Habe den Strang auch etwas verfolgt und ich schließe mich Akyini an!!! TU ENDLICH WAS und du wirst dich bald besser fühlen. Tschakka!!! ;-)
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22.02.2010, 09:47
AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch
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22.02.2010, 10:23
AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch
akyini,
super-beitrag!
die idee mit den peruecken und den rollenspielen ist genial. das probier ich glatt mal aus.
luciernagoLEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH
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22.02.2010, 10:27
AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch
ja? ich habe nicht den eindruck, dass du beispielsweise wert auf ein gefälliges (freundlich bis höfliches) betragen legst, in gegenteil bezeichnest du ein solches als unaufrichtig (was mich übrigens stark an die aussagen einer professorin in einer vl zur ästhetik leni riefenstahls, die sie als verlogen bezeichnete, erinnert).
diesen anwurf finde ich anmaßend, zumal er auf einer kategorienverwechslung von wahrheit und wahrhaftigkeit zu beruhen scheint. bloß erstere hat intersubjektiv verifzierbare fakten, überprüfbar durch vergleich von aussage und sachverhalt zum gegenstand, zweitere hingegen fokussiert individuelle, subjektive auffassungen und empfindungen, deren überprüfung allenfalls durch vergleich der kohärenz von handlungen resp. der übereinstimmung von äusserungen zu wertvorstellungen und entsprechenden handlungen möglich ist. die unaufrichtigkeit einer person kann am ehesten vermittelst signifikanter daten zu eben jener belegt werden, aber nicht durch verweis auf mangelnde übereinstimmung mit der weltanschauung des kritikers.
übrigens ist ein allzu realistischer blick auf die dinge (einschließlich des ich) nicht gesund (sondern eben - tata: ein anzeichen von depression), mithin nicht unbedingt erstrebenswert. dem seelenfrieden ist eine gewisse schönfärberei (a.k.a. optimismus) zuträglich.
ich habe jene unsägliche behauptung, auf die du hiermit reagierst, zwar nicht aufgestellt, möchte aber bemerken, dass es durchaus einen unterschied zwischen "natürlich" und "normal" gibt. ersteres dient mitunter als rechtfertigung von letzterem, weil es als nachgerade alternativlos, determinierend gilt (bzw. galt), während "normal" bloß eine statistische wahrscheinlichkeit bezeichnet und abweichung also bereits impliziert.
im übrigen finde ich die #502, 519f. und 578 sowie div. postings von farrah79 u.a. besonders bemerkenswert.Geändert von ersatzbank (22.02.2010 um 10:34 Uhr) Grund: zusatz
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22.02.2010, 11:14
AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch
Hallo Leandra,
das, was Du schreibst, trifft es punktgenau, finde ich.
Hallo BM,
traurig, traurig, daß Du Dich nur auf Dein Aussehen reduzierst.
Und superschade, daß Du hier im strang alle guten Anregungen, die wirklich schon massenweise gekommen sind, abbügelst und Dich stattdessen viel lieber in Deiner Endlos-Gedankenschleife "Ich bin ja sooooo häßlich" drehst.
Kann es sein, daß Du überhaupt keinen Plan für Dein Leben hast? Keine Ideen für Deine Zukunft?
Und auch keine Träume?
Liebe, verwirrte Grüße
Kyria
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22.02.2010, 11:33
AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch
Ich verstehe ja, das du über deine Situation verbittert bist, aber welche Optionen hat man denn? So wie du es bislang geschildert hast, war dein Leben eine Katastrophe, was den Umgang mit anderen Menschen angeht. Plastische Chirugie würde nicht viel helfen, sagt der Arzt. Menschen ändern sich nicht, sagen die Älteren. Ist da nicht die logische Schlußfolgerung, das man sie meidet? Ich habe einen Hund, ein ausgesprochen treues Tier. Wir haben zwar manchmal so unsere Probleme, aber es ist eine innige Freundschaft, die das abseits-stehen in der Gesellschaft gut auffangen kann. Viele introvertierte Menschen haben Haustiere und natürlich auch jene, die mit ihren Mitmenschen nichts mehr anfangen können. Es ist natürlich nicht das gleiche wie eine gute Freundschaft zu einem Menschen, aber immer noch besser als allein vor'm Rechner zu sitzen - wenn dich das zu stark frustriert.
Solange keine Maschinen wie im Film "Surrogates" erfunden werden, werden Menschen mit einem Makel damit leben müssen. Die meisten konzentrieren sich auf ihre Stärken und versuchen nicht, ihre Schwächen zu kompensieren. Jemand mit Zwergenwuchs wird nicht in einer Branche arbeiten, wo er ständig neue Leute kennenlernt, die ihn anstarren.
Ich befürchte, wenn du weiterhin versuchst, wie die anderen zu sein und allgemein akzeptiert werden willst, wirst du nur noch pessimistischer und verbitterter. Wie ich schon sagte: Nachdem ich mein extremes Übergewicht gar nicht mehr als Problem sah und nicht mehr ständig im Hinterkopf hatte, ob die eine oder andere Haltung in der Öffentlichkeit jetzt vorteilhaft aussieht oder nicht, wurde jeder Tag etwas besser. Glaubst du nicht, wenn du soweit bist, das dir die Meinung der anderen völlig egal ist, weil du dir eine kleine eigene Welt erschaffen hast, dass am Ende mehr Lebensqualität herausspringt?
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22.02.2010, 11:43
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22.02.2010, 11:48
AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch
@ Jeremiah - ich kann einiges nachvollziehen, was du schreibst, ich hab selbst eine enge Verwandte, die sich aufgrund einer Behinderung lieber einigelt, statt etwas zu tun und der es die Gesellschaft nicht gerade einfach macht, aus dem Schneckenhaus zu kommen
aber hier
muss ich mal kurz Einspruch erheben.Jemand mit Zwergenwuchs wird nicht in einer Branche arbeiten, wo er ständig neue Leute kennenlernt, die ihn anstarren.
Bitte nicht verallgemeinern. Es gibt auch andere. Welche ihre Schwächen oder Benachteiligungen zu ihrem Vorteil entwickelt haben.
Ich kenne eine Zwergenwüchsige (oder wie immer man das auf deutsch sagt) die sowohl Australian Youth Ambassador war, was bedeutete, dass sie regelmässig national und international auf Bühnen stand und Vorträge gehalten hat, als auch an den Paralympics in Athen im Diskus und Speerwerfen teilgenommen hat."I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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22.02.2010, 12:00
AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch
Das sollte man sich glatt an die Kühlschranktür hängen!

Und ich meine das wirklich ernst! Glück ist relativ: Ich kann meine Ansprüche sehr hochhängen und immer unglücklich sein oder mich an kleineren Dingen freuen und damit glücklich sein! Das hat gewiß ein wenig mit Selbstmanipulation zu tun, aber wie gesagt: Glück ist etwas, was man empfindet und nicht wirklich abhängig von dem, was ist!
Ich finde die Ratschläge, die in diese Richtung gehen, daher nicht heuchlerisch, sondern pragmatisch.
Darüber hinaus kommt es beim subjektiven Empfinden von Glück natürlich darauf an, mit wem ich mich vergleiche: mit den 0,1 % Schönen + Reichen oder mit den 50 % gar nicht toll Aussehenden ?
Aber ich glaube bei dir, Broken Mirror, geht es tatsächlich nicht um ein Problem von Häßlich/Schön, sondern um ein gestörtes Selbstbewußtsein, so wie es hier auch beschrieben wird. Übrigens ein Beitrag, auf den du nicht (wirklich) eingegangen bist.
Ich habe beruflich gelegentlich auf Baustellen zu tun. Als mir die üblichen Kommentare etc. die man so zu hören kriegt zuviel wurden, habe ich beschlossen, nicht mehr mit gesenktem Blick und eingezogenen Schultern über die Baustelle zu laufen, sondern mit festem, energischem Schritt und die Leute genau fixierend: und siehe da, jetzt senken die Bauarbeiter den Blick
oder schauen freundlich zurück.
Überhaupt sagen Pöbeleien immer nur eins über den Pöbelnden: ich bin klein und ohne Selbsbewußtsein und suche jemanden, der noch kleiner und ängstlicher ist. Wenn du, Broken Mirror, beschließen könntest, das nicht mehr sein zu wollen, könntest du - das ist allerdings ein langer Prozeß - an deinem Selbstbewußtsein und deiner Körpersprache arbeiten.
Nochmal kurz zur "Häßlichkeit": ich habe meine gesamten Erinnrungen durchwühlt (und anderen scheint es hier ähnlich zu gehen) - ich kann mich einfach an keine Person erinnern, die ich jemals gekannt oder gesehen hätte und die so häßlich war, wie du dich hier einstufen willst. Ich glaube nach wie vor, dass du das Problem der "Häßlichkeit" überspitzt und als Stellvertreterproblem erwählt hast.Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
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22.02.2010, 12:01
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22.02.2010, 12:46
AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch
Das bezieht sich auf eine psychologische Studie, von der ich auch gelesen habe. Demnach haben die Depressiven einen viel realistischeren Blick auf die Welt und sich selbst als die Nichtdepressiven. Es ist also nicht so, dass die Depressiven alles schwarz malen, was ihnen ja so gern unterstellt wird, sondern sie sehen die Welt so wie sie tatsächlich ist. Das ist ein Pluspunkt, den man den Depressiven schon lassen sollte. Dieser unbestechliche Blick führt ja manchmal auch zu großen wissenschaftlichen und künstlerischen Werken.
Allerdings stimmt es, dass in Bezug auf Selbstmotivation Nichtdepressive besser dran sind, weil sie sich selbst permanent leicht überschätzen und dadurch tatsächlich auch mehr Erfolg haben.


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