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Ergebnis 11 bis 20 von 22
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05.04.2010, 18:16
AW: aus Fehlern lernen, aber wie?
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05.04.2010, 18:34
AW: aus Fehlern lernen, aber wie?
Durch das "Einkaufen werden lang vermisste Gefühle und Sehnsüchte nach "etwas" aktiviert,
kurzfristig befriedigt und dann mit schlechtem Gewissen ad acta gelegt ...
bis zum nächstenmal ...
Nichts anderes ist mehr wichtig als immer häufiger der Drang,
etwas für sich (oder auch für andere) zu kaufen?
Meist etwas, was völlig überflüssig ist und nicht gebraucht wird?
Hauptsache kaufen.
Zuhause werden die Sachen in die Ecke geschmissen, irgendwann dann kommt das grosse Erwachen und ein schaler Geschmack sowie ein schlechtes Gewissen?
Ist es so oder so ähnlich bei dir?
Hast du bei deiner Therapie schon mal das Thema "Kaufsucht" angesprochen?
Mehr Menschen als man denkt, "leiden" unter Kaufsucht und wissen es nicht.
Dahinter steht immer "etwas anderes", was sich jedoch meist nur mit Unterstützung
eines Therapeuten aufdecken lässt, wenn derjenige es will.
Mut und Kraft für dich selbst
Lyanna
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05.04.2010, 18:46
AW: aus Fehlern lernen, aber wie?
@ sieben
Mir fällt es schwerer, wenn ich richtiges Geld zücke, als wenn ich einfach die Karte abgebe ( da seh ich ja nicht, wie es weniger wird :-)) Und ausserdem hast du eine gewisse Kontrolle....Wenn du z.B 100 € mitnimmst, setzt du dich eher damit auseinander, ob du dieses oder jenes Teil wirklich UNBEDINGT haben musst....
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05.04.2010, 20:17Inaktiver User
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05.04.2010, 22:53
AW: aus Fehlern lernen, aber wie?
ja, teilweise.
Ja, habe ich, aber nur am Rande....Hast du bei deiner Therapie schon mal das Thema "Kaufsucht" angesprochen?
Mehr Menschen als man denkt, "leiden" unter Kaufsucht und wissen es nicht.
Dahinter steht immer "etwas anderes", was sich jedoch meist nur mit Unterstützung
eines Therapeuten aufdecken lässt, wenn derjenige es will.
Mut und Kraft für dich selbst
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06.04.2010, 10:54
AW: aus Fehlern lernen, aber wie?
@ sieben
Unsere Welt ist inzwischen so komplex geworden, dass wir ständig irgendwelche Anforderungen von außen erfüllen müssen. Prokrastination – der wissenschaftliche Ausdruck für Aufschieberitis - ist also durchaus legitim und teilweise notwendig für das Wohlbefinden. Sie schützt vor ständiger Überforderung durch den ständigen Zwang zur Selbstoptimierung. Wer ständig damit beschäftigt ist, allen Anforderungen hinterher zu rennen, ohne irgendwas aufzuschieben, macht sich verrückt und kann sich gar nicht mehr entspannen. Denn genau genommen ist die To-Do-Liste heute endlos, sie verlängert sich selbsttätig immer weiter.
Ich empfehle Dir daher das Buch von Kathrin Passig und Sascha Lobo – Dinge geregelt kriegen ohne einen Funken Selbstdisziplin. Es ist für viele notorische Aufschieber eine schöne Entlastung vom ewigen schlechten Gewissen.
Hier noch eine Kurzbesprechung des Buches.
Darüber hinaus gibt es auch Tipps, wie man Nachteile, die durch Aufschieberitits entstehen können, vermeiden kann, wie hier schon erwähnt wurde, z.B. Lastschriftverfahren oder Einzugsermächtigungen verhindern, dass einem Telefon, Strom oder Heizung abgestellt werden. Andere Sachen erledigen sich durch Aufschieben auch von selbst, das sog. Aussitzen. Zum ökonomischen Umgang mit den eigenen Ressourcen gehört auch, dass man Prioritäten setzt: Muss das wirklich erledigt werden? Muss ausgerechnet ich das machen? Was passiert, wenn es nicht gemacht wird? Was passiert, wenn nicht ich es erledige? Und dann Vor- und Nachteile von Aufschieben oder Aussitzen abwägen.
Shoppen ist eine wenig effektive Art der Selbsttherapie, und wenn Du es Dir nicht leisten kannst, auf Dauer für Deinen Geldbeutel schädlich. Es gibt andere Möglichkeiten, sich Anerkennung zu verschaffen, z.B. soziales oder kulturelles Engagement in einer entsprechenden Gruppe oder Organisation.Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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06.04.2010, 11:14Inaktiver User
AW: aus Fehlern lernen, aber wie?
Zufällig las ich heute,wie man das in den Griff bekommen kann.
30-Tage-Trick:
Wenn sie in einem Geschäft das starke Bedürfnis verspüren,etwas Teures (und nicht unbedingt Lebensnotwendiges) zu kaufen,setzen sie diesen Gegenstand auf eine Liste und schreiben sie das aktuelle Datum dazu.Entscheiden sie sich 30 Tage später,ob sie das gewünschte Teil noch immer kaufen möchten.Eine Anschaffung,die wirklich sinnvoll ist oder sie dauerhaft erfreut,hält so eine Wartezeit aus.Impulskäufe,über die sie sich später ärgern,bleiben ihnen aber so erspart.
Vielleicht hilft Dir das!
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06.04.2010, 15:05
AW: aus Fehlern lernen, aber wie?
Wie mach ich dem Herrn Aldi klar, dass er seine Aktionsware für mich bis zur 30-Tage-Entscheidung zurücklegen soll? Oder der arroganten Boutiquentussi
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06.04.2010, 15:50
AW: aus Fehlern lernen, aber wie?
In den Fall koennte ein Verprassbudget helfen. Jeden Monat eine bestimmte Menge Geld in einen Extrageldbeutel legen und nur Geld aus diesem Beutel fuer solche Ausgaben benutzen. Wenn der Beutel leer ist hat man Pech und muss auf den folgenden Monat warten. So koennte man auch lernen dadrueber nachzudenken ob eine Anschaffung wirklich so wichtig ist als man zuerst denkt.
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06.04.2010, 16:49
AW: aus Fehlern lernen, aber wie?
keine üble idee....wobei ich eh nur sehr bedingt anfällig bin. ich hab schon sehr früh in knappen jahren festgestellt, dass auch heftige wünsche eine überschaubare halbwertzeit haben, dass man das Verpassenr verlockende Angebote überlebt und das meiste auch gar nicht vermisst. ein paar Ausnahmen gibt es. Eine davon: eine völlig albern aussehende Großvogel-Plastik (Material weiß ich nicht mehr), die ich vor über 15 Jahren in einem Laden gesehen habe. Meine Standard-Taktik "die hol ich irgendwann" wurde torpediert, weil der Laden bald darauf verschwunden war. Nie wieder hab ich so ein Vieh gesehen



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