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Lalique
Vielen Dank für deinen lieben Beitrag.
Du hast Recht, ich arbeite in einem "primitiven" Umfeld in einem Fastfoodrestaurant. Wobei ich sagen muss, dass da zum Teil auch Studenten arbeiten, also nicht bloss die Armleuchten. Nur geht es an diesem Arbeitsplatz wirklich knallhart und plump zu. Auch sehr sexistisch, schmierige Sprüche gehören zum Alltag. Zu meinem Pech arbeiten bei uns sehr viele hübsche Mädels und Frauen. Die Managerin ist bildhübsch und wird ständig angegafft, angemacht, angeflirtet. Mich sieht sie wie ein Stück Nichts unter ihren Füssen an und geniesst es, zuzusehen, wie ich von der jugendlichen Kundschaft ausgelacht und mit dummen Sprüchen beworfen werde.
Aussehen, Männer, Frauen, Sex sind die Hauptthemen. Nur ... das sind sie auch sonst überall.
Aber ich muss schon sagen - in einem solchen Umfeld gibt es keine netten Höfflichkeitsfloskeln und die Dinge werden zwar plump, aber knallhart bei ihren Namen genannt.
Was so einem hässlichen, minderwertigkeitsbeladenen " Sensibelchen" wie mir natürlich wehtut.
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18.02.2010, 14:22
AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch
Unsere Taten müssen vor allem ein Ausdruck der Freiheit sein, sonst gleichen wir Rädern, die sich drehen, weil sie von außen dazu gezwungen werden. (Mark Twain)
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18.02.2010, 14:23
AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch
Hat dir noch nie jemand gesagt, dass er dich hübsch findet?
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18.02.2010, 14:30Inaktiver User
AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch
Also ich finde die Frau überhaupt nicht hässlich...übrigens finde ich Intelligenz und eine gute Portion Selbstbewusstsein verdammt sexy.
Das heißt auf keinen Fall das ich Deine Probleme nicht anerkenne...nur wie Du mit dem Problem umgehst macht Dich schwach.
Ich erlaube mir mal zu sagen das die Mehrheit von Menschen zuerst vom aussehen angezogen werden...aber der schönste Mensch ist schnell hässlich wenn er nur eine leere vessel ist.
Anhand was Du hier von Dich gibst wage ich mir zu sagen es liegt nicht an deinem Aussehen wie Menschen mit Dir umgehen, es liegt an deinem Benehmen.
Ich bin total für plastic surgery...nur hilft Dir das überhaupt nichts...wenn Du nicht an deiner Lebensanschauung und den Umgang mit Menschen arbeitest.
Der Spiegel muss nicht gebrochen sein und Du musst nicht hinter jedem Rosenbusch einen Feind sehen.
Fang mal hier in dem Forum an...geh einfach mal von der Idee aus das jeder hier das Beste für Dich will...Du wirst überrascht sein was hier so mancher an guter Energie und Ratschläge in deine Gegend schickt.
Mach Die Tür auf...und lass uns eintreten...erlaube uns zu helfen...aus kotzen kannst Du Dich doch allein dazu brauchst Du uns doch gar nicht.
Heute ist eine neuer Tag ein Geschenk, mach das Beste daraus, Ibeth
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18.02.2010, 14:31Inaktiver User
AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch
Stell Dich der Sache!
Du findest Dich häßlich - okay.
Das ist der Ist-Zustand.
Du hast 2 Möglichkeiten:
Du kannst es annehmen oder alles dran setzen, es zu ändern.
Es nützt nichts, seine Häßlichkeit in allen Einzelheiten jeden Tag neu zu verfluchen - übrigens auch nicht, wenn man
eine Behinderung hat.
Du leidest - bist es mittlerweilen sogar gewohnt zu leiden.
Du wirst verbittert - und krank werden, wenn du nichts änderst - entweder Deine Einstellung oder Dein Äußeres.
Sag mir bitte nicht, dass es nichts gibt, dass du an Dir ändern kannst - auch wenn Du erst mal keine finanziellen Möglichkeiten hast.
Ist zwar eine andere Baustelle - aber hier kommt eine Story von einer, die auch sehr unglücklich war:
Ich habe eine Bekannte, die hatte 110 kg - sie wurde oft ausgelacht, vorgeführt, viele Menschen sind grausam - um ihre eigene Schwäche nicht ertragen zu müssen.
Irgendwann mal kam sie auf die Idee: "Ich werde Läuferin!"
Du kannst Dir vorstellen, wie ihre Bekannten auf sie reagiert haben...mit Spott, Lachkrämpfen, peinlich berührtem Grinsen, auch mit Mitleid. Ich sehe noch ihre ersten Versuche vor 4 Jahren - sie, mit hochrotem Kopf, schwitzend im Wald,
wurde von Grinsern überholt...musste sich doofe Bemerkungen anhören.
Ich habe auch nicht geglaubt, dass sie's schaffen würde - und habe sie lange nicht mehr gesehen, weil sie weggezogen ist. Sie war hartnäckig - hast Du nicht geschrieben, Du bist das auch?
Und nun...sie hat einen Halbmarathon geschafft. Sie war langsam - ist immer noch mollig, aber nicht mehr dick.
Sie ist kaum wiederzuerkennen, nicht nur weil sie abgenommen hat.
Sie hat Ernst gemacht, durchgehalten, egal, was andere gesagt haben. Sie hat viel mehr geschafft, als "nur" Läuferin zu werden.
Wann machst Du Ernst???
Konzentrier Dich nicht auf gemeine, böse Bemerkungen, die du hören musstest. Gib solchen Typen nicht soviel Raum in deinem Leben - hab Dein Ziel im Auge, nicht die Verletzungen. Schau einfach nach vorne - und lass' ein laberndes A'loch ein A'loch sein...der muss selbst mit sich fertig werden...
Lass Dich nicht unterkriegen. Es liegt bei Dir.
Ruby
PS: warum ich Dir das schreibe? Ein wenig Egoismus ist auch dabei.
So'n bißchen mach ich mir selbst Mut, Dinge durchzuziehen, die mich zwar belasten, die aber noch nicht wirklich und reell in Angriff genommen habe...
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18.02.2010, 14:33
AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch
Wie gesagt, als ich klein war, wurde mir öfters gesagt, ich sei hübsch, süss, niedlich. Aber seit der Pubertät... nee, ab dann hiess es nur: " Was ist passiert? Früher warst du doch süss."
Meine Augen fallen immer auf. Es heisst entweder, sie seien wunderschön oder widerlich hässlich. Also anscheinend Geschmackssache. Der Rest von mir ist eindeutig und anerkannt hässlich.
Früher hatte ich noch gute Figur. Aber das Gesicht fanden alle hässlich und bizarr, seit ich 10-11 bin.Unsere Taten müssen vor allem ein Ausdruck der Freiheit sein, sonst gleichen wir Rädern, die sich drehen, weil sie von außen dazu gezwungen werden. (Mark Twain)
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18.02.2010, 14:40
AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch
Eindeutig und anerkannt von wem? Von Leuten, die dich nicht mögen?
Wie oft musst du dir denn negative Bemerkungen anhören? Einmal im Monat? In der Woche?
Hältst du es nicht für möglich, dass die Bemerkungen einfach kommen, weil du als ein gutes Opfer erscheinst? Das heißt, Leute die ein Opfer suchen, sehen bei dir gleich, dass du dich nicht wehrst.
Wie ist denn dein Gesichtsausdruck? Deine Körperhaltung?
Hast du dich schon mal in einem Video gesehen?
lg
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18.02.2010, 14:52
AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch
Ja, mehrmals. Ich habe absichtlich mehrmals Videos von mir aufgenommen und es war sehr niederschmetternd. Meine Mimik, Verhalten sind natürlich von meinem beklemmenden Selbstzweifel geprägt. Aber allein an sich ist das Gesicht einfach schlichtweg hässlich.
Meine Arbeitskollegen hatten übrigens auch Videos von mir heimlich mit ihren Handys aufgenommen, um sich zu amüsieren.
Und Jugendliche im Bus hatten mich lauthals ausgelacht und mit ihren Handys fotografiert/ gefilmt: " Hey, mach mal ein Bild von der Hässlichen." " Iiih, mach du mit deinem Handy. Ich will sowas Hässliches nicht aufnehmen."Unsere Taten müssen vor allem ein Ausdruck der Freiheit sein, sonst gleichen wir Rädern, die sich drehen, weil sie von außen dazu gezwungen werden. (Mark Twain)
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18.02.2010, 14:54
AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch
Du arbeitest also in einem Fastfoodrestaurant, wo es, wie Du es nennst, "knallhart und plump" zugeht und "sexistische, schmierige Sprüche zum Alltag gehören". Wo sehr viele hübsche Mädels und Frauen arbeiten.
Kein Wunder, daß Du Dir zwischen denen besonders wenig attraktiv vorkommst.
Vielleicht sprichst Du auch einfach diese Sprache nicht. Bist zu wenig prollig, zu gebildet, zu intelligent. Fällst dadurch aus dem Rahmen.
Liebe BM, warum tust Du Dir das an? Gerade Du mit Deinen Problemen bzgl. Deines Aussehens arbeitest in diesem Umfeld?
Dieser Job kann Dir bestimmt nicht das geben, was Du brauchst: Anerkennung, Erfolgserlebnisse etc.
Bitte versuche, Deine beruflichen Träume zu verwirklichen. Das Abitur nachzumachen oder eine Ausbildung anzufangen und das zu tun, was Dir Spaß und Freude macht.
Wo Du Deine ganz speziellen Begabungen einsetzen kannst und nicht nur auf Deine äußere Hülle reduziert wirst.
Liebe Grüße
Kyria
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18.02.2010, 14:57
AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch
Siehe Fettgedrucktes: das allein reicht schon, um a) die Erlebnisse zu erklären, die du hast und b) deine negative Eigenwahrnehmung zu erklären.
Ich glaube wirklich, dass dir eine Verhaltenstherapie sehr helfen kann. Wenn du möchtest, helfe ich dir, einen geeigneten Therapeuten zu finden, kannst mir eine PN schreiben.
lg
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18.02.2010, 15:00
AW: Hässlichkeit - mein lebenslanger Fluch
Ich war ein Jahr lang arbeitslos nach dem Schulabbruch und bekam unzählige Absagen. ging von einer Organisation für Arbeitslose zur anderen, schrieb Bewerbungen, bis mein Briefkasten vor Absagen platzte.
Die einzigen Jobs, die ich bekam, waren temporäre Jobs für ein paar Wochen/ Monate und eben unqualifizierte Teilzeitjobs im Gastgewerbe.
Erstmals arbeitete ich in der Küche, an die Kasse wollten sie mich gar nicht lassen, der Chef sah mich wie ein Stück Dreck an, als ich den Wunsch äusserte, an der Kasse zu arbeiten. In der Hitze der Küche wurde mir ständig schlecht, ich wurde sehr rot, bekam Nasenbluten ( worüber sie sich nur amüsierten).
Aber selbst ungebildete, die schlecht Deutsch sprechen, dafür süss und hübsch anzusehen sind, liess der Chef lieber an der Kasse arbeiten, als " die Hässliche".
Doch dann gab er nach.
Wenn ich jetzt kündigen würde, würde ich keinen besseren Job bekommen.
Bewerbe ich mich für Jobs im Büro, Verkauf und ähnliches, erhalte ich gar keine Antworten. Sie beachten mich gar nicht.
Ich habe auch keine " Beziehungen", wo mir jemand helfen könnte.Unsere Taten müssen vor allem ein Ausdruck der Freiheit sein, sonst gleichen wir Rädern, die sich drehen, weil sie von außen dazu gezwungen werden. (Mark Twain)


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