Oder überhaupt das Ganze sehr unrealistisch siehst? Ich bin jetzt 40 und bei der Mehrzahl meiner Leute geht es rasant in die erste Scheidung rein. Kinder, Patchwork, Aufteilung der Häuser etc. Bin ehrlichgesagt froh, da nicht drinzustecken. Natürlich gibt es auch "glückliche" Familien - mißt sich das überhaupt an Reisen, Häusern und Autos- es ist aber doch sehr durchmischt.
Cleo, als ich in deinem Alter war, habe ich meinen Freundeskreis komplett austauschen müssen. Aber genau das bringt dich auch weiter, und eröffnet dir neue Horizonte.
Nur Mut
Kitty
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Ergebnis 31 bis 40 von 43
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27.04.2010, 22:18
AW: Ü 30 ohner Mann und Kind - ein Makel, den es schnell zu beheben gilt?
Coat check girl: Goodness! What lovely diamonds!
Mae West: Goodness had nothing to do with it...
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28.04.2010, 08:47Inaktiver User
AW: Ü 30 ohner Mann und Kind - ein Makel, den es schnell zu beheben gilt?
So etwas Ähnliches wollte ich auch gerade schreiben. Hier mal ein Beispiel aus dem Leben:
Es war einmal... Meine Schwester lebte mit ihrem damaligen Freund in einem idyllischen Dörfchen vor den Toren unserer Stadt, mit Fachwerkhäuschen und plätscherndem Bächlein im Garten. Die befreundeten Paare aus dem Dorf waren schon lange zusammen und begannen mit Ende 20 zu heiraten, zu bauen und Kinder zu kriegen. Schließlich heirateten und bauten auch meine Schwester und ihr Mann hinter dem Fachwerkhäuschen ein 200m² großes Haus, mit großen Fenstern, toller Küche und Laminat. Ein Traum.
Was soll ich sagen: Nach einem Jahr waren sie getrennt, nach dem Trennungsjahr geschieden. Der Grund: Sie lebten wohl nur noch wie Bruder und Schwester zusammen. Meiner Schwester genügte das nicht. Sie insistierte, jedoch nichts tat sich. So zog sie die Konsequenzen und zahlte ihn aus den Krediten aus. Ich bewundere sie bis heute dafür.
Die übrigen Pärchen aus dem Dorf ließen sich übrigens auch nach und nach scheiden... besonders unschön bei jenen mit Kindern. Nachdem meine Schwester und ihr Ex-Mann einem Trend gefolgt waren, hatten sie wohl selbst einen Trend gesetzt...
Heute ist sie mit einem anderen Mann verheiratet. Sie haben sich Zeit gelassen. Sie sind (allerdings ungewollt) kinderlos. Und glücklich.
Was ist die Moral von der Geschicht?
Frag deine Freundinnen in fünf Jahren nochmal - wenn der Schwangerschaftsbauch immernoch nicht wegtrainiert ist, der Mann seine Frau nicht mehr sexy findet, die Kinder Ärger machen, die Frau sich zuhause langweilt und nach Abwechslung sehnt, der fünfte Familienurlaub in die Türkei nur noch nervt.
Nichts ist nur toll.
Gruß,
WHGeändert von Inaktiver User (28.04.2010 um 09:35 Uhr)
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28.04.2010, 09:33Inaktiver User
AW: Ü 30 ohner Mann und Kind - ein Makel, den es schnell zu beheben gilt?
Das ist mir jetzt umgekehrt zu negativ dargestellt - es gibt schon viele insgesamt glückliche Familien (auch wenn auch bei denen alles nur toll ist).
Und der nicht wegtrainierte Schwangerschaftsbauch spielt da nur eine höchst untergeordnete Rolle.
Und wenn jemand einen Partner möchte, wenn jemand Kinder möchte, weil er eben als Familie leben möchte - dann finde ich das ernst zu nehmen - und nicht mit "soooo toll ist es bei anderen ja auch nicht" kleinzureden.
Was ich allerdings bei cleo nicht verstehen kann, ist dass sie sich nicht mit ihren Freundinnen freut - und als Freundin akzeptiert, dass kleine Kinder sehr absorbieren und sich eben vieles (auch Gedanken) um sie dreht. Das ändert sich auch wieder, und dann sind viele Mütter froh, wenn "die Single-Freundinnen" durchgehalten haben.
Gruß, Leonie
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28.04.2010, 09:37Inaktiver User
AW: Ü 30 ohner Mann und Kind - ein Makel, den es schnell zu beheben gilt?
Ich wollte damit nur andeuten, daß ihre Freundinnen damit das Glück nicht gepachtet haben (auch wenn´s zur Zeit so aussieht). Ganz im Gegenteil kann der von ihnen gewählte Lebensweg nach dem ersten Glückstaumel auch seine ganz eigenen Probleme mit sich bringen.
Natürlich gibt es auch Familien, die einfach nur glücklich sind. Das ist toll, aber nicht die Regel.
Gruß,
WHGeändert von Inaktiver User (28.04.2010 um 09:42 Uhr)
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28.04.2010, 09:41Inaktiver User
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28.04.2010, 09:42
AW: Ü 30 ohner Mann und Kind - ein Makel, den es schnell zu beheben gilt?
Weil es einem diese Freundinnen manchmal echt schwer machen. Ich bin auch jemand, der das an sich für richtig hält, und die Hochzeit und das Kinderkriegen meiner Freundinnen gern begleitet. Bei manchen geht das gut, weil sie dennoch auch mich noch ernst nehmen.
Manche sind aber dermaßen absorbiert, dass es NICHTS anderes mehr gibt, sie Verabredungen vergessen, absagen, von nichts anderem mehr reden, und auch tatsächlich ihre Probleme und Lebensweise für wichtiger und zentraler halten. Und da muss man Grenzen setzen, weil es einem tatsächlich schnell das Gefühl gibt, mit seinen Problemen und Lebensentscheidungen unwichtig und klein zu sein.
Wenn die Mütter auch danach noch ihre Single-Freundinnen haben wollen, sollten sie sich in der Phase nicht nur um sich selbst drehen - genauso wie es die Singles nicht tun sollten.
Ein sich miteinander freuen und miteinander verändern funktioniert eben nur, wenn beide Seiten mitspielen - die Seite mit Kindern und Familie kann das nicht einseitig einfordern und selbst gar keinen Raum mehr für anderes haben...
(habe ich jetzt mehrfach erlebt - gruselig. habe aber auch ein paar Freundinnen, bei denen es anders geht - liegt also nicht nur an Kind und Familie, sondern auch an der Einstellung: Jetzt hab ich Mann und Kind, was brauch ich dann noch Freundinnen... seufz...)
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28.04.2010, 12:36
AW: Ü 30 ohner Mann und Kind - ein Makel, den es schnell zu beheben gilt?
das Durchhalten ist nicht einfach, ein Gefühl ständig mehr zu geben als zu bekommen stellt sich ein. Durchgehalten habe ich nur bei denen, die zurückgegeben haben, die mich weiterhin geschätzt und geachtet haben trotz Kinderlosigkeit und auch mal geäußerter Unlust über Windeln, Tupperware oä. zu reden.
Zu deren Kindern habe ich eine liebevolle und warmherzige Bindung
Aber diese Freundschaften waren es wert, die Frauen, die "das Mutti" geworden sind treffe ich nicht mehr.
Sie müssen es wert sein daß ich durchhalte, ich muß es ihnen wert sein trotz eines anderen Lebenswandels zeit zu haben
WolteraDas Leben hat keine Generalprobe, wir sind mitten im Auftritt!!
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28.04.2010, 12:37
AW: Ü 30 ohner Mann und Kind - ein Makel, den es schnell zu beheben gilt?
Ich habe bereits die Erfahrung gemacht, dass es nicht unbedingt richtig ist und auch nicht viel bringt, Freundschaften, die mal welche waren, krampfhaft am leben zu halten.
Menschen entwickeln sich, und manchmal eben auch in völlig unterschiedliche Richtungen. Während im Jugendalter die Lebenssituationen Gleichaltriger noch relativ homogen sind, ändert sich das sehr schnell schon ab dem Ende der Schule. Je älter man wird, desto mehr Variabilität kommt in die Lebenssituationen rein, obwohl man gleich alt ist.
Es ist sehr wichtig, cleo, dass du dich, was Freundschaften angeht, zumindest parallel umorientierst. Ich weiß, das ist leicht gesagt, aber mit Sicherheit wichtig!
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28.04.2010, 13:29Inaktiver User
AW: Ü 30 ohner Mann und Kind - ein Makel, den es schnell zu beheben gilt?
Bei frischgebackenen Müttern bin ich das erste Jahr sehr nachsichtig. Eine Geburt ist nun mal ein einschneidendes Erlebnis und gerade am Anfang ist man als Mutter ja irgendwie ständig mit dem Kind am Gange (wickeln, füttern, in den Schlaf singen, Arzt, selber körperlich noch nicht ganz wieder auf dem Damm, ständig wuseln die Großeltern um einen rum und wissen alles besser, alles ist neu...)
Das legt sich bald wieder. Nach ein paar Monaten melden sich die Muttis erfahrungsgemäß oft von selbst, wenn sie wieder genug Luft haben, und freuen sich, mal wieder einen "normalen" Menschen zu treffen. So zumindest meine Erfahrung.
Die anderen (wie nennst du sie so treffend: Das Mutti
) bleiben dann eben in der Versenkung. Das zeigt für mich auch wieder, welchen Stellenwert man in der Freundschaft offenbar selbst so hatte...
Ist ein guter Test.
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28.04.2010, 19:43
AW: Ü 30 ohner Mann und Kind - ein Makel, den es schnell zu beheben gilt?
Hallo Cleo,
ohne alle Beiträge gelesen zu haben: ich kann Dich sehr gut verstehen - mir geht´s genauso.
Klar ist es so, dass man im Forum Themen zur Diskussion stellt und die unterschiedlichsten Stimmen laut werden - ich find´s aber Quatsch alles zu zerpflücken nach der Form "Gönnst Du Deinen Freundinnen ihr (Mutter-)Glück nicht?" oder "Bei Paaren ist auch nicht alles toll..." Ich glaube nicht, dass es darum letzten Endes geht, zumindest bei mir nicht und wenn ich Dich richtig verstanden habe auch bei Dir nicht. Man möchte einfach glücklich sein und jeder hat dafür sein eigenes "Konzept". Bei manchen gehört dazu ein Mann der einen liebt und beständig da ist, dazu vielleicht Kinder. Andere bleiben bewusst und gewollt lieber Single und kriegen keine Kinder. Andere reisen durch die Welt... jeder nach seinem Geschmack.
Wenn sich aber die eigenen grundlegenden Wünsche (noch) nicht erfüllt haben ist das einfach ziemlich bescheiden.
Auch ich fühle mich oft ausgeschlossen aus dem Kreis der Verheirateten und Mütter. Gerne wäre ich ein Teil davon und würde über Kinderkotze reden und nach dem Nachmittag auf dem Spielplatz oder dem Job (geht ja auch mit Kind) nach Hause gehen und mich auf meinen Freund / Mann freuen. Geht aber nicht weil: Ist ja nicht! Das macht traurig und manchmal wütend und alles was man tun kann ist am Ball bleiben, sich im Hier und Jetzt schön einrichten und mit offenen Augen durch´s Leben zu gehen. Und hey, Du bist 33, da haste ECHT noch Zeit!!! :-)
Also Kopf hoch, durchatmen, Rücken gerade und eins nach dem anderen. Für uns ist auch noch n Deckelchen da draußen



- es ist aber doch sehr durchmischt.
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Tut mir leid, falls das so rübergekommen sein sollte! 
