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Thema: Aggressivität des Partners
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07.02.2010, 14:02
AW: Aggressivität des Partners
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07.02.2010, 16:21
AW: Aggressivität des Partners
liest ihr eigentlich, dass er aggressiv ist, und nicht gewalttätig? Aggression richtet sich gegen Dinge, Gewalt gegen Personen.
Ich verstehe einfach nicht, wieso manche das nicht kapieren. Mir ist klar, dass da die Grenze schwammig ist, aber ich kenne ihn. Ihr kennt ihn nicht. Und mich als Opfer häuslicher Gewalt zu bezeichnen finde ich doch etwas krass!
Zaliara, schön dass du deine Glaskugel ausgepack hast. Kannst du mir die Lottozahlen auch verraten? Ich finde es vermessen, obwohl du mich und ihn nicht kennst, so etwas zu sagen.
Mensch A ist nicht gleich Mensch B. Mensch A wird sich vielleicht nie ändern und Mensch B vielleicht schon. Also, was soll das mit diesen Prophezeihungen, wo manche hier anscheinend wirklich denken, sie können in die Zukunft von ihnen unbekannten Menschen blicken.
Ich habe mir hier Rat gesucht, weil ich wissen wollte, wieviel Aggressivität noch normal ist. Ich persönlich dachte, dass es eben schon über die Normalität hinausgeht, wollte aber noch Bestätigung. Ich habe eigentlich nicht nach Beziehungsprognosen gefragt. Denn ich weiß was ich will, bin alt genug, weder naiv noch ist mein Selbstwertgefühl im Keller. Ich kenne und liebe meinen Freund, will mit ihm zusammenbleiben, und ihm helfen, seine Probleme in den Griff zu bekommen.
Ich könnte natürlich genauer ausführen, was noch alles zu unserer Beziehung gehört, und welche Probleme das z.B. genau sind, aber das möchte ich hier nicht, und hoffe auf Verständnis. Vielleicht hätten dann zwar mehr Leute Verständnis dafür, dass ich den Menschen, der mir sehr viel bedeutet und mit dem ich seit Jahren glücklich bin, nicht im Stich lassen will, sondern für ihn, für mich und damit für uns ihm helfen will. Weil ich liebe und weiß dass wir es schaffen können. Wir haben auch so schon einiges zusammen gemeistert.
Ich habe lieber eine Beziehung, die von großer Liebe geprägt ist, die von tiefen Gefühlen begleitet wird, wo man zusammen Spaß haben kann, lachen kann, gemeinsam so viel erlebt, dass es einen zusammenschweißt, auch wenn das heißt, dass es mal ein Auf und ein Ab ist, als eine Beziehung, wo jeder nur so nebeneinander herlebt, sozusagen ohne großartige Tiefs, aber auch ohne nennenswerte Höhen. Solche kenne ich viele, und klar, die sind wohl um einiges "stressfreier", aber auch langweiliger.
Ich sage hier nur, dass ich nicht aufgebe, denn zu lieben bedeutet für mich nicht, den Kopf in den Sand zu stecken wenn der Partner Probleme hat. Sondern sie mit ihm zu lösen und für ihn da zu sein. Vorausgesetzt er sieht das auch so. Und das ist bei uns der Fall.
So, vielen Dank auch für die rege Diskussion. Sie hat mir gezeigt, dass ich richtig lag mit meinem Gefühl, dass es so bei ihm nicht weitergehen kann und wir eben das wirklich angehen müssen. Danke. Und für die, die mir nicht gleich geraten haben: Hau ab, ein doppeltes Danke!
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07.02.2010, 16:24
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07.02.2010, 16:26
AW: Aggressivität des Partners
Etain: Mich würde nochmal interessieren, woher du denn denkst, dass ich DRECK sei für ihn? Vielleicht erging es dir so, aber mein Freund findet nicht, dass ich Dreck sei. Selbst nicht wenn er diese Ausbrüche hat. Also mit jemanden, der mich für Dreck hält, könnte ich auch nicht zusammen sein.
Woher ziehst du diese Folgerung, die ja auch recht heftig ist, v.a. da du uns nicht kennst.
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07.02.2010, 16:26Inaktiver User
AW: Aggressivität des Partners
die alte Leier - wer Beamter werden will, darf keine Therapie machen?
(und wenn er Lehrer werden will, steht er halt so vor den Kindern *seufz* )
findest Du es denn verantwortungsvoll, dass er fliegt, wenn er sich schon bei kleinen Frusterlebnissen "nicht mehr in der Hand hat"?
er soll eine "Beratung" machen bei einem entsprechend geschulten Menschen - das geht immer.
klar, das muss selbst bezahlt werden, aber das sollte es einem Wert sein - sogar als Student.
vielleicht gibt es bei der psychosozialen Beratungsstelle seiner Uni auch einen "Anti-Agressivitäts-Kurs".
sonst ist er Dich irgendwann los - und sitzt vielleicht auch sonst richtig dick in der Tinte.
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07.02.2010, 16:37
AW: Aggressivität des Partners
So, ja , das hab ich ja bereits mehrmals geschrieben: In meiner Umgebung möchte ich das auch nicht. Am liebsten wäre es mir eben, wenn er gar nicht so wäre, sondern so lieb und friedlich wie ich. Da ich ihn aber schon so kennengelernt habe, als den eher impulsiveren Typen (wenn er frustriert ist), wusste ich von Anfang an, dass er eher der temperamentvollere ist (somit erfüllt er die Klischees des Italieners, auch wenn er kein "ganzer" ist).
Nun hat sich eben die Situation dahingehend geändert, dass wir zusammenleben. Wir haben uns das sehr gut überlegt, bevor hier wieder jemand meint, einzuhaken. Nun ist es eben so, dass diese Wutausbrüche leider in den letzten 2 Jahren sag ich mal, etwas zugenommen haben, bzw. viel schneller kommen als früher. Und v.a. krieg ich sie jetzt "live" mit.
Jetzt ist es so: Ich möchte das nicht, v.a. nicht wenn ich auch in der Wohnung bin und ich möchte nicht, dass gemeinsame Dinge kaputt gehen. Wenn er zum hundersten mal sein Handy auf den Boden knallt (wenn ich nicht dabei bin) kann er das gerne machen. Aber nicht wenn ich dabei bin. Das ist meine Bedingung Nummer 1.
Bedingung Nummer 2 ist, dass diese Wutausbrüche generell wieder auf ein halbwegs akzeptables (für mich) Niveau herabgefahren werden. Dh. bei großer Frustration kann ich es nachvollziehen, bei Banalitäten nicht.
Klartext: Er muss an sich arbeiten, entweder selbst, mit meiner Hilfe, oder mit professioneller Hilfe. Die ADS-Therapie ist nur ein zusätzlicher Hoffnugnsschimmer, da eben Aggression auch eines der Symtpome ist und wieso sollte sich das u.U. nicht bessern.(Übrigens: Medikamente gegen ADS helfen den Leuten, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Bitte nehmt diese Thematik ernst und informiert euch bevor ihr darüber abwertend urteilt) Seine EINSTELLUNG zu Gewalt, wie es jemand vorher so nett beschrieben hat, ist sicherlich genauso wie meine: Es gilt, sie zu vermeiden. Deshalb schreibe ich ja auch von Aggression. Seine Einstellung dazu ist auch, dass es scheiße ist, aber er weiß einfach nicht, sich anders zu helfen. Und hier sollte man ansetzen. Nicht einfach weglaufen und sagen: Klär du erstmal alles selber!!
Also, sollte er nicht aktiv werden dahingehend, werde ich Konsequenzen ziehen. Das werde ich ihm bald nochmal eindeutig kommunizieren, dieses WE ist zuviel passiert, da macht es keinen Sinn. (Sehen uns nur am WE im Moment).
DAS ist mein Plan, mit dem ich glücklich bin, da ich 100%ig weiß, dass er unsere Beziehung nicht aufs Spiel setzen will. Er nimmt mich ernst. Es dauert bei ihm nur manchmal, bis er von selbst drauf kommt, WIE und WAS er dagegen machen kann. Und das ist wichtig. Es bringt nichts, ihn zu einer Therapie o.ä. zu zwingen. Es muss von ihm kommen. Und bis jetzt sind die Anzeichen positiv.
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07.02.2010, 16:44
AW: Aggressivität des Partners
Er studiert an keiner Uni und lehrer will er auch nicht werden. Und das mit der Verbeamtung ist leider nunmal so. Keine alte Leier. Wenn du dich damit nicht auskennst, dann bitte auch keine solchen Kommentare.
Das Fliegen ist seine große Leidenschaft. Da gibt es keinen Frust. Denk an das altbekannte Lied....Aber da können sich Menschen, die dafür keine Leidenschaft aufbringen, eben nicht reinversetzen. Verstehe ich auch.
Und Leonie, liest du eigentlich nicht richtig? Er hat ja im Grunde gar nichts dagegen, z.B. eien Therapie zu machen. Im Moment zahlt er eh alles aus eigener Tasche, die ganzen Neurologen und Psychiater, bei denen er schon wegen ADS war. Morgen z.B. hat er einen Termin bei einem weiteren Psychiater, der sich vielleicht endlich mal mit ADS auskennt. Es gibt leider nicht viele Spezialisten, die sich damit auskennen bei Erwachsenen. Es ist aber auch wichtig, erstmal eine Baustelle fertigzustellen. Danach - wenn das Problem noch besteht, kann man das angehen. Wichtig für mich ist, dass er ereknnt, dass es an IHM liegt. Und das hat er. Aber ich bin nicht dafür, alles wild durchenander zu würfeln. ADS-Therapie hier, andere Therapie da...Nein, wie gesagt, ich habe auch die Befürchtung (oder eher Hoffnugn) dass das alles etwas verknüpft ist. Und soviel Geduld habe ich, dies abzuwarten.
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07.02.2010, 16:47
AW: Aggressivität des Partners
Ahh.. und jetzt müsste ich was lernen, sonst werde ich noch frustriert und lege mich schlafen. Das ist nämlich meine Reaktion auf Frust ;-)
also, ich glaube ich schau erst später oder morgen nochmal hier rein.
Danke an alle Schreiber!
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07.02.2010, 16:49Inaktiver User
AW: Aggressivität des Partners
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07.02.2010, 16:57Inaktiver User



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