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  1. Inaktiver User

    AW: sich (wieder) öffnen

    Genau, Goodyie hat Deine Frage, Famelli, beantwortet.

    Goodyie, es hat schon einen "Sinn", wenn wir uns bei der Partnerwahl die Entsprechung unserer eigenen (teils bewussten, teils unbewussten) Einstellung zu uns selbst suchen/finden. So schmerzhaft das ist, aber Du kannst die Chance nutzen, genau da hin zu schauen! Der Schmerz ist übrigens auch ein Zeichen, dass das eigentlich nicht "Deins" ist, Du in Deinem Kern etwas anderes brauchst (es gibt ja Menschen, die gerne Distanz zu ihrem Partner haben).

    Ich denke auch, dass Du für die Ursachen weiter zurück gehen musst. Aber Du wirkst ja sehr ehrlich mit Dir. Bei mir waren es alte Erfahrungen in der Kindheit, nur dann gemocht zu werden, wenn ich den Erwartungen anderer entsprochen habe - mein eigentliches Erleben und Empfinden war wenig interessant. Das habe ich lange Zeit verinnerlicht (und deutlich erkennbare "Relikte" gibt es immer noch). Vielleicht kannst Du weiterforschen. Und daneben dem hinterherspüren, was Dir gut tut. Hier hat schon mal jemand das Thema aufgebracht, das zu tun, was Du magst, womit Du Dich wohlfühlst. Das ist eine gute Idee, um dahinter zu kommen, was Du denn wirklich willst. Im Kleinen wie im Großen.

  2. Inaktiver User

    AW: sich (wieder) öffnen

    Nancissima; Bei mir waren es alte Erfahrungen in der Kindheit, nur dann gemocht zu werden, wenn ich den Erwartungen anderer entsprochen habe - mein eigentliches Erleben und Empfinden war wenig interessant.
    Zu oft und zu sehr haben wir uns mit dem identifiziert, was uns unsere Familie vorgelebt hat, im Guten wie im Schlechten. Wir verbringen sehr wenig Zeit wirklich herauszufinden, was WIR möchten, sondern leben noch danach, was uns beigebracht wurde, was wir zu mögen haben.

    Vieles davon ist uns so subtil vermittelt worden, dass wir es ohne Nachforschung gar nicht als Fremdeinwirkung erkennen.

    Ich bin z.B. aufgewachsen mit dem Wissen, dass ich meine Mutter bei meiner Geburt beinahe umgebracht habe. Ich habe diese Aussage von meinem Vater so hingenommen (da war ich weniger als 10 Jahre alt), habe mich schlecht gefühlt. Aber erst vor kurzem ist mir wirklich bewusst geworden, was dies für mein Leben bedeutet hat.

    Und daneben dem hinterherspüren, was Dir gut tut. Hier hat schon mal jemand das Thema aufgebracht, das zu tun, was Du magst, womit Du Dich wohlfühlst. Das ist eine gute Idee, um dahinter zu kommen, was Du denn wirklich willst. Im Kleinen wie im Großen.
    Dieser Aussage kann ich auch nur zustimmen.

    lg
    esperanza

  3. Inaktiver User

    AW: sich (wieder) öffnen

    Interessantes Thema.

    Das ist so eine Sache. Ich war auch lange verschlossen und für mich, selbst in meiner Ehe (mein Mann passt dazu, er ist da sehr ähnlich.... ist kein Zufall, denke ich).

    Irgendwann hatte ich auch den Wunsch, dann eine wahre Sehnsucht danach, mich zu öffnen - mich mitzuteilen, meine Wünsche und Gedanken jemandem mitzuteilen.

    Ich kann dir nur raten, kleine Schritte zu machen, damit sich nicht zu viel ansammelt. Sonst konfrontierst du irgendwann einen netten Menschen mit einem emotionalen ... hm ... Stausee? - das überfordert wohl jeden. Wenn du Pech hast, fabrizierst du dir so die Bestätigung für deine schlimmsten Ängste....

    Also, guck dich um, versuch erst mal in der Freundschaftseben etwas offener zu werden. Du bekommst doch von deiner Umgebung ein ganz brauchbares feedback, da würde ich mal einhaken.

    Ich hab begonnen, mir einen ganz neuen Freundeskreis aufzubauen und habe mich dort quasi selbst neu erfunden. Es ist nicht so viel Nähe dort, wie ich es mir wünsche - aber ich bin dort wesentlich mehr ich selbst als mit "alten" Freunden oder gar in der Familie. Ich fühle mich authentischer, weil ich nicht mehr versuche, mich zu verstellen, um zu gefallen. Wer mich mag, muß mich ganz nehmen - und nicht nur meine Schokoladenseite. Und das schönste ist: es funktioniert....

    Das klingt jetzt einfacher, als es ist, aber es geht voran - inklusive Rückschläge, die gehören dazu, leider.

    Und: hab Mut, Fehler zu machen. Da lernst du eine Menge über dich....
    Geändert von Inaktiver User (08.02.2010 um 19:04 Uhr) Grund: wichtige Ergänzung

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    AW: sich (wieder) öffnen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich kann dir nur raten, kleine Schritte zu machen, damit sich nicht zu viel ansammelt. Sonst konfrontierst du irgendwann einen netten Menschen mit einem emotionalen ... hm ... Stausee? - das überfordert wohl jeden. Wenn du Pech hast, fabrizierst du dir so die Bestätigung für deine schlimmsten Ängste....
    Da hast Du ja sowas von Recht...

    Genau das mach ich zur Zeit - arbeite mich an einem Mann ab und fahre die ganze Sache nach allen Regeln der Kunst an die Wand, bzw. das, was von der Sache übrig ist, denn er hat schon erklärt, dass er mich nicht will (vorher, als ich noch zurückhaltender war). Und nun zerstöre ich mit eigenartigen Mails den Rest...

    Nicht sooo schlimm wegen ihm (nett ist er nicht wirklich), aber ich fass mir schon dauernd an den Kopf und frag mich, was bloß mit mir los ist - und jetzt schreibst Du von STAUSEE, und das trifft es ganz genau!! Aber sowas von!!

    Ja, ich werde über eine längere Strecke versuchen mich zu ändern, insgesamt und in vielerlei Hinsicht. So hauruckmäßig entsteht nur Chaos, und, auch da hast Du recht, wenn man nicht aufpasst, bestätigen sich dann nur die alten Befürchtungen. Dabei liegt es eher daran, dass nach langer Zurückhaltung alles auf einmal herausbricht... Gut, wenn ich mir das auch nochmal klar mache!

    (Der arme Kerl... )

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    AW: sich (wieder) öffnen

    Hallo Goodyie,

    ich kann dir auch nur raten dich auf Freundschaftsebene zu öffnen. Achte bei den Treffen darauf, wie du dich fühlst und horche in dich hinein. Falls einer die Frage "wie geht es dir" ernsthaft beantwortet haben möchte, dann antworte ehrlich. Stück für Stück wird sich dein Stausee auflösen.

    Nimm dir Zeit und lass dir Zeit. Den Panzer abzulegen dauert etwas und irgendwann fühlst du dich wieder frei.

  6. Inaktiver User

    AW: sich (wieder) öffnen

    Zitat Zitat von goodyie Beitrag anzeigen
    Genau das mach ich zur Zeit - arbeite mich an einem Mann ab und fahre die ganze Sache nach allen Regeln der Kunst an die Wand, bzw. das, was von der Sache übrig ist, denn er hat schon erklärt, dass er mich nicht will (vorher, als ich noch zurückhaltender war). Und nun zerstöre ich mit eigenartigen Mails den Rest... ....
    Willkommen in meinem Leben......

    Mir erging es ähnlich - ich hab so lange "rumgebohrt" bis auch der wohlgesonnenste Mensch aufgegeben hätte.

    Mir fällt es leider auch sehr schwer, Vertrauen zu fassen. Das war immer ein Teil und Ursache meiner Verschlossenheit: wer mir nicht nahe kommt, kann mir auch nicht weh tun. Dabei habe ich eben - siehe oben - schon oft meine negativen Erfahrungen selbst produziert.

    Da hilft nix, da mußt du selber ran.
    Nur im Märchen und in schlechten Hollywoodfilmen taucht irgendwann ein Mensch (ein Mann!) auf, der deine liebenswerte Seite trotz aller Verwirrung erkennt und dich nicht aufgibt.

    Und dann wieder diese Angst - gleichzeitig! - andere zu bedrängen - irgendwie schon schräg, oder? Ich darf das sagen, weil ich manchmal genauso ticke....
    Für mich ist das ein Zeichen von Unsicherheit.

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    AW: sich (wieder) öffnen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da hilft nix, da mußt du selber ran.
    Nur im Märchen und in schlechten Hollywoodfilmen taucht irgendwann ein Mensch (ein Mann!) auf, der deine liebenswerte Seite trotz aller Verwirrung erkennt und dich nicht aufgibt.
    Du bringst es erneut auf den Punkt: Jetzt weiß ich, warum ich so gerne Hollywood-Liebesfilme sehe...

    Und dann wieder diese Angst - gleichzeitig! - andere zu bedrängen - irgendwie schon schräg, oder? Ich darf das sagen, weil ich manchmal genauso ticke....
    Für mich ist das ein Zeichen von Unsicherheit.
    Ja, auf jeden Fall ist das Unsicherheit. Diese Angst ist ja das, was den Panzer baut. Dann brechen sich die Gefühle mit Macht und völlig unkontrollierbar Bahn, und es setzt das totale Geruckel ein: Gefühle raus, Chaos, Panik, Überraschung bis Befremden beim anderen - Deckel panisch wieder drauf, bis zum nächsten Ausbruch.

    Da hab ich wirklich was zu tun in der nächsten Zeit... Irgendwie war ich an dem Punkt schonmal weiter.

  8. Inaktiver User

    AW: sich (wieder) öffnen

    Zitat Zitat von goodyie Beitrag anzeigen
    Da hab ich wirklich was zu tun in der nächsten Zeit... Irgendwie war ich an dem Punkt schonmal weiter.
    Weißt du, warum ich so gerne in der BriCom lese? Weil da genau wie ich Menschen mit Ecken und Kanten sind, die auch alle auf ihrem Weg sind - jeder für sich oder auch ein kleines Stück gemeinsam!

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