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  1. User Info Menu

    Probleme mit Kollegen

    Hallo,
    ich hätte eine Frage. ich bin in einer Ausbildung (Uni), in der wir eine ziemlich kleine Gruppe sind (um die 15 Leute nur). Ansich würden wir uns gegenseitig auch brauchen, da das Fach sehr schwierig ist.
    Nun weiß ich nicht, wie ich in diese Rolle gerutscht bin, so dass ich quasi in dieser Gruppe das Schlusslicht bin (fachlich mittel, aber ansonsten, bin ich knapp dran, ausgeschlossen zu sein). das macht mir sehr zu schaffen.
    Und ehrlichgesagt weiß ich gar nicht, wie das so weit gekommen ist. Ich bin wirklich ein freundlicher, lieber Mensch - von mir kann jeder alles haben. Ich bin nicht intrigant oder so. Manchmal bin ich ein bisschen ruhiger. Vor allem dann, wenn ich merke, dass es da einige Kolleginnen gibt, die so darauf aus sind ihren Status zu sichern. Quasi ihre Position in der Gruppe, als Ansprechsperson und als Auswahlpersonen, mit wem sprechen wir, wen lassen wir eher links liegen.
    Ich weiß nicht, ob ihr wisst, was ich meine: Es gibt da in der Gruppe ja immer solche. Bzw. nicht immer, denn im Studium passiert mir das erstmals.
    Ich weiß einfach nicht, wie ich mit meinen Kollegen umgehen soll. Ich möchte gemocht werden und dabei sein. Stattdessen ist es ein ständiges Auf und Ab, wer mit mir spricht. Mir erscheint schon, es ist Taktiererei in der Gruppe: Spreche ich mit Ellisa; ah ja, aber sie ist ja nicht so mitten in unserer Gruppe, damit könnte ich dann selbst meine Position wieder verschlechtern. De facto geht auch ziemlich viel "Angst" in der Gruppe um, weil es fachlich einfach hart ist. Also will sich niemand schaden, indem er mit jemandem spricht, der ihm uU im Weiterkommen schaden könnte.
    Ich schreibe deswegen, weil ich dieses Studium unbedingt weitermachen möchte. Ich würde meine Gruppe auch brauchen. Aber im Moment werde ich behandelt wie das Schlusslicht der Gruppe. Ellisa, ist gut genug, sie anzurufen, wenn man was braucht. Aber wenn Ellisa anruft, dann heben zumindest einige Kollegen nicht ab, schreiben nicht zurück etc.
    Mich kränkt das furchtbar, mich demütigt das auch furchtbar. Weil ich ehrlich auskommen möchte mit den anderen und weil ich auch echt ein netter Mensch bin. Mir ist schon klar, dass es hier auch um Konkurrenz geht. Aber ich fahre nie auf der Konkurrenzschine. Also muss auch keiner fürchten, dass ich ihm gefährlich werde.
    Kann mir uU jemand ein paar Tipps geben, wie ich mich in der Gruppe besser behaupten könnte. Ich fühle mich schon richtig gedemütigt. Weil ich scheinbar echt der letzte Dreck in der Gruppe bin. Ich will da schon gar nicht mehr hingehen deswegen. Mir ist richtig schlecht, wenn ich denke, ich muss montag wieder hin und werde uU wieder ausgeschlossen. Dabei bin ich im persönlichen Umfeld eher jemand der gemocht wird, weil ich einfach irgendwie ein netter Mensch bin.
    Heute in der Mitte unserer Unterrichtseinheiten war ich so traurig, dass ich das Gefühl hatte, ich würde am liebsten losweinen. Ich könnte mich ja ganz abkapseln, aber wie gesagt, das Studium ist so, dass man die Kollegen einfach braucht. Aber ich mag es nicht, gerade so geduldet zu sein. Und ich frage mich, wer das bestimmt hat?
    Mir ist das so peinlich, dass mir das passiert. Ich könnte weinen und mich in den Boden schämen, dass ich die bin, die ausgeschlossen wird, oder die man an den Rand drängt.
    Geändert von ellisa (22.01.2010 um 17:59 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Probleme mit Kollegen

    Hm... ich verstehe, das das eine schwierige Situation ist - aber ich glaube, du gehst von den falschen Voraussetzungen aus und machst es dir damit schwerer, als es sein müsste.

    1. Studium ist ein Beruf. Dort sollte dein Ziel NICHT sein, gemocht oder gar geliebt zu werden, sondern respektiert. Das ist etwas ganz anderes.
    Dein Freundeskreis, deine Familie, dein Partner werden dich so mögen und annehmen, wie du bist - im Beruf wird dir der Wunsch, dass es so sein möge, brutal schaden, weil du dich nicht durchsetzen kannst.

    2. Du willst das Studium erfolgreich abschließen, daher fahre bitte auf der Konkurrenzschiene. Es geht um dein weiteres Berufsleben, das du dir mit Lieb- und Nettsein vergeigst.

    3. Wer was von dir will, hat erstmal einen Gegendeal anzubieten. Wenn du Unterlagen rausgibst, ist das ne tolle Sache - aber dann willst du auch etwas, und zwar nicht irgendwann, sondern recht bald (und möglichst schon, bevor du deine Sachen mitteilst).
    (das steht unter dem Vorbehalt, dass du - wie du schreibst - notenmäßig im Mittelfeld liegst, und darauf angewiesen bist, dir Wissensvorteile aufzubauen).

    4. Wenn es so ist, dass du eine Lerngruppe brauchst: warum dann unbedingt diese Leute? Im Semester höher gibt's sicherlich auch den ein- oder anderen, der dir weiterhelfen kann. Allenfalls: such dir zwei, drei aus deinem Semester. Man muss nicht mit allen Leuten auskommen, und Lerngruppen zu 15 Personen sind zu groß.


    Viel Erfolg wünsch ich dir - und die nötige Gelassenheit, dir Leute, die dir nicht angemessen begegnen, am A... vorbeigehen zu lassen!

  3. Inaktiver User

    AW: Probleme mit Kollegen

    hallo ellisa,
    kann es sein, dass deine gruppe deine unsicherheit bemerkt?
    sei einfach du, sprech mit allen, mit denen du sprechen möchtest - sei authentisch!!
    das halte ich für gaaanz wichtig.
    vll. kommt dir da zunächst mal ein kalter wind entgegen - aber, du für dich alleine musst entscheiden, was du tust.
    die "spielregeln" die du aus deinem team schilderst, die musst du nicht mitspielen. zeig den andern einfach dich.
    warum musst du dich um deren querelen kümmern??
    ich habe die erfahrung gemacht, dass der "angepasste" oft auch der angegriffene ist. da greifen dann diese angesprochenen spielregeln.
    steh zu dir - zu deiner meinung - freundlich aber bestimmt.

    wenn du zeigst, dass du eine eigene meinung hast, und dein eigener mensch bist, ist es vll. zunächst schwierig, aber da erhält man eher die anerkennung!
    gemäß :
    der chef liebt den, der immer seiner meinung ist - aber er achtet ihn nicht.

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    AW: Probleme mit Kollegen

    3. Wer was von dir will, hat erstmal einen Gegendeal anzubieten. Wenn du Unterlagen rausgibst, ist das ne tolle Sache - aber dann willst du auch etwas, und zwar nicht irgendwann, sondern recht bald (und möglichst schon, bevor du deine Sachen mitteilst).
    (das steht unter dem Vorbehalt, dass du - wie du schreibst - notenmäßig im Mittelfeld liegst, und darauf angewiesen bist, dir Wissensvorteile aufzubauen).
    ja, so einfach läuft das in dem fall nicht. wir sind der erste jahrgang, der das macht. wir sind extrem wenig und fachlich ist es echt hart. ich würde mal sagen, ich bin ein bisschen unter dem durchschnitt. nicht weil ichs generell nicht verstehe. ich hab nur ne andere art zu verstehen und das dauert ein bisschen. natürlich sind da die, die alles sehr schnell haben, im vorteil.
    fakt ist, dass die leute total viel miteinander tun, auch außerhalb. hier sollte ich dabei sein, einfach um in der gruppe zu sein. das gelingt mir aber nur schwer. eben weil mir manche als ziemlich ignorant und berechnend erscheinen und nur kalkulieren, welches gesprochene wort, mit welcher person, ihnen vorteile bringen könnte.
    mir ist das ewig nicht mehr so gegangen, dass ich in einer gruppe draußen war. in der schule damals, war ich so am rand der gruppe. aber im studium dann waren die leute immer reifer und v.a. man hatte viel auswahl. es gab so viele kollegen. ein paar waren immer dabei, die man mochte. ich hab hier ein paar wirklich nette freunde gefunden an der uni.
    nun im aufbaustudium gibts nur mehr wenige und es ist wieder so "klassenstil".
    es erscheint mir, wie gesagt, alles so berechnend und ein, zwei spielen sich zu den bestimmern auf "du gehörst zu uns und du nicht." die anderen scheinen sich dran zu halten.
    mir ist das zunächst gar nicht aufgefallen. bei einem kursteil konnte ich nicht teilnehmen. ich schrieb dann einige mails, um in kontakt zu bleiben. erhielt aber keine antwort. was ich auch nicht weiter beachtete, da ich das auf zeitmangel o.ä. zurückführte.
    erst jetzt bemerkte ich, dass inzwischen eine kollegen wohl irgendwie blöd über mich geredet haben muss, denn die anderen waren mir gegenüber gleich von anfang an verhalten. und ich hatte nen schlechten start, in diesem kurs. ich war von anfang an außerhalb der gruppe. wie ich es schaffen soll, mich da hineinzukämpfen, weiß ich noch nicht.
    klar, die gruppe bemerkt sicher, dass ich unsicher bin. (aber ist doch klar, dass ich unsicher bin, denn ich will kein aussenseiter sein) wie gesagt, es ist mir ewig nicht mehr so gegangen. es ist wirklich ein schlimmes gefühl, so abhängig davon zu sein, ob einen zwei hände voll leuten mögen oder nicht. denn hier gehts schon darum.
    aber, ich glaube, ich kann nicht mehr tun, als ich zu sein. mitmachen, wenns ums mitmachen geht und nicht zu freundlich zu sein. am ende wird einem eh nur am kopf rumgetanzt, wenn die anderen das gefühl haben, man ist "schwach".
    danke für eure antworten
    lg ellisa
    Geändert von ellisa (23.01.2010 um 01:53 Uhr)

  5. User Info Menu

    AW: Probleme mit Kollegen

    ich habe die erfahrung gemacht, dass der "angepasste" oft auch der angegriffene ist. da greifen dann diese angesprochenen spielregeln.
    steh zu dir - zu deiner meinung - freundlich aber bestimmt.
    du hast recht, es ist so.
    ich hoff, die Gruppe ist reflektiert genug, um zu erkennen, dass da momentan der wurm drin ist. viel zu viel Konkurrenzdenken, denken in Kategorien, "welcher freund" bringt mich am ehesten weiter -> folglich, mit wem spreche ich, mit wem nicht. Welches Wort, mit wem könnte mich in der Hierarchie nach unten katapultieren. Und teilweise sind die Leute Snobs und denken, weiß Gott, wie toll sie sind.
    Ich finde diese Regeln zum Kotzen.
    wenn du zeigst, dass du eine eigene meinung hast, und dein eigener mensch bist, ist es vll. zunächst schwierig, aber da erhält man eher die anerkennung!
    gemäß :
    der chef liebt den, der immer seiner meinung ist - aber er achtet ihn nicht.
    ja, ich hoffe, dass das so geht. ich bin meist ich. und meist, wenn sich menschen die mühe machen, ihr gegenüber kennen zu lernen, werde ich gemocht. ich hoffe, dass sich die gruppe die mühe macht. es wäre wichtig dazu zu gehören.

    natürlich ist es auch meine schuld: ich bin zu unsicher. vielleicht auch zu ängstlich, weil mir das in der schule eben schon mal so ging und ich mich damals nicht wohl fühlte, am rand einer gruppe zu stehen.
    dass mir das 10 jahre später noch einmal passiert, das hätte ich nicht gedacht. dachte immer, solche doofen regeln gibt es nur bei unreifen leuten.
    vor allem wurde ich auch überrascht davon. anfangs ging es. dann musste ich kurz pausieren und inzwischen hat da jemand ein wenig intrigiert, wie mir scheint. ich hatte da schon so ein gefühl, als ich keine rückmeldungen mehr bekam von gewissen kollegen.
    Geändert von ellisa (23.01.2010 um 02:04 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Probleme mit Kollegen

    Ellisa, ich glaube nciht, dass du das, was ihc oben geschrieben habe, verstanden hast.
    Es geht NICHT darum, dass dich jemand mag. Es geht NICHT darum, dass es emotional toll wäre, zur Gruppe dazuzugehören und keiner mehr auf Konkurrenz macht.
    Das Studium ist Konkurrenz, es wird hinterher die Besten geben und die anderen - klar, dass das auch im Studium erkämpft wird (auch, wenn du das als unreif empfinden magst). Und so läuft auch das Berufsleben nicht, die Uni ist halt ein Training dafür.

    Ich versteh immer noch nicht, welche Vorteile denn daraus erwachsen, "in der Gruppe" zu sein. Gemeinsam lernen? Unterlagentausch? Oder eher ein generelles "Wohlfühlen"?

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    AW: Probleme mit Kollegen

    Ich kann mich Tangueras Worten nur anschließen.

    Eine Kollegin von mir sagte mal über andere Kollegen: Sie sind meine Kollegen, sie müssen mich nicht lieben.
    Da ist viel Wahres dran.

    Im Gegensatz zu den Freunden sucht man sich die Kollegen nämlich nicht aus. Hier ist authentisches, fachliches Miteinander gefragt. Und fachliche Kompetenz. Das ist in einer Lerngruppe an der Uni nicht viel anders, wie später im Job.

    Du schreibst, dass deine fachlichen Leistungen eher mittelmäßig sind (was viele Gründe haben kann ), du dich aber dennoch angenommen fühlen möchtest und das Studium unbedingt machen möchtest. Wäre es denn vielleicht eine Option für dich, das Semester zu wiederholen? So könntest du dich mehr in den Stoff vertiefen, deine Leistungen optimieren und dir eine andere Gruppe suchen, in der du dich gleich anderes präsentieren kannst. Und in die du mit anderen Erwartungen hineingehst. Und wenn du dich später auf dem Arbeitsmarkt bewirbst, ist es total schnuppe, ob du mit 26 oder 26,5 Jahren dein Diplom in der Tasche hattest. Aber du hast dann gute Leistungen vorzuweisen und vor allem auch bis dahin eine bessere Zeit gehabt.
    Man wandelt nur das, was man annimmt.

    C.G. Jung


    Nein ist ein ganzer Satz.


    Keine Ahnung von wem

  8. User Info Menu

    AW: Probleme mit Kollegen

    Hallo zusammen,

    naja, ich kann schon verstehen, dass es kein so tolles Gefühl ist, wenn die anderen sich scheinbar alle super verstehen und nur man selbst sich ausgeschlossen fühlt. Selbst wenn man sich immer damit behelfen kann, dass ich mich vorbetet, die Zeit geh rum und ich bin nur hier, um zu lernen. Man verbringt eben doch recht viel Zeit mit diesen Leuten. Und gemocht zu werden ist in bestimmtem Umfang einfach ein menschliches Grundbedürfnis.

    Ellisa, wie wäre es denn, wenn Du versuchst, die Gruppe mal gedanklich aufzusprengen. Im Moment liest es sich, als sei es eine homogene Front, in die Du nicht eindringen kannst. Aber so ist das ja gerade bei so großen Gruppen nicht. Da gibt es immer Anführer und Meinungsmacher, die bestimmen, wer in ist und wer out. Und es gibt gläubige Nachfolger, die alles nachbeten, was die Anführer sagen, nur um nicht rauszufallen. Und es gibt am Rande immer die Kritischen, leicht Distanzierten, die noch dazu gehören, aber doch ihre eigenen Meinung haben. Könntest Du nicht herausfinden, wer zu dieser letzten Gruppe gehört und Dir dort einen Kontakt aufzubauen. Ich glaube nicht, dass Du Deine Energie da reinstecken solltest, Teil der Gruppe zu werden, sondern eher, Dir einzelne Gruppenmitglieder zu suchen, mit denen Du klar kommst.

    Hast Du ein Gefühl für die Gruppe, für ihre eigene Dynamik? Kannst Du einschätzen, wer welche Rolle innerhalb der Gruppe einnimmt? Merkst Du, wer Dir wirklich ablehnen gegenüber steht und wer eher neutral? Ich glaube, Du solltest versuchen, "die Gruppe" innerlich aufzuspalten in die einzelnen Individuen. Dann erscheint sie Dir auch nicht mehr als undurchdringliche Mauer, sondern als loser Verbund von einzelnen Steinen, wo Du den Hebel ansetzen kannst.

    Alles Gute,

    Malina
    Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt. (Psalm 30)

  9. User Info Menu

    AW: Probleme mit Kollegen

    vielen dank für eure antworten!

    naja, ich kann schon verstehen, dass es kein so tolles Gefühl ist, wenn die anderen sich scheinbar alle super verstehen und nur man selbst sich ausgeschlossen fühlt. Selbst wenn man sich immer damit behelfen kann, dass ich mich vorbetet, die Zeit geh rum und ich bin nur hier, um zu lernen. Man verbringt eben doch recht viel Zeit mit diesen Leuten. Und gemocht zu werden ist in bestimmtem Umfang einfach ein menschliches Grundbedürfnis.
    ja, vor allem ist es das, dass es mir ab und an echt peinlich ist. ich dachte am anfang, "oh gott, was hab ich nur für einen makel, dass mich die anderen nicht mögen."
    vor allem, ich konnte es zunächst überhaupt nicht einordnen, warum es so ist. ich war bei einem kurs nicht da. erhielt von einer kollegin inzwischen keine antwort auf 2 mails und dann plötzlich, schien ich am rand zu stehen.
    es nagt an meinem selbstwertgefühl, weil so sehr ich es mir versuche anders einzureden, ich mich makelbehaftet fühle dadurch.

    Ellisa, wie wäre es denn, wenn Du versuchst, die Gruppe mal gedanklich aufzusprengen. Im Moment liest es sich, als sei es eine homogene Front, in die Du nicht eindringen kannst. Aber so ist das ja gerade bei so großen Gruppen nicht. Da gibt es immer Anführer und Meinungsmacher, die bestimmen, wer in ist und wer out. Und es gibt gläubige Nachfolger, die alles nachbeten, was die Anführer sagen, nur um nicht rauszufallen. Und es gibt am Rande immer die Kritischen, leicht Distanzierten, die noch dazu gehören, aber doch ihre eigenen Meinung haben. Könntest Du nicht herausfinden, wer zu dieser letzten Gruppe gehört und Dir dort einen Kontakt aufzubauen.
    genau das werde ich versuchen. das ist eine gute idee. und es stimmt schon, andernfalls, werde ich versuchen, das mit zu nehmen, was ich glaube, falsch gemacht zu haben (ev. zu geringes selbstbewusstsein ausgestrahlt) und mich etwas distanzieren. es kann ja nicht sein, dass ich am ende, das studium deswegen hinwerfe, weil die gruppe so ist, wie ich es an der uni, mit erwachsenen leuten noch nie erlebt habe. in der schule habe ich das erlebt. aber dass erwachsene so kindisch noch dieses in- und out-getue haben, habe ich bis dato noch nie erlebt. das ist halt der nachteil von klassen mit wenigen leuten.

    Hast Du ein Gefühl für die Gruppe, für ihre eigene Dynamik? Kannst Du einschätzen, wer welche Rolle innerhalb der Gruppe einnimmt? Merkst Du, wer Dir wirklich ablehnen gegenüber steht und wer eher neutral?
    Ja, es gibt eine, wir sind einfach grundverschieden. für mich ist das kein problem. ich kann sie akzeptieren. aber es scheint, dass sie mich nicht ausstehen kann. aber sie hat viel zu sagen, weil sie in dem bereich schon arbeitet und mit den lehrenden kontakt hat und so. sie hat halt glaube ich, in mir jemanden gefunden, der sich nicht so gut wehren kann. naja und die anderen glaube ich, wollen es sich nicht vertun mit ihr, eben wegen ihrer stellung.
    Ich glaube, Du solltest versuchen, "die Gruppe" innerlich aufzuspalten in die einzelnen Individuen. Dann erscheint sie Dir auch nicht mehr als undurchdringliche Mauer, sondern als loser Verbund von einzelnen Steinen, wo Du den Hebel ansetzen kannst.
    das ist eine gute gedankliche vorstellung und ich werde das probieren. ruhig sein, gelassen sein und die einzelnen gruppenmitglieder versuchen anzusprechen, indem ich ich bin + mein selbstwertgefühl nicht einsinken zu lassen, dadurch, dass die anderen mich scheinbar nicht "mögen".
    Geändert von ellisa (24.01.2010 um 09:19 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Probleme mit Kollegen

    Hallo!

    Du hast es selber geschrieben.....als Du im STudium warst, war alles leichter-- denn da konntest Du ja zwischen vielen Menschen die wählen, die Dir am meissten liegen.

    Nun- bist Du in einer festen Gruppe drin....und da wird es schwieriger.

    Ich schliesse mich den Vorschreibern an-- Du MUSST lernen zu verstehen, daß Arbeitsplatz kein Freundeskreis ist sondern-- ganz deutlich "Kriegsschauplatz"!

    Ob Dir das gefällt- interessiert niemanden und Du solltest Dir selber den Gefallen tun das ganz schnell zu verinnerlichen!

    Konkurrenz gehört zum Berufsleben dazu....zuviele Menschen sind auch so gestrickt, daß sie ihren kompletten Selbstwert aus der ARbeit ziehen und der sich ja leichter aufbauen und verteidigen lässt als Freundschaften, bei denen man nicht mit Wissen brillieren kann!

    Mag sein, daß Du gerade wirklch die bist, die ganz am Rande steht, aber ich wette, daß bei 15 Personen so einige sehr ahnungslos und unverstehend sind-- genauso wie Du-- nur können sie es besser überspielen.

    Bei 15 Leuten wirst Du ganz sicher jemanden finden mit dem Du Dich auf Dauer gut verstehen wirst.
    Nur solltest Du aufhören auch diese zarte Rolle einzunehmen, sie nicht erfüllen.

    Mach Dich nicht so abhängig von denen sondern versuche Dir doch im Kopf die Option zu schaffen, daß Du notfalls wiederholst.
    Das entspannt sehr in einem und Du fühlst Dich weniger abhängig von der Gruppe....

    Die Situation ist mit Sicherheit sehr schwer....Du bist sehr emotional und das Lernen, wie die harte Berufswelt zugeht ist alles andere als einfach.
    Aber-- je schneller Du verstehst, daß diese Menschen nicht auszusuchen sind- Du nur mti ihnen klarkommen musst-- desto schneller wirst Du dort weniger Gefühle hinbringen......willst nicht so unbedingt gemocht werden......--und nimmst Dir damit dann die Chance die Energie lieber ins Lernen statt ins Grübeln zu bringen.....

    kenzia

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