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    AW: Irgendwo dazugehören...

    Ehrlich gesagt, bei dem Gedanken, 20 Jahre in derselben Clique aus dem heimatlichen Sportverein zu sein, mit denselben Leute, da schüttelt es mich richtig! Da hat man wenig Gelegenheit, mal eine neue Rolle auszuprobieren, weil man von der Gruppe, die einen ja schon ewig kennt, immer wieder auf das für sie Vertraute zurecht gestutzt wird.

    Selbst wenn ich ein solcher Cliquenmensch wäre (was ich nicht bin, siehe oben), wäre es für mich nicht möglich, so lange in einer Clique an meinem Heimatort zu bleiben, denn ich lebe schon lange nicht mehr dort, wo ich geboren und aufgewachsen bin.

    In Berlin, wo ich jetzt über 10 Jahre lebe, hatte ich mehrere Freundes- und Bekanntenkreise hintereinander: Zuerst die Freunde meines Partners, dann die Freunde aus einer politischen Organisation, dann Freunde unter den Gothics und jetzt neue Freunde aus unterschiedlichen Quellen: Alte Freunde, Freunde über Anzeigen und Internet Communities, neue Freunde über den Nachbarschaftsverein. Manche Freunde überdauern, zu anderen verliert man den Kontakt.

    Auf der Arbeit schließe ich in der Regel keine Freundschaften. Ich möchte einfach nicht, dass Kollegen zuviel Privates von mir wissen.
    Geändert von Latona (12.02.2010 um 14:36 Uhr)
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

  2. Inaktiver User

    AW: Irgendwo dazugehören...

    Ha, saranya, das mit dem Viel-Umziehen, das kenn' ich ja auch. Es wird einem einfach irgendwann langweilig, ne? Immer derselbe Trott, immer dieselben Leute, dieselben Gespräche...
    Dann hat man ja auch bald alles gesehen vor Ort und es wird Zeit, wieder aufzubrechen, nicht?
    Ich glaube, das hat weniger mit den Genen aber mehr mit den Gewohnheiten zu tun. Wenn man einmal damit anfängt, grosse Sprünge zu machen, dann ist es schwer, von dem Trip wieder runterzukommen und ist für das Leben an einem Ort gänzlich ungeeignet geworden.
    Ja, und das ist ja auch schon die allergrösste Hürde, langanhaltende Freundschaften aufzubauen. Wie soll das denn so auch gehen?

    Mir kommt da so'ne Doofe in letzter Zeit. Ich kann die gar nicht leiden. Die will mit mir zum Pferderennen (als ob ich darauf Bock hätte) und zu Veranstaltungen in der City (mit der doch nicht! ). Ich mag sie nicht, weil sie eine alte Meckertante ist, total negativ - und kommt sich so toll vor. Nur weil ich ursprünglich ganz grob aus einer ähnlichen Ecke komme wie sie, glaubt sie nun, eine Verbündete gefunden zu haben, mit der sie ordentlich über die Ureinwohner hier ablästern kann. Nächste Woche muss ich's wohl in aller Deutlichkeit sagen, denn sie kriegt's irgendwie nicht auf den Schirm und denkt, sie kommt mit zwingen bei mir durch! Ich bin schon sauer, wenn ich nur an sie denke...

    Ansonsten halte ich mich grade etwas fern von so gut wie jedem, weil 'se mir in letzter Zeit auf den Schlips getreten sind, mich genervt haben, Grenzen überschritten haben und egoistisch waren (alles verschiedene Leute).
    Immerhin sitze ich nicht etwa so in der Gegend rum, damit es auch schön jeder mitkriegt. Ich bin nur ruhiger als sonst und mit einigen etwas kurz angebunden, bleibe aber freundlich und halte Augen und Ohren offen für positive Signale, die ja auch immer um einen rum sind.

    Kennt Ihr eigentlich diese Träume, in denen ihr dann wieder einseht, dass es einfach nicht geht mit "der Gruppe" und Ihr Eure Sachen und Angelegenheiten schnappt und Euch alleine auf den Weg macht, das Glück zu finden? Hatte letzte Nacht grad wieder so einen...

    Lillan, wie war's?

  3. Inaktiver User

    AW: Irgendwo dazugehören...

    Hallo zusammen,

    Danke der Nachfrage, mein Debut im Marketing-Club ist gut gelungen! Erst war ich etwas überrascht, weil soo viele Leute da waren, bestimmt 100 oder so und viele recht schick.. Naja, und dann sollte ich mich also vorstellen, das hat ganz gut geklappt :) Nach einem echt interessanten Vortrag kam dann die wirkliche Herausforderung des Abends - "Imbiss und Networking". Hatte mir vorher überlegt, dass ich nach dem Vortrag einfach gehe, falls ich mich nicht wohlfühle, aber dann bin ich doch ganz mutig geblieben und hab mich an einen Tisch mit einer Gruppe von Leute in meinem Alter gestellt, mit denen ich dann auch schnell ins Gespräch gekommen bin. Alles in allem war es ein recht gelungener Abend. Mal schauen, wie es sich weiter entwickelt.. die Treffen finden halt nicht soo oft statt (1-2 Mal im Monat), denke, da dauert es schon länger, bis man richtig integriert ist.

    @Saranya: Wow, bei dir hat sich ja einiges getan! Ich finde solche Geschichten, wo Leute Bekannte/Freunde durch solche Begegnungen finden immer total interessant und spannend. Selbst bin ich da leider nicht so der Typ für - ich brauche immer einen gemeinsamen Rahmen, in dem man sich erstmal regelmäßig sieht und sich beschnuppern kann bevor ich mich mit jemandem verabrede oder einlade.

    @ Latona: Ja, Treffen mit einzelnen Freunden sind mir auch sehr wichtig, weil die Gespräch meist intensiver sind als innerhalb einer Gruppe. Gestern hatte ich so einen super Abend mit einer Freundin, einer Flasche Wein und vielen Gesprächsthemen :) Ich glaube, ich hätte einfach am liebsten beides.. meine guten "Einzel-Freunde" und eine lockere Gruppe von Leuten..

    LG & noch ein schönes Wochenende!
    Lillan

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    AW: Irgendwo dazugehören...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich glaube, ich hätte einfach am liebsten beides.. meine guten "Einzel-Freunde" und eine lockere Gruppe von Leuten..

    LG & noch ein schönes Wochenende!
    Lillan
    Nach allem, was du schreibst, hast du das schon.
    Du hast Freunde, du hast Gruppen, du lebst in einer Beziehung.
    Aber es ist nicht genug! Ich glaube, du möchtest mit einer Gruppe verschmelzen... aber wie soll das klappen?
    Es gibt keine homogenen Gruppen, immer ist da etwas oder jemand, bei dem es hakt. Es gibt Eifersüchteleien und viele unterschwelligen Strömungen, die jede Gruppe extrem störanfällig machen. Sieh dich um!
    In jeder politischen Partei, in jeder Interessengruppe kracht es irgendwann.
    Scheinbar findet dort kaum jemand das, was er sucht.
    Das scheint das Gefühl der Zugehörigkeit und Verbundenheit "an sich" zu sein.
    Dies wirst du eventuell über eine richtig gute Liebesbeziehung bekommen, die dich gleichzeitig aber auch sehr abhängig von einem bestimmten Menschen macht, oder durch eine erweiterte Sicht und Erfahrung der Dinge.
    Mir fällt spontan ein Zitat von Sartre ein, das passen könnte:

    Der sensible Mensch leidet nicht aus diesem oder jenem Grunde, sondern ganz allein, weil nichts auf dieser Welt seine Sehnsucht stillen kann.
    Jean Paul Sartre

    Ich passe übrigens auch in keine Gruppe wirklich, habe Einzel- und auch Gruppenkontakte, erstere durch Begegnungen im "Leben", zweitere durch Interessen, manches deckt sich.
    Ich nehme in den Gruppen und auch sonst von den Menschen allgemein das, was sie mir geben KÖNNEN und mehr erwarte ich nicht, denn jeder lebt in seinem eigenen Kosmos.
    Damit fühle ich mich meistens wohl.

    Ob dir das weiter hilft, weiß ich nicht!


    LG
    Lalique
    Geändert von Lalique (14.02.2010 um 16:12 Uhr)
    Do what makes your heart sing

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    AW: Irgendwo dazugehören...

    Interessantes Thema, ich kann mich in vielen Beispielen wiederfinden. Ab und an überkommt mich schon mal der Gedanke dass ich vielleicht nicht "Normal" sein könnte oder an einer "sozialen Phobie" leiden würde. Stimmt aber nicht. Ich bin gerne alleine, kann mich sehr gut beschäftigen, suche aber auch das Gespräch und den Austausch mit Anderen, wenn "mir danach ist".

    Bedingt durch 2 Scheidungen und insgesamt 7 Umzügen hat sich mein Freundeskreis im Laufe der Jahre "verflüchtigt". Geblieben ist mir noch eine einzige Freundin, die ich allerdings auch nur ab und zu sehe. Ich gehe Dienstags regelmäßig in den Englisch-Kurs an der VHS, dort hat sich eine Art Gruppe gebildet, wir sind insgesamt 8 Leute die jetzt mittlerweile zusammen den 3. Kurs besuchen.

    Mit Kolleginnen treffe ich mich ab und zu zum Essen nach Feierabend, immer die gleichen Kolleginnen, wir sind dann mit 6 Frauen und passen gut zusammen.

    Das wars aber auch schon. Mehr kann und will ich nicht. Ich fahre sehr gerne Rad und mache gerne Sport im Wald. Aber am liebsten alleine oder mit meinem Hund, der quatscht wenigstens nicht ununterbrochen. Ich kann einfach so eine Dauerbequatschung nicht ertragen - es macht mich nervös.

    Ich bin in 3. Ehe verheiratet und habe 2 Kinder aus 2. Ehe. Zu unserem Haushalt gehören neben unserem Hund noch 2 Katzen und 2 Vögel, vom Geräuschpegel her ist das schon mehr als genug für mich. Ab und zu macht es mich schon nervös dass ständig jemand in meiner Nähe ist. Schon als Kind habe ich immer meine Auszeiten gebraucht und sie mir auch genommen. Bin ich unnormal? Wenn ja- dann bin ich es gerne.

  6. Inaktiver User

    AW: Irgendwo dazugehören...

    Lalique, toller Beitrag von Dir!
    Ich komme mir bei Deinen Anregungen selber sehr auf die Schliche. Aber das wusste ich auch vorher schon irgendwie, konnte es aber nicht so gut benennen.
    Auch 'ne Liebesbeziehung kann nicht wirklich was dran ändern, glaub' mir.

    Ich muss auch immer an Erikson's erste Stufe, Urvertrauen vs. Urmisstrauen denken. Das passt aber sowas von Faust auf's Auge bei mir.

    Deswegen versuche ich auch nicht mehr so sehr, etwas ausserhalb von mir zu finden, denn die Resultate sind mir mittlerweile sehr bekannt, auch im Vorfeld schon.

    Wenn ich was erreichen will, muss ich bei mir und meinem Erleben ansetzen. Und das klappt auch, da bin ich ganz sicher.

  7. Inaktiver User

    AW: Irgendwo dazugehören...

    Zitat Zitat von Lalique Beitrag anzeigen
    Das scheint das Gefühl der Zugehörigkeit und Verbundenheit "an sich" zu sein.
    Dies wirst du eventuell über eine richtig gute Liebesbeziehung bekommen, die dich gleichzeitig aber auch sehr abhängig von einem bestimmten Menschen macht, oder durch eine erweiterte Sicht und Erfahrung der Dinge.
    Mir fällt spontan ein Zitat von Sartre ein, das passen könnte:

    Der sensible Mensch leidet nicht aus diesem oder jenem Grunde, sondern ganz allein, weil nichts auf dieser Welt seine Sehnsucht stillen kann.
    Jean Paul Sartre
    Das Zitat muß ich mir merken .

    Bei mir ist es so, dass ich selbst in meiner langjährigen Beziehung dieses Gefühl der Zugehörigkeit und Verbundenheit nur selten habe.
    Was sicherlich an mir selbst liegt.
    Allerdings leide ich darunter komischerweise weniger, als unter der fehlenden Gruppenzugehörigkeit.

  8. Inaktiver User

    AW: Irgendwo dazugehören...

    Hallo Lalique,

    danke für deinen Beitrag, der mich berührt.. vielleicht, weil du ins Schwarze getroffen hast..!?

    Ja, es sind auf jeden Fall Verbundenheit und Zugehörigkeit, die ich suche.. auch wenn ich mich mit meinem Partner stark verbunden fühle. Ich glaube, ich könnte nicht mit jemandem zusammen leben, mit dem ich mich nicht verbunden fühle. Aber scheinbar reicht das nicht. Ich denke halt auch oft, dass ich mich ohne meinen Partner -trotz Freunde - sehr einsam fühlen würde und der Gedanke macht mir auch Angst.

    Ich sollte vielleicht versuchen, meine Sichtweise und Erwartungshaltung zu ändern. Wie du es sagst, Lalique, das annehmen, was andere Leute geben können und nicht mehr erwarten. Oder wie Catinka bei mir selbst und meinem Erleben anfangen.

    "No man is an island" - irgendwie ja leider doch..!?

    LG
    Lillan

  9. Inaktiver User

    AW: Irgendwo dazugehören...

    Ist der Witz: da erzähle ich hier gross vom "bei mir selber ansetzen" und dann drehe ich mich um und kontaktiere die nächstbeste Gruppe am Orte.
    Und was soll ich sagen? Eine ganz nette Dame dabei gefunden, die mir eine ellenlange Email geschickt hat und gleich meinte, ob wir mal auf ein Tässchen Tee und so... Jaklar! Lass' uns mal!
    Wie nett!

    Naja, aber trotzdem bleibe ich meinem Prinzip auch treu: heute mache ich mich alleine auf die Socken um auf einen Mega-Event zu gehen. Hatte im Team noch ein bisschen rumgefragt, aber die Angebote und Zeiten der Leute haben mir nicht zugesagt. Was soll die Quälerei also?

    Dann habe ich auch nochmal bei meiner netten Bekannten angefragt, wie's denn mal wäre mit 'nem Stück spazierengehen. Sie hat keine Zeit momentan, aber irgendwann kriegen wir das noch hin.

    Mit der anderen Bekannten/ Freundin, auf die ich mich viel zu sehr versteift hatte für eine Weile hätte sich was ergeben können für's Wochenende, aber ich habe ein recht ungutes Gefühl dabei und habe alles abgesagt. Ich möchte mich erstmal von ihr ein bisschen fernhalten.

    Ich glaube, die Mischung macht's und so gaaanz langsam lerne ich die 'richtige' Dosierung von Erwartungshaltung, Auf-Leute-Zugehen, Geduld und Verständnis haben und alleine was unternehmen. Diese Mischung macht's, das soziale Geflecht in bereichernder Balance zu halten.

    Wir kriegen das noch hin mit dem Ausbau unserer Sozialkompetenz, wäre doch gelacht!

    Spannend, was Du schreibst, Lillan, hat mir gut gefallen!

  10. Inaktiver User

    AW: Irgendwo dazugehören...

    Hallo zusammen,

    es gibt News zum Thema Gruppe von mir... und zwar sehr, sehr schlechte...

    Wir hatten es ja in letzter Zeit geschafft, eine kleine, aber feine Badminton-Gruppe aufzubauen, bestehend aus meinem Freund und mir, einem Kumpel und einer guten Freundin aus Studienzeiten. Der Mann dieser Freundin ist der beste Freund meines Freundes und er war hin und wieder auch dabei. Wenn er nicht dabei war, ist uns schon aufgefallen, dass der Kumpel und unsere Freundin sich sehr gut verstanden haben, viele Witzchen gemacht haben etc. Aber wir hätten NIEMALS gedacht, dass da irgendwas passieren würde, da beide sehr solide, vernünftige Menschen sind..
    Nun kam heute leider eine Mail vom Mann unserer Freundin an uns alle (meinen Freund, mich, Kumpel), dass die beiden mit uns drein nichts mehr zu tun haben wollen, da der Kumpel versucht hätte, ihm seine Frau auszuspannen. Ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen, aber da die beiden ausdrucklich wünschen, nicht kontaktiert zu werden, wird es wohl erstmal keine Klärung geben...

    Bin sehr, sehr traurig, in erster Linie für meinen Freund, da er nun wohl seinen besten Freund verloren hat und evt. auch seinen Kumpel wegen dieser Sache. Und natürlich auch für mich, da ich die Gruppe verloren hab, die vielleicht das war, was ich gesucht habe...

    Wisst ihr was... ich sch*** in Zukunft auf Gruppen, machen nur Ärger...

    Traurige Grüße
    Lillan

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