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  1. Inaktiver User

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    Zitat Zitat von marla63 Beitrag anzeigen
    Meine Mutter hörte ja auch erst auf zu stänkern, nachdem ich in keiner Weise mehr auf ihre Auswürfe eingegangen bin.
    du hast dir doch schon selbst die antwort gegeben.

    aussteigen aus dem hamsterrad von rede, widerrede, rechtfertigung und und und.


  2. Inaktiver User

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    Liebe Marla,
    ja, ich würde versuchen, in dem Moment meine Verletzbarkeit annehmen / registiereren das Gefühl.
    Einfacher gesagt, als getan.
    Kenne das aktuell selbst von mir: mir wurde in den letzten 2 Wochen im Arbeitskontext von meiner Vorgesetzten 3 x gesagt "weniger /nicht so sensibel" sein.
    Beim ersten Mal habe ich geschluckt und die GEdanken kreisten darum - jedoch mit weniger Gewicht als in den Jahren zuvor. Ich habe mir dann gesagt, ja ich bin sensibel und das ist ein Gewinn für das Unternehmen, für die Kunden, für die Menschen darin (das weiss ich, da meine Leistungen hier sehr honoriert werden), manchmal, wenn ich unbequem werde, und kontere, meine Meinung direkt sage, wird das dann gerne von "harmoniesüchtigeren Menschen" als "Überempfindlichkeit" ausgedrückt, um einem Konflikt auszuweichen und meine Überempfindlichkeit als Standardausrede verwendet.
    Dabei ist es so, dass es meiner Vorgesetzte selbst auch so geht (Spiegelung) Ich kann jedoch für mich mittlerweile unterscheiden, wann bin ich übersensibel, und wann aus meiner Wahrnehmung nicht. (z.Bsp. an bestimmten Zyklustagen ist es bei mir schwierig)
    Das hilft ungemein - da ich es mich weniger "pauschal und allumfassend" dann trifft.

    Ich versuche, erlaube mir, wünsche mir dann mehr Leichtigkeit in dem Moment herbei - und das funktioniert ganz gut. Ich bin eben sensibel - ja und ?
    Geändert von Inaktiver User (18.02.2010 um 11:52 Uhr)

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    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    du hast dir doch schon selbst die antwort gegeben.
    Ja, ich merke, das ist das Gute hier, dass ich im Austausch mit euch und durch Aufschreiben meiner Gedankengänge schon selbst zu Lösungen komme. Dankeschön dafür!

    Ich hatte und habe immer wieder das Bedürfnis, nun doch gerade zu rücken, was der andere mir vorwirft und darüber hinaus ihm zu zeigen, dass er das, was er über mich sagt, selbst sein könnte. Aber dieses Verhalten hat mich noch nie wirklich zur Ruhe gebracht. Ich muss bei mir ansetzen und bleiben, meine Haltung ändern. Vielleicht hilft es mir wirklich, mir vorzustellen, dass der andere in Wirklichkeit selbst ohnmächtig, hilflos, ängstlich, verletzt, überempfindlich usw. ist, um seinen Worten über mich nicht mehr so viel Gewicht beizumessen.

    Aber ich muss eben immer auch gleichzeitig auf meine Grenzen achten und sie dem anderen zeigen. Ich bin offen wie ein Buch, empfänglich für alles. Grenzen setzen, ohne im Detail auf die Beleidigungen einzugehen, ohne mich zu rechtfertigen, ist, glaub ich, doch noch wichtig für mich.

    Findet ihr es denn ok, wenn ich, wie jetzt in der Situation mit meinem Ex - er wirft mir was an den Kopf, haut dann ab, und ich stehe geplättet da - diese Grenzen später per Email setze? Oder das für mich ausmachen und gar nicht mehr reagieren?

    Soll ich darüber hinaus meine Verletztheit zeigen oder sagen? Ich versuche ja immer, ganz cool und sachlich zu wirken...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich versuche, erlaube mir, wünsche mir dann mehr Leichtigkeit in dem Moment herbei - und das funktioniert ganz gut. Ich bin eben sensibel - ja und ?
    Leichtigkeit, das ist eine schöne Vorstellung.
    Bewahre mich vor der Angst,
    ich könnte das Leben versäumen.
    Gib mir nichts, was ich mir wünsche,
    sondern was ich brauche.
    Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.


    Antoine de Saint-Exupéry

  4. Inaktiver User

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    Zitat Zitat von marla63 Beitrag anzeigen
    J Oder das für mich ausmachen und gar nicht mehr reagieren?

    :
    mir scheint, alles was du zu ihm sagst wird von ihm als vorwurf verstanden- lasse es sein.

    du kannst da nicht gewinnen. lasse es so stehen und gehe zum nächsten tagesordnungspunkt über.


  5. Inaktiver User

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    Hm, es gibt 2 Möglichkeiten bei mir im Umgang mit Kränkungen

    a.) ich spreche es direkt an - und setze eine Grenze ---schwierig, und eine Herausforderung, wie z.Bsp.im Arbeitskontext - da lasse ich den Bauch entscheiden .

    b.) ich mache die Kränkung mit mir selbst aus und schaue erst mal, was das Ganze mit mir zu tun hat, warum ich so reagiere etc. - und fühle mich damit irgendwie unabhängiger, stabiler, selbstverantwortlicher.

    Das Abwägen zwischen Möglichkeit a und b finde ich persönlich auch schwierig.
    Daher geht es meiner Meinung nach um eine Ober-Thema, nämlich die Fähigkeit zu differenzieren / schnell zu differenzieren:
    a.) wann muss ich eine Grenze setzen aus gesunder Selbstliebe heraus
    b.) wann ist es mehr mein "Thema" und ich reagiere über (-->dann muss ich das erstmal mit mir selbst ausmachen)

    Das setzt ein sehr gutes Gespür für sich selbst heraus, mit ein bisschen Übung klappt das.
    Vorschlag: sammel mal Deine "Kränkungserlebnisse" und schreibe sie auf in einem Buch. Du wirst schnell ein Muster / Faden erkennen, wann es um alte Krränkungen geht und wann es darum geht, eine Grenze zu setzen.
    Wenn ich merke, dass noch 2 Wochen ich auf dem Ding rumknabbere, suche ich den Kontakt und das Gespräch - versuche jedoch keinen Vorwurf zu formulieren, sondern bleibe bei mir , bei meiner Wahrnehmung, spreche in der Ich-Form "ich habe das so empfunden..." - magst Du mir sagen, wie es Dir ergangen ist ?

    Aber wenn ich ehrlich bin: es ist schon sehr lange her, dass ich gekränkt wurde, durch eine Äusserung - frage mich woran das nun liegt

    Kennst Du das Buch "Kränkung - Ohrfeige für die Seele" - da wird ein guter Umgang beschrieben - habe ich mir vor Jahren mal zugelegt.

  6. Inaktiver User

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    Liebe Marla, als ich das Beispiel des Spielenachmittags gelesen habe, wurde mir ganz schwummerig vor lauter Schuldgeworschtele. Dein Ex warf seinen Exen Schuld vor, der Sohn dem Vater, du dem Vater, rein spektulativ der Nachbar euch - eine wirkliche Karusselfahrt. Da hilft nur anhalten und aussteigen. Was ihr durch die Trennung ja nun auch vollzogen habt.

    Dennoch triggert ihr euch weiter. Das zeigt das Beispiel eures Treffens. Um ganz ehrlich zu sein, so wirklich witzig fand ich deinen Einwand, den Schnupfen von ihm zu haben, auch nicht. Irgendwie hätte mich das auch unangenehm berührt. Ich verstünde das als Adressat auch als eine subtile Zuweisung einer Verantwortung, mit der ich ja nun wirklich nichts zu tun hätte. Und da ihr beide nun ohnehin so eure Gemeinsamkeiten mit der 'Schuld' habt, kein Wunder, das ihn das triggerte und er sich eben auf seine Art wehrte. Was dich nun allerdings tief kränkte und beleidigt sein liess. Auch ein bisschen überzogen oder nicht?

    Ich sehe euch beide als verletzte Kinder, die noch nicht wirklich versöhnt sind mit sich und überbordet mit übertragenen Schuldgefühlen.

    Er wehrt sich direkt, du - nach meinem Empfinden - subtil. Gehst damit möglicherweise auch in's Leid, auch in's Mitleid. Alle sind böse zu mir. Und die Verzweiflung ruft: wie kann ich es ändern.

    Du kannst es ändern, in du damit aufhörst. Bei dir selbst in nächster Zeit ganz liebevoll darauf achtest, wo du aus der Verantwortung gehst und sie anderen übertragen willst. Dich für dich selbst zu sensibiliseren, auf deinen Anteil in deinen persönlichen Beziehungen.

    Was dann z. B. bei einem nächsten Schnupfentreffen mit deinem Ex als Antwort haben könnte: ja, ich habe Schnupfen und finde es gerade furchtbar doof. Mehr ist doch nicht. Aber vielleicht verstehst du nun noch einmal ein bisschen mehr, was ich meine. Ein Schnupfen ist doof, man will ihn nicht. Ergo, fühlt sich der Mensch, dem man ihn - wenn auch nur 'spaßig' unterjubeln will - auf die Füsse getretten, doof und schuldig.

    LG Julifrau

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    Liebe Julifrau,

    du hast Recht - wir haben uns ständig irgendwo getriggert und tun es manchmal immer noch. Das haben wir oft gesagt. Aber hier komme ich nicht ganz mit:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Um ganz ehrlich zu sein, so wirklich witzig fand ich deinen Einwand, den Schnupfen von ihm zu haben, auch nicht. Irgendwie hätte mich das auch unangenehm berührt. Ich verstünde das als Adressat auch als eine subtile Zuweisung einer Verantwortung, mit der ich ja nun wirklich nichts zu tun hätte.
    Wie kann man denn diese flapsige Bemerkung von mir ernst nehmen? Oje, auf diese Idee wäre ich nie gekommen. Es war ja sowas von abwegig, dass ich mich bei ihm angesteckt haben konnte, da wir gar keinen Kontakt hatten, und per Fernübertragung geht das schlecht.
    Ich hatte das auch noch im spaßigen Tonfall erwähnt, so ungefähr: Ich habe schon wieder einen Schnupfen, sowas doofes..., und (als ich bemerkte, dass auch er erkältet ist): den habe ich wohl von dir.

    Ich wäre nie auf die Idee gekommen, jemanden anderes für meine Krankheiten verantwortlich zu machen, eigentlich sollte er mich so gut kennen. Ich nehme immer noch immunsuppressive Medikamente, das weiß er, da kann ich mir jederzeit schnell was einfangen.

    Ich weiß allerdings nicht, ob er sich vielleicht prinzipiell für meine chronische Krankheit mitverantwortlich fühlt. Sie ist ausgebrochen, als ich u.a. wegen unserer Beziehung sehr gelitten habe (er hatte eine zeitlang eine Dreiecksbeziehung mit mir und der Mutter von dem Kleinen). Er hat mir ein paarmal vorgeworfen, ich würde ihm die Schuld geben an meiner Krankheit, und mir ist es nie gelungen, das richtig zu stellen. Vielleicht kommt von daher eine flapsige Bemerkung von mir so schuldzuweisend bei ihm an? Ich schwöre, dass ich das nicht so gemeint habe!!

    Alle sind böse zu mir. Und die Verzweiflung ruft: wie kann ich es ändern.

    Du kannst es ändern, in du damit aufhörst. Bei dir selbst in nächster Zeit ganz liebevoll darauf achtest, wo du aus der Verantwortung gehst und sie anderen übertragen willst. Dich für dich selbst zu sensibiliseren, auf deinen Anteil in deinen persönlichen Beziehungen.
    Nimm es mir bitte nicht übel, aber das kann ich gerade nicht annehmen. Da bin ich wieder dort, wohin ich nicht mehr zurück will: Dass mit MIR etwas nicht stimmt. Er haut was unüberlegt raus, übertreibt maßlos, und ich mache mir Gedanken darüber, was an mir falsch ist?
    Was dekst du - wo könnte ich Verantwortung, die bei mir liegt, auf andere bzw. ihn übertragen haben?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wenn ich merke, dass noch 2 Wochen ich auf dem Ding rumknabbere, suche ich den Kontakt und das Gespräch - versuche jedoch keinen Vorwurf zu formulieren, sondern bleibe bei mir , bei meiner Wahrnehmung, spreche in der Ich-Form "ich habe das so empfunden..." - magst Du mir sagen, wie es Dir ergangen ist ?
    Das ist eine wirklich gute Möglichkeit.
    Mir ist heute unterwegs eine gute mögliche Reaktion eingefallen: Ich hätte ihn, anstatt verletzt zu reagieren, einfach mal neugierig fragen sollen, was genau er damit meint - wo er das Gefühl hat, ich würde andere für etwas verantwortlich machen.

    Dazu gehört aber, habe ich dann gedacht, schon eine gewisse innere Stabilität, oder wie ihr schreibt, dieses Ausgesöhntsein mit sich. Das Bewusstsein, im Grunde bin ich, so wie ich bin, völlig in Ordnung. Ich darf so sein, wie ich bin, und ich darf auch Fehler machen.

    Aus dieser Position heraus kann man eventuelle Fehler gut annehmen und unberechtigte Vorwürfe gut ablehnen.

    Vielleicht ist da der erste wichtige Ansatzpunkt für mich.
    Bewahre mich vor der Angst,
    ich könnte das Leben versäumen.
    Gib mir nichts, was ich mir wünsche,
    sondern was ich brauche.
    Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.


    Antoine de Saint-Exupéry

  8. Inaktiver User

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    marla, du fragst in die runde wie er eine solche bemerkung mit dem schnupfen ernst nehmen konnte?

    nachdem was du schreibst von euerer beziehung ist er auf dem "jetzt kommt kritik-ohr" so geeicht, da hört er flöhe husten.

    und du bist auf deinem gleichen ohr auch hypersensibel.

    da seid ihr euch wieder gleich.

    versetze dich in seine position. bzw. stelle dir vor, er hätte das zu dir gesagt- wie hättest du es empfunden?

    nein, es geht nicht um ihn------- es geht darum wie du nach aussen wirkst.

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    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    nachdem was du schreibst von euerer beziehung ist er auf dem "jetzt kommt kritik-ohr" so geeicht, da hört er flöhe husten.
    So muss es wohl sein, das muss ich jetzt erkennen. Vielleicht habe ich das unterschätzt! Wobei ich es immer noch nicht fassen kann, dass ich nun auch mit Aussagen vorsichtig sein muss, die rein praktisch gar nicht möglich sind. Aber solche Triggerpunkte funktionieren irrational, das wird mir einmal mehr bewusst.

    Sollte ich dann vielleicht doch noch einmal mit ihm reden?

    Ich hatte auch von Anfang an das Gefühl, dass er oft gar nicht mich meinte, wenn er sich mal wieder ausließ: "Ihr Frauen.....!!" Es waren all die Frauen in seinem Leben vor mir, besonders sein Mutter, die ihm mal vorwarf, genau so ein Versager zu sein wie sein Vater... Ich hatte oft das Gefühl, gegen die Frauen vor mir nicht ankommen zu können.

    versetze dich in seine position. bzw. stelle dir vor, er hätte das zu dir gesagt- wie hättest du es empfunden?
    Ich hätte keine Schuld empfunden. Wir haben einander schon immer mal gegenseitig angesteckt in der Familie, da gibt es doch keine Schuld. Höchstens bei dem, der ein schwaches Immunsystem hat. Insofern also bei jedem selbst. Eigentlich kennt er meine Ansicht dazu, er hat dieselbe.

    mmm, ich gebe mir Mühe, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das das bei mir ebenso im genau falschen Ohr angekommen wäre. Aber das tut ja nichts zur Sache, jeder Mensch ist anders.
    Bewahre mich vor der Angst,
    ich könnte das Leben versäumen.
    Gib mir nichts, was ich mir wünsche,
    sondern was ich brauche.
    Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.


    Antoine de Saint-Exupéry

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    P.S.
    Ich glaube langsam, man kann sich in einen anderen Menschen nicht wirklich hineinversetzen. Im Grunde muss das auch gar nicht sein. In einer guten Beziehung reicht es schon, den anderen so anzunehmen wie er ist, mit all seinen Empfindlichkeiten, und versuchen, sie liebevoll zu berücksichtigen. Schwierig ist es, wenn einem die Empfindlichkeiten des anderen nicht wirklich bewusst sind....
    Bewahre mich vor der Angst,
    ich könnte das Leben versäumen.
    Gib mir nichts, was ich mir wünsche,
    sondern was ich brauche.
    Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.


    Antoine de Saint-Exupéry

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