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    AW: Identität als Deutsche(r) im Ausland

    Da ich seit ca. 7 Jahren in Frz-Guyana bin und mich seitdem sarky am Hals hat, sind die mir bekannten Einzelheiten zur deutschen Auslands-Sozialhilfe möglichweise veraltet. Zumindest früher hatte das das Landeswohlfahrtsamt bezahlt aus dem Land wo man herkommt also bei mir in Mainz. Ggf googeln

    Ich weiß nicht ob es zZt hier besser oder schlechter als in Deutschland ist, weil ich seit 20 Jahren nicht mehr dort war, aber absolut gesehen, geht es mir hier gut. Mit einem Minimum an Hartnäckigkeit ist es für nichtfranzösische Europäer relativ wahrscheinlich, in ca. 3-4 Jahren eine gute, billige Sozialwohnung zu erhalten. Und momentan steigt der soziale Wohnungsbau hier sehr. Ein Unsicherheitsfaktor ist, ob die Kolonie nicht künftig in die Unabhängigkeit geschoben wird.
    Geändert von fifi1234 (24.01.2010 um 19:47 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Identität als Deutsche(r) im Ausland

    Hallo ,
    interessantes Thema .
    Ich lebe zwar nicht mehr (war mit meinem Ex-Mann fast 8 Jahre in Afrika zum arbeiten) im Ausland, habe aber eine Mutter, die aus dem Ausland, dh. Italien stammt, lebt aber bereits seit 1957 in D.
    Ich habe beide Nationalitäten und Menalitäten in mir, die halbe (riesige) Verwandtschaft lebt in Italien, wir sind jedes Jahr mehrere Wochen dort und seltsamerweise fühle ich mich dort (im Süden Italiens) mehr als Deutsche als in der "ersten Heimat".
    Klar, wir sind hier geboren und aufgewachsen, es gab keine Migrationsprobleme, Sprachprobleme, denoch fühlten meine Brüder und ich uns nie als "reine Deutsche", schon gar nicht in der Kindheit, wo wir mit netten Spitznamen wie "MAFIA's" usw geneckt wurden Es gab eine Zeit, da habe ich es gehasst ,"auch" Deutsche zu sein, sein zu "müssen", mein Vater war ja Deutscher.
    Die Sehnsucht nach dem anderen Leben in Italien, waren als Kinder auch jede Sommerferien dort, war groß.
    Aber unsere dortigen Verwandten wurden zB. immer gefragt : wann kommen denn die DEUTSCHEN wieder zu Besuch usw.....dh. so richtig dazu gehört man dort, ausserhalb der "Sippe", eben auch nicht.
    Seltamerweise solidarisiere ich mich, bei meinen Aufenthalten dort, immer mit Deutschland und fühle mich angep*** wenn es mal in Diskussionen gegen Deutschland geht, zB. als mal über Styling und Frisur von Frau Merkel gelästert wurde (bin kein Fan von ihr ), da habe ich laange und ausgiebig deren Vorzüge gegenüber einem gewissen dort, leider zZ. regierenden "Herrn" gepriesen und konnte mich selber nicht so recht verstehen....
    "Du bist eben eine Deutsche !" habe ich schon oft gehört.
    Vieles an der italienischen Mentalität habe ich "abgekriegt", Familiensinn ,Kinderliebe, Liebe zur Musik (ok, die gibt es auch in D.aber die hiesige Famile hatte null Musikalität)u. nicht zuletzt mein Aussehen, womit ich ganz zufrieden bin Auch meine Lieblingsküche ist die italienische, einfach weil ich sie von Kleinauf "gelernt" habe .
    Dann gibt es aber ganz viele Dinge, die ich an und in Italien nicht mag und die mir fremd sind und immer fremd bleiben werden, da kommt so das naserümpfende norddeutsche Mittelstandsmädel in mir raus: wie kann man nur ! Tsssss Mehr als einige Wochen ertrage ich weder Land noch Leute, vor allem dieses allzu enge, familiäre sich in jedes und alles einmischen und den Senf dazu geben müssen.
    Ganz ohne ginge es aber auch nicht, da werde ich depressiv ,so ab und zu muß ich mir den Wahnsinn antun dort und mein Partner Urdeutscher *g* aus der Ex-DDR ,ist mittlerweile auch ein
    "Mafiosi" und mit allen und allem dort vertraut und viiiel unkritischer als ich.
    Deutsche erkenne ich im Ausland jedenfalls irgendwie immer
    und ein übles Gefühl beschleicht mich deshalb nicht..wir sind ein ziemlich normales Volk geworden, glücklicherweise........

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    AW: Identität als Deutsche(r) im Ausland

    Das ist in Brasilien ganz anders. Da wird man freundlich behandelt, gegen Integration gibt es keinerlei Abwehr, Ausländerfeindlichkeit praktisch =0 und man wird auch nicht als Ausländer bezeichnet oder behandelt. Wenn ich da an meine Nachbarn, Bekannte, Familie meiner Frau denke, nie gab es in diesem Sinn Probleme.

    Die letzten beiden Male als in Deutschland war, obwohl ich damals erst wenige Jahre weg war und auch noch jedes Jahr dort für ein paar Monate hin gereist war, hat mich alles in Deutschland irgendwie angeekelt, die beiden letzten Male bin ich deshalb auch nur ca. 1 Monat dort geblieben.

    Komischerweise fühle ich mich auch ein bischen so in Frz-Guyana, vieles ist mir hier zu europäisch. Zum Glück sind hier nur wenige Franzosen, aber viele Waren und Gewohnheiten erinnern mich an Europa.

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    AW: Identität als Deutsche(r) im Ausland

    Hallo!

    Leider konnte ich die letzten zwei Tage nicht ins Netz,
    also danke für die vielen Beiträge und netten Geschichten!

    Wirklich interessant, mal den Hintergrund vieler Poster hier zu erfahren ...

    Vieles, was hier geschrieben wurde, hat mich zum Nachdenken angeregt ... und ich glaube, ich drucke den Thread mal aus (hab ich sonst noch nie gemacht!). Ich denke, Deutsche im allgemeinen sind sehr interessiert, die jeweilige Landeskultur verstehen und annehmen zu wollen, oder sich zu "integrieren", offen zu sein, was das Land bietet. Als ich in England wohnte, ging das sogar so weit, dass man sich quasi schon im Vorraus entschuldigt hat, dass man Deutscher ist ... Das ist dann natürlich die Kehrseite.

    War zwar nicht das Thema, aber das mit der Auslands-Sozialhilfe habe ich dann doch mal gegoogelt
    Hier sind zwei Seiten, die einigermaßen Auskunft geben:

    Sozialhilfe für Deutsche im Ausland
    Sozialhilfe im Ausland | aus Forum Ämter & Behörden allgemein | wer-weiss-was

    So wie ich es verstehen, geht es eher um Deutsche, die sich mit dem Gedanken tragen, wieder zurück nach Deutschland zu gehen - klar, warum sollte der Staat jemandem zahlen, der ganz weg ist?
    Z.B. wie du, fifi?

    Hat eigentlich jemand von euch doppelte Staatsbürgerschaften, und ist diese schwer zu bekommen?

    Kitty
    Coat check girl: Goodness! What lovely diamonds!
    Mae West: Goodness had nothing to do with it...

  5. Moderation

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    AW: Identität als Deutsche(r) im Ausland

    Hi Kitty

    Ich hab (noch) keine doppelte Staatsbuergerschaft, ich hatte bisher einfach noch keinen Nerv, mich an den Papierkrieg fuer den Antrag zu wagen.
    Es ist inzwischen etwas leichter, die DSB zu bekommen, aber du brauchst immer noch genuegend 'Beweismaterial'.
    Fuer Deutsche, die in der Schweiz und in einem EU Land leben, ist es kein Problem mehr, sie bekommen die DSB problemlos und ohne Antrag auf Beibehaltung der deutschen Staatsbuergerschaft.

    Es gibt eine Yahoo Group zu dem Thema.
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  6. Inaktiver User

    AW: Identität als Deutsche(r) im Ausland

    Zitat Zitat von Kitty1670 Beitrag anzeigen
    Hallo!


    Hat eigentlich jemand von euch doppelte Staatsbürgerschaften, und ist diese schwer zu bekommen?

    Kitty
    Ich habe sie vor zwei Jahren beantragt und da hier die Bearbeitungszeiten ca. zwei Jahre dauern, muesste sie in den naechsten Monaten bewilligt werden.

    Ich wollte sie nicht wegen Eheschliessung beantragen - auch eben nicht, weil ich damit damals die deutsche haette ablegen muessen.
    Nun bin ich jedoch ueberzeugt, dass ich beide haben moechte, weil eben beide zu mir gehoeren.

    Gruss
    Amorosa

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    AW: Identität als Deutsche(r) im Ausland

    Zitat Zitat von fifi1234 Beitrag anzeigen
    Das ist in Brasilien ganz anders. Da wird man freundlich behandelt, gegen Integration gibt es keinerlei Abwehr,
    Gegen Integration gibt es in Deutschland auch keine Abwehr.

    Unsere Nachbarin ist Brasilianerin und hat uns geraten, als Frau nicht alleine (d.h. ohne Mann) dort herumzureisen.

  8. gesperrt

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    AW: Identität als Deutsche(r) im Ausland

    Zitat Zitat von schnarchstop Beitrag anzeigen
    Gegen Integration gibt es in Deutschland auch keine Abwehr.

    Unsere Nachbarin ist Brasilianerin und hat uns geraten, als Frau nicht alleine (d.h. ohne Mann) dort herumzureisen.
    Das ist sicherlich der größte Blödsinn.

    Was man nicht gerade machen sollte, ist nachts mit Filmkameras und vielen wertvollen Sachen an einsamen Gegenden rumlaufen, und überhaupt, nicht maximal als Turist aussehen. In den turistenüblichen Gegenden kann man da schnell überfallen werden. Auch werden Nicht-Bewohner in bestimmten Slams gut beobachtet. Aber das betrifft gleichermaßen Frauen und Männer, das zweite Beispiel auch Brasilianer selbst. Also mit der ganz normalen Vorsicht gibt es mE in Brasilien keine Probleme. Ich habe fast 20 Jahre lang in Brasilien gelebt, bin da wirklich an die 'unmöglichsten' Orte gegangen, bin aber nur 2x beraubt ein paar Mal in Bus/Metro von Taschendieben befingert worden.

  9. gesperrt

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    AW: Identität als Deutsche(r) im Ausland

    Ich lebe jetzt schon fast 6 Jahre in Spanien und muss sagen, dass ich ganz am Anfang mehr Probleme hatte aufgrund meiner Nationalitaet, als heute. Ich sprach damals die Landessprache auch schon ganz gut, aber lange nicht so fliessend und sicher wie heute.

    Die Mallorquiner meiden mich als Deutsche dennoch sehr, ein paar vereinzelte von ihnen pflegen jedoch den ueblichen Kontakt mit mir wie unter Bekannten, soll heissen ... hie und da ein Schwaetzchen aber nix Verbindliches.

    Akut angemacht worden wegen meiner Herkunft bin ich nur zweimal bisher, aber das war so heftig, dass es mich heute noch schockt, wenn ich daran zurueckdenke. Im Grossen und Ganzen werde ich jedoch freundlich behandelt, da ich eben die Sprache auch sehr gut spreche (Spanisch) und das macht viel aus.

    Doch, ich fuehle mich zugehoerig und angenommen in diesem Land. Mittlerweile schon.

    Gruss,
    Eli

    PS: Im Herzen bleibe ich jedoch immer Deutsche und das will ich auch nicht aendern. Ich liebe mein Heimatland, ich kehre auch gerne dorthin zurueck. Wollte ich nur noch bemerken ...

  10. Inaktiver User

    AW: Identität als Deutsche(r) im Ausland

    Zitat Zitat von Kitty1670 Beitrag anzeigen
    Bin ich zu Besuch in Deutschland oder lese ich in der Bri fallen mir manchmal Einstellungen auf, die ich lange abgelegt habe, ein gewisses Sicherheitsdenken z.B.
    Und das ist typisch deutsch ?

    Was hier an Deutschland-Kritik geäußert wurde, war eher die Spießigkeit in Kleinstädtchen / Dörfern. Und ob die in Italien, Spanien etc pp anders ist, sei mal dahin gestellt.

    Ich habe früher immer den Sommerurlaub bei der Familie meines italienischen Freundes verbracht, einem ca. 1000 Einwohnen Kaff.
    Und das stand an Spießigkeit deutschen Käffern nun wirklich nicht nach, eher im Gegenteil.

    Ich habe immer nur in D. gelebt.

    Aber da ich in JEDEM Land, in dem Blonde auch vorkommen, von Leuten permanent in de Landessprache angesprochen werde - egal, ob Hebräisch, Italienisch, Rumänisch - scheine ich wohl keine "deutsche" Ausstahlung zu haben.

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