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    AW: Identität als Deutsche(r) im Ausland

    Zitat Zitat von Lizzie64 Beitrag anzeigen
    gilt eigentlich auch bayern (so als preußin aus niedersachsen?) *duck* ;-)
    Jo mei, die Saupreissn die damischen, die san a ueberroal ... do legst di fei nieder .... versteschst ?

    PS I derf des, i bin in Bayern auf d'Woit kemme ... host mi ?

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    AW: Identität als Deutsche(r) im Ausland

    Ich lebe seit 5 Jahren in den USA und habe wohl auch inzwischen eine 'gemischte' Identitaet. Was ich interessant finde ist dass (meiner Beobachtung nach) Deutsche im Ausland weniger nach anderen Deutschen suchen als, sagen wir, Chinesen nach anderen Chinesen. Es gibt hier zwar Deutsch-Stammtische die dann Exkursionen zum Bratfest etc planen, aber da scheinen mehr Amerikaner als Deutsche hinzugehen, und ich hab mich da auch nie hingezogen gefuehlt.

  3. Inaktiver User

    AW: Identität als Deutsche(r) im Ausland

    nachdem ich diesen Strang durchgelesen habe, möchte ich mich auch mal kurz vorstellen: ich, 38, bin zwar deutsche Staatsbürgerin und lebe auch schon lange hier, bin aber nicht in D geboren. Dennoch kenne ich einige der hier geschilderten Gefühle aus eigener Erfahrung, nur habe ich eine Ewigkeit lang gedacht, diese Identitätsprobleme hätten Deutsche nie *gg*, die wären ja soo flexibel und anpassungsfähig.

    Ich finde es erstaunlich, wenn ich sehe, wie lange die meisten Menschen brauchen, um sich irgendwo anders richtig "heimisch" zu fühlen. Die Sitten und Bräuche, mit denen man groß wird, prägen einen manchmal viel tiefer, als man das selber wahrhaben möchte.

    Was mich aber genauso erstaunt, ist die Tatsache, dass diese Prägung forlaufend stattfindet. Ich bin z.B. mit der Vorstellung aufgewachsen, meine Identität wäre durch meine ursprüngliche Nationalität stark geprägt und ich habe vor allem die Unterschiede zwischen mir und meiner Umgebung wahrgenommen. Mit der Zeit ist dieses Gefühl zwar verblasst, aber selbst nach über 30 Jahren in Deutschland bekomme ich keine feuchten Augen, wenn die deutsche Nationalelf irgendwo spielt und sehe Deutschland zwar als ein Land in dem man sehr gut leben kann, habe aber nicht wirklich das Gefühl von "Heimat". Seit ich aber einen Lebensgefährten aus Norddeutschland habe, wird mir (im Vergleich zu seinen Erfahrungen und den daraus resultierenden Ansichten) immer wieder bewusst, wie sehr ich auch von meinem süddeutschen Umfeld geprägt worden bin. Mit Entsetzen stelle ich manchmal fest, wie "spießig" und sicherheitsbedacht ich inzwischen bin, wie sehr ich diese vielen kleinen Annehmlichkeiten eines gutorganisierten und wohlhabenden Landes zu schätzen weiß.

    Ich fürchte, heutzutage wird es immer schwieriger, seine Identität über seine Herkunft zu definieren. Die Forderung nach Mobilität wird immer größer, es gibt immer weniger Menschen, die das (zweifelhafte) Glück haben, an dem Ort, an dem sie geboren und groß geworden sind, auch den Großteil ihres Lebens zu verbringen. Wenn das aber irgendwann mal der "Normalzustand" wird, wird die Identitätsfrage für zukünftige Generationen vielleicht auch wieder viel einfacher.

  4. Inaktiver User

    AW: Identität als Deutsche(r) im Ausland

    Kitty1670:
    Hier sind zwei Seiten, die einigermaßen Auskunft geben:

    Sozialhilfe für Deutsche im Ausland
    Sozialhilfe im Ausland | aus Forum Ämter & Behörden allgemein | wer-weiss-was
    Ja, so kannte ich das auch. Nur wusste ich nicht, dass die deutsche SH in Ausnahmefällen für im Ausland lebende Personen genehmigt wird. Besser wäre natürlich, die einzelnen Staaten würden sich darum kümmern. Ist auch für die Betreffenden einfacher. Nur gibt es vielerorts gar keine soziale Absicherung. Das ist sehr problematisch…
    Hab jetzt nur so reagiert, weil von dem Mann auch in anderen Zusammenhängen nie konstruktive Beiträge kamen.


    schnarchstop:
    Unsere Nachbarin ist Brasilianerin und hat uns geraten, als Frau nicht alleine (d.h. ohne Mann) dort herumzureisen.
    Meinte sie sexualisierte Gewalt gegen Frauen? Ausrauben betrifft ja alle.


    Lorelei: Und das ist typisch deutsch ?

    Was hier an Deutschland-Kritik geäußert wurde, war eher die Spießigkeit in Kleinstädtchen / Dörfern. Und ob die in Italien, Spanien etc pp anders ist, sei mal dahin gestellt.
    Das stimmt. Von meiner Seite war das auch so gemeint. Hab auch in anderen Ländern in kleinen Orten ziemliche Spießigkeit & oft völligen Aberglauben erlebt. War z. B. mal mit zwei Freunden in einem Dorf in den Bergen (im Ausland) & uns wollte niemand eine Unterkunft vermieten, weil wir zwei Männer & eine Frau waren. Da hab ich mich gefragt, was die Leute eigentlich im Kopf haben. Will das aber lieber gar nicht wissen… Ist jetzt aber nur ein Beispiel von vielen.

    Hab mich ja nach dem letzten Auslandsaufenthalt entschieden, nach Deutschland zu ziehen. OK, es war einmal die Sprache, die ich schon kenne, aber auch viele andere Dinge, die ich hier gut finde.


    Aber da ich in JEDEM Land, in dem Blonde auch vorkommen, von Leuten permanent in de Landessprache angesprochen werde - egal, ob Hebräisch, Italienisch, Rumänisch - scheine ich wohl keine "deutsche" Ausstahlung zu haben.
    Ging mir überall so, auch mit schwarzen Haaren. Hab wohl keine nationaltypische Ausstrahlung.


    fifi1234: Bis jetzt habe ich nach 7 Jahren kein Frz gelernt.
    & wie verständigst Du Dich mit den Leuten?


    newdawn17:

    Ich fürchte, heutzutage wird es immer schwieriger, seine Identität über seine Herkunft zu definieren. Die Forderung nach Mobilität wird immer größer, es gibt immer weniger Menschen, die das (zweifelhafte) Glück haben, an dem Ort, an dem sie geboren und groß geworden sind, auch den Großteil ihres Lebens zu verbringen. Wenn das aber irgendwann mal der "Normalzustand" wird, wird die Identitätsfrage für zukünftige Generationen vielleicht auch wieder viel einfacher.
    Wieso fürchtest Du das? Wieso ist es „Glück“ im Herkunftsort zu wohnen? Das ist, glaube ich, eher von der einzelnen Situation & den Personen abhängig.

  5. Inaktiver User

    AW: Identität als Deutsche(r) im Ausland

    Was Deutschland angeht, wurden hier verschiedene Bundesländer & Orte genannt, die sehr unterschiedlich sind. Wahrscheinlich ist es eine Sache von Charakter, wo man sich wohl fühlt. Köln, Berlin & Saarbrücken mag ich z. B. sehr & ich liebe NRW, während Süddeutschland, Sachsen oder Bayern so gar nichts für mich sind. Bin zwar hin & wieder da, aber zum Wohnen ist das nichts für mich. Aber für viele andere Menschen ist es dort ideal. & ich denke, mit anderen Ländern ist es ähnlich, die sind auch sehr vielseitig & es kommt darauf an, wo man sich aufhält.

  6. gesperrt

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    AW: Identität als Deutsche(r) im Ausland

    @ #42: Das ist mir auch aufgefallen, Deutsche im Ausland suchen selten den Kontakt anderer Deutschen. Andererseits gibt es gegenwärtig wohl auch in keinem Land eine eigentliche 'Kolonie' oder gruppenweise deutsche Einwanderer; deutsche Auswanderer findet man nur sehr selten. Hier in Frz-Guyana bin ich in den über 7 Jahren nur einem Deutschen begegnet, er wohnt mit seinen 4 deutschen Kindern in São Jorge an der Grenze zu Brasilien, hat zuvor 30 Jahre in Süd-Brasilien gelebt. Ich unterhalte mich mit ihm normal, früher habe ich mein Moped bei ihm gelassen wenn ich nach Brasilien fuhr um was einzukaufen, und wenn er in Cayenne was zu erledigen hat, übernachtet er bei mir, und ich versuche ihm auch bei allen Problemen zu helfen. - Ansonsten gibt es nur Leute die im Space Center arbeiten, sowie einige deutsche Legionäre, aber zu denen habe ich keine Kontakte, und das sind für mich auch keine echten Auswanderer da sie weder permanent noch auf eigenes Risiko sondern sozusagen zeitweilig beruflich versetzt hierher kommen.

    @ #44: Die Auslandssozialhilfe hatte ich in Brasilien bekommen, ich bin schon lange in Frz-Guyana wo ich frz SH erhalte. Daher weiß ich nicht, ob es noch und wie heutzutage die AuslandsSH gewährt wird. Allerdings die besonderen Bedingungen waren zumindest damals auch nicht wesentlich höher als die der Inlands-SH. Jede SH ist subsidiär, also gibt es erst wenn man keine anderen Leistungen erhält, schon daher gab/gibt die ASH nur wo das Aufenthaltsland keine SH bezahlt Frankreich ist da großzügiger; wenn ich zBsp jetzt nach Deutschland (oder sonstwohin) reisen würde, bin ich unbedingt über die frz. Sozialversicherung/SH auch dort krankenversichert und würde SH vom frz. Konsulat erhalten. -- Um näheres zu wissen wie HEUTZUTAGE die Situation ist, mußt du halt googeln. Sei froh daß du die Information hier überhaupt erhältst daß es sowas gibt.
    Geändert von fifi1234 (31.01.2010 um 21:02 Uhr)

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    AW: Identität als Deutsche(r) im Ausland

    Zitat Zitat von eli65 Beitrag anzeigen
    Jo mei, die Saupreissn die damischen, die san a ueberroal ... do legst di fei nieder .... versteschst ?

    PS I derf des, i bin in Bayern auf d'Woit kemme ... host mi ?
    fei scho.

    und jetzt moch ma ohne wörter mit "sau..." weiter, host mi?



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    AW: Identität als Deutsche(r) im Ausland

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich fürchte, heutzutage wird es immer schwieriger, seine Identität über seine Herkunft zu definieren..
    Ja, vielleicht muß es man es auch gar nicht!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Forderung nach Mobilität wird immer größer, es gibt immer weniger Menschen, die das (zweifelhafte) Glück haben, an dem Ort, an dem sie geboren und groß geworden sind, auch den Großteil ihres Lebens zu verbringen. Wenn das aber irgendwann mal der "Normalzustand" wird, wird die Identitätsfrage für zukünftige Generationen vielleicht auch wieder viel einfacher..
    Halte es für zweifelhaft, ob es jemals wieder in diese Richtung gehen wird. Vielleicht wenn die Umweltverschmutzung so groß wird, dass wir alle unter einer riesigen Glaskugel leben müssen Aber interessanter Ansatz.

    Fifi, du sprichst kein Französisch? Ich hab mich immer über die Engländer und Amis in Deutschland aufgeregt, die teilweise über 10 Jahre dort stationiert waren und kein Wort Deutsch konnten. Aber du bist doch gern in Frz-Guyana?

    Lizzie, ich hab als Preiss 6 Jahre in Bayern gelebt und weiß, was du meinst!

    Kitty
    Geändert von Kitty1670 (01.02.2010 um 22:41 Uhr) Grund: jemanden mit falschem Nick angesprochen
    Coat check girl: Goodness! What lovely diamonds!
    Mae West: Goodness had nothing to do with it...

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    AW: Identität als Deutsche(r) im Ausland

    Zitat Zitat von Kitty1670 Beitrag anzeigen

    Fifi, du sprichst kein Französisch? Ich hab mich immer über die Engländer und Amis in Deutschland aufgeregt, die teilweise über 10 Jahre dort stationiert waren und kein Wort Deutsch konnten. Aber du bist doch gern in Frz-Guyana?
    Kitty
    Ja, ich bin einigermaßen gern hier. Aber wenn ich hier bin/bleibe, dann wegen meinem Interesse, nicht weil die Franzosen das wollen, Verpflichtung sie leiden zu können haben wir nicht.

    In jedem Krieg ist Frankreich jahrelang besetzt, in den letzten 200 Jahren gab es schon 3 Wirtschafts- oder Zollunionen in Europa, die momentane EU bricht auch bald wieder auseinander und es gibt größte Kriege. Die Franzosen können daher ruhig schon anfangen deutsch zu lernen. Das sage ich denen auch überall wenn sie mich fragen warum mich kein Frz lerne und sie nicht leiden kann

  10. Inaktiver User

    AW: Identität als Deutsche(r) im Ausland

    Was für ein wunderschöner Strang, vielen Dank dafür!

    Ihr alle lebt schon viel länger im Ausland als ich. Bei mir ist es gerade mal ein Jahr in USA.

    Was mich interessieren würde: Habt ihr es geschafft, ein wirklich integrierter Part in der neuen Heimat zu werden? Ich tue mich sehr schwer, echte Freundschaften aufzubauen. Klar haben wir Einladungen bei Nachbarn, Kollegen und Eltern der Freunde unserer Kinder. Die Intensität der Gespräche bleibt aber bei einem gewissen Punkt hängen - schwer zu beschreiben. Es ist ein wenig tiefer als das typische small-talk-Gespräch aber nicht ganz so "ehrlich" (?) wie in Deutschland.

    Auf der anderen Seite kann ich so enorm viel positives lernen. Hier erhalte ich sehr oft Komplimente - was natürlich freut. Auch haben die Leute viel weniger Neidgefühle, z. B. bei einem schönen Auto wird es bewundert und auch ausgesprochen.

    Bei meinem letzten Deutschlandbesuch fiel mir extrem negativ auf, wie statusbewußt die Menschen sind. Fährst du das richtige Auto, wohnst du im richtigen Viertel - natürlich Haus, trägst du die richtigen Klamotten, gehst du in die richtigen Restaurants,.... Viele identifizieren sich mit Geld. Vielleicht liegt es aber auch nur an meinem Herkunftsort....?

    Und dann bemerkte ich einen ganz seltsamen Zug an mir: Wenn ein Deutscher etwas negatives über USA sagte oder sich abwertend äußerte, verteidigte ich sofort das Land und Leute. Ähnlich wie bei den Eltern oder Kindern. Selbst darf man schimpfen aber wehedem ein anderer tut es. Ob das ein Zeichen ist, dass man seine neue Umwelt annimmt?

    Generell kann ich sagen, ich werde nie eine Amerikanerin und hoffe, unsere Zeit bleibt begrenzt. Mit 3 - 5 Jahren kann ich leben, der Gedanke an länger bereitet mir Kopfschmerzen.

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