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Thema: Superkrise

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    AW: Superkrise

    >Ehrlich gesagt will ich momentan nicht arbeiten

    maedel, wer will das schon? aber so ein bisschen geld braucht man halt . .

    wie waers mal mit nem (auslands-)aufenthalt auf einem biohof, 6 stunden arbeit am tag gegen kost und freie logis?

    waere das was fuer dich?

    tja, aengste muss man irgendwie bekaempfen . . das nennt man konfrontation!

    luciernago
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  2. Inaktiver User

    AW: Superkrise

    Liebe Flieder,

    ich hatte auch mal so eine Zeit.. zugezogen, arbeitslos, wenig Freunde, erfolglose Suche nach neuen Bekannten und gleichzeitig musste ich mit ansehen, wie meine wenigen (auch zugezogenen) Freunde über ihre Jobs Leute kennengelernt haben, neues erlebt haben etc. Nur ich bin (beruflich wie privat) nicht weitergekommen und auf der Stelle getreten.

    Ich hab auch viel probiert in der Zeit, vor allem natürlich einen Job zu finden, aber auch irgendwelche Kurse, Vereine, ehrenamtliche Arbeit... Und ich muss sagen, das einzige, was mir wirklich geholfen hat, war der Job, den ich letztendlich gefunden habe. Ich habe jetzt zwar auch nicht mehr Freunde als vorher, da ich keine Kollegen habe, mit denen ich was anfangen könnte, aber das ist nicht mehr soo wichtig. Ich denke nicht mehr ständig darüber nach und es ist kein Problem mehr. Wenn man keinen Job hat, hat man halt auch wahnsinnig viel Zeit um sich über alles mögliche zusätzliche Sorgen zu machen...

    Ich weiß, es ist verdammt schwer, einen Job zu finden und es ist auch sehr schwer, etwas ganz neues anzufangen.. Aber du weißt immerhin schonmal, in welche Richtung du ungefähr willst. Ich würde weiterhin meine ganze Kraft dafür aufbringen. Denn wenn du dieses Ziel erreicht hast, wird es dir automatisch besser gehen.. ! Vielleicht wäre eine Ausbildung was für dich.. was mit Menschen.. werden Krankenschwestern, Kindergärtnerinnen etc. nicht immer gesucht??

    LG
    Lillan

  3. Inaktiver User

    AW: Superkrise

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hallo an euch alle,

    gut, bin ich ehrlich: Ich will die NICHT ins Büro zurück. Lieber möchte ich einen Job haben, wo ich viel Kontakt mit Menschen habe.

    Ansonsten sind die Diplome "veraltet" (Rückmeldung des Coaches). Habe mich bis vor eingen Monaten auch beworben.

    Das Problem ist, dass ich denke, ich müsste es, es aber nicht will.

    Ehrlich gesagt will ich momentan nicht arbeiten; aber hier kommt wieder meine eigene Spirale der Abwertung. Alle arbeiten. Ich fühle mich irgendwie "unnütz".

    Wie sieht es außerdem im Lebenslauf aus, wenn ich mehrere Lücken aufzuweisen habe? Einmal konnte ich über einen längeren Zeitraum gar nicht arbeiten, weil eine erste OP misslang und ich nochmals operiert werden musste...was soll da bitte in einem LL stehen?

    Heutzutage bist du doch sofort unten durch, wenn du Lücken hast oder krank warst. Meiner Erfahrung nach gilt dies als Zeichen der Schwäche.
    Es gibt einfach zu viele gut ausgebildete, junge, flexible Menschen, die zur Verfügung stehen.
    Dies ist nicht nur meine Erfahrung, sonder das höre ich auch seit Jahren.
    Pilates u. Y. geht gar nicht mehr, hier gibt es ein Überangebot u. Kolleginnen von mir haben schon früher aufgegeben.

    Das klingt jetzt evtl. so, als wolle ich alles ablehnen; aber ich berichte hier über eine äußere Realität, gegen die ich viele Jahre angerannt bin.
    Eben, indem ich mir Ziele gesetzt habe, die offenbar nicht zu verwirklichen sind, es kann auch gefährlich werden, dies zu ignorieren.
    Aber ich bin dankbar für eure Postings, weil sie mir auch einen guten Spiegel vorhalten - z. B. ist mir klargeworden, dass ich nicht mehr ins Büro will und mich momentan lieber mal meinen eignen Interessen widmen will.
    Beziehungen zu anderen stehen momentan auch nicht oben auf meiner Liste, ganz ehrlich. Ich sehe es auch so wie einige von euch: Erst einmal werde ich beginnen, mich selbst zu positionieren. Vielleicht ändert sich dann auch mein Umfeld. Und wenn nicht, hätte ich ja meine eigenen Sachen, die mich unabhängiger machen.

    Aber das macht mir eine Riesenangst...
    A propos Angst: Ann-Chr, ich habe begonnen, deinen Strang zu lesen. Mir ist echt die Luft weggeblieben! Wie hast du denn das geschafft? Wie bist du mit deinen Ängsten umgegangen? Werde mich nachher durch die über 70 Seiten weiter durcharbeiten...


    Analysieren ist sicher eine Zeitlang gut; aber richtig schwierig ist doch dann das Umsetzen? Wie motiviert ihr euch gegen Miesmacher und Zweifler? Oder lebt ihr alle in einer Ecke, wo die in der Minderheit sind:-)

    @schlaflose: Deine postings sind hilfreich für mich (die anderen natürlich auch); aber meiner Meinung nach siehst du eine zu große Eigenverantwortung, wo ich allerdings eine zu geringe sehe. Das werde ich auch korrigieren.

    Das Thema Abgrenzung, das einige von euch erwähnt haben, zielt genau in diese Richtung. Meine Angst ist, wenn ich mich abgrenze, ich dann abgelehnt werde...

    Und man kann auch jahrelang gegen Betonwände rennen und sich den Kopf dabei blutig stossen...

    LG
    Flieder
    Hallo Flieder,

    mir fällt auf das Dir einerseits klar ist das Du nicht mehr ins Büro zurück willst, sagst Du bräuchtest jetzt erstmal Zeit für Dich und Dich dennoch mit Sachen wie Lebenlauf, Bewerbung, ectr. beschäftigst. Das paßt nicht zusammen!!!!

    Du betest permanent für Dich selber Deine negativen Glaubenssätze (wie Julifrau schon so schön bemerkt hat) herunter und überzeugst Dich ständig von Unmöglichkeiten.
    Du steckst immer noch in Deinem alten Leistungsmuster, hälst Dich auf destruktive Weise daran fest.
    Das ist es was Dich über Jahre hinweg Deine Kraft gekostet hat. Du bist dem Wertesystem anderer nachgejagt. In erster Linie geht es nun darum zu Dir selbst zu finden, ohne irgendwas über Arbeit zu kompensieren oder damit Löcher zu stopfen. Also rufe Dich zur Ordnung wann immer Du Deine alte Denktretmühle anwirfst und focusiere Dich auf all das postive was in Deinem Leben sicher auch geschehen ist.
    Ich bin nicht der Meinung wie einige hier das man seine Erwartungen herunterschrauben sollte. Die Kunst ist das bestmögliche zu Erwarten sich aber nicht daran festzubeißen wenn sich dies erstmal nicht bestätigt. Das kommt irgendwann, wenn man geduldig ist und bei seinen Überzeugungen bleibt. Du kennst ja sicher das Bild von dem halbvollen und halbleeren Glas! Auf Deine Sichtweise kommt es an.
    Hol Dir psychologische Unterstützung im Prozess.

    Alles Gute!

    Luna

  4. Inaktiver User

    AW: Superkrise

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du bist dem Wertesystem anderer nachgejagt.
    Das ist ein sehr wichtiger Satz und Ansatzpunkt, deshalb möchte ich ihn noch einmal gesondert zeigen. Es braucht nämlich gar nicht so vieler Worte im Moment, denn es geht noch nicht um den Zuschnitt der 'Äste' (wenn ich dieses Bild nutzen darf), sondern um die Behandlung der Wurzel. Wenn sie gesund ist, sprießen die Ästlein dann schon von alleine, dieses Vertrauen dürfen wir haben.

    Das eigene Wertesystem zu betrachten oder überhaupt erst zu finden, war für mich während meiner großen Krise einer der wichtigsten Schritte, um in meine Kraft zu kommen und meine Potential wieder und auch neu zu entdecken.



  5. Inaktiver User

    AW: Superkrise

    Hallo an euch alle,

    so viele Antworten, super! Muss gleich los, deshalb nur kurz folgendes:
    Gestern war ich beim Psych.
    Die Sitzung war grässlich, alte Erinnerungen kommen mit aller Macht zurück;

    aber ich weiss jetzt, wo ich ansetzen werde: Wie einige von euch wohl vor mir erkannt haben, geht es um die inneren Abwertungen. Mein innerer Kritiker und die früh verinnerlichten Botschaften haben mich in diesen Burnout getrieben.

    Ich kann schon lange rein gar nichts gutes an mir sehen, finde andere immer besser, toller.
    Das Heftige ist, dass ich vorher so richtig mal die inneren Stimmen aus meiner Kindheit hören konnte: Du bist nichts, du taugst nichts, du kannst nichts- Probiere erst gar nichts, es misslingt dir sowieso.

    Wenn etwas nicht geklappt hat, habe ich mich zurückgezogen und es als Bestätigung für meine Schwachheit und Dummheit gesehen.
    Ich hoffe, dies wird nicht als Ausrede gesehen.
    Einige von euch vertreten ja offenbar die Haltung: Hintern hoch und dann wird das schon! Man sollte sich auch mal fragen, ob das immer das richtige Rezept ist...

    Den Hintern kann man hochnehmen, wenn die anderen Schritte getan sind - zumindest ist es bei mir so.

    der zweite Schritt wird sein: Wie lerne ich mit Kritik u. Abwertungen von außen umzugehen.

    Außerdem habe ich gestern als Hausaufgabe erhalten, mir zu überlegen, welche Werte MIR wichtig sind - und nicht den anderen. Das trifft das, was du geschrieben hast, Julifrau.

    LG
    Flieder

    Ich werde mit dem Psych. an das alte WErtesystem rangehen und in kleinen Schritten lernen, erstmal mit mir selber anders umzugehen.

  6. Inaktiver User

    AW: Superkrise

    Hallo Flieder!

    Soweit ich es in Erinnerung habe, haben dir dies ALLE hier geraten.
    "Mit dem Hintern hochkommen" war wohl damit gemeint, dass du aus dieser destruktiven Schleife heraustrittst.

    Aber schön, dass du es nun verstanden hast.

  7. Inaktiver User

    AW: Superkrise

    Liebe Flieder, es klingt sehr gesund, was du schreibst. In der Ruhe liegt die Kraft. Nimm' dir die Zeit, erst einmal dich besser kennenzulernen, bevor du nach neuen Menschen suchst.

    Julifrau

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