... und eine Gentlefrau auch.
Das steht schon mal außer Zweifel.
Es ist ja beim Netzwerken, wie es hier wohl gemeint ist, auch beileibe nicht so, dass der "Nutzen" immer sofort und unmittelbar gegeben ist. Manchmal knüpft man Kontakte, die einmalig bleiben - man hört, sieht nie wieder voneinander. Ein andermal dauert es Monate oder Jahre - und plötzlich bekommt man es mit jemandem zu tun, mit dem man sich mal ganz nett unterhalten hatte.
Ich verstehe unter "Netzwerken" weniger das ganz gezielte Sammeln von "nützlichen" Kontakten, sondern die Tatsache an sich, dass man, wenn man im Beruf was erreichen will, einfach raus und auf die Leute zu gehen muss.
Ich werde zum Beispiel immer von einer unserer Partnerfirmen zu regelrechten Netzwerk-Events eingeladen. Das kann eine Lesung mit einem Autor sein, eine etwas ausefallene Kleinkunst-Geschichte, ein spezieller Vortrag.... es gibt, Häppchen, was zu trinken. Einige Leute dort kenne ich meist. Der Ton ist sehr locker, man stellt sich auch gegenseitig mal jemanden Neues vor, und es geht durchaus auch um persönliche Dinge. So in der Art: Kennen Sie schon Herrn X - der baut gerade sein eigenes Unternehmen auf - er geht übrigens genauso gerne wandern wie Sie.....
Natürlich werden dabei auch Visitenkarten ausgetauscht. Aber das alles hat nichts krampfiges, geschäftsmäßiges. Und es lohnt sich einfach!
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02.04.2010, 08:42Inaktiver User
AW: Das mir etwas lästige Netzwerken - wie mache ich es?
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04.04.2010, 16:09
AW: Das mir etwas lästige Netzwerken - wie mache ich es?
Hallo, Darla! Du hattest von einer Angststörung gesprochen... Soziale-Phobie? Nun, dazu im Speziellen könnte ich nicht so viel sagen. Ich denke nur, eine solche "Störung" ist ja auch nur ein Teil von einem selbst - und erst in zweiter Sicht eine Diagnose. Jeder Mensch ist bleibt nie gleich, selbst dann nicht, wenn er das will. Du bist eh jeden Tag eine andere, da kann sich immer viel ändern.
Ich selbst bin auch seit einiger Zeit Führungskraft und auch davor war mein Selbstvertrauen nicht so der Hit. Interessanterweise ist es aber in letzter Zeit doch gewachsen. Was könnte Ich Dir mitgeben?
Sei authentisch: Geh auf die Leute als "Du" zu und steige nicht zu sehr darauf ein, ob oder was die vielleicht von Dir wollen könnten. Wenn Du vom Mittagsessen einen dicken Bauch hast, sag es - es wird sich dann schon jemand melden, der diese Schicksal vielleicht mit Dir teilt. Öffne Dich hinsichtlich Deiner Befindlichkeiten. Es muss ja nicht in's Detail gehen. Du kannst ja mit den vielen unterschiedlichen Situationen im Leben ruhig humorvoll umgehen.
Nimm Anteil an der Befindlichkeit anderer. Wenn Du eine Angststörung hast, dann musst Du in gewisser Weise wohl recht sensibel sein. Sieh dies als Stärke und nicht als Schwäche. Wenn Du spürst, dass jemand ein Problem hat oder sich irgendwie komisch äußert, dann sprich ihn darauf an. Gib etwas von Dir preis, dann gibt der andere auch etwas von sich preis. Dabei wächst Du und verlierst auch die Furcht vor der Öffnung - der andere übrigens auch.
Schau die Leute im Treppenhaus an. Tausche Floskeln aus. Sei freundlich. Experimentiere damit und untersuche, wenn Du Menschen anschaust, wer zuerst wegschaut. Versuche standzuhalten. Muss ja kein Grinsen sein, keine tollen Gespräche, einfach offen sein für kurze Gespräche, wenn sie sich entwickeln. Und der Anfang ist eben das Angucken. Wenn nix kommt, auch gut! Nichts erwarten heißt nicht enttäuscht werden.
Lächle die Leute an - wenn der letzte Punkt bereits klappt. Wenn sich daraus ein Gespräch entwickelt, dann tut es das eben, wenn nicht, dann nicht. Lächeln kann man üben. Sieh es mal als eigenes Experimentierfeld. Nimm mal einfach keine Rücksicht auf andere, sei ein bisschen gehässig und lächle sie ganz frech an. Dann sind die im Zugzwang.
Netzwerken bedeutet nicht Leute sammeln. Das Leben ist kein Social Network. Im Grunde geht es darum sich als Mensch zu entwickeln und im Austausch mit anderen Menschen zu stehen - der Rest kommt von allein.
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04.04.2010, 18:42Inaktiver User
AW: Das mir etwas lästige Netzwerken - wie mache ich es?
Das ist so schön und treffend!0tt0
Netzwerken bedeutet nicht Leute sammeln. Das Leben ist kein Social Network. Im Grunde geht es darum sich als Mensch zu entwickeln und im Austausch mit anderen Menschen zu stehen - der Rest kommt von allein.



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