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  1. Inaktiver User

    AW: Irgendwo dazugehören...

    bootsfrau...

    Irgendwie kommt mir das bekannt vor. Ich kam mir allerdings nicht so sehr "gedulded" vor als dass ich mich einfach "zu toll" fühle. *Schäm* Ich finde die Interessen, Aktivitäten und Ziele vieler Gruppen so schrecklich ordinär und kann gar nicht glauben, dass man sich für "sowas" über längere Zeit begeistern kann. *Naserümpf*
    Das geht mir im Job so, im Studium, mit manchen losen Freundinnen (die mit ihren Salsatanzkursen ).
    Mein Bester sagt ja immer, dass ich einfach die richtigen Leute noch nicht getroffen habe.
    In sowas kann man sich dann ja auch schön snobmässig aalen.

    Ansprüche runterschrauben ist glaube ich echt der Schlüssel. Man wird wohl selten oder nie jemanden treffen, bei dem alles irgendwie stimmt. Aber es gibt doch tatsächlich viele Menschen, bei denen gewisse Persönlichkeitsanteile zu einem passen - andere dann weniger - aber das ist doch eigentlich ok - solange es nicht komplett gegen die eigenen Werte geht.
    Ich will mich ja auch immer mit allen am liebsten ganz toll und 100% verstehen und bin deswegen schnell entsetzt, wenn die dann das Musical Mama Mia mögen oder sowas...
    Toleranter sein - und sich vielleicht halt auch nicht gleich die Begegnung des Lebens erhoffen. Für'n Kaffee sollte es doch reichen. Muss ja auch nicht so oft sein, wenn man Kopfweh davon kriegt, ne?

    Ach, weiss auch nicht, kommt mir dann manchmal vor wie ein fauler Kompromiss.

    Vielleicht auch einfach akzeptieren, dass das halt oft irgendwie nicht passt und lernen, sein Ding alleine zu machen. Dabei muss man aber aufpassen, dass man nicht bitter wird. Meine coole Kollegin von der Arbeit ist da ein bisschen zu tief reingerutscht. Insgesamt sehr intelligent, nett und interessant, lebt sie seit 20+ Jahren alleine. Manchmal ist 'se echt finster drauf. Das will ich auf keinen Fall, denn es kann ja niemand was dafür dass ich zu geil für diese Welt bin, ne?

    Mal sehen ob ich jetzt auf's Maul kriege für solch unsoziale Offenbarungen von mir hier.
    Verdient hätt' ich's wohl, glaube ich.

  2. Inaktiver User

    AW: Irgendwo dazugehören...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich will mich ja auch immer mit allen am liebsten ganz toll und 100% verstehen und bin deswegen schnell entsetzt, wenn die dann das Musical Mama Mia mögen oder sowas...
    Also Mama Mia geht aber auch wirklich garnicht ...

    Was du beschreibst, kenne ich von mir auch. Sich nur "geduldet" fühlen und sich "zu toll" fühlen schließen sich nicht unbedingt aus.

    Bei mir ist es oft so eine Mischung: einerseits fühle ich mich außen vor, weil alle anderen sich so gut verstehen, andererseits interessieren mich bestimmte Aktivitäten und Themen einfach nicht, und ich will mich auch keiner Gruppendynamik unterwerfen.
    Bei so einer Konstellation muß man dann ehrlich sagen, dass da der Wunsch zur Gruppe dazuzugehören nicht so riesig ist.

    Und ich finde es auch ok, dazu zu stehen, dass man nicht überall reinpasst. Zumindest, solange man noch Leute hat, die einen mögen (auch wenn es außerhalb einer Gruppe ist).

  3. Inaktiver User

    AW: Irgendwo dazugehören...

    Ahsoo, bootsfrau! Ja da hast Du schon Recht.
    Ach, ist dann auch einfach mal so, wa?

    Ich hab' noch Leute, die mich mögen. Die kennen mich ja auch nicht richtig!

  4. Inaktiver User

    AW: Irgendwo dazugehören...

    Hallo zusammen,

    schön, dass es hier weiterging in meinem Thread.. jetzt sind wir schon fast sowas wie eine Gruppe ;)

    @ Catinka: Das mit den häufigen Jobwechseln und Zeitarbeit kenne ich leider auch. Ich fand es ganz furchtbar, nie richtig dazuzugehören.. ich glaube, aus diese Zeit habe ich echt so ein kleines Trauma davongetragen..

    @ Bootsfrau: Diesen Hanni&Nanni-Fantasien mit Mädels-Pyjamaparty etc. hänge ich auch manchmal nach.. Und die eine oder andere Freundin von mir hat sogar so eine Clique... Neid...!!! Als ich vor 5 Jahren neu in meine Stadt gezogen bin, habe ich durch eine Bekannte eine super-nette Mädels Clique kennengelernt. Leider zerbrach die Gruppe schon nach einigen Monaten, da 2 Mädels wegzogen. Und seitdem hat sich leider kein neues Trüppchen gefunden..bzw. von der alten Clique sind außer mir nur noch 2 andere übrig und mit ihnen fühle ich mich oft außen vor, da die beiden zusammen arbeiten und sich einfach viel öfter sehen.
    Aber ist doch super, dass du einen Stammtisch gegründet hast! Dazu gehört auch ne Portion Mut und Engagement!

    Am Montag ist das erste Marketing-Club-Meeting und ich bin wirklich gespannt. Ich hoffe, die Leute werden offen sein und mich aufnehmen. Naja, und falls nicht, lerne ich vielleicht wenigstens was für meine Arbeit, denn es wird einen Vortrag geben, der recht interessant klingt.

    LG & ein schönes WE!
    Lillan

  5. Inaktiver User

    AW: Irgendwo dazugehören...

    [QUOTE]
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    saranya!
    Dein letzter Beitrag hätte fast Wort für Wort von mir kommen können!
    Du - wenn ich Deine Biografie so lese, wir haben wahnsinnig viel gemeinsam.
    Schon klar, dass Du normal meine beste Freundin wärest, ne?

    Geht mir auch so, wenn ich Beiträge von Dir lese. Ja, schade dass wir uns nicht im realen Leben begegnet sind. Da könnten wir bestimmt viel Spaß haben.


    Freimaurer…, ach ne. Das ist ja ein Geheimbund. Hab nur mal was zur Struktur gelesen, die Inhalte sind streng geheim & Frauen kommen da eh nicht rein, soweit ich weiß.

  6. Inaktiver User

    AW: Irgendwo dazugehören...

    So ein bisschen ähnlich wie bei Euch, Catinka & Bootsfrau, war es bei mir auch immer mit den Gruppen. Bin schon im Kiga nicht wirklich klar gekommen. Schulen, Jobs usw. war ähnlich. Wollte eigentlich gar nicht dazu gehören. Fand es schwierig, mich mit Sachen zu beschäftigen, die mich so 0 interessiert haben. Bin dann auch nicht so freundlich & offen & kann/will nicht über jeden Mist eine halbe Stunde labern.
    Dafür hab ich aber ständig Leute um mich gehabt, wo es sich zufällig & vor allem freiwillig ergeben hat (Schule usw. war eher Zwangsgemeinschaft & da hatte ich immer nur 2-5 Leute, mit denen ich mich verstanden hab). Das hoffe ich jetzt auch zu finden. Geh morgen mal auf eine Tierrechtsveranstaltung. Nicht primär um Leute kennen zu lernen. Aber mal hier raus & vom Schreibtisch weg. Außerdem ist es ja was Sinnvolles.

    Lillan & Catinca, das ist ja schlimm mit der Zeitarbeit. Hatte ich nur einmal. Das waren katastrophale Zustande, größtenteils illegale Praktiken. Konnte meine Klappe nicht halten & wurde nach nicht mal einer Woche geschmissen. War aber nicht schade drum!

    Viel Glück am Montag, Lillan!

  7. Inaktiver User

    AW: Irgendwo dazugehören...

    Ja klar! Das hier ist natürlich 'ne Gruppe!
    Was witziges vor ein paar Jahren: da habe ich doch tatsächlich so eine Yahoo-Community gefunden, in denen sich selbsterkorene Einsiedler ausgetauscht haben. Janee, ist klar. Die müssen ja auch Gruppen bilden. Hmm...
    Der Gründer hatte wirklich ein paar schwere Probleme mit Depressionen und so, das war schon nicht mehr gesund, was der immer so schrieb... Ich bin dann wieder weg da, war nicht so meine Gruppe. ROFL!!
    Achja, und dann war da diese Sympatische an der Hochschule. Wir tauschten uns darüber aus, wie das komisch ist, dass wir nirgends so recht dazugehören würden und dass das mit den Freundinnen auch nicht richtig klappt. Da meinte dann Elli, die dabeisass, dass wir doch jetzt gute Freunde werden könnten! Mensch, Elli! Pickst Du's nicht? So funktioniert das doch überhaupt nicht! Natürlich bin ich nie befreundet geworden mit der Sympatischen, ist doch wohl klar, ne? LOL!

    Lillan, Zeitarbeit ist so gesehen echt zum kotzen. Wie die einen teilweise behandeln, nicht?
    Andererseits hat mir die Zeit aber auch ungeheur viel gebracht. Was es nicht alles für Jobs gibt... Mensch und was ich nicht alles tun könnte, was ich für unglaubliche Jobangebote bekommen habe! Es waren auch Menschen dabei, die sehr hilfreich waren und mir immer Tips gegeben haben, wie ich denn an was festes rankäme. Das war sehr interessant teilweise, denn jeder sprach natürlich von seiner Warte: also, wenn Du dann eine Festanstellung im Labor/ im Hafen/ auf dem Schrottplatz/ auf der Baustelle willst, dann brauchst Du nur... (das war jetzt tatsächlich nicht übertrieben, es handelte sich wirklich ehrlich um die erwähnten Bereiche!) Die Kohle wäre immer gut gewesen, für den Hafen wollten sie mich direkt einstellen (als Abnahmebeamtin, nicht was Ihr denkt! ), aber die einizig weibliche Kollegin meinte auf Befragung, wie das denn so wäre mit alles Kerls, dass man auf keinen Fall weinen dürfe. Dann hätte ich auch noch 24 Stunden am Tag 7 Tage die Woche Bereitschaft gehabt. Also Beine in die Hand.
    Und in der Bank meinten sie zu mir, dass es auf jeden Fall sehr unterhaltsam war die 2 Wochen mit mir. Ich glaube, die waren froh, dass dann wieder Ruhe einkehrte.
    Also, abenteuerlich war das ganze auf alle Fälle - aber man kam sich manchmal schon saumässig einsam und verloren vor in den Pausen. Ist ja v.a. schlimm, wenn man dann noch neu am Orte ist und eh keinen kennt, der einen nach der Arbeit auffängt. Trotzdem: ich würd's u.U. nochmal machen.


    Bei mir ging das so richtig nach der Schule los mit dem Anderssein, glaube ich. Meine Lebensumstände waren dann auch objektiv recht anders als die der anderen. Und das nahm mit der Zeit nur noch zu, sodass ich mir immer komisch vorkam. Da ging das dann auch langsam los mit dem bewussten Abkapseln und Naserümpfen. Allerdings habe ich da noch darunter gelitten wie Hund und verbrachte viele Stunden damit, zu versuchen rauszufinden, was denn bloss los und falsch sei an mir und wie ich das wieder hinkriegen könnte. Ich habe dann immer mal wieder rumprobiert, mich auf Leute eingelassen und ein paar echt blöde Erfahrungen gemacht, an denen ich auch nicht unschuldig war, weil ich mich oft so ambivalent verhielt. Anderen, auf die ich mich dann versteift hatte, weil sie m. M. nach super zu mir passten, habe ich es schrecklich krumm genommen, wenn die nicht meine beste Freundin werden wollten. Da war ich aber beleidigt - und verletzt!
    Tja, mit diesen Tendenzen quäle ich mich immer noch rum, obwohl ich es jetzt ein bisschen besser unter Kontrolle habe. Ich zeige es einfach nicht mehr so deutlich, aber manchmal rumort es innerlich noch sehr. Auch die Ambivalenz habe ich nicht ganz abgelegt, es gibt da mindestens 2 Kandidatinnen in meinem Umfeld wo ich immer in Bezug auf Kontakt denke: Ja. Nein. Ich weiss nicht. Wie war die Frage? Ich kann mich zu denen nicht wirklich bekennen, aber so ganz fallen lassen mag ich sie auch nicht, weil sie ja auch ein paar nette Seiten haben.
    Aber wenn ich's mir recht überlege: so wird es doch wohl den meisten von Zeit zu Zeit gehen. Ist wahrscheinlich sehr "normal", solange man nicht am Rad dreht, wie ich's früher gemacht habe...

    Was mir noch auffällt an mir: ich will in meinem Eremitendasein wahrgenommen werden! Einige Zeit habe ich es mehr oder weniger gezwungenermassen sehr stark betrieben, dieses Alleine-was-machen. Aber es fehlte immer was. Keiner wusste, dass ich überhaupt exisiterte. Das war hart. Dann bin ich also zurück zu Mit-Leuten-was-machen. Aber das war dann wieder so überwältigend! Viel zu viel. Nun habe ich eine Position gefunden, in der ich allein sein kann aber nicht wirklich alleine bin. Leute kennen mich, sehen mich, sprechen mit mir, aber ich muss nicht unbedingt "eingegliedert" werden, darf also alleine irgendwo sitzen und Zeitung lesen oder im Internet surfen und muss nicht auf machen.
    Das scheint für mich die Lösung zu sein. Alleine muddeln aber Leute irgendwie greifbar haben. Und dass die Leute sehen: Ja. Da sitzt Catinka. Die will mal in Ruhe gelassen werden.


    Lillan, von mir auch viel Spass beim Marketing-Club-Meeting! Auch wenn's beim ersten Mal vielleicht noch nicht gleich so "Jubel" wird und so - mach' das ruhig erstmal 'n paar Mal, dann wirst Du sehen. Ach, weisst Du ja sicher selber.

    *Winkt rüber zu saranya*

  8. Inaktiver User

    AW: Irgendwo dazugehören...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    J

    Was mir noch auffällt an mir: ich will in meinem Eremitendasein wahrgenommen werden! Einige Zeit habe ich es mehr oder weniger gezwungenermassen sehr stark betrieben, dieses Alleine-was-machen. Aber es fehlte immer was. Keiner wusste, dass ich überhaupt exisiterte. Das war hart. Dann bin ich also zurück zu Mit-Leuten-was-machen. Aber das war dann wieder so überwältigend! Viel zu viel. Nun habe ich eine Position gefunden, in der ich allein sein kann aber nicht wirklich alleine bin. Leute kennen mich, sehen mich, sprechen mit mir, aber ich muss nicht unbedingt "eingegliedert" werden, darf also alleine irgendwo sitzen und Zeitung lesen oder im Internet surfen und muss nicht auf machen.
    Das scheint für mich die Lösung zu sein. Alleine muddeln aber Leute irgendwie greifbar haben. Und dass die Leute sehen: Ja. Da sitzt Catinka. Die will mal in Ruhe gelassen werden.
    In dieser Beschreibung finde ich mich auch ganz gut wieder (besonders in dem Punkt mit dem Eremitendasein ): der Wunsch nach Kontakt ist da, aber es darf halt nicht zu viel werden.

    Geht mir zum Beispiel mit der Kantinenrunde meiner Abteilungskollegen so: ich möchte die Option haben, mit ihnen essen zu gehen, wenn ich Lust dazu habe.
    Aber ich möchte mich nicht gezwungen fühlen, mitzugehen, wenn ich eigentlich lieber die Pause mit surfen oder lesen verbringen möchte.

  9. Inaktiver User

    AW: Irgendwo dazugehören...

    Hallo!

    Lillan, wie war das Marketing-Club-Meeting?

    Catinka: Man wird wohl selten oder nie jemanden treffen, bei dem alles irgendwie stimmt. Aber es gibt doch tatsächlich viele Menschen, bei denen gewisse Persönlichkeitsanteile zu einem passen - andere dann weniger - aber das ist doch eigentlich ok - solange es nicht komplett gegen die eigenen Werte geht.
    So seh ich das auch schon lange & hab nicht mal mehr die Erwartung, dass alles stimmt. So jemanden müsste man sich basteln.

    Bootsfrau: Und ich finde es auch ok, dazu zu stehen, dass man nicht überall reinpasst. Zumindest, solange man noch Leute hat, die einen mögen (auch wenn es außerhalb einer Gruppe ist).
    Eben!
    Problem bei mir war nur, dass diese Leute alle weit weg sind & in der ‚neuen’ Umgebung niemand ist.
    Keine Ahnung, wieso ich ständig umziehe. Denk schon wieder daran. Hier geb ich mir drei Jahre. Vielleicht werden es mehr? Aber nicht in der Wohnung. Manche meinen, dass sei genetisch, weil ich Zigeunerin bin, zumindest halb. Aber das ist Quatsch. Niemand aus meiner Verwandtschaft ist so viel umgezogen. Wahrscheinlich find ich auf dem Planeten eh keinen Ort, wo es einigermaßen (nicht 100%) stimmt.

    Mit Schulen usw. war es so, dass ich immer zu den paar Außenseiter_innen gefunden hab & mit ihnen sehr gut klarkam. Eine gehört immer noch zu meinen besten Freund_innen. & aus der ersten Sekundarstufe (nennt man das so, bis zur 10. Klasse?) hab ich noch einen Schulfreund, den einzigen. Damals war ich nur ein Jahr auf der Schule (Schulen hab ich auch ständig gewechselt) & mich da mit niemanden verstanden. Ihn hab ich erst später wieder getroffen & da haben wir uns angefreundet. Werd ihn im März besuchen fahren. Er kriegt bald ein Baby.


    CatinKa: Andererseits hat mir die Zeit aber auch ungeheur viel gebracht.
    Auf diese Jobgesuchaktionen kann ich gerne verzichten. Im Nachhinein hat man zwar was zu erzählen, aber wenn man involviert ist, macht es nicht so viel Spaß.
    Zum Teil hab ich das immer noch. Wegen der Selbstständigkeit muss ich immer neue Aufträge suchen. Da erlebt man auch ganz kuriose Sachen (...). & zwischendurch hatte ich schon die seltsamsten Nebenjobs. Wenn ein Kunde sich bis April nicht berappelt & nichts Neues reinkommt, muss ich wieder einen Nebenjob suchen. *Graus!*



    Hat sich bei Euch was weiter entwickelt?

    Hier war einiges:

    Die Tierrechtsleute sind sehr nett & da mach ich jetzt was mit, wo man sich jede Woche trifft. Hat auch Aussichten auf Erfolg. Hätte mich auch für später noch verabreden können. Hab aber gedacht, dass es erst mal reicht.

    Dann hatte ich vor einiger Zeit hier Schuhe draußen gefunden, die in sehr gutem Zustand waren. Hier werden oft Sachen zum Mitnehmen rausgestellt.
    Kam im Anschluss auf die Idee einen Thread aufzumachen über solche Fundsachen. Das hatten die TN etwas falsch verstanden & dachten an Klauen. Sie haben mich auf die Idee gebracht, dass jemand die Schuhe verloren haben könnte. Daraufhin hab ich Zettel ausgehängt. Die waren aber immer nach 2-3 Tagen weg. Andere blieben aber hängen.
    Später lag noch ein Paar Schuhe an der gleichen Stelle, in einer Plastiktüte & einer bisschen draußen. Hab sie angeschaut: auch fast neu, aber nicht mein Fall (Wildleder, braun & Absatz). Die waren auch am nächsten Tag weg.
    Zettel wieder dran gemacht & irgendwann hat eine Frau angerufen, dass ich es endlich mit en Zetteln lassen soll. Die Schuhe wären von ihr & sie hat einfach nur rausgestellt, was sie seit Jahren im Schrank hat, aber kaum angezogen hat.
    Die war so nett, da hab ich sie gleich auf einen Kaffee eingeladen. Sie wollte erst nicht, ist dann aber doch hergekommen & wir haben uns über Kunst unterhalten. Hab gleich mal Tipps gekriegt zum Ausstellen. Irgendwann ruf ich sie nochmals an. Sie ist so zurückhaltend & will nicht aufdringlich sein. Aber wenn sie erst mal hier ist, erzählt ganz viel & ganz offen.

    Ein andermal saß plötzlich ein Kater in meinem Büro. Paar Tage darauf hab ich einen Zettel gesehen, dass so einer vermisst wird. Da angerufen & die Frau kam gleich rum. Hat erzählt, dass sie sich für Katzen, Hunde und Füchse einsetzt. Am nächsten Tag kam sie wieder, damit ich einen Flayer mit Photos für den vermissten Kater mach. Sie meldet sich bestimmt noch. Die ist nicht zurückhaltend (…). & der Kater kommt bestimmt auch wieder her, nicht zu mir, zu den Mietzen.

    Dann wünsch ich Euch noch ganz viel Glück mit Bekanntschaften & Freundschaften!

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    AW: Irgendwo dazugehören...

    Liebe Lillan,

    ich habe mich mit der Integration in Cliquen immer schwer getan. In meiner Jugend war ich oft Aussenseiterin, man mochte mich in Gruppen nicht besonders, wohl aufgrund einer bestimmten Andersartigkeit. Zwar habe ich mich immer wieder politischen Gruppen angeschlossen, aber da war nicht unbedingt viel Platz für Privates und Persönliches. Ich hab halt mit den Leuten zusammen gewisse Ziele verfolgt und darauf hingearbeitet. Insofern war ich da zwar zugehörig, aber geborgen habe ich mich nicht gefühlt.

    Irgendwann bin ich dann mal auf den Trichter gekommen, dass ich eigentlich viel lieber mit einzelnen Freundinnen und Freunden zusammen bin. Bei solchen Treffen ist der Kontakt viel intensiver, weil man sich nur miteinander beschäftigt, und niemand anders die Aufmerksamkeit ablenkt. Manchmal lade ich meine Freundinnen und Freunde zum Essen ein, und dann muss man immer Gesprächsthemen finden, die allen zusagen, aber es klappt. Aber diese Freundinnen und Freunde kennen sich halt nur über mich. Oder ich gehe mit einer Freundin und ihren Freunden zusammen weg, zu denen ich selbst aber auch keinen Kontakt habe.

    Im Moment bin ich in einem Nachbarschaftsverein aktiv, wo auch einige Freunde und gute Bekannte von mir sind. Da fühle ich mich schon persönlicher aufgehoben als in den politischen Gruppen. Mir reicht es aber, wenn ich bei den entsprechenden Veranstaltungen die Leute treffe bzw. wenn ich mit einigen von denen selbst Veranstaltungen vorbereite. Teilweise sprechen wir da auch über Persönliches. Ich muss jedoch nicht dauernd mit den Leuten noch privat zusammen hängen.

    So eine feste Clique aus Freundinnen und Freunden um mich rum möchte ich gar nicht mehr. Es spielt auch ein bisschen die Angst mit, dass man alle anderen Freunde verliert, wenn man sich mit einem oder zweien aus einer solchen Gruppe verkracht. Von daher habe ich meine Freundinnen und Freunde doch lieber unabhängiger voneinander. Es sind auch nicht viele, ca. 5 an der Zahl, der Rest sind Bekannte.

    Grüße von Latona
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

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