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  1. Inaktiver User

    AW: Andere schaffen es doch auch!

    Ihr habt ja recht.

    Ich merke aber auch, dass mir diese Gedanken nicht nur vorübergehend gekommen sind, ich bin dabei, konkrete Pläne zu schmieden, welche Strategie ich gegenüber Cheffe/Personalabteilung etc. am sinnigsten fahren kann. Und ich spreche darüber - das ist für mich immer ein Zeichen, dass es ernst ist, denn wenn andere es wissen, muss ich mich damit auseinandersetzen.

    Heute habe ich mit einer Kollegin gesprochen, die ein ähnliches Aufgabenprofil an einem anderen Standort hat. Eine ihrer Mitarbeiterinnen, ebenfalls tüchtig und engagiert, ist gerade vom Arzt aus dem Verkehr gezogen worden, weil die Belastungen nicht nur auf den Magen geschlagen sind. Auch die Kollegin selbst fühlt sich unter immensen Druck. Wir haben also parallel auch überlegt, uns mal nach den Osterferien mit unseren KollegInnen abzustimmen, ob wir eine gemeinsame Strategie fahren. Kann ja nicht angehen, dass billigend in Kauf genommen wird, dass reihenweise die Leute ausfallen.

    Neben meiner persönlichen Auseinandersetzung bin ich also schon konkret dabei, Veränderungen zu üerlegen...

  2. User Info Menu

    AW: Andere schaffen es doch auch!

    Es ist die Frage, ob andere Dein Maßstab sein müssen. Das entscheidest Du allein.
    Meine Mutter hat immer gesagt: „Und wenn andere in den Neckar springen, springst Du doch deswegen nicht hinterher.“
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

  3. Inaktiver User

    AW: Andere schaffen es doch auch!

    Ich wollte euch nach dieser so tollen Diskussion hier gerne eine Rückmeldung über den aktuellen Stand geben.

    Ich habe nach einigen Gesprächen mit FreundInnen erst mal meine Fortbildung nicht dran gegeben, sondern das Gespräch mit Cheffe gesucht und nach Entlastungsmöglichkeiten gefragt. Wie erwartet, war die Reaktion erst mal ein Erstaunen ("Was? Überlastung?") und ein Hinausschieben. Das neue Projekt komme ja erst noch und es müsse ja auch erst mal überprüft werden, ob eine Entlastung z.B. indem ich mehr Personal bekomme, das Vertretungs- und Zuarbeitungsfunktionen wahrnimmt, wirtschaftlich vertretbar sei.

    Bei denen, mit denen ich gesprochen habe, stelle ich eine ambivalente Reaktion fest: Einerseits eine große Solidarität, teilweise verbunden damit, dass auch andere ihre Belastung eingestehen. Andererseits ein gewisses Erstaunen. Besonders meine befreundete Kollegin mit der Krebserkrankung, die ebenfalls in einer verantwortungsvollen Leitungsposition ist, scheint ein Bild von mir zu haben, das geprägt ist von Attributen wie Unabhängigkeit, Stärke, Leistungswillen. Schon, dass ich geheiratet habe, scheint nicht mehr 100%ig in das Bild zu passen. Ich kann das sogar nachvollziehen, denn wahrscheinlich habe ich fleißig an diesem Bild gearbeitet. Und jetzt spüre ich eben auch den Wunsch nach Sich-auch-mal-anlehnen-können, Zur-Ruhe-kommen, "Zweck"freies tun können. Die Hochzeit war für uns eher Ausdruck unserer Zusammengehörigkeit, ich mache und fühle mich nicht abhängig, aber genieße es durchaus, mich auch einfach mal anlehnen zu können - ein Manko?

    Und dürfen und können sich Bedürfnisse nicht auch verändern?

    Latona, Du hast es im letzten Post angesprochen: Ich habe durchaus im Moment den Eindruck, mich alleine auf dem Weg zu machen, machen zu müssen nach dem, was MIR wichtig ist. Es klingt sicherlich furchtbar, aber so ganz einfach ist das nicht. Ohne den Segen derer auszukommen, die für mich bisher weg-weisend waren (im Sinne von Vorbild, Beratung, Unterstützung), fühle ich mich ein wenig einsam... Seltsam: So unabhängig nach außen, so abhängig von der Rückmeldung anderer...

    Ach ja, und im Konkreten: Ein Freund von mir, mit dem ich über all das gesprochen habe, hat erst versucht, mich dahin gehend zu bewegen, mein Privatleben weiter einzuschränken. Er ist aber wohl nachdenklich geworden, ich erlebe jetzt große Unterstützung von ihm. Er hat großen Einfluss auf Cheffe, sodass ich mir erhoffe, dass konkrete Unterstützung kommen wird. Wenn nicht, werde ich zum Personalchef gehen und um Versetzung bitten. Der Blick auf das, was ohne Unterstützung auf mich zukäme, ist zutiefst erschreckend, das würde ich wirklich nicht "gewuppt" bekommen. Dieser Freund hat sich sehr darüber gefreut, dass ich die Weiterbildung nicht aufgebe und hat mir einleuchtend aufgezeigt, dass diese auch für andere, weniger verantwortungsvolle Arbeitsfelder hilfreich sein kann (und sie macht mir ja auch Spaß). Das nächste Gespräch mit Cheffe ist in zwölf Tagen, ich bin gespannt, was dann auf den Tisch kommt.

    Euch noch mal ganz lieben Dank!
    Und sorry, ich glaube, ich habe heute etwas wirr geschrieben...
    Geändert von Inaktiver User (02.05.2010 um 12:52 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Andere schaffen es doch auch!

    ...
    Geändert von Inaktiver User (19.05.2010 um 19:46 Uhr)

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