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    AW: Aggressivität des Partners

    Zitat Zitat von Makrele Beitrag anzeigen
    Ab und zu lese ich von solchen Frauen in der Zeitung, meistens im Rahmen eines Polizeiberichtes oder eines Berichts über eine Gerichtsverhandlung. Dann denke ich immer, dass derart naive und dumme Frauen nicht in Wirklichkeit gibt. Aber ich täusche mich, sie posten sogar hier!



    Klar, du bringst sogar die typischen Ausreden dafür. Was kommst als nächstes, wenn er wieder zuschlägt? Burnout, Depressionen und böse Mutti?

    Hallo!! Hast du mal jemanden, der dich schüttelt?

    Makrele
    Liebe Makrele, bitte unterlasse solche Unterstellungen in Zukunft. Danke.
    Außerdem bezweifle ich, dass du weißt, was ADS genau ist. MAche dich hierüber ersteinmal schlau, und dann können wir weiter diskutieren. ADS im Erwachsenenalter hat viele Symptome, eines davon ist erhöhte Impulsivität/Aggressivität. Aber wie gesagt, informiere dich zunächst.

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    AW: Aggressivität des Partners

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    "die Liebe ist auf beiden Seiten da" ist nun wirklich kein Grund, in einer solchen Beziehung zu bleiben.

    Liebe alleine ist zuwenig für eine dauerhaft glückliche Beziehung - da müssen schon ein paar Grundvoraussetzungen mehr vorhanden sein *seufz* .

    (und ich muss kein Huhn sein, um zu beurteilen, ob ein Ei stinkt)
    Wieso gehst du davon aus, dass da nicht mehr Grundvoraussetzungen da sind? Kennst du mich/uns?

    Und: Liebe ist vielleicht als Basis zu wenig, aber eine der wichtigsten Voraussetzugen eben, dass man nicht alles leichtfertig hinwirft, sondern FÜR den Partner da ist, weil man weiß, dass da etwas ist, dass ihn quält, ihn frustriert usw. Würde ich einfach gehen wäre mir nicht geholfen und ihm noch viel viel weniger. Ich bin nciht der Mensch, der andere, die ihm wichtig sind, mit ihren Problemen alleine lässt.

  3. Inaktiver User

    AW: Aggressivität des Partners

    Candy,

    es ist nicht normal. PUNKT.


    Zitat Zitat von Candy01 Beitrag anzeigen
    Wieso sollte ich ihn verlassen? Macht ihr das immer so, wenn etwas nicht so läuft wie "es sein soll"?
    in den ersten Jahren der Beziehung bzw. vor der Hochzeit, wenn etwas Gravierendes nicht so läuft, wie es soll - JA, natürlich.

    wie lange seid Ihr denn schon zusammen?


    Ich stehe zu ihm, aber nicht bedingungslos. Er weiß, dass mir das überhaupt nicht gefällt und dass er da etwas ändern muss. Ich bin auch bereit, ihm aktiv zu helfen. Aber die Veränderung muss von ihm aus gehen.
    TUT er denn wirklich etwas dafür?

    eine Therapie z.B. - oder zumindest eine Selbsthilfegruppe?



    Jeder Mensch hat eine Chance verdient.
    nein - ich bin nicht verpflichtet, jedem Menschen eine Chance zu geben, mein Partner zu sein oder zu bleiben.

    da ist die Frage, ob ich diese Beziehung so wie sie ist will.

    und da ist völlig egal, ob er etwas dafür kann, ob er ADS hat, etc.

    und Liebe alleine ist zu wenig Grundlage.

    und die Tatsache, dass er auch viele gute Seiten hat, auch.

  4. Inaktiver User

    AW: Aggressivität des Partners

    Zitat Zitat von Candy01 Beitrag anzeigen
    Wieso gehst du davon aus, dass da nicht mehr Grundvoraussetzungen da sind? Kennst du mich/uns?
    es gibt einige Grundvoraussetzungen, die einzeln erfüllt sein müssen.

    und wenn eine davon nicht erfüllt ist - dann geht es eben nicht.

    und dass sich mein Partner nicht so verhält, wie Du es von Deinem Partner beschreibst, ist eine Grundvoraussetzung.
    wenn die nicht erfüllt ist, ist alles andere egal - es geht nicht.

    sich dann zu trennen, ist man sich selbst schuldig.

    oder willst Du diesen Mann heiraten und mit ihm Kinder haben?

  5. Inaktiver User

    AW: Aggressivität des Partners

    Ich stimme mit Leonie überein, dass es egal ist, ob er etwas dafür kann oder nicht.

    Das einzig und allein ausschlaggebende ist, dass ICH so ein Verhalten in meiner Umgebung nicht dulden kann. So könnte ich nicht leben.

    Deswegen würde ich mich trennen.

    Und "normal" finde ich es schon gar nicht. Erst recht nicht, wenn auch "ein falsches Wort" von dir ausreicht, um diese Reaktionen auszulösen.

    Edit: Ich kann allerdings auch verstehen, dass das mit der Trennung nicht so einfach ist. Also: Wie sieht dein Alternativplan jetzt aus, Candy?
    Geändert von Inaktiver User (07.02.2010 um 11:03 Uhr)

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    AW: Aggressivität des Partners

    Zitat Zitat von Lottofee Beitrag anzeigen

    Die gute Frau ist von zu Hause aus einfach ein anderes Härte-Niveau gewohnt.
    Das ist a) ziemlicher Unsinn, schnoddrig dahergerotzt und zeigt b) dass Du weder Ahnung, Erfahrung von noch Mitgefühl für die wirren Wege(n) hast, auf die das Leben die Seele und die Liebe manchmal führt.

    Liebe Candy, ich habe die Beziehung zu solch einem Psychopathen zwei Jahre lang ertragen, ohne das Härte-Niveau von "zu Hause aus" zu haben oder zu kennen noch mich jemals dran zu gewöhnen. Ich habe mich allerdings auch nie gefragt, ob das noch "normal" ist – das war mir rasch klar, dass es mir zuviel war. Ich hatte allerdings nie Angst, sondern hielt dagegen. Ist aber furchtbar anstrengend, und die Liebe stirbt dabei natürlich und reduziert sich auf einen Machtkampf.

    Bei uns flogen rohe Koteletts durch die Küche, weil Salz auf der Arbeitsplatte gelandet war. Eine fertige, heiße Lasagne nahm mitsamt gusseiserner Auflaufform den Luftweg in den Garten über dem Thema, ob man statt Butterflöckchen darauf auch Margarine zerlassen könnte. Diverse Male räumte Monsieur mit einer Armbewegung alle Bücherregale ab, zersplitterte sich Holztabletts auf dem Knie.

    Trotz klarer Erkenntnis (die Dir noch fehlt), dass der Mann furchtbar einen an der Waffel hat und ich im völlig falschen Film sitze , hat es viele Tränen, Gespräche mit Freundinnen, Freunden und einer Therapeutin gebraucht, bis ich mich trennen konnte.
    Denn "natürlich" gab es auch die schönen Momente, das Gemeinsame, die Hoffnung auf das "Klick", das alles ändert.

    Ich denke, in einer solchen Beziehung wartet man vielleicht auf das Ereignis, mit dem man ihm beweisen kann, dass man jetzt nicht geht, weil man selbst einen miesen Charakter hat, sondern weil objektiv nichts mehr zu retten ist.

    Bei mir fanden Toleranz, Hoffnung und auch Hilfsbereitschaft, dass er "sein" Problem erkennt und angeht, ein jähes Ende, als er mich auf einer Berghütte einschloss und die ganze Nacht vor der Tür saß.

    Da dachte ich: "Das liest man immer in der Zeitung, dass ein Partner den anderen umbringt. Bei uns ist es ja auch nur die Frage, wer von uns beiden schneller ist."

    Das hat mich sehr erschreckt und die Frage aufgeworfen, warum ich es eigentlich nötig habe, mich so missbrauchen zu lassen als der Dreck, der ihm immer wieder zu solchen Aggressionen Anlass gibt.
    Bitte hoffe nicht, dass Du ihn "erlösen" könntest und dann alles gut wird. Es wird nichts gut, solange er Dich als Projektionsfläche für seine ganze Verkorkstheit hat. Du solltest nicht seine Therapeutin sein wollen, der er glücklich um den Hals fällt, wenn er seine Probleme gelöst hat.

    Und da sind wir bei "Seewinds" Vermutung, dass hinter der Aufrechterhaltung einer solchen Beziehung ein Problem mit dem eigenen Selbstwertgefühl stecken könnte. Und diese mangelnde Achtung vor sich selbst kann sich – wie bei mir – durchaus verstecken hinter Erfolg im Job, materiellem Wohlstand und gut funktionierenden sozialen Beziehungen zu anderen Menschen.

    Wer bist Du eigentlich, dass Du Dir sagen lassen musst, Du seiest an seinen Ausbrüchen Schuld? Wärest Du ja nur willfähriger oder anpassungsfähiger oder sonstwas, müsste er sich ja nicht so aufregen *ironieaus*.

    Ich denke, wie die anderen auch, dass Du ganz schnell Deine Beine in die Hand nehmen solltest. Du bist für ihn Dreck, und so behandelt er Dich auch. Sicher, er kann nicht anders, und man entschuldigt und erklärt sich das. Ich weiß selbst, wie schwer das ist, überhaupt aus so einer fatalen Verbindung herauszukommen und das möglichst schadlos.

    Ich bin nach dem 1000. Ausbruch auf einer Skipiste seinerseits wortlos zu meinem Auto runtergefahren, habe seine Straßenschuhe auf den Parkplatz gestellt und bin heimgefahren. Dort habe alle seine Telefonnummern und Erinnerungen vernichtet. Ich hatte eh nicht viele Sachen in seiner Wohnung, ich habe sie auch nie abgeholt. Er hatte bei mir gar nichts. Wäre er jemals noch vor meiner Tür aufgetaucht, hätte ich sofort die Polizei gerufen.

    Aber ich war ihm offensichtlich dann doch so unwichtig, dass er sich nie mehr gemeldet hat.
    Am Ende gilt doch nur, was wir getan und gelebt – und nicht, was wir ersehnt haben. Arthur Schnitzler

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    AW: Aggressivität des Partners

    danke, etain, dass du mit deinem beitrag sachlichkeit UND verständnis in die diskussion gebracht hast. ich bin der überzeugung, dass das eine konstruktive annäherung sein kann. ja, das thema ist außerordentlich komplex; es gäbe sehr, sehr viele themen-fäden zu entwirren und dann wieder neu zusammenzuführen.

    ich bitte darum, die richtung, die der thread in den beiträgen 9 und 11 genommen hat, nicht mehr zu beschreitenm das hilft wirklich niemandem.

    liebe kommt manchmal in sehr seltsamen gewandungen daher, tief versteckt. was nicht heißen soll, dass du, candy, der verhalten dieses mannes unwidersprochen akzeptieren sollst, weil es doch irgendwo erkennbar den kleinsten gemeinsamen nenner "liebe" gibt. das nicht. in diesem fall ist dieser nenner sehr viel zu klein. er mag größer werden können, aber ganz sicher nur, wenn der mann sehr an sich arbeitet, und das wird nur mit hilfe von außen gehen. die holt ihr euch ja wohl schon, wenn ADS festgestellt worden ist. ich wünsche euch viel erfolg!


  8. Inaktiver User

    AW: Aggressivität des Partners

    Der Beitrag von Etain hat bei mir was hervorgerufen, was ich als nachahmenswert empfinde. Nicht, dass Du ihm jetzt seine Schuhe vor's Auto stellen solltest, sondern dass Du, Candy, den Prozess aufmerksam betrachten solltest, und auch Deine Gefühle wichtig nehmen solltest, und vor allem schützen solltest. Und wenn Du es nicht mehr schaffst, diesen Gefühlen den Schutz zu geben, wünsche ich Dir viel Stärke und Mut, ihn gehenzulassen. Denn er ist erwachsen und ADHS hin oder her, er kann sich Hilfe holen, wenn er die will, und sein Verhalten ändern möchte.

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    AW: Aggressivität des Partners

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Candy,

    es ist nicht normal. PUNKT.




    in den ersten Jahren der Beziehung bzw. vor der Hochzeit, wenn etwas Gravierendes nicht so läuft, wie es soll - JA, natürlich.

    wie lange seid Ihr denn schon zusammen?




    TUT er denn wirklich etwas dafür?

    eine Therapie z.B. - oder zumindest eine Selbsthilfegruppe?





    nein - ich bin nicht verpflichtet, jedem Menschen eine Chance zu geben, mein Partner zu sein oder zu bleiben.

    da ist die Frage, ob ich diese Beziehung so wie sie ist will.

    und da ist völlig egal, ob er etwas dafür kann, ob er ADS hat, etc.

    und Liebe alleine ist zu wenig Grundlage.

    und die Tatsache, dass er auch viele gute Seiten hat, auch.

    Also, wir sind insgesamt 7 Jahre zusammen, ein bisschen länger sogar.

    Mir ist klar, dass wenn er nichts ändern will, diese Beziehung keinen Sinn mehr hat. Klar. Aber hab ich irgendwo geschrieben, dass er nichts ändern will? Er ist einfach eingefahren in Passivität, da er denkt, er könne solche Ausbrüche nicht steuern. Ihm ist klar, dass er mich damit sehr belastet, dass ich das nicht verdiene und dass er auch anderen Menschen früher schon damit wehgetan hat (v.a. als er noch bei seiner Mutter lebte). Ich habe ihm auch aufgezeigt, dass ich so nicht weitermachen will. Habe ihm gesagt, dass ich erwarte, dass er aktiv wird. Sonst kann ich leider nicht dafür garntieren, dass ich das so weiter mit mache.

    Der Grund, warum es jetzt erst so zur Sprache kommt ist der, dass wir vor einem Monat zusammengezogen sind und ich ihn nun live bei seinen Ausbrüchen erlebe. Bisher hat er die immer in seiner Wohnung vorgenommen, nachdem wir z.B. am Telefon gestritten hatten, oder er mal wieder eine schlechte Note in der Uni/Schule bekommen hatte. Ich habe "nur" relativ gezügelte Ausbrüche, wie mal irgendwas durch die Gegend werfen, was ich noch relativ normal finde, wenn man sich tierisch über etwas oder jemanden aufregt. Und es ist ja nicht so, dass ich manchmal der wirkliche Grund dafür bin, dass er genervt ist (natürlich rechtfertigt das seine krassen Ausbrüche nicht im geringsten, ich weiß, aber so kleine wutanfälle sind m.E. ok, die hab ich auch manchmal wenn etwas nicht klappt)

    Ich weiß, dass er mir nie körperlich weh tun würde und mich über alles liebt. Er sagt mir auch immer wieder dass ich ihm viel Halt gebe und dass ohne mich sehr unglücklich wäre. Und das meint er nicht als "Erpressung" oder sonstigen Gründen. Sondern weil er das einfach so meint. Uns verbinden tiefe Gefühle und wir haben auch so schon einiges "durchgemacht" zusammen. Ich werde ihn nicht aufgeben, sondern zusammen mit ihm daran arbeiten. Voraussetzung: Er macht aktiv mit und kommt aus seiner passiven Akzeptanz der Dinge heraus. (Psychotherapie u.ä. könnte u.U. seinen Job und sein liebstes Hobbie (fliegerei) gefährden, sonst würde er da schon längst drinsitzen, wir hoffen zunächst mal auf eine medikamentöse Behandlung des ADS, sobald wenigstens ein Job in trockenen Tüchern ist, kommt auch eine begleitende Therapie hinzu)

    Muss leider wieder weg!Ciao

  10. Inaktiver User

    AW: Aggressivität des Partners

    Zitat Zitat von Candy01 Beitrag anzeigen
    Ich weiß, dass er mir nie körperlich weh tun würde das haben die anderen tausende von frauen auch "gewusst"und mich über alles liebt.lmuss lieben mit leid verbunden sein? Er sagt mir auch immer wieder dass ich ihm viel Halt gebe und dass ohne mich sehr unglücklich wäre. Und das meint er nicht als "Erpressung" oder sonstigen Gründen. erpressung ist so ein hartes wort- unter druck setzen formuliert das doch viel netter. er nimmt dich an diesem punkt in die pflicht ihm zu helfen. Sondern weil er das einfach so meint. Uns verbinden tiefe Gefühle und wir haben auch so schon einiges "durchgemacht" zusammen. Ich werde ihn nicht aufgeben, sondern zusammen mit ihm daran arbeiten. Voraussetzung:merke: wer am anderen ende der hand ist- hat keine bedingungen zu stellen! Er macht aktiv mit und kommt aus seiner passiven Akzeptanz der Dinge heraus. (Psychotherapie u.ä. könnte u.U. seinen Job und sein liebstes Hobbie (fliegerei) gefährden, sonst würde er da schon längst drinsitzen, wir hoffen zunächst mal auf eine medikamentöse Behandlung des ADS, sobald wenigstens ein Job in trockenen Tüchern ist, kommt auch eine begleitende Therapie hinzu)

    Muss leider wieder weg!Ciao
    du glaubst allen ernstes dass eine tablette seine grundeinstellung zu gewalt verändern wird? seine aggressionspotiential und vorallem seine innere bereitschaft "rüberzulangen" beseitigt oder wenigstens im griff hält?

    mädel- du träumst.

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