Hallo,
habe eben zufällig Teile deines Themas gelesen. Das meiste wurde schon geschrieben.
Auch ich hab den Eindruck, dass du an mehreren Stellen ansetzen kannst: Und zwar im AUSSEN und im INNEN gleichzeitig!
1. Suche die eine Therapeutin, die dich versteht (nicht bemitleidet). Ich finde, du sollst dein Problem ernstnehmen, ohne aber dich weiterhin so REINZUSTEIGERN. Such in Ruhe und höre auf dein Bauchgefühl.
2. Übe in KLEINEN Schritten und jeden Tag ein bisschen, deine innere Einstellung zu verändern. Hier gibt es ja viele gute Tipps. Such dir die raus, die dir am besten helfen. Besteige den Berg in kleinen Schritten, irgendwann hast du es geschafft.
3. Nimm dir Zeit und habe Geduld (nicht Selbstmitleid) mit dir.
4. Auf jeden Fall nach einem kompetenten Chirurgen suchen. Wenn man so leidet wie du, soll man auch das in Erwägung ziehen. Kosmetik und Typberatung helfen mit Sicherheit für ein besseres Gefühl. Erstmal als Krücke sozusagen, bis du gehen kannst.
5. First of all ändere dich langsam von innen heraus.
Vielleicht interessiert es dich, von jemanden mal eine Rückmeldung zu bekommen, der vermeintlich "schön" ist, mit sich selber aber überhaupt nicht klar kommt.
Ich bin ungefähr doppelt so alt wie du, gross, schlank, habe lange Haare und blablabla....über Verehrer konnte ich mich nie beklagen.
Selbst heutzutage nicht. Mein letzter Flirt (den ich abgebrochen habe, weil ich verh. bin u. es auch bleiben will) war ein Typ, der 10 Jahre jünger war als ichu. aussieht wie ein Model. Zudem noch intelligent u. ganz nett...
Und, was hat mir all das gebracht? NICHTS!!
Innerlich fühle ich mich völlig leer, ich hab null Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen, fange erst an, mein Potential zu erforschen. Komme morgens kaum aus dem Bett, hatte zeit meines Lebens schwere depressive Phasen, fühle mich zutiefst wertlos etc.
Früher hatte ich auch mal ein Angebot wegen Modeln für einen Fotografen. Ich habe auch mal bei einem gearbeitet. Die Models dort sehen in Wirklichkeit teilweise sogar ziemlich schlimm aus. Nur die Verfälschungen mit der Kamera, Licht, Klamotten etc. lassen die Illusion von perfektem Aussehen entstehen....
Ich hatte meine ganze Jugend hindurch, bis ich Ende 20 war, immer extrem Angst vor Männern, habe sie auch körperlich nicht wirklich an mich rangelassen (aus verschiedenen Gründen, die weit zurück liegen) und konnte überhaupt kein Vertrauen entwickeln.
Schön finde ich mich überhaupt nicht. Obwohl ich es oft gehört habe. Ich sehe nur Nachteile, die anderen gar nicht auffallen. Bis vor kurzem habe ich auch kaum etwas tiefere Ausschnitte getragen - hatte immer das Gefühl, meinen Körper verstecken zu müssen.
Ich kann mich nicht besonders leiden, OBWOHL mein Umfeld was anderes signalisiert...vielleicht ein kleiner Denkanstoss für dich??
Und du glaubst wirklich, ein gutes Aussehen (was ist das? Das, was du in den Medien siehst?) würde alles einfacher machen.
DAS IST EIN GEWALTIGER TRUGSCHLUSS!!
Ich wünschte, ich könnte dich aufwecken; aber das versuchen ja schon die anderen hier aus dem Forum.
Und MAC Würg: Was erwartest du dort von so einem Publikum? Fast Food hat eine vernichtende Wirkung aufs Gehirn und Herz:-)). Im Ernst: Da springen ja wirklich die allerletzten Prolls rum - deshalb: Raus aus Mac!!!
LG
H.
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18.03.2010, 10:42Inaktiver User
AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch
Geändert von Inaktiver User (18.03.2010 um 10:56 Uhr)
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18.03.2010, 12:00
AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch
Nie?
Also ich höre solche Schoten oft in der Uni (Prof's und Studenten) oder auf Parties. Teilweise wird das sogar aufgenommen und in Youtube oder Facebook eingestellt. So ein Ranking ist normal.
Bei dem einen Wohnheim gibt es ein Ranking der Bewohnerinnen. Wer hässlich ist, bleibt dem automatisch fern.
Gibt auch genug andere Wohnheime.
Aber bei der Diskussion hier wäre ich echt neugierig, wie die TE aussieht.
Andererseits, was bringt ihr die Erkenntnis wenn sie tatsächlich hässlich ist?
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18.03.2010, 12:21
AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch
@ BrokenMirror
Wenn Du mal die Aussagen dieser Therapeutin ohne den Filter Deiner Vorurteile gegenüber Feministinnen siehst, dann hat sie in einigen Punkten recht:
Du musst Dir selbst gegenüber wesentlich wohlwollender sein, als Du es jetzt bist. Der Satz, Du müssest Dich selbst lieben, ist natürlich abgeschmackt, aber es läuft letztlich darauf hinaus, dass Du so gut zu Dir selbst bist wie zu einer guten Freundin, und Dir nicht ständig immer wieder eins reinwürgst. Das tust Du, indem Du Dich ausschließlich auf Deine Makel konzentrierst und die für alles Schlechte in Deinem Leben verantwortlich machst.
Oder würdest Du einer guten Freundin jeden Tag sagen, dass sie hässlich sei und bei den Männern eh keine Chancen habe?
Damit wären wir beim Thema Bestätigung durch Männer. Es ist für unser Selbstverständnis als Geschlechtswesen wichtig, vom anderen Geschlecht positives Feedback zu erhalten, jedenfalls von einigen Vertretern dieses Geschlechts. Das ist völlig normal und wird auch inzwischen von Feministinnen nicht mehr in Frage gestellt.
Wenn Du jedoch Männer brauchst, um Dein ganzes Selbstbewusstsein als Frau aufrecht zu erhalten, wenn Du dafür nichts aus Dir selbst holen kannst, dann machst Du Dich von Männern und ihrer Bestätigung extrem abhängig. Jedes männliche Arschloch hat es dann in der Hand, Dich für Dich selbst als hässliche Frau abzuqualifizieren. Diese Macht solltest Du Männern nicht geben.
Ich habe mich auch mal nach der Macht der schönen Frau gesehnt. Es gibt diese Macht, aber man kann auch anders macht über Menschen haben, durch den Einsatz von Charme, Einfühlungsvermögen, Verstand etc.. Versuch Dir doch, von anderen Arten der Macht mehr zu holen, wenn Dir die Macht als schöne Frau nicht vergönnt ist. Und vielleicht kannst Du ja die Chancen auf letztere durch eine OP verbessern.
Es ist bequem, auf Feministinnen einzuschlagen, von wegen, sie seien ja eh alle hässlich und deshalb gegen Männer. Erstens gibt es eine Menge attraktiver Feministinnen, denke nur mal an Shere Hite, Kate Winslet oder Jane Fonda. Solche Frauen eigenen sich natürlich weniger gut für das Vorurteil, alle Feministinnen seien hässlich, und werden deshalb von Machos bewußt unterschlagen.
Zweitens ist es einfacher, über das Aussehen einer Frau herzuziehen, als sich mit ihren legitimen Forderungen auseinanderzusetzen. Auch Du profitierst von dem, was Feministinnen durchgesetzt haben. Und drittens wirst Du selbst von der Abgrenzung von Feministinnen als hässliche Weiber selbst nicht schöner, sie nützt Dir überhaupt nichts.
Entschuldige, das ist doch wohl nicht Dein Ernst? Du streitest es ab, dass Frauenemanzipation bitter nötig war und noch ist? Du meinst, Frauen, die von Männern für schön gehalten werden, lassen sich deshalb lieber in der Ehe vergewaltigen, unterbezahlen oder eine Abtreibung verbieten als hässliche Frauen?Und die Feministinnen, die in diesem Machoforum abgelichtet sind, sind wirklich abstossend und abturnend.
Und gerade solche Machos sind ja wohl der Grund, warum diese Frauen erst auf die Idee kamen, gegen etwas anzukämpfen.
Würden sie gut aussehen, hätten sie das nicht nötig.
Ansonsten warst Du ja mit der Psychotherapeutin ganz zufrieden. Wie wäre es, wenn Du ihr und Dir eine Chance gibst? Wenn Du noch andere Therapeutinnen ansehen willst, um so besser. Das gibt Dir eine Auswahl, mit wem Du Dein Problem angehen willst.
Ich finde es toll, dass Du in dieser Hinsicht so aktiv warst!
(Dickes Lob!)
Sprachlos hat allerdings völlig recht, wenn sie schreibt:
Eine Therapie, die Dir Deine Weltsicht bestätigt, bringt Dir nichts. Du kannst die Welt nicht ändern, Du kannst nur Dich bzw. Deine Sichtweise auf die Welt ändern, um besser mit ihr klar zu kommen.Du brauchst nicht zur Therapie zu gehen, wenn du nur deine Meinung bestätigt haben willst.
Vielleicht kann Dir eine OP helfen. Aber wenn Du Dich danach immer noch hässlich fühlst, oder wenn sich Männer Dir gegenüber immer noch abweisend verhalten, dann solltest Du mal über eine Änderung Deiner Überzeugungen nachdenken.
Dann verkehrst Du in den falschen Kreisen. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es solche Typen nicht. Abfällige Äusserungen von irgendwelchen Jünglingen bei MacDoof nehme ich nicht ernst.Aber ich höre regelmässig Männer über das Aussehen der Mädels reden. Verbreitet ist bei ihnen die Punktevergabe für das Aussehen auf der Skala von 1 bis 10. Da laufen Mädels an ihnen vorbei oder sie sehen sich um und vergeben unter sich die Punkte für das Aussehen der anwesenden. Hab das schon ein paar Mal mitbekommen. Von wegen Männer wären nicht so kritisch!
" Nee, die kriegt von mir nur zwei Punkte. Guck dir die viereckige Kopfform an. Die da ... ok, vier. Gesicht ist nicht so toll, guck dir die komische Nase an. Die? Gesicht ist ok, aber die ist fett, hey. Und die da? Bääh, sorry, das geht gar nicht. Das ist Minus! Ohne Papiertüte läuft da gar nichts!" ( na, um welche Vogelscheuche handelte es sich wohl bei der letzten Beschreibung?" Richtig - um mich.)
Warum musst Du Dich ausgerechnet an den Männern orientieren, die das Aussehen von Frauen am strengsten bewerten?
Weil das genau genommen Dein eigener Maßstab ist, den Du verinnerlicht hast. Einen anderen kannst Du gar nicht mehr sehen.Geändert von Latona (18.03.2010 um 12:24 Uhr)
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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18.03.2010, 13:27
AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch
Liebe Broken Mirror
auch bei mir tauchte dein Thread wieder in meiner Aboliste auf, und neugierig wie ich bin, guck ich auch wieder rein (das deshalb, weil du dich weiter vorn fragtest, wieso der Thread auf einmal wieder lebendig wurde .. das ist doch ganz normal, wenn wieder Postings kommen, dass sich alle beteiligen).
Ich kann Latonas letztem Posting komplett beipflichten - und ich find es auch gut, dass du das erste Gespräch bei einer Therapeutin hattest. Wenn die nun nicht passt, dann eben die nächste.
Dass du solche abfälligen Sprüche in anderen Kreisen nicht zu hören bekommst, denke ich auch. Ich sehe aber auch deine Schwierigkeit, in deinem Alter und in deiner Situation diese anderen Kreise zu finden. Dazu wäre es nötig, dass du deine Komfortzone verlässt. Etwas angehst, was dir fremd und neu ist.
Menschen mit sozialer und emotionaler Intelligenz werden erkennen, dass mehr in dir steckt, wenn du ihnen die Chance gibst, dich kennenzulernen - und wenn du sie nicht gleich mit dem vollen Arsenal deiner Menschenverachtung abschreckst.
Anfang 20 halte ich auch noch für ein relativ normales Alter, um daran zu glauben, dass männliche Anerkennung und Begehrtzuwerden das Allerwichtigste ist. Und dass man ohne all das nichts wert ist.
Aber das gibt sich. Begehrt werden ist schön, man fühlt sich sexy -- aber es ist sicher nicht der wichtigste Lebensinhalt.
Feedback von Menschen ist wichtig, um sich weiterzuentwickeln. Aber ich würd schon darauf achten, von welchen Menschen es kommt oder ich es mir hole. Von Menschen, die ich verachte? Sicher nicht.
Oder möchtest du gerne zu diesen Menschen dazugehören, die sich so abfällig äussern? Damit meine ich nicht nur die Proll-Sprüche, sondern auch verstecktere Spitzen, die sicher auch in anderen Kreisen vorkommen. Aber wo die Menschen genauso hohl sind.
Schöne Menschen sind meiner Meinung nach übrigens im Alter nur noch dann schön, wenn sie auch eine beeindruckende Persönlichkeit haben. Und die auszubauen, das braucht einige Jahrzehnte. Bestes Beispiel für mich - Helen Mirren gegenüber Brigitte Bardot.
Du hast hier und sicher auch anderswo so viele unterschiedliche Anregungen bekommen, eine hast du schon angefangen umzusetzen, mach doch einfach weiter und pick dir noch was raus. Jobwechsel, Umschulung, Weiterbildung, soziales Jahr im Ausland ... und auch OP, falls du wirklich meinst, das könnte was ändern. Warum nicht.
PS: wie müsste der Mann sein, von dem du begehrt werden möchtest? Ich sag jetzt mal mit Absicht "Mann" und nicht 'Junge'."I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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18.03.2010, 16:03
AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch
Nein, ich habe lediglich gesagt, dass die Feministinnen auf den Fotos sehr wohl auch auch aus Frust und fehlender sexuellen Anerkennung zum Feminismus gekommen sein könnten.
Und dass die Hässlichkeit den Feminismus eben leider in dieses Licht stellt.
Die Waffen der Frauen in der von Männern regierten Welt waren Schönheit, Sexappeal. Das, was Feministinnen als " Sexobjekt sein" bezeichnen. Frauen, die auf diese Ebene uninteressant sind, werden logischerweise eher dazu neigen, uinter dieser Ordnung zu leiden.
Feministinnen stellen es zum Beispiel so dar, dass wir Frauen uns davon loslösen sollten, auf die "primitive" Anerkennung angewiesen zu sein. Dabei berücksichtigen sie nicht, dass Frauen diese Anerkennung von sich aus geniessen.
Mit dieser selbstbetrügerischen Einstellung bieten sie den Frauenhassern die Angriffsfläche.
Ich bezog mich nur auf diese Verleugnung der Feministinnen. Nicht darauf, was sie erreicht haben. Natürlich haben sie einiges geleistet.
Die Überlegung der Machos ist ganz einfach: ist eine Frau hübsch, hat sie auch in einer von männern dominierten Welt das, was sie braucht - Anerkennung, Bewunderung, Interesse, Geld.
Ist sie hässlich, hat sie das alles nicht und verbittert.Unsere Taten müssen vor allem ein Ausdruck der Freiheit sein, sonst gleichen wir Rädern, die sich drehen, weil sie von außen dazu gezwungen werden. (Mark Twain)
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18.03.2010, 16:07Inaktiver User
AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch
Ja, und? Wen interessieren denn diese Machos? Sie machen ja nicht mal den Großteil der Männer aus, also was soll's?
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18.03.2010, 16:11
AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch
Unsere Taten müssen vor allem ein Ausdruck der Freiheit sein, sonst gleichen wir Rädern, die sich drehen, weil sie von außen dazu gezwungen werden. (Mark Twain)
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18.03.2010, 16:13
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18.03.2010, 16:20
AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch
Was mir hier immer wieder auffällt, ist, dass hier alles in die Richtung " nur dumme Männer wollen Hübsche, intelligente Männer wollen innere Werte" gedreht wird.
Das ist doch absolut naiv. Warum wollen die erfolgreichsten und sehr wohl nicht dummen Männer hübsche Frauen?Unsere Taten müssen vor allem ein Ausdruck der Freiheit sein, sonst gleichen wir Rädern, die sich drehen, weil sie von außen dazu gezwungen werden. (Mark Twain)
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18.03.2010, 16:28
AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch
Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)


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armes, armes Opfer 
