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  1. Inaktiver User

    AW: Loslassen was belastet, wie anfangen?

    @marla63

    Wie lange versuchst du denn nun schon, auf diese Art und Weise loszulassen?
    Ich war mit meinem ersten Mann über 25 Jahre zusammen. Ich habe mich von ihm getrennt. Danach hatte ich kurze Beziehungen, die ich nicht sehr ernst nehmen wollte, jedoch fand ich die Trennungen sehr schwer, obwohl von mir initiert oder von uns beiden beschlossen. Nach wenigen Wochen jedoch war ich darüber hinweg. Ich war mir in keinster WEise bewusst, dass ich ein Problem mit Loslassen hatte (bis Mitte 2008).

    Loslassen war überhaupt kein Begriff für mich bis zur ersten Trennung von meinem Freund, da war ich ein Wrack, bin dann im Internet auf dementsprechende Artikel gestossen, habe Bücher gekauft usw.

    Was sollte das denn auch sein, und wie sollte das "aus dem Weg räumen" aussehen?
    DAmit meinte ich, wie Du auch schon erwähnst:

    Und warum hält man fest? Vielleicht, weil man Angst hat vor der Leere, die dann kommt, vor dem Unbekannten? Aber wie willst du diese Angst aus dem Weg räumen? Die ist nun mal da, das ist doch nur allzu menschlich.
    Also wenn ich feststelle, dass ich Angst habe, tue ich etwas, damit ich diese Angst nicht habe oder sie überwinden kann.

    Also ist es doch logisch, statt sich weiter zum Loslassen zwingen zu wollen, damit zu beginnen, die eventuelle Leere auszufüllen.
    Und darin übe ich mich seitdem, aber die Leere ausfüllen ist wohl für mich keine Lösung. Das tue ich wie schon erwähnt, ich fühle auch keine Leere in mir, ganz im Gegenteil.


    Das ist natürlich etwas anders, und das ist entscheidend. Du musst wollen. Du musst dich dafür entscheiden loszulassen. Ansonsten können wir hier viel schreiben, und all deine Bücher bringen dir nichts.
    Ich habe mich ja entschieden. Ich bin soweit gegangen, alle Erinnerung an ihn zu löschen, sie sogar 'rituell' zu entsorgen, ich bin und war fest entschlossen. Daher auch der komplette Kontakabbruch. Ich mag ihn, ich wäre gerne mit ihm befreundet (es wäre ja sowieso auf Distanz), ich möchte ihm nicht wehtun.

    Ich habe den Kontakt nur für mich abgebrochen, damit das Loslassen endlich gelingt.

    Vielleicht, dass du die Leere nicht aushalten und dir nichts Neues einfallen lassen musst?
    Ich kann Leere aushalten, Schweigen auch, mir wird und war es nie langweilig mit mir.

    Ich bin einmal in letzten Jahr ausgegangen und natürlich prompt jemanden kennengelernt und danach über ihn und sein Verhalten zwanghaft nachgedacht. Ich denke mal, ich habe den noch als ERsatz für meinen Freund 'missbraucht'. Das heisst, da konnte ich mal über jemand anders nachdenken.

    Wenn ich jetzt jemanden kennenlernen würde, wäre diese Beziehung nicht schon von Anfang an verhext?

    Irgendwo ist ein Knoten, den ich nicht lösen kann.

    Ich danke Dir, liebe Marla, für Deinen Bemühungen!

    lg
    esperanza

  2. User Info Menu

    AW: Loslassen was belastet, wie anfangen?

    Liebe Esperanza,

    ich habe dir geschrieben, weil ich dein Problem natürlich sehr gut von mir selbst kenne, und ich versuche ja nur, dir zu beschreiben, was mir hilft. Aber so ganz schlau werde ich noch nicht aus dir.

    Du schreibst, du seist fest entschlossen, es dir besser gehen zu lassen, aber bei deinen vielen Einwänden und "Ja, aber" zu meinen Vorschlägen habe ich das Gefühl, dass du dich immer noch dagegen wehrst. Könnte das sein? Erst schreibst du, dass du einfach nicht weißt, was dich am Loslassen hindert, was du davon haben könntest, nicht loslassen zu müssen, dann bestätigst du meine Antworten, als sei dir das schon alles längst klar. Mal schreibst du, dass du deine Leere gut aushalten oder ausfüllen kannst, dann wieder, dass du gar keine Leere spürst.

    Du tust alles, um deine Angst "nicht zu haben", und du willst die Erinnerungen auslöschen bzw. "entsorgen".
    Wie soll denn das gehen? Wer will denn schöne Erinnerungen wirklich auslöschen, und warum? Schöne Erinnerungen tun doch nicht weh! Könnte es sein, dass du das Unmögliche versuchst und vielleicht daran festhängst?

    Loslassen hat meiner Meinung nach nichts damit zu tun, die schmerzenden Gefühle, die ein so großer Verlust mit sich bringt, nicht haben zu wollen, nicht spüren zu wollen oder Erinnerungen zu "entsorgen". Das wird nicht funktionieren, denn die Gefühle - Trauer und Angst - sind ja da, ob du sie haben willst oder nicht.

    Also ist es doch das Beste, sie zuzulassen und am besten liebevoll mit ihnen umzugehen. Hast du denn die ganze Traurigkeit, die Angst und vielleicht auch die Wut einmal aus ganzem Herzen gefühlt und ausgelebt?

    Trennung ist eine der größten und schwersten Aufgaben, die ein Mensch in Laufe seines Lebens zu bewältigen hat. Ich bin nach weit über einem Jahr Trennung von meinem Ex auch noch nicht fertig. Und wenn du schreibst, dass dir bis MItte 2008 gar nicht bewusst war, dass du ein Problem mit dem Loslassen hast, ist das eigentlich noch kein langer Zeitraum, nachdem du viele Jahre den Weg des Abschneidens gegangen bist. Eine Trennung ist wie eine Ambutation bei lebendigem Leibe, schreibt einer meiner Lieblingsautoren Mathias Jung in einem seiner Bücher. Versuche mal, den Schmerz dabei zu negieren. Genau das hast du aber viele Jahre lang getan - weggeschoben, verdrängt. Nun braucht der Schmerz einfach auch mal deine Aufmerksamkeit.

    Und - wenn es dir hilft, dann geh doch deiner Angst noch mal auf den Grund: Wovor genau hast du Angst? (Einsam alt zu werden, keine Begleitung oder Unterstützung zu haben im Leben....)
    Dann kannst du vielleicht eher erkennen, ob der Grund für deine Angst real ist.

    Aber meine Erfahrung ist die, dass es nichts bringt, seine unangenehmen Gefühle (ich sage bewusst nicht: negative Gefühle) ewig zu analysieren. Zwanghaftes Nachdenken haben meiner Meinung nach immer damit zu tun, dass Gefühle nicht genügend zu Wort gekommen sind. Also wenn du zu keinem Ergebnis kommst, lass es erst mal wieder sein, und lass die Angst Angst sein. Spüre einfach nur, und dann werde wieder aktiv. Auch die Übung mit dem Gedanken-Stopp, die hier schon oft beschrieben wurde, finde ich klasse, die hilft wirklich. Tu etwas Schönes. Und ja - auch die Suche nach dem Platz, der Aufgabe im Leben, über die du geschrieben hast, ist besonders wichtig, um immer wieder gut zu sich selbst zurückzufinden. Das Gefühl, gebraucht zu werden und anderen etwas Gutes tun zu können.

    Aber tu nichts mit dem Hintergedanken, Erinnerungen auszulöschen, Leere auszufüllen oder Schmerz zu überwinden, sondern mit dem Gedanken: Mir geht es gut, ich lebe das Leben, das ICH leben will, das mir gut tut. (wie auch immer du es ausdrücken magst)

    Erst gestern morgen habe ich wieder so richtig geheult - mir gings saumies wegen einer Erkältung, und da fehlte er mir eben (wahrscheinlich nicht wirklich er, sondern überhaupt jemand). Und ich war wieder stinksauer, dass er mich so an der Nase herumgeführt hatte (von wegen: Ich will mit dir leben!!!) und dass er es noch immer schafft, mich zu verletzen. Angst vor der Zukunft kam wieder hoch und dass ich niemanden habe, der mich finanziell unterstützt. Ja da darf ich auch mal weinen. Danach ging es mir besser! Ich konnte dann sogar meine Wohnung putzen und ein bissel aufräumen, nachdem ich mich am Morgen total krank und schlapp gefühlt hatte. Noch kann ich selbst für mich sorgen! Er ist nicht für mich verantwortlich, sondern letzten Endes habe ich es in der Hand, wie ich mich fühle.
    Bewahre mich vor der Angst,
    ich könnte das Leben versäumen.
    Gib mir nichts, was ich mir wünsche,
    sondern was ich brauche.
    Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.


    Antoine de Saint-Exupéry

  3. Inaktiver User

    AW: Loslassen was belastet, wie anfangen?

    Hi Marla,

    danke Dir für Deinen ausführlichen Betrag!

    Aber so ganz schlau werde ich noch nicht aus dir.
    Dann bist Du nicht allein, so geht es mir auch! Du hast recht, ich wehre mich noch dagegen. Verstandsmässig bin ich wohl im Reinen, aber der REst spielt nicht mit. Ich spüre keine Leere MEHR weil ich sie jetzt aushalten/ausfüllen kann. Vor einem halben Jahr war das noch ganz anders.

    Hätte ich im Januar geschrieben (nachdem ca. 4 Wochen ohne jeden Kontakt), hätte ich felsenfest behauptet, ich habe damit abgeschlossen. Vielleicht ist es ein Fehler, dass ich abschliessen will, d.h. das Kapitel komplett beenden möchten, ihn aus meinen Gedanken und Herzen für immer streichen möchte.


    Schöne Erinnerungen tun doch nicht weh! Könnte es sein, dass du das Unmögliche versuchst und vielleicht daran festhängst?
    Also in schönen Erinnerungen schwelge ich überhaupt nicht (falls es das ist, was Du meinst). Ich möchte nicht an Dir vorbeireden, aber zugegebenermassen bin ich verwirrt. Vielleicht hat es auch was mit dem Alter zu tun, vielleicht weil ich auch vor mir selbst nichts zugebe.


    Also ist es doch das Beste, sie zuzulassen und am besten liebevoll mit ihnen umzugehen. Hast du denn die ganze Traurigkeit, die Angst und vielleicht auch die Wut einmal aus ganzem Herzen gefühlt und ausgelebt?
    Darauf kann ich dir jetzt nur antworten, dass ich zumindest dachte, ich habe es getan. Ich habe mich dem Schmerz gestellt, ich habe mich nicht abgelenkt. Wie aber lebt man die Wut aus?


    Ich bin nach weit über einem Jahr Trennung von meinem Ex auch noch nicht fertig.
    Du triffst ja häufig auf deinen Ex, das muss es doch noch viel schwerer machen! Ich habe meinen seit 10 Monaten nicht mehr gesehen, ich treffe auf keine gemeinsamen Bekannten (weil ich nicht mehr weggehe).

    Nun braucht der Schmerz einfach auch mal deine Aufmerksamkeit.
    Glaubst Du, es könnte ein akkumulierter Schmerz sein? Manchmal glaube ich, dass während meiner Ehe alle meine Sinne flachlagen und ich nur richtig gelebt/gefühlt habe im Umgang mit meinen Kindern.

    Und - wenn es dir hilft, dann geh doch deiner Angst noch mal auf den Grund: Wovor genau hast du Angst?
    Und genau das gelingt mir nicht, herauszufinden was meine Angst wirklich ist.

    Zwanghaftes Nachdenken haben meiner Meinung nach immer damit zu tun, dass Gefühle nicht genügend zu Wort gekommen sind.
    Diesen Satz finde ich ganz klasse und trifft bei mir wohl ins Schwarze.


    Erst gestern morgen habe ich wieder so richtig geheult - Ja da darf ich auch mal weinen. Danach ging es mir besser! sondern letzten Endes habe ich es in der Hand, wie ich mich fühle.
    Finde ich toll von Dir, wie Du das meisterst.

  4. User Info Menu

    AW: Loslassen was belastet, wie anfangen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Was ich von Dir noch gerne wissen würde, falls es Dir nichts ausmacht, darüber zu reden: hast Du deine körperlichen Symptome separat oder im Einklang mit Deiner Therapie behandelt? Kannst Du da schon Fortschritte sehen? Mir macht die Lebersache Angst und Bange.

    lg
    esperanza
    Hi,
    also erst ging es mir das ganze Jahr seelisch nicht gut. Dann kamen die Magenprobleme bzw. Darmprobleme dazu. Ich bin dann zum Arzt und der hat alles durchgecheckt, Blut, äh Stuhl etc.. da kam aber nix bei raus was die Ursache ist. So bin ich jetzt zur Therapie gekommen weil Psychische Störungen und Probleme nämlich genau dort hin schlagen können, den Darmbereich und die Leber. Therapie mache ich jetzt grad erst ganz frisch, von daher kann ich noch nicht so viel dazu sagen. Aber unabhängig davon fühle ich mich schon besser - weil ich einfach was mache - nicht mehr nur einfach warte das es besser wird.

    Alles Gute für Dich
    Von nem schönen Teller wird man auch nicht satter!!!!

    Liebe ist nix für Feiglinge!!!

  5. Inaktiver User

    AW: Loslassen was belastet, wie anfangen?

    @sunnwell,

    finde ich schön, dass es dir schon besser geht! Wird dein körperlicher Zustand dann auch regelmässsig überprüft, seitdem Du in Therapiebehandlung bist? Heisst das eigentlich, dass, sobald sich dein seelischer Zustand bessert, sich dein körperlicher auch automatisch verbessert, also ohne Medikamente?

    lg
    esperanza

  6. User Info Menu

    AW: Loslassen was belastet, wie anfangen?

    Liebe Esperanza,

    es tut mir Leid, dass dir meine Tipps nicht wirklich weiterhelfen. Aber ich denke, vielleicht mutest du dir auch zu viel zu, wenn du von dir erwartest, nach so kurzer Zeit schon komplett losgelassen zu haben? Ja, ich hatte dir den Rat gegeben: Du musst es wirklich wollen, dich dafür entscheiden. Diese Entscheidung muss JEDEN TAG, immer wieder neu getroffen werden.

    Aber ein zwanghaftes Wollen bewirkt meist das Gegenteil! Für mich stellt sich jetzt die Vermutung heraus, dass der Grund für dein Nichtloslassenkönnen darin liegt, dass du nicht wirklich abarbeiten und loslassen willst, sondern abschneiden, einschließlich der Gefühle, die ein Verlust für dich mit sich bringt.

    Stell dir vor, da ist ein Band zwischen deinem Herzen und dem des anderen Menschen. Über dieses Band laufen wie über eine Leitung Energien zwischen euren Herzen hin und her, versorgen dein Herz mit Nahrung von ihm und seins von dir. Statt nun das Band sehr behutsam von seiner Bindung an dein Herz zu lösen und jede Wunde sofort liebevoll zu beachten und zu versorgen, schneidest du das Band irgendwo durch. Der Rest bleibt an deinem Herzen hängen einschließlich seiner Verankerung und wird unversorgt beginnen, vor sich hinzugammeln. Dein Herz wird gleichzeitig weiter versuchen, die gewohnte Nahrung durch das Band ans andere Ende zu schicken, es weiß ja nicht, dass es kein anderes Ende mehr gibt. Du hast natürlich erreicht,so schnell wie möglich die Verbindung zu dem anderen zu kappen und den andern nicht mehr spüren, da nichts mehr von ihm ankommt. Aber bei dir selbst hast du einen um so größeren Schaden angerichtet. In jedem Fall wird einfach kein Platz und keine Kraft sein für neue Bänder, die dir neue Nahrung und Kraft bringen könnten, egal ob es eine neue Liebe ist oder Dinge, die du für dich selbst tust.

    Ich lese aus deinem Bericht heraus, dass ihr noch gar noch so lange getrennt seid - im Januar hattet ihr 4 Wochen Kontaktsperre hinter euch. Das ist eine kurze Zeit! Nach 4 Wochen kann man unmöglich abgeschlossen haben. Also gesteh dir doch bitte die Zeit auch zu und auch die Gefühle, die dich dabei überkommen. Du hast keine Erfahrung im Loslassen, keine Übung darin. Lass dir Zeit und setz dich nicht unter Druck. Ein paar Monate oder 1 Jahr sind gar nichts, wenn man eine intensive Bindung zu jemandem hatte.

    Wie aber lebt man die Wut aus?
    Naja, das "Ausleben" war vielleicht missverständlich ausgedrückt. Ich meinte eher "Zulassen", sich eingestehen, dass man wütend ist und das auch so fühlen. Auch mal richtig schimpfen und toben. Du kannst auch einen wütenden Brief an ihn schreiben und nicht abschicken, um die Kontaktsperre einzuhalten.
    Ich hab in meinen schlimmsten Zeiten mal ein Handtuch verknotet, damit auf mein Bett eingeschlagen und dabei wütende Schimpfwörter ausgestoßen (den Tipp gabs mal auf einem Workshop).

    Ja - der andere ist doch in Wirklichkeit nicht nur der Angebetete, der nach dem man sich sehnt. Er ist auch ein A...loch, das einen zutiefst verraten und verletzt hat! Was hat er mir angetan!!! Das darf man doch auch mal zugeben. Ich glaube, ohne diese Phase gibt es kein wirkliches Loslassen und Abschließen.

    Ja, sag doch mal, was hat er dir angetan? Oder all die anderen?

    Aber: Nach all den "schlimmen" Gefühlen immer wieder zum Loslassen übergehen und nach vorn schauen: Was will ICH? Was tut MIR gut? Was kann ich tun, und was davon tu ich jetzt?

    Glaubst Du, es könnte ein akkumulierter Schmerz sein? Manchmal glaube ich, dass während meiner Ehe alle meine Sinne flachlagen und ich nur richtig gelebt/gefühlt habe im Umgang mit meinen Kindern.
    Ich bin leider keine Experte, aber vielleicht melden sich hier noch andere, die da mehr Ahnung haben als ich.

    Ich kann mir allerdings schon vorstellen, dass sich nicht eingestandene und nicht gelebte Gefühle irgendwo "ansammeln" und entweder irgendwann und irgendwo gewaltsam ausbrechen oder so richtig krank machen können.

    Geht es dir oft so, dass du nicht wirklich leben/fühlen kannst?

    Es ist wunderschön zu lesen, wie dir das im Umgang mit deinen Kindern gelungen ist.
    In welchen Situationen und Beziehungen ging oder geht es denn nicht für dich?
    Kannst du sagen, warum es mit deinen Kindern anders war oder ist, als mit den anderen Menschen?

    Und genau das gelingt mir nicht, herauszufinden was meine Angst wirklich ist.
    Du spürst also Angst, kannst sie aber nicht einordnen, weißt nicht konkret wovor?

    Ich kann mir vorstellen , dass du die Antwort darauf nicht sofort aus dem Ärmel schütteln kannst. Schreib sie dir doch mal auf und denke immer mal wieder darüber nach. Nimm dir vielleicht am Wochenende mal 1 Tag dafür.

    In welchen Situationen hast du Angst gespürt oder spürst du Angst? Und bevor du sie unterdrückst, geh in Gedanken mal weiter: Stell dir vor, was alles passieren könnte, und schreib es vielleicht auch auf.

    Z.B.:
    Du bist mit jemandem zusammen, aber er kommt später als zugesagt nach Hause, meldet sich aber nicht. Du bekommst Angst. Es könnte auch Wut sein, aber vielleicht steckt hinter der Wut ja gerade die Angst.
    Jetzt spielst du alle möglichen schlimmen Situationen durch, die deiner Meinung nach eintreten könnten:
    Er hatte einen Unfall und liegt im Krankenhaus, ist nun behindert oder schon tot...
    Er hat eine andere Frau kennengelernt und will dich verlassen.
    Du wirst nie wieder jemanden finden, der dich attraktiv findet und den Rest deines Lebens allein verbringen, das Alter einsam verbringen und einsam sterben...

    Das ist nur ein Beispiel, das auf dich nicht zutreffen muss, aber verstehst du, was ich meine? Ich glaube daran, dass es sinnvoll ist, sich seine Ängste mal ganz bewusst und konkret zu machen - um dann zu sehen, wie "unbegründet" sie doch in Wirklichkeit oft sind. Denn dein Freund stand vielleicht nur im Stau , und sein Handy-Akku war leer.

    Vielleicht sind deine Ängste ja viel schwerwiegender, weil du mal etwas sehr Schlimmes erlebt hast, wo du allein nicht herankommst, dann gehört das meiner Meinung nach aber in professionelle Hände.

    Finde ich toll von Dir, wie Du das meisterst.
    Glaub mir, davon bin ich weit entfernt!
    Aber das wäre schon wieder eine von den überzogenen Erwartungen an mich. Und das will ich ja nicht mehr.
    Bewahre mich vor der Angst,
    ich könnte das Leben versäumen.
    Gib mir nichts, was ich mir wünsche,
    sondern was ich brauche.
    Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.


    Antoine de Saint-Exupéry

  7. User Info Menu

    AW: Loslassen was belastet, wie anfangen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @sunnwell,

    finde ich schön, dass es dir schon besser geht! Wird dein körperlicher Zustand dann auch regelmässsig überprüft, seitdem Du in Therapiebehandlung bist? Heisst das eigentlich, dass, sobald sich dein seelischer Zustand bessert, sich dein körperlicher auch automatisch verbessert, also ohne Medikamente?

    lg
    esperanza
    Hi,
    wie gesagt ich habe gerade erst mit der Therapie angefangen, da kann man noch nicht so viel sagen - aber ich hoffe Doch das genau das eintrifft, wie gesagt ich fühle mich schon besser und ich nehme keine Medikamente. Ich glaube schon das das zusammen hängt. Wenn Du magst halte ich Dich gern auf dem laufenden.
    LG
    Von nem schönen Teller wird man auch nicht satter!!!!

    Liebe ist nix für Feiglinge!!!

  8. Inaktiver User

    AW: Loslassen was belastet, wie anfangen?

    sunnwell Wenn Du magst halte ich Dich gern auf dem laufenden.

    Danke, das wäre lieb von Dir!

    lg
    esperanza

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