt,
    für den du lediglich eine Option bist.


    Hat die Blume einen Knick,
    war der Schmetterling zu dick.

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    AW: Wie liebe ich mich selbst?

    ich habe einiges geleistet, um hier zu stehen, sitzen, wo ich jetzt sitze. manchmal könnte ich sicher noch mehr leisten... zumindest sagt mir das so ein männchem im kopf ab und an. und da beginnen hemmungen, ängste etc.
    Auch das kenne ich. Ich bin ein Typ, dem vieles zufliegt - ich bin ein Glückskind. Als ich meine Ausbildung gemacht habe... ich war häufig krank. Mir ging es psychisch nicht gut. Meine Klassenkameradinnen (schulische Ausbildung) haben mich verflucht, weil ich so viel gefehlt habe, und mit ein bisschen Lernen die besten Noten abgesahnt. Wenn ich mehr hätte getan, hätte ich meine Ausbildung nicht mit 2,9 abgeschlossen, sondern mit sicher unter 2,0.
    Im Nachhinein... fand ich das nicht witzig, ich habe die Chancen vertan...

    ABER: Mir ging es in der Zeit, wie gesagt, nicht besonders. Meine Therapeutin hat dann 2008 mal gesagt: Was wollen Sie denn überhaupt... nach dem, was Sie mir erzählt haben.... Sie LEBEN!!! Und Sie sind auf einem guten Weg.

    Dann habe ich gelernt, zu unterscheiden. Wenn es mir gut geht, und ich leiste in meinen Augen nicht genug, könnte es Faulheit sein (das gilt nur für MEIN Leben, es gibt bestimmt 123672 andere Gründe).

    Wenn es mir nicht gut geht, und ich bin nicht so leistungsstark wie sonst... dann nehm ich mich in den Arm und schaue, was möglich ist.

    Gute Nacht!

    Mache niemals einen Menschen zu deinem Mittelpunkt,
    für den du lediglich eine Option bist.


    Hat die Blume einen Knick,
    war der Schmetterling zu dick.

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    AW: Wie liebe ich mich selbst?

    hm, als glückskind empfand ich mich eigentlich nie aber irgendwas "rettete" mich immer. und wenn es nur ein innerer impuls war, genau DAS jetzt NICHT zu tun... oder genau DAS JETZT zu tun - weil ich sonst draufgegangen wäre.

    als glückskind sehe ich mich erst seit zehn jahren. vorher war irgendwie alles schwammig. ich wusste überhaupt nicht, wer ich war! null.

    ein beispiel: in der schule war ich sehr gut - hab dann aber ne koch- und kellnerlehre gemacht, die ich drei monate vor der prüfung abbrach, weil ich kreuzunglücklich war (aber nicht mal dass ich unglücklich war, merkte ich so richtig). warum ich kein abi machte? ich wollte weg von dem dorf, in dem ich wohnte... in die stadt...

    meine thera sagt auch, dass ich stolz auf mich sein kann, was ich alles geschafft habe. es hätte auch ganz anders ausgehen können.

    aber dieses stolz-sein auf mich lässt noch ein wenig auf sich warten

    Dann habe ich gelernt, zu unterscheiden. Wenn es mir gut geht, und ich leiste in meinen Augen nicht genug, könnte es Faulheit sein (das gilt nur für MEIN Leben, es gibt bestimmt 123672 andere Gründe).

    Wenn es mir nicht gut geht, und ich bin nicht so leistungsstark wie sonst... dann nehm ich mich in den Arm und schaue, was möglich ist.
    ja, so ähnlich handhabe ich es auch... und ich bin gerne produktiv, wenn es mir gut geht, das genieße ich richtig. aber manchmal bin ich auch gerne faul musste ich aber auch erst lernen, mir das mal zuzugestehen. auch dass ich nicht für alles (bspw. im job) verantwortlich sein kann.

    wenn es mir schlecht geht, versuche ich mich zu motivieren. klappt mal mehr, mal weniger... aber auch da hab ich es schon gelernt, es einfach zuzulasssen. ist nicht immer leicht. aber wichtig.

    schlaf gut

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    AW: Wie liebe ich mich selbst?

    Happy-Fly, Feuerzeichen,

    also ihr seid schon auf dem richtigen weg, und irgendwie auch schon 'angekommen'. Wobei das 'ankommen' nie aufhört, bzw. jeden Tag neu geschieht.

    Also ich fühle da ist schon eine Menge Selbstliebe bei euch. Und die ist auch wirklich wichtig! Vermutlich kann man sie nicht übers Knie brechen. Und jeder braucht wohl so seine Erfahrungen, darunter ungute, harte, schlechte. Und je nach dem was wir so für einen 'Rucksack' gepackt bekommen haben, ist das Leben erstmal schwerer oder leichter für uns.

    Aber man muss diesen Rucksack ja nicht ein Leben lang mit sich rumschleppen. Man kann ihn Stück für Stück auspacken (Selbstreflektion, Therapie, Meditation etc.) und leichter machen - mit schönen, positiven Erlebnissen.

    Manchmal denkt man, es geht nicht weiter und es wird nicht besser. Während solcher 'Durststrecken' passiert aber meist eine Menge Entwicklung, jedoch verdeckt. Das offenbart sich dann später. Die Bewegung ist so wie eine Spirale - man hat oft das Gefühl, es geht wieder zurück an den gleichen Ort, wo man schon mal war, und da gibt es keine lineare 'Entwicklung' - und doch ist es jedes Mal anders, und oft besser, als zuvor.

    Wenn du dich selbst liebst, dann bist du freier und unabhängiger von anderen, ohne dich von ihnen abzuwenden, und ohne dass du dich besser oder schlechter als sie fühlst. Du hast mehr Mitgefühl, achtest zugleich aber auch mehr auf dein eigenes psychisches und körperliches Wohlergehen. Du lässt dich von anderen nicht mehr schlecht behandeln - und sei es auch ein noch so kleines Fehlverhalten - du nimmst das einfach nicht mehr an oder nur scheinbar. Dadurch musst du dann auch keinen Hass, Wut oder Angst oder ähnliches entwickeln, denn du bist immer bei dir. Und was gut für dich ist, weisst du dann bereits selbst am besten.

    Ich denke ihr kennt solche freien Gefühlszustände schon, sie sind sehr positiv, liebevoll (ohne etwas zu erwarten oder zu wollen) und eben wirklich völlig frei! Diese Zustände, die wir oft nur momenteweise erleben, lassen sich ausdehnen, bis sie den Mehranteil unseres Lebens ausmachen. Und das verändert unser Leben von selbst!

    Alles Gute für euch!

    Twiga
    ***The only constant thing in life is change***

  6. Inaktiver User

    AW: Wie liebe ich mich selbst?

    Zitat Zitat von happy_fly Beitrag anzeigen
    hört sich für mich schon danach an, dass du dich selbst leiden kannst... aber vllt weißt du auch "nur" kopfmäßig was dir gut tut und nicht vom herzen her?

    was ist denn eine spezielle erziehung?
    das kann gut sein, ich bin ein sehr rationeller mensch, kopfgesteuert, leistungsorientiert, verstandesmensch.

    meine erziehung:
    chronologisch

    geburt bis 1 jährig = kinderheim
    dann bei wechselnden verwandten bis 7 jährig
    dann wieder kinderheim bis 16 jahren
    zwischendurch bei div. pflegefamilien
    anderes kinderheim
    zurück zum ersten kinderheim (diesem ab 7 jährig)
    wieder verwandte, ab und zu bei der leiblichen mutter (insgesammt in meinem leben 2 jahre)
    begleitetes wohnen
    ab 17 wohnen in verschiedenen wohngemeinschaften
    mit 19 zu meinem späteren mann gezogen

    ab 41 alleine mit meinem sohn
    jetzt wieder mit partner ohne sohn

    tja, eher seltsam und kein schema, auch keine geordneten wertesysteme, irgendwie ein durcheinander, viele inputs bekommen, von streng katholisch, bis zu drogenverseuchtem hippietum

    lara

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    AW: Wie liebe ich mich selbst?

    hallo twiga,

    danke für dein mutmachenden post!


    Zitat Zitat von twiga4 Beitrag anzeigen

    also ihr seid schon auf dem richtigen weg, und irgendwie auch schon 'angekommen'. Wobei das 'ankommen' nie aufhört, bzw. jeden Tag neu geschieht.

    Also ich fühle da ist schon eine Menge Selbstliebe bei euch. Und die ist auch wirklich wichtig! Vermutlich kann man sie nicht übers Knie brechen. Und jeder braucht wohl so seine Erfahrungen, darunter ungute, harte, schlechte. Und je nach dem was wir so für einen 'Rucksack' gepackt bekommen haben, ist das Leben erstmal schwerer oder leichter für uns.

    Twiga
    weißt du, ich finde es nur manchmal "unfair", dass einige einen leichten rucksack, und andere einen schweren rucksack mitbekommen haben... ich empfinde das so, dass die mit dem leichten rucksack viel besser wissen und intuitiv fühlen, was ihnen gut tut, und was nicht. eher grenzen setzen können etc. die mit dem schweren rucksack müssen das erst mühsam lernen... soll jetzt keine "klage" sein - sondern so meine beobachtung. klar sind die mit den leichten rucksäcken auch nicht dauernd glücklich, aber in den wichtigen bereichen des lebens (beispiel beziehung) wissen sie einfach, worauf es ankommt. lösen sich schneller aus destruktiven beziehungen oder haben diese gar nicht erst.

    Aber man muss diesen Rucksack ja nicht ein Leben lang mit sich rumschleppen. Man kann ihn Stück für Stück auspacken (Selbstreflektion, Therapie, Meditation etc.) und leichter machen - mit schönen, positiven Erlebnissen.
    auch wieder meine erfahrung: früher wusste ich nicht, was mir gut tut und bin oft "mitgeschwommen" mit leuten. die erfahrungen, die einem gut tun, passieren auch nicht alle tage - man muss sie bewusst suchen und finden. ist auch ein "weg". und da stehe ich mir manchmal z. b. selbst im weg. irgendwie

    Manchmal denkt man, es geht nicht weiter und es wird nicht besser. Während solcher 'Durststrecken' passiert aber meist eine Menge Entwicklung, jedoch verdeckt. Das offenbart sich dann später. Die Bewegung ist so wie eine Spirale - man hat oft das Gefühl, es geht wieder zurück an den gleichen Ort, wo man schon mal war, und da gibt es keine lineare 'Entwicklung' - und doch ist es jedes Mal anders, und oft besser, als zuvor.


    die zeit zur besinnung momentan versuche ich so gut es geht zu nutzen vieles fühlt sich "gleich" an, einiges anders... es wird sich noch zeigen, wofür das alles gut ist, davon bin ich überzeugt.

    Wenn du dich selbst liebst, dann bist du freier und unabhängiger von anderen, ohne dich von ihnen abzuwenden, und ohne dass du dich besser oder schlechter als sie fühlst. Du hast mehr Mitgefühl, achtest zugleich aber auch mehr auf dein eigenes psychisches und körperliches Wohlergehen. Du lässt dich von anderen nicht mehr schlecht behandeln - und sei es auch ein noch so kleines Fehlverhalten - du nimmst das einfach nicht mehr an oder nur scheinbar. Dadurch musst du dann auch keinen Hass, Wut oder Angst oder ähnliches entwickeln, denn du bist immer bei dir. Und was gut für dich ist, weisst du dann bereits selbst am besten.
    das ist ein hehres ziel!!!!!

    Ich denke ihr kennt solche freien Gefühlszustände schon, sie sind sehr positiv, liebevoll (ohne etwas zu erwarten oder zu wollen) und eben wirklich völlig frei! Diese Zustände, die wir oft nur momenteweise erleben, lassen sich ausdehnen, bis sie den Mehranteil unseres Lebens ausmachen. Und das verändert unser Leben von selbst!
    fein. ich freu mich


    liebe lara,

    aha...

    bei der beschreibung deiner kindheit nehme ich mal an, dass du einfach früh lernen musstest, dir die butter nicht vom brot nehmen zu lassen. kämpfen und dich durchsetzen musstest? ist klar, dass da die liebe für sich selbst auf der strecke bleibt und du hattest viele verschiedene bezugspersonen...

    geht es dir denn heute, so in deinem leben, gut???

    liebe grüße,

    fly

  8. Inaktiver User

    AW: Wie liebe ich mich selbst?

    Zitat Zitat von happy_fly Beitrag anzeigen

    weißt du, ich finde es nur manchmal "unfair", dass einige einen leichten rucksack, und andere einen schweren rucksack mitbekommen haben... ich empfinde das so, dass die mit dem leichten rucksack viel besser wissen und intuitiv fühlen, was ihnen gut tut, und was nicht. eher grenzen setzen können etc. die mit dem schweren rucksack müssen das erst mühsam lernen...

    geht es dir denn heute, so in deinem leben, gut???

    liebe grüße,

    fly
    ich kann dem nicht zustimmen. du hast meinen rucksack gelesen und das ist nur der teil den man sehen kann, der innere teil den habe ich noch nicht mal beschrieben. wie ich mich in diesen situationen fühlte, wie es mir ging so mit versch. bezugspersonen etc.
    ich glaube das menschen mit einen schweren rucksack sich nicht so schnell verunsichern lassen, weil sie wissen dass es immer wieder weiter geht, dass sie nichts so schnell umhaut.
    menschen mit einem ganz leichten rucksack sind meistens auch ein wenig naiv und auch leichter übers ohr zu hauen.
    das sind auch nur meine beobachtungen.

    ob es mir gut geht? das ist nicht einfach zu beantworten, das ist abhängig davon ob ich viel nachdenke oder nicht.
    manchmal geht es mir gut, manchmal nicht, das kann schnell ändern.
    ich bin sehr feinfühlig und bemerke stimmungen sehr gut und reagiere auch darauf.
    aber ich bin zufrieden damit wie ich mein leben meistere, mit diesem rucksack. wie genau ich spüre was und wer mir gut tut hilft viel in meinem leben. ich werde selten ausgenützt deswegen.

    zu bedenken ist noch, dass ich weder kontakt mit meinen eltern habe und dass ich keine geschwister habe, also trug ich diesen rucksack eigentlich immer alleine.
    macht ev. stark aber kann auch zu überbelastung führen und macht zu hart und freiheitsliebend.

    ich hoffe dass du deine erkenntnisse vertiefen kannst und nicht mehr mitschwimmst und dich getraust zu DIR zu stehen und auf dich zu gucken.
    ein wenig egoismus tut jedem gut

    lara

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    AW: Wie liebe ich mich selbst?

    Zitat Zitat von happy_fly Beitrag anzeigen


    weißt du, ich finde es nur manchmal "unfair", dass einige einen leichten rucksack, und andere einen schweren rucksack mitbekommen haben... ich empfinde das so, dass die mit dem leichten rucksack viel besser wissen und intuitiv fühlen, was ihnen gut tut, und was nicht. eher grenzen setzen können etc. die mit dem schweren rucksack müssen das erst mühsam lernen...
    Da hast du bestimmt Recht, aber irgendwie glaube ich da auch noch etwas an ausgleichende Gerechtigkeit. Was mir spontan dazu einfällt, ist dass z.B. unterschiedliche Menschen mit, sagen wir mal 'gleichwertigen' harten Erfahrungen, ganz unterschiedlich umgehen.

    Ein Trick ist es dabei vielleicht, diesen schweren Rucksack erstmal als dein eigenes anzunehmen, und dazu zu stehen. Fast so etwas wie einen Stolz zu entwickeln anhand der toughen Aufgabe, die dir da gegeben wurde, und die dazu dient, dich stärker zu machen und viel lernen zu lassen. Definitiv musst du mehr lernen, als jemand mit leichtem Gepäck, aber glaub mir - das wird sich auszahlen!!

    Es kann sein, dass ich im Vergleich zu dir zu denjenigen gehöre, die 'leichteres Gepäck' haben - ich weiss es nicht. Aber eins kann ich dir sagen, einfach war meine Kindheit nicht. Ich hatte eine leicht autistische Mutter, die mit einfachen emotionalen und sozialen Regeln nicht klarkam, und einen Vater, der - vielleicht auch aufgrund ihrer schwierigen Persönlichkeit - sich ihr gegenüber extrem beleidigend verhielt, und sie permanent betrog, und mir gegenüber war er gleichgültig bis verletzend (eifersüchtig auf meinen Schulerfolg). Also, ich habe wenig darüber gelernt, wie man so in der Welt sich bewegt, verhält usw. und bin dadurch permanent ins Fettnäpfchen getreten, und lief Gefahr, mich zu einem ähnlichen Aussenseiter zu entwickeln wie meine Mutter. Habe das alles in jahrelanger, mühsamer Arbeit erst lernen müssen.


    Zitat Zitat von happy_fly Beitrag anzeigen

    auch wieder meine erfahrung: früher wusste ich nicht, was mir gut tut und bin oft "mitgeschwommen" mit leuten. die erfahrungen, die einem gut tun, passieren auch nicht alle tage - man muss sie bewusst suchen und finden. ist auch ein "weg". und da stehe ich mir manchmal z. b. selbst im weg. irgendwie
    Sehr wahr. Du musst dir die positiven Erfahrungen bewusst suchen bzw. du musst die als solche erkennen, denn sie bieten sich immer von selbst dar. Und du musst immer bei dir bleiben, dir also jeder Stimmung, Schwingung, Veränderung gewahr werden bis du einen sicheren Sender dafür entwickelst, was dir gut tut und was nicht.


    Ja, ich garantiere dir, dass du da immer mehr und mehr hinkommst, zu dieser inneren Freiheit und Unabhängigkeit. Du darfst dabei die anderen nicht 'abschneiden', aber sie eben auch nicht deine Grenzen übertreten lassen.

    Alles Gute!
    ***The only constant thing in life is change***

  10. User Info Menu

    AW: Wie liebe ich mich selbst?

    liebe lara

    ich kann dem nicht zustimmen. du hast meinen rucksack gelesen und das ist nur der teil den man sehen kann, der innere teil den habe ich noch nicht mal beschrieben. wie ich mich in diesen situationen fühlte, wie es mir ging so mit versch. bezugspersonen etc.
    hm, ich habe mich da vllt nicht richtig ausgedrückt, was ich meinte. ich sag das mal so: eine meiner freundinnen hat einen sehr schweren rucksack (missbrauch kindheit). sie hat es sehr schwer mit der selbstliebe, ist aber auf einem guten weg. vergleiche ich dagegen z.b. meine schwestern, die gut behütet aufgewachsen sind und jetzt junge gesunde frauen in gesunden beziehungen sind - sehe ich da schon einen sehr deutlichen unterschied! DAS meinte ich mit unterschiedlich schweren rucksäcken

    ich glaube das menschen mit einen schweren rucksack sich nicht so schnell verunsichern lassen, weil sie wissen dass es immer wieder weiter geht, dass sie nichts so schnell umhaut.
    das kam aber bei mir z.b. erst mit den jahren! bis ich anfang 20 war, dachte ich nie, dass ich "mit mir was nicht stimmt". bis die mutter einer freundin mal in bezug auf mich sagte, dass was vorgefallen sein musste bei mir früher. ich nur so: "häh?" da war nix offensichtliches! und ICH WAR NAIV! und wie!!!

    menschen mit einem ganz leichten rucksack sind meistens auch ein wenig naiv und auch leichter übers ohr zu hauen.
    das sind auch nur meine beobachtungen.
    aber sie entziehen sich gefahrensituationen auch schneller

    aber ich bin zufrieden damit wie ich mein leben meistere, mit diesem rucksack. wie genau ich spüre was und wer mir gut tut hilft viel in meinem leben. ich werde selten ausgenützt deswegen.
    das hört sich sehr gut an

    sehr feinfühlig bin ich übr. auch... ist manchmal eine last

    zu bedenken ist noch, dass ich weder kontakt mit meinen eltern habe und dass ich keine geschwister habe, also trug ich diesen rucksack eigentlich immer alleine.
    macht ev. stark aber kann auch zu überbelastung führen und macht zu hart und freiheitsliebend.
    du musstest von früh auf lernen, selbstständig zu sein, denke ich. darum bist du überlebensfähig... das mit dem zu hart und freiheitsliebend kann ich mir gut vorstellen - was bleibt einem sonst übrig? ich bin momentan z.b. in der situation, erst "hart" zu werden. oder härter... ich empfinde mich oft zu weich.

    alles nicht einfach.

    ich hoffe dass du deine erkenntnisse vertiefen kannst und nicht mehr mitschwimmst und dich getraust zu DIR zu stehen und auf dich zu gucken. ein wenig egoismus tut jedem gut
    ich hoffe das auch, danke und ja... der EGOISMUS. den muss ich echt noch lernen

    aber bin dabei!!!!!



    liebe twiga!

    Da hast du bestimmt Recht, aber irgendwie glaube ich da auch noch etwas an ausgleichende Gerechtigkeit. Was mir spontan dazu einfällt, ist dass z.B. unterschiedliche Menschen mit, sagen wir mal 'gleichwertigen' harten Erfahrungen, ganz unterschiedlich umgehen.
    ja, das stimmt. die menschen sind halt auch unterschiedlich gestrickt. die einen sind "zarter", weicher von ihrem naturell her, die anderen nicht...

    Ein Trick ist es dabei vielleicht, diesen schweren Rucksack erstmal als dein eigenes anzunehmen, und dazu zu stehen. Fast so etwas wie einen Stolz zu entwickeln anhand der toughen Aufgabe, die dir da gegeben wurde, und die dazu dient, dich stärker zu machen und viel lernen zu lassen. Definitiv musst du mehr lernen, als jemand mit leichtem Gepäck, aber glaub mir - das wird sich auszahlen!!
    das annehmen... bisher schämte ich mich immer noch etwas ob der gewaltbeziehung z. b. und dass ich da nicht früher abgehauen bin. bin aber dabei, mir das alles zu verzeihen, wenn es mir auch nicht leicht fällt

    Es kann sein, dass ich im Vergleich zu dir zu denjenigen gehöre, die 'leichteres Gepäck' haben - ich weiss es nicht. Aber eins kann ich dir sagen, einfach war meine Kindheit nicht. Ich hatte eine leicht autistische Mutter, die mit einfachen emotionalen und sozialen Regeln nicht klarkam, und einen Vater, der - vielleicht auch aufgrund ihrer schwierigen Persönlichkeit - sich ihr gegenüber extrem beleidigend verhielt, und sie permanent betrog, und mir gegenüber war er gleichgültig bis verletzend (eifersüchtig auf meinen Schulerfolg). Also, ich habe wenig darüber gelernt, wie man so in der Welt sich bewegt, verhält usw. und bin dadurch permanent ins Fettnäpfchen getreten, und lief Gefahr, mich zu einem ähnlichen Aussenseiter zu entwickeln wie meine Mutter. Habe das alles in jahrelanger, mühsamer Arbeit erst lernen müssen.
    je mehr ich mich damit auseinandersetze, glaub ich dass man die rucksäcke nicht vergleichen kann? also außer bis auf den missbrauch weiter oben, oder gewalterfahrungen - was offensichtlich jedes kind extremst traumatisiert...

    ich habe auch wenig gelernt, wie man sich in der welt verhält. und vor den fettnäpfchen hab ich noch heute angst!

    Du musst dir die positiven Erfahrungen bewusst suchen bzw. du musst die als solche erkennen, denn sie bieten sich immer von selbst dar. Und du musst immer bei dir bleiben, dir also jeder Stimmung, Schwingung, Veränderung gewahr werden bis du einen sicheren Sender dafür entwickelst, was dir gut tut und was nicht.
    ich halte die augen und mein herz offen DAS hab ich zum glück noch, die fähigkeit: mein herz zu öffnen. für die natur, für tiere, für menschen...

    momentan horche ich ganz arg in mich rein. zurzeit ist da eine große traurigkeit, weil ich den menschen, den ich liebe, loslassen muss. auch um meinetwillen. und da kommt dann so eine leere, die ich schon von früher kenne. so ein ungeliebt-sein. diese leere gilt es zu füllen, wie ich ja weiß. und ich weiß auch, dass es zeit braucht. es ist nur so... schwer? ich fühl mich da momentan sehr allein, weil keiner meine traurigkeit so richtig verstehen kann. ich weiß ja, dass da noch mehr hintersteckt als nur dieser mann...

    naja, ich bin auf dem weg

    fly

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