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  1. Inaktiver User

    AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch

    Zerpflückt und auf die ausgewählten Stellen verbal eingedroschen oder dein Post wird einfach ignoriert außerdem wurde jetzt alles schon so gründlich durchgekaut....

    Bin BriBubblen...

    Geändert von Inaktiver User (18.02.2010 um 23:19 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch

    Zitat Zitat von Christiane-Ruehmann Beitrag anzeigen
    NIEMAND ist hässlich. Hab mehr Selbstvertrauen. Es kommt nicht auf das Aussehen an. "SCHÖNHEIT SITZT IM KOPF - VERSTAND IM HERZEN.
    Denk mal drüber nach. Dein Herz und Deine Seele zählen - nichts anderes. Wer Dich nicht mag, wie Du bist, der ist es nicht wert, dass Du ihn magst oder ihm seine Liebe schenkst. Sei selbstbewusst! Gib jedem Tag die Chance, der schönste in Deinem Leben zu werden (M.T.)
    Liebe Grüsse an Dich
    Chris
    Solche nachgeplapperten Gemeinplätze und süßlichen Durchhalteparolen werden weder dem Niveau der Diskussion noch der TE gerecht.

  3. Moderation

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    AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch

    Ich schließe mich den Fragen nach dem Berufswunsch an und würde gern mithelfen, wenn es um das Aufzeigen von Möglichkeiten geht, diesen zu verwirklichen.

    An der Diskussion, ob nun hässlich oder nicht und was das Leben einem bieten kann, beteilige ich mich nicht, da ich der Meinung bin, das BrokenMirror bisher durch das Kreisen um den einen Aspekt in einer Lethargie gefangen ist, die nicht hilfreich ist.

    Liebe BM, ich frage mich auch, warum Du Deinen Beitrag ausgerechnet in der Rubrik Persönlichkeit gepostet hast und nicht z.B unter Schönheitsbehandlungen.

    Ist es vielleicht nicht doch so, dass Du instinktiv weißt, dass Du Deinem Problem nur beikommst, indem Du an Deiner Persönlichkeit arbeitest?

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    AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eine zeitlang hat es mich auch genervt wenn andere kamen mit "anderen geht es noch viel schlechter". Das stimmt zwar, aber es mildet nicht das eigene Leid (zumindest wenn man depressiv ist). Es ist eher so dass man sich noch verteidigen muss weil man leidet.
    du hast mein post nicht verstanden.
    es war nicht meine absicht zu sagen: andere leiden noch mehr, also ist dein leiden irrelevant.

    wichtig war mir das thema "kapitulation" und "leben" vs. "vorstellung vom leben".

    schade; ich hatte mir muehe mit dem post gegeben. aber was ich sagen will, ist wohl wirklich nicht mit worten vermittelbar.
    Der Charakter eines Menschen läßt sich daran erkennen, wie er mit Leuten umgeht, die nichts für ihn tun können. by courtesy of ravina

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    AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch

    Vieles, was ich hier von Dir, Broken Mirror, lese, erinnert mich an mich selbst - und dabei ist es weniger die Frage und die Diskussion über Häßlichkeit, sondern die schon so Vielen angemerkten depressiven Signale, die Du sendest und Dein Dich wehren gegen Hilfe...

    Ich glaube, Dein Unterbewusstes weiß, dass Du Hilfe brauchst und Du deshalb diesen Thread eröffnet hat.
    Und ich bin ziemlich sicher, dass Du darauf gehofft hast, hier genau Deine Weltsicht bestätigt zu bekommen - um so weitermachen zu können wie bisher, um nichts ändern zu müssen... Um mit dem Finger auf irgendwen (und sei er noch so vituell) zeigen zu können, dass genau der Dir ja recht gibt und es von daher keinen Sinn hat, etwas für Dich zu tun.

    Was macht Dir so viel Angst vor einer Veränderung Deiner Einstellung Dir selbst und dem Leben gegenüber?
    Schlimmer als jetzt kann es doch eigentlich nicht werden, oder?

    Wegen seines Äußeren nicht gemocht zu werden (ob real oder nicht) ist schlimm. Aber wenn sich wirklich gar nichts ändern lässt, lässt sich immer noch der Blickwinkel verändern.

    Klingt banal, ist schwer und vor Allem furchterregend, weil man sich auf etwas ganz Neues und Unbekanntes einlässt.

    Mir haben aber genau diese Fragen aus der Depression geholfen, auch wenn es Jahre gedauert hat.

    Schlumbine
    Eigensinn macht Spaß

  6. Inaktiver User

    AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Solche nachgeplapperten Gemeinplätze und süßlichen Durchhalteparolen werden weder dem Niveau der Diskussion noch der TE gerecht.
    ... und wird es ihr gerecht, dass Du in ihrem Namen sprichst ? Sie wusste sich bisher recht gut selbst zu behaupten

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    AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch

    Zitat Zitat von Lyanna Beitrag anzeigen
    Niemand kann die Probleme eines anderen lösen, dessen Problem es ist, daß er seine Probleme nicht lösen will. ...
    sehe ich genau so !
    I am my own special creation

    XXXI

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    AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch

    Zitat Zitat von Lyanna Beitrag anzeigen
    "Schönheit" oder auch "Hässlichkeit" liegen i m m e r in den Augen des Betrachters, immer!

    Wenn ich mich denn schon dauerhaft als "hässlich" wahrnehme
    und auch "hässlich" in meinem Umfeld agiere und drauf anspringe ...
    Kein Wunder, dann Bin ICH hässlich!
    Wie innen so aussen!
    So ist das nun mal, und fast jeder hat es so oder so ähnlich erfahren.

    Es nützt nix, sich von aussen bestätigen zu lassen, dass dies und das doch"hübsch" an einem wäre.
    Solange es nicht mal ansatzweise aus einem selbst heraus wahrgenommen wird,
    ist ALLES vergebene Liebesmüh!

    Das galt als "Trostpreis", und ich fand es damals so gönnerhaft und damit unangenehm!

    Ich weiss es, da ich es lange Zeit SO gelebt habe.
    Heute fass ich mich an den Kopf und frage mich gelegentlich,
    was damals jegliche "andere"Wahrnehmung in mir blockiert hat.???
    OK, ein paar Gründe hab ich ja aufdecken können, aber sonst?
    ICH habe anderen mehr geglaubt als mir selbst
    Mein "geglaubtes und verzerrtes Selbstbild hatte sich verfestigt,
    eingebrannt und war erstmal durch nichts und niemanden zu verändern.
    Da mussten dann schon andere Dinge geschehen,
    die ich SO auch im Nachhinein nicht unbedingt erlebt haben wollte.
    Hab ich aber!
    Und letztlich war es genau so in Ordnung, wie es war,
    sonst fehlte mir heute jegliches Mitgefühl und Verständnis für "ähnliche Leidenswege".

    Allerdings habe ich auch festgestellt, dass ich mich viel zu lange mit derlei Dingen aufgehalten habe,
    im Leiden versunken bin, mich drin gesuhlt habe.
    Ich habe mich selbst abgelehnt und nix und niemand hätte das ändern können!
    DA war seinerzeit mein Zuhause!
    Dort fühlte ich mich wohl und sicher.
    Etwas anderes kannte ich nicht und konnte mir auch nicht vorstellen, dass etwas anderes möglich sein sollte ...
    Es erschien mir zuuuu unglaublich, dass sich an meiner Wahrnehmung jemals etwas ändern könnte.
    Und da, wo ich in/mit meiner damaligen Wahrnehmnung war,
    kannte ich mich ja allerbesten aus!
    Alles andere wäre MIR zu fremd, unbekannt und auch utopisch vorgekommen!
    und diesen satz (fett) finde ich ganz besonders bemerkenswert, weil meiner meinung nach, du broken mirror, dich ebenso verhältst.
    unabhängig von deiner empfundenen hässlichkeit, gehst du auf nix anderes ein.
    obwohl du , dank deiner eloquenten ausdrucksweise absolut dazu in der lage wärest.
    Zitat Zitat von Lyanna Beitrag anzeigen
    Ich hatte "Angst" vor dem, was dann kommen könnte (hab ich aber auch erst später erfahren)
    Angst vor Neuem, Angst vor dem Ungewissen, also blieb ich doch gleich da,
    wo ich mich besten auskannte.
    So blöd und schmerzhaft wie's auch war (im Nachhinein).


    Bis dann ...eines Tages ...ich brauchte "Hilfe",
    die ich durch etwas total anderes endlich, endlich in Anspruch nahm!

    Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts erkannt!

    Irgendwie finde ich es manchmal schade, dass ich nicht eher für mich sehen konnte,
    wer und was ich eigentlich bin?
    Nun denn, so ist es gewesen, so sollte es sein!

    Ich bin viiieelll zu lange einem Phantom nachgejagt, Wunschträumen und Hoffnungen,
    die sich auf die schlichte, einfache Art eben nicht erfüllt haben.
    Als der Schleier von meinen Augen fiel (und das tat er dann "freiwillig",
    irgendwan, als ich ich mich "blind" wähnte),
    lag vor mir etwas sehr Schönes, was ich allein, ohne Hilfe,
    vielleicht bis heute nicht hätte erkennen können?
    Wer weiss das schon?

    So ist mein Leben und mein Erkennen von ewigen Selbstzweifeln,
    Hässlichkeit, Anschuldigungen, Nörgelei und Jammern erfüllt gewesen ...seinerzeit!
    Schade eigentlich, aber im nachhinein auch nur so Anzunehmen und zu Akzeptieren.
    Was soll ich auch sonst tun?
    Wieder Jammern um die vergeudete Zeit?
    Och nö, so isses nun mal!

    Und die Essenz aus meinen Erfahrungen?
    JEDER, wirklich jeder hat das Recht auf sein eigenes Leid, sein Jammern,
    sein Klagen, seine Eigenanschuldigungen, seine Selbstabwertung,
    so schade es auch ist!
    Und wenn er drin bleiben will und muss, ist es auch sein gutes Recht!
    JEDER hat das Recht auf seine eigene "Hölle", die ja nur in einem selbst stattfindet.

    Das zu erkennen und ändern?
    Es beginnt, wenn ich beginne ...es beginnt, wenn DU beginnst.

    Doch ich musste schon w o l l e n, vorher wurde das nix.

    Dieses Posting jetzt abschicken oder nicht?
    Ich tu's einfach.

    Lyanna
    für lyanna

    diesen beitrag von lyanna könnte man stündlich wiederholen*fg*
    er beinhaltet- von einer in vergleichbarer situation- den weg raus aus dem alles verzehrenden und selbstzerstörenden kreislauf.

    lachattenoire

  9. Inaktiver User

    AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch

    Zitat Zitat von BrokenMirror Beitrag anzeigen
    Brigitte Bardot ... die arme Brigitte Bardot, die mit den schönsten, begehrtesten, berühmten Männern Affären hatte...


    Die kann so einer wie mir, über die alle nur die Nase rümpfen, ja nur leid tun...



    Ist das nicht ironisch?


    Eine wunderschöne Brigitte Bardot, die einen schönen Mann ( boah, ich hab Bilder ihrer Männer gesehen - sie sahen traumhaft aus) nach dem anderen hatte, wird als Beispiel von Unglück vorgeführt.


    Während eine Frau, die so hässlich ist, dass die Leute ihren Mann fragen, warum er so eine geheiratet hat, als Beispiel einer glücklichen Frau vorgeführt wird!


    Sehr überzeugend!
    Stimmt - sie hatte schöne oder mächtige Männer, wie MM.
    Nicht einer davon ist bei ihr geblieben. Das empfinde ich als Unglück.
    Sie konnte die tollen Typen nicht halten - die nächste schöne Blüte wartete schon...
    Es braucht mehr, einen Mann dauerhaft zu halten, als ein hübsches Gesicht.
    Und auch hinter einer schönen Fassade kann einer stecken, der eine bekannte Schöne braucht, um sein
    Selbstwertgefühl zu pimpen, nicht weil sie so ein toller Mensch ist.
    Jetzt ist BB bitter geworden - auch wenn ich vor ihrem Tierschutzengagement großen Respekt habe -
    sie ist eine eigenartige alte Frau - und schön? Das war mal.
    Vielleicht hat sie's nicht ertragen, ihre große Schönheit zu verlieren, verständlich.
    Das tut bestimmt weh - ihr ganzes Leben war auf ihrem Aussehen aufgebaut.
    Jetzt sieht sie aus viele alte Frauen...kein Ruhm mehr - ja, mir tut sie leid.

    Ich - für mich - will nicht einen schönen Mann nach dem anderen haben.
    Was hat man davon? Selbstbestätigung?
    Mir langt einer - der ist zwar auch (noch) ganz ansehnlich, hat aber viel größere
    Vorteile als äußere Schönheit.
    Schönheit ist mir wichtig. Aber es gibt wichtigeres...zum Glück auch für meinen
    Mann. Sonst würde er mich ja irgendwann zum Teufel jagen - oder ich ihn.

    Vielleicht ist dir das ja ein Trost? Wir kommen (hoffentlich) alle mal in ein Alter,
    in dem Schönheit mit die geringste unserer Sorgen sein dürfte...

  10. Inaktiver User

    AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch

    broken mirror...

    mensch mädel, du hast ja ein Päckchen zu tragen. ich glaub dir das. Weisst ich hab auch lange mit Ablehnung gehadert. Und immer gedacht, es läge ausschliesslich und allein an meinem Aussehen. Bei mir fing das schon mit der Einschulung an.
    ich zitier mal eine Beitrag, den ich noch unter einem anderen Nick geschrieben hatte:
    aber das Bild war tatsächlich mein Trauma all die Jahre. Ich hatte an dem Tag meine Brille irgendwo verschludert und kniff die Augen zusammen weil ich nichts sehen konnte. Ausserdem rutschten meine Strumpfhosen. Und die Haare waren auch wieder nicht gekämmt.

    An den Tag, als die Bilder vom Fotografen zurück kamen, kann ich ganz genau erinnern. Eine ganz grosse Kopie bekam mein Klassenlehrer. Und fing an zu lachen. Dann wurden die Bilder an die Kinder verteilt. Und alle lachten mit. Ganz zuletzt bekam ich mein Bild. Da bekam ich erst mit, dass alle über mich lachten. Ich vergess das nicht.

    Das Original gibt es nicht mehr. Ich hab es bei meiner Mutter geklaut und zerrissen.

    Ich bin bei stayfriends registriert und hatte in meinem Profil jedem Prügel angedroht, der das Bild aus der Schublade kramt. Offensichtlich hat sich einer nicht dran gehalten.
    Ich bin Zeit meines Lebens immer wieder abgelehnt worden. Nicht wegen nur meines Aussehens, das weiss ich jetzt. Sondern vor allem wegen meines Verhaltens.
    Ich erinnere mich noch an meinen ersten Schultag. Alles kannte sich schon, ich kannte niemanden. So ziemlich alle wurden von ihren Eltern gebracht, ich kam alleine. Die erste Stunde war Turnen. Wir sollten uns nach Grösse aufstellen, die Grossen ganz vorne, die Kleinsten ganz hinten. Ich war die allerkleinste. Und da stand ich nun.
    Ich war die kleinste, die leichteste, ich sah anders aus als die anderen Kinder. Ich hatte leicht dunkle Haut und dunkle krause Haare, die Anderen waren fast durch die Bank blond und blauäugig. Ich hatte sieben Geschwister, die anderen waren fast alle Einzelkinder oder hatten max. ein Geschwister. Ich trug die Sachen meiner älteren Geschwister auf, das fiel auf unter den ganzen nagelneuen Turnanzügen, Schulranzen, Federmappen. Und vor allen Dingen, mich kannte niemand. Ich war nie im Kindergarten, die anderen kannten sich von dort oder zumindestens vom gemeinsamen Spielen auf dem Hof. Ich war wie eine Ausserirdische in ihre heile Welt gefallen.

    Ich wurde vom ersten Tag an gemobbt, das zog sich hin bis in die Berufsschule. Ich wurde/werde immer gemobbt, mit dem Schicksal habe ich mich mittlerweile abgefunden. Das war nicht immer so. Ich kann mich erinnern, dass ich meine Mutter mehrmals gefragt habe, warum sie mich nicht abgetrieben hat.

    Schulisch hatte ich eigentlich keine Probleme, bis auf das, dass ich mich häufig unterfordert und gelangweilt fühlte. Ich beschäftigte mich dann mit anderen Dingen, las heimlich unter der Schulbank, malte oder starrte aus dem Fenster. Das wurde mir schnell als Desinteresse und mangelnder Mitarbeit ausgelegt, was sich auch in meinen Noten bemerkbar machte. Aber Mitarbeiten im Unterricht lohnte sich für mich nicht, meldete ich mich, hiess es immer nur, "Ich weiss, klein evi, dass du das weisst, lass doch erstmal die anderen" Sie wussten es, warum bekam ich dann immer schlechtere Noten? Ich hatte eine schlechte Handschrift, die sich auch mit seitenlangen, stunden- tagelangen Schönschreibübungen nicht verbessern liess. Noch bis in die zehnte Klasse hinein wurden alle Arbeiten von mir eine Note heruntergestuft wegen der Schrift. Zum Abitur wurde ich nicht zugelassen, warum auch, bei den Schulnoten?

    Ich bin ein Mädchen, meine Eltern hatten auch gern ein Mädchen gewollt nach drei Jungen. Aber sie haben mir nie beigebracht, wie sich ein Mädchen benimmt. Wie man mit Puppen spielt und sich die Haare kämmt, wie man mit anderen Kindern spielt. Ich hatte niemals eine Freundin, habe ich bis heute nicht, ich bin in ein paar tagen achtundvierzig. Weisst du, so eine richtige Freundin, eine mit der man tuschelt, die man anrufen kann, der man mal ein Geheimnis erzählen kann. So wie bei Sex and the city vielleicht. Obwohl das auch wieder Klischee ist.

    Mittlerweile weiss ich, dass ich nicht hässlich bin. Ich bin vielleicht keine Schönheit, aber abstossend sehe ich nicht aus. Ich entspreche nur nicht der üblichen Norm.

    Was mir aber immer wieder zu schaffen macht, ist Ablehnung. Weil ich wohl in meinem Sozialverhalten nicht der Norm entspreche. Ich finde ganz schlecht Anschluss. Komme ich in eine neue Umgebung und das passiert mir in letzter Zeit recht oft, komm ich einfach nicht ins Gespräch mit den Leuten. Da ich in einer für Frauen recht ungewöhnlichen Atmosphäre gearbeitet habe ist das wohl auch normal. Ich als achtundvierzigjährige unter 20jährigen jungen Männern war wohl auch ein Alien. Und wen ich dann auch noch irgendwas komische mache oder sage, schlägt das in offene Ablehnung, ja sogar Hass um.

    Dass du bei McDoof oder wo du auch immer arbeitest einen schweren Stand hast glaub ich dir. Ich hab mich damals auch dort beworben, als ich verzweifelt einen Job gesucht hab. Natürlich hat man mich nicht genommen. Wahrscheinlich noch nicht mal, wenn ich noch Geld von zu Hause mitgebracht hätte. Warum auch, gerade Berlin quillt über von jungen, toll aussehenden, langbeinigen Schönheiten, warum soll man da eine komische Alte wie mich an den Tresen stellen.

    Das mit dem fotografieren kenne ich auch, mich hat man mit dem Handy gefilmt um wohl zu Hause vorzuführen, was die komische Alte da schon wieder an hat.

    Ich bin nicht immer so schlecht drauf, manchmal geht das auch. Aber wenn man immer wieder Nackenschläge bekommt, glaubt man auch irgendwann, dass man Scheixxe ist.

    Vor allem, wenn man gemobbt worden ist, das brennt sich ein, da kann man noch so viel Therapie und allen Scheiss machen, wenn wieder einer hinterm Rücken kichert ist alles wieder da.

    Zur Zeit hab ich auch eine ganz schlechte Phase, ich hab meinen Job verloren, mein Mann ist mit hierher gezogen und unglücklich. Und er sagt mir seid Tagen immer wieder, dass nur ich allein daran schuld bin, ich hätte ihn überredet, er hätte auf seinen Bauch hören sollen, dann wäre das alles nicht so.

    Ich komm hoffentlich auch wieder raus. Zur Not muss ich mir Therapie suchen. Wenn das alles so klappt, was ich angeleiert hab, seh ich auch einen kleinen Lichtschein am Ende des Tunnels.

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