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  1. Inaktiver User

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    marla, wenn in einer beziehung, und da ist es egal ob partnerbeziehung oder ansonsten, wenn da mal der hör-wurm drin ist (das fast alles als angriff interpretiert wird) dann ist der wurm drin.

    ist traurig aber es ist so.

    da kannst du, wir hessen sagen: nakisch mit ner rose zwischen den zähnen auf dem tisch tanzen, es wird als kritik und angriff gewertet.


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    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    da kannst du, wir hessen sagen: nakisch mit ner rose zwischen den zähnen auf dem tisch tanzen, es wird als kritik und angriff gewertet.
    Ok, dann wars bei uns nicht ganz so schlimm, denn über sowas hat er sich immer gefreut!
    Bewahre mich vor der Angst,
    ich könnte das Leben versäumen.
    Gib mir nichts, was ich mir wünsche,
    sondern was ich brauche.
    Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.


    Antoine de Saint-Exupéry

  3. Inaktiver User

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    laut lacht

  4. Inaktiver User

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    Zitat Zitat von marla63 Beitrag anzeigen
    P.S.
    Ich glaube langsam, man kann sich in einen anderen Menschen nicht wirklich hineinversetzen. Im Grunde muss das auch gar nicht sein. In einer guten Beziehung reicht es schon, den anderen so anzunehmen wie er ist, mit all seinen Empfindlichkeiten, und versuchen, sie liebevoll zu berücksichtigen. Schwierig ist es, wenn einem die Empfindlichkeiten des anderen nicht wirklich bewusst sind....
    Ich glaube, eine intakte Beziehung macht unter anderem aus, dass der andere einen Vertrauensvorschuß hat, dass man erst mal immer vom positiven ausgeht.

    Und natürlich ist es richtig, immer sein eigenes Verhalten zu hinterfragen und zu schauen, was man selbst zu solchen Situationen beigetragen hat.

    Trotzdem glaube ich, es gehören nicht immer zwei dazu. Wenn einer ein massives Problem hat, dann kann der andere manchmal machen was er will - es wird immer auf's Gleiche rauslaufen, wenn die Erkenntnis beim anderen nicht vorhanden ist.

    Nicht alles ist nur REaktion. Wenn es zu einer Schlägerei kommt kann man sich auch fragen, ob man den Schläger provoziert hat. Ist sicher sinnvoll. Aber es gibt halt auch Leute, die völlig unbeteiligte Passanten wahllos niederschlagen - und so ist es mit allem, man hat nicht immer und überall einen Anteil am Verhalten von anderen. Außer natürlich in einer Beziehung daran, dass man nicht geht.

    Ich hab mal einen schlauen Satz gelesen, da ging es um Respekt. Wieso manche Leute respektiert werden und andere nicht. Die treffen doch beide auf die gleiche Masse von Menschen - aber die einen setzen sich respektlosem Verhalten von anderen einfach nicht aus, die tun sich das nicht an, die brechen den Kontakt ab.

    Was ich damit meine ist: denk drüber nach, was du tust. Schadet nie. Aber wenn sich jemand entscheidet, so über Frauen generell zu denkenwie du beschreibst dann wird er es bei jeder tun, egal was sie macht und wie sie ist. Und die einen hören sich das an, leiden drunter und stellen noch sich selbst in Frage dabei und andere setzen einfach Grenzen und sagen: Mit mir nicht. Dann kann man zusammen versuchen das zu ändern, aber wenn keine Einsicht da ist wird das nichts.

    Mit oder ohne Rose!

  5. Inaktiver User

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    Wie kann man denn diese flapsige Bemerkung von mir ernst nehmen?
    Liebe Marla, er tat es aber, er nahm dich 'ernst', war zumindest unangenehm berührt und reagierte so, wie er reagieren kann. Das ist seine Sicht auf die Welt. Mehr war und ist es letztendlich nicht.

    Jeder gibt jeder Zeit das Beste, was er kann. Ich glaube dieser Grundsatz erleichtert viel im Zusammenleben mit anderen Menschen.

    Du wirst mit deiner obigen Fragestellung zudem in gewisser Weise anmaßend. Du maßt dir an, sein Empfinden zu bewerten als nicht angemessen. Das mag es für dich gewesen sein, umgekehrt würde er höchstwahrscheinlich ähnliches berichten und Argumente dafür haben.

    Was bedeutet, auf einer gewissen Ebene trifft sich eure Kommunikation nicht. Ihr spiegelt euch. Wie schon von anderen geschrieben, da trifft eine sensible Seele die andere.

    Wie wäre es, ihn einfach so zu nehmen wie er ist? Und nicht mehr zu erwarten, nicht mehr zu fordern. Ihn nicht anders haben zu wollen. Entsprechende Späße bleiben zu lassen oder gelassen zu reagieren, weil du weißt, er ist wie er ist wie er ist wie er ist ... . Oder den Kontakt einzustellen, zumindest vorerst.

    Das er sich möglicherweise in deiner Schuld fühlt, mag sein. Aber das ist wirklich hypothetisch und auch wenig relevant. Doch vielleicht lohnt es sich für dich alleine, sich das Thema Schuld, welche Rolle sie für dich spielt, auseinanderzusetzen.

    Ich schwöre, dass ich das nicht so gemeint habe!!
    Das glaube ich dir. Doch selbst wenn wenn, wäre das kein Verbrechen.


    Nimm es mir bitte nicht übel, aber das kann ich gerade nicht annehmen. Da bin ich wieder dort, wohin ich nicht mehr zurück will: Dass mit MIR etwas nicht stimmt. Er haut was unüberlegt raus, übertreibt maßlos, und ich mache mir Gedanken darüber, was an mir falsch ist?
    Was dekst du - wo könnte ich Verantwortung, die bei mir liegt, auf andere bzw. ihn übertragen haben?
    Es geht überhaupt nicht darum, dass mit _dir_ etwas _nicht stimmt_. Davon abgesehen, dass wir alle unsere Macken haben. Und diese auch kein persönliches Versagen sind, sondern lediglich Produkte unserer Lebensgeschichte.

    Du bist okay. Und du sollst nicht an dir zweifeln, aber schadet es, sich besser kennenzulernen? Das geht meines Erachtens nicht, ohne sich auch mit den eigenen Schattenseiten auseinanderzusetzen.

    Wir sind immer auch Täter, nicht nur Opfer. Denn als solches stellst du dich - meiner Wahrnehmung nach - dar, wenn du sagst, er haue unüberlegt raus und würde maßlos übertreiben. Du kannst dich a) wehren und ihm genau das sagen und dann Punkt oder b) den Kontakt abbrechen.

    Wobei auch hier wieder: sein Empfinden mag vollkommen anders sein als deine Beschreibung. Er sieht es für sich mit Sicherheit anders.

    Das mit der Verantwortung war mehr ein Bild, ein Gefühl. Im Zusammenhang mit diesem ganzen Schuldgewurschtel und den ganzen Projektionen, die bei euch wohl stattfinden.

    Mein Gefühl war und ist, dass er durch diese Antwort, unbewußt Verantwortung für deinen Schnupfen an sich gerichtet sah.


    anstatt verletzt zu reagieren, einfach mal neugierig fragen sollen, was genau er damit meint - wo er das Gefühl hat, ich würde andere für etwas verantwortlich machen.
    Zum Bleistift, und die Ursachen für deine Kränkung und dem Gefühl der Zurückweisung auf die Spur gehen, unabhängig von ihm. Er ist lediglich die Person. der Ar***engel des Schicksals, der dich immer wieder darauf aufmerksam macht, dass hier noch etwas gesehen und geheilt werden will.

    Ich darf so sein, wie ich bin, und ich darf auch Fehler machen.
    . Ja. Doch es dauert seine Zeit bis diese Überzeugung vom Kopf im Bauch ist.

    [/quote]


    LG Julifrau
    Geändert von Inaktiver User (18.02.2010 um 20:04 Uhr)

  6. Inaktiver User

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    Zitat Zitat von marla63 Beitrag anzeigen

    Der Ansatzpunkt klingt schon gut und ist für mich prinzipiell nachvollziehbar, aber was könnte es bei mir konkret sein? Was bekämpfe ich in mir? Ich habe immer das Gefühl, dass ich mich eher zurückgehalten und meine Kritikpunkte nicht angebracht habe, vor allem, wenn es um Dinge ging, die mich eigentlich nichts angehen - obwohl sie mich gestört haben (z.B. wie er seine Kinder erzieht und über seine Exfrauen redet oder wenn er viel zu viel eingekauft hat). Er dagegen knallt frei heraus, was ihm so in den Sinn kommt! Das macht mich sowas von wütend, auch im Nachhinein noch!
    marla,

    das entlarvende Prinzip ist sehr simpel: Das, was Dich an anderen ärgert, ist häufig etwas, das Du Dir selbst verbietest. Dein Beispiel oben ist für mich da ganz deutlich: Du verbietest Dir Kritik, er knallt sie frei heraus. Unverschämtheit!

    Er tut also etwas, das Du für Dich als no go tabuisiert hast, das aber durchaus in Dir ist. Du nimmst die Kritik, die Du nicht aussprichst, innerlich ja wahr, schluckst sie aber hinunter. Nur durch das Hinunterschlucken verschwindet sie jedoch nicht. Sie ist da, und Du kommunizierst sie auch. Sie kommt auch unausgesprochen bei Deinem Gegenüber an, und löst dort etwas aus. Es kommt allerdings nicht auf den Tisch, und das ist das Vertrackte des Ganzen.

    Zu einem Ausgleich (Integration) findest Du, indem Du beginnst, Verhaltensweisen, die Du auf diese Weise als in Dir vorhanden, aber tabuisiert entdeckst, einmal neugierig untersuchst. Was ist gut daran, was schlecht? Wie könntest Du das Gute mitnehmen, welche Vorteile könnte es Dir beispielsweise im Alltag bringen, und wie könntest Du es in Dein Verhaltensrepertoire aufnehmen?

    Kritik beispielsweise kann - wertschätzend 1:1 geäussert - etwas sehr Gutes sein. Sie bringt Chancen mit sich, und führt zur OFFENEN Auseinandersetzung. Konflikt wiederum fordert uns auf, uns selbst, unsere Grenzen, Reibungspunkte mit anderen und deren Grenzen, Individuation und Miteinander zu klären. Auch das ist etwas prinzipiell Gutes, wenn ich den gestalterischen Rahmen nutze, der mir zur Verfügung steht, und ein paar einfache Regeln beachte.

    Ja, und es stimmt, ich möchte diese Gefühle nicht mehr, ich möchte es endlich hinter mir lassen. Auch die Gefühle meiner Kindheit. Ich habe ca. 3 Jahre lang so vieles noch mal aufgerollt und aufgearbeitet, das war sehr schmerzhaft. Vor 3 Jahren bin ich darüber schwer chronisch krank geworden. Vor ca. 1 Jahr hatte ich das Gefühl, ich will jetzt endlich einen Schlussstrich ziehen, nicht mehr in der Vergangenheit wühlen, sondern positiv nach vorn schauen und mein Leben aktiv gestalten. Seitdem hat sich vieles bei mir zum Positiven gewendet. Ich habe jetzt seit 1 Jahr ein liebevolles friedliches Verhältnis zu meinen Eltern. Ich bin zwar immer noch nicht wieder arbeitsfähig, aber habe eine Ausbildung gemacht und werde hoffentlich bald in Teilzeit wieder einsteigen. Auch mit meinen Söhnen ist es einfach wunderbar. Nur mit den Männern klappt es immer noch nicht. Mein Ex hat mich zu oft an meine Mutter erinnert, wie sie früher war, einschließlich dass beide oft ihre eigenen Dinge auf mich projezierten. Und wenn er mir so aggressiv belehrend kommt, tut es mir einfach weh, ich bin erst einmal sprach- und wehrlos und kaue ewig darauf herum!
    Ich kann die Prozesse, die Du durchlaufen hast, nicht einordnen, ich kenne Dich nicht.

    Aber ich möchte eines anmerken: Du bist garantiert nicht schwer chronisch krank geworden, WEIL Du den Mut hattest, Dich mit Deiner Kindheit auseinander zu setzen, sondern eher, weil bei dieser Auseinandersetzung etwas schief lief, und Dein Körper Dir mitteilen wollte, dass es ganz und gar nicht "gut" ist. Wir können einen Schlussstrich erst dann (wenn überhaupt) ziehen, wenn das, was uns passierte, ausheilen konnte, und integriert wurde. Und selbst dann kann es immer mal wieder Phasen geben, in denen es wieder Thema wird, weil wir uns nun einmal konstant verändern, und damit auch immer wieder neue Betrachtungsweisen entwickeln. Weil wir durch neue Lebensthemen auf alte Geschichten neu aufmerksam werden, und sie einer Neubewertung unterziehen.

    Wenn Du auf Verhaltensweisen, die mit Deiner Kindheit zu tun haben, wehrlos, sprachlos, hilflos reagierst, dann deutet das meines Erachtens darauf hin, dass da durchaus noch einiges offen sein könnte, und Du weiterhin alte Muster bedienst. Dafür spricht auch, dass Du es Dir sehr zu Herzen nimmst, wenn Dein Ex-Partner, der offenbar als Projektionsfläche für Konflikte, die Du mit Deiner Mutter hattest, sehr passend ist, sich "wie meine Mutter früher" verhält.

    Genau das war / ist auch oft mein Gefühl. Aber ich kann ihn doch nicht ändern. Ich kann ihm auch nicht sagen, wie ich es sehe - dass das im Grunde sein Schwachpunkt ist, den er mir anheften will. Das sieht er nicht. Was kann und soll ich da tun? Ich sehe momentan nur die Lösung, gar nicht mehr mit ihm zu reden. Eben so:
    Du sollst nicht nur niemanden ändern, Du kannst niemanden ändern. Du kannst nur Dich und Deine Haltungen wandeln, und Dein eigenes Verhalten modifizieren.

    Dazu könnte beispielsweise gehören, Dir (endlich?) zuzugestehen, VERLETZT, ÄRGERLICH, WÜTEND zu sein. Und zwar in dem Moment, in dem Du es empfindest, nicht zeitversetzt und ausgedrückt über MITTELBARE Kommunikationsmittel wie Emails.

    Solange Du bei Dir bleibst, ist das völlig in Ordnung.

    Ich habe ihm vor ein paar Tagen in einer Mail geschrieben, dass ich keine Lust mehr habe auf seine Belehrungen, Kommentare und Bewertungen meiner Person. Wenn er Kritikpunkte an mir hat, soll er mit mir darüber reden, oder sie für sich behalten. Ansonsten werde ich nicht mehr mit ihm reden. Darauf hat er nicht reagiert. Mein Seelenfrieden ist jedoch nicht hergestellt. Und das ist es - ich möchte Ruhe in mir haben.
    Wie willst Du diese Ruhe denn erwirken, wenn Du Gefühle im Moment des Empfindens häufig deckelst, weil Du sie tabuisiert hast?

    Das ist gut, genau das hat mir eine gute Bekannte auch empfohlen. Es ist in der jeweiligen Situation eben leider immer so, dass er sich sofort abwendet (früher hat er eben die Küche verlassen und seine Sätze noch so im Hinausgehen abgeworfen). Und ich bin dann so getroffen und sprachlos über so viel Vorwurf und Lieblosigkeit, dass ich erst einmal nichts erwidern kann. Mir fällt das nicht ein in der Situation.
    Und wieder: Dein Freund tut etwas, das Du Dir selbst offenbar verbietest, und das regt Dich auf. Er

    - übt einfach frech Kritik und sagt ungeschminkt, was er denkt, und
    - setzt klare nonverbale Grenzen, um sich dem zu entziehen, was für ihn unangenehm werden könnte.

    Noch schlimmer: Du kannst nicht einmal mehr wirklich fühlen, was Du jetzt gern tun würdest, und diesen Empfindungen nachgeben. Du verstummst, und schreibst später eine Email.

    Was hätte ich denn zu dem Vorwurf: "Du gibst immer anderen für alles die Schuld" sagen können?
    Z.B. dies:

    Es trifft / verletzt / empört mich, wenn Du das sagst. Kannst Du ein paar Beispiele anbringen? Wenn ich dieses Verhalten "immer" zeige, muss es ja jede Menge geben. Ich möchte verstehen, warum Du mich so siehst, und wissen, warum Du trotzdem Zeit mit mir verbringst. Solange ich es nicht verstehe, kann ich auch nicht überprüfen, ob ich Deine Sicht der Dinge teile oder nicht. Also, bitte..?! Ich höre!

    Ja, das macht mich noch zusätzlich traurig und empört. Ich habe ihm viel anvertraut von den Erlebnissen in meiner Kindheit und Jugend in meinem Elternhaus. Und dass mir klar wurde, meine Eltern, besonders meiner Mutter die Schuld gegeben zu haben für die Missgeschicke in meinem Leben. Davon spüre ich heute nichts mehr, ich komme meiner Mutter immer näher, das ist einfach ein großes Glück für mich. Während er nach wie vor mit seiner Mutter, die ihm auch - ungewollt natürlich - viel Leid angetan hat, kaum redet, und wenn, dann nicht besonders gut. Zu seinem Vater hat er gar keinen Kontakt.
    Autsch. Mir wird hier ganz übel.

    Niemand tut einem Kind, das abhängig ist, ungewollt Leid an. Für Leid in der Kindheit eines Kindes tragen die Eltern, die dieses Leid verursachen, und sie allein, die Verantwortung. Wenn sie bereit sind, diese Verantwortung zu übernehmen, und aufhören, sich missbräuchlich zu verhalten, wenn sie IHRE Themen aktiv annehmen, und sie nicht mehr auf andere abwälzen, dann, und nur dann können Beziehungen heilen. Passiert das nicht, ist "Verzeihen", gehen Relativierungen wiederum zu Lasten des nunmehr erwachsenen Kindes, und alte Muster werden weiter bedient.

    Diese Frage hier ist daher sehr berechtigt, wenn man einmal in Betracht zieht, wie sehr offenbar Dein Freund Verhaltensweisen, die Du aus Deiner Kindheit kennst, zeigt:
    Ich frage mich, wie weit ich mich tatsächlich schon gelöst habe, wenn er mich immer noch so verletzen kann.
    Konnten alte Muster nicht gelöst werden, kann das, was EWK hier skizziert, entstehen:

    Trotzdem glaube ich, es gehören nicht immer zwei dazu. Wenn einer ein massives Problem hat, dann kann der andere manchmal machen was er will - es wird immer auf's Gleiche rauslaufen, wenn die Erkenntnis beim anderen nicht vorhanden ist.
    Reinszenierungen finden in der Hauptsache unbewusst statt. Ein krasses Beispiel:

    Ein Mensch wurde in seiner Kindheit schwer misshandelt. Er verlässt sein Elternhaus, und geht eine Partnerschaft ein. Der Mensch, mit dem er diese Partnerschaft eingeht, scheint extrem liebevoll und sanft zu sein. Nach einer Weile jedoch kommt es wiederum zu Gewalt in dieser Beziehung. Es findet hier eine unbewusste Reinszenierung statt, und gewalttätige Handlungen können zum Erschrecken der Beteiligten trotz bester Vorsätze getriggert werden, solange das, was darunter verborgen liegt, nicht angeschaut, aufgearbeitet, integriert wurde.

    Deine Chance liegt also darin, Dich mit DIR auseinander zu setzen, und neue Wege für Dich zu definieren, und auszuprobieren.
    Geändert von Inaktiver User (19.02.2010 um 13:35 Uhr)

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    Zitat Zitat von marla63 Beitrag anzeigen

    Also z.B.
    Er fragt mich: Wie geht es dir? Ich habe einen Schnupfen, sage das und bemerke dann spaßig: Weiß gar nicht, woher ich den habe, aber wahrscheinlich von dir, du hast ja auch eine Erkältung (und er hat oft eine). Darauf hin er: Bei dir haben eben immer die anderen an allem Schuld!
    vielleicht noch ein anderer interpretationsansatz- ich bin der meinung, dass du mit deiner aussage versucht hast (eine unverhältnissmässige) intimität herzustellen. und er "wehrt" sich sehr rüde dagegen.

    ich würde raten bei, für dich, verletzten äuserungen direkt nachzufragen. und vielleicht kannst du dann ja auch noch etwas an deinem verhalten ändern?

    sparkling

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    Hallo ihr,

    heute hat mich meine Erkältung richtig erwischt, und ich bin außerstande, etwas Anspruchsvolles zu antworten. Ich habe eure Beiträge heute immer wieder gelesen und finde mich an einigen Stellen wieder, vor allem, was meine Opferrolle betrifft. Ja, mir wird gerade klar, dass ich immer noch einen Teil meiner Opferrolle lebe - eben dadurch, das ich mich nicht wirklich wehre gegen solche Angriffe, meinen Ärger nicht zeige und sage, wie unwahr und ungerechtfertigt ich das finde. Und mir wird bewusst, dass gerade dadurch mein Ärger anwächst und die Zeit, die mich solch unüberlegt dahingeworfenen Bemerkungen beschäftigen. Ich schreibe bewusst "sie beschäftigen mich" und nicht: "ich beschäftige mich mit ihnen", denn ich habe es nicht im Griff.

    Aber ich merke gerade, dass ich erst mal sortieren muss...

    Bis später - und vielen Dank!!
    Bewahre mich vor der Angst,
    ich könnte das Leben versäumen.
    Gib mir nichts, was ich mir wünsche,
    sondern was ich brauche.
    Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.


    Antoine de Saint-Exupéry

  9. Inaktiver User

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    Zitat Zitat von nonsparkling Beitrag anzeigen
    vielleicht noch ein anderer interpretationsansatz- ich bin der meinung, dass du mit deiner aussage versucht hast (eine unverhältnissmässige) intimität herzustellen. und er "wehrt" sich sehr rüde dagegen.
    den Ansatz finde ich sehr interessant. Allerdings geht er auf die Annäherung ein, indem er wiederum mit etwas sehr persönlichem reagiert.

    Irgendwie seid ihr doch noch in einer Intimität verstrickt die eurem jetztigem Status nicht so ganz entspricht...um das mal von den ganzen anderen Ansätzen herauszuschälen, da du ähnliches ja schon selber erwähnst.

    Wie lange seid ihr denn schon auseinander? Und habt ihr euch überhaupt schon mal die wirkliche Auszeit gegönnt? Ich hatte mal ähnliches am Start, als wir uns nicht wirklich voneinander getrennt hatte und so eine Art Anspruch an den anderen und die gewohnte Intimität bestand.



    PS: ich hab auch den Schnupfen---> *Taschentuch rübereich*

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    Zitat Zitat von nonsparkling Beitrag anzeigen
    ich würde raten bei, für dich, verletzten äuserungen direkt nachzufragen. und vielleicht kannst du dann ja auch noch etwas an deinem verhalten ändern?
    Ja, genau so ist es, diese Idee taucht hier ja immer wieder auf. Bei meinem Ex ist sie wohl nur schwer anzuwenden, da er, wie beschrieben, solche Bemerkungen in den allermeisten Fällen im Hinausgehen oder Sichabwenden abgeworfen hat. Das kam für mich als Kränkung immer noch dazu. Geringschätzender gehts für mich fast nicht mehr.

    Einmal bin ich hinterher und habe ihn energisch aufgefordert, nur noch mit mir zu reden, wenn er auch die Zeit und Lust dazu hat, anstatt mir immer wieder im Hinausgehen etwas an den Kopf zu werfen, ich habe dann keine Chance mehr, etwas dazu zu sagen, etwas zu fragen oder zurechtzurücken. Auch nach der Schnupfen-Bemerkung hat er sich ja sofort abgewendet. Bei ihm war es in der Tat das einzig Richtige, die Beziehung nicht fortzuführen. Und nun habe ich ihm per Mail angekündigt, nicht mehr mit ihm zu reden, wenn er diese Art beibehält.

    Aber für die Zukunft, mit anderen Menschen, ist es auf alle Fälle die richtige Strategie.
    Bewahre mich vor der Angst,
    ich könnte das Leben versäumen.
    Gib mir nichts, was ich mir wünsche,
    sondern was ich brauche.
    Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.


    Antoine de Saint-Exupéry

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