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  1. Inaktiver User

    AW: BriCom Selbsthilfe Gruppe gegen Traurigkeit - wer schreibt mit?

    Hallo Ulla,

    herzlich willkommen bei uns.

    Mit Depressionen habe ich Erfahrung machen müssen.
    Meine Exfrau leidet an chronischen Depressionen und ist deshalb seit ca. 15 Jahren berentet.
    Bei ihr wurden die Depressionen aber nicht durch äusserliche Einflüsse ausgelöst, sondern sind genetisch bedingt.
    Wie ist das bei Dir?
    Das von Dir genannte Medikamt kenne ich nicht und kann dazu keinen Tipp geben.
    Was meiner Ex ein wenig geholfen hat, aus der Lethargie herauszukommen, war eine Therapie.
    Letztendlich ist aber an ihrer Krankheit unsere Ehe gescheitert, weil ich mich überfordert sah und zurückgezogen habe. Daraufhin hat sie sich von mir getrennt.
    Durch die Therapie konnte sie sich aber wenigstens ab und an unter der Woche aufraffen, mal shoppen oder einen Kaffee trinken zu gehen.
    Vielleicht hilft das auch Dir.

    Eine Sofortmassnahme kenne ich leider nicht, ausser, dass Dein Partner es schafft, Dich da rauszureissen, was aber sehr schwer ist.

  2. Inaktiver User

    AW: BriCom Selbsthilfe Gruppe gegen Traurigkeit - wer schreibt mit?

    Ich weiß nicht, was es genau bei mir ist. Ich bin eigentlich schon immer tendenziell depressiv. Früher habe ich extrem Sport betrieben und mein Angestelltenverhältnis hat meinem Tag einen Rhythmus gegeben. Nun bin ich seit 3 Jahren selbständig und arbeite von zu Hause aus. Ich komme dadurch nicht mehr vor die Tür. Ich bin umgezogen - keine Sozialkontakte in der Nähe.

    Mein Partner hat einen Job, der ihn sehr einspannt. Er ist heute auch schon wieder im Büro. Wir wohnen zwar schon zusammen, aber sehen uns trotzdem nur zum Frühstück und Abendessen. Wenn er frei hat unternehmen wir auch was. Allerdings kann ich das nur schwer genießen, weil ich im Hinterkopf ja immernoch meine Baustellen mit mir rumschleppe.

    Er versucht mich dahingehend zu motivieren, dass ich wenigstens eine Stunde am Tag mal versuche die Berge anzugehen, damit es nicht immer mehr wird.

    Laif ist ein Johanniskrautpräparat mit einer guten Wirkung bei leichten bis mittleren Depressionen. Das hat mir mal meine Hausärztin verschrieben. Ich habe mit 15 mal was chemisches verschrieben bekommen. Ich will aber einfach keine Chemie nehmen.

    Nachdem ich das erste Mal hier gepostet habe, hab ich übrigens einen kleinen Schub bekommen und zumindest die Waschmaschine angeworfen, abgewaschen und Laif genommen. Manchmal scheint das Aussprechen den Sorgen schon Wirkung zu zeigen. Ich will versuchen jetzt noch eine Stunde die Wohnung aufzuräumen. Mit weniger Chaos bin ich auch besser drauf.

  3. Inaktiver User

    AW: BriCom Selbsthilfe Gruppe gegen Traurigkeit - wer schreibt mit?

    Ach ja, danke für´s Zuhären, Adriano. Ist ein gutes Gefühl.

  4. Inaktiver User

    AW: BriCom Selbsthilfe Gruppe gegen Traurigkeit - wer schreibt mit?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, was es genau bei mir ist. Ich bin eigentlich schon immer tendenziell depressiv. Früher habe ich extrem Sport betrieben und mein Angestelltenverhältnis hat meinem Tag einen Rhythmus gegeben. Nun bin ich seit 3 Jahren selbständig und arbeite von zu Hause aus. Ich komme dadurch nicht mehr vor die Tür. Ich bin umgezogen - keine Sozialkontakte in der Nähe.
    Oha, das ist ganz schlecht für eine Depression, aber das weißt Du wohl selbst am Besten.

    Er versucht mich dahingehend zu motivieren, dass ich wenigstens eine Stunde am Tag mal versuche die Berge anzugehen, damit es nicht immer mehr wird.
    Und klappt das in der Regel? Ich denke eher, dass es nicht jeden Tag klappt.

    Laif ist ein Johanniskrautpräparat mit einer guten Wirkung bei leichten bis mittleren Depressionen. Das hat mir mal meine Hausärztin verschrieben. Ich habe mit 15 mal was chemisches verschrieben bekommen. Ich will aber einfach keine Chemie nehmen.
    Das kann ich ja im Grunde verstehen, aber Du schriebst, dass Du schon einmal ganz unten angekommen warst, wo Du daran gedach hast...
    Da hilft kein Johanniskraut mehr, nur chem. Medikamente.

    Nachdem ich das erste Mal hier gepostet habe, hab ich übrigens einen kleinen Schub bekommen und zumindest die Waschmaschine angeworfen, abgewaschen und Laif genommen. Manchmal scheint das Aussprechen den Sorgen schon Wirkung zu zeigen. Ich will versuchen jetzt noch eine Stunde die Wohnung aufzuräumen. Mit weniger Chaos bin ich auch besser drauf.
    Ja, natürlich bist Du besser drauf, wenn die Wohnung ordentlich aufgeräumt ist, nur hält das nicht an.
    Ich lese auch zwischen den Zeilen, dass Du Dich einsam fühlst.
    Dein Partner ist beruflich eingespannt, Du hast keine Freunde, die Dich auffangen können.
    Das alles macht mich sehr nachdenklich. Wie soll das weitergehen?
    Hast Du schon mal eine Therapie in Erwägung gezogen?

    Wenn ich Dir zu direkt bin, musst Du es sagen, dann schalte ich einen Gang zurück.

    Lieben Gruß
    Adriano

  5. Inaktiver User

    AW: BriCom Selbsthilfe Gruppe gegen Traurigkeit - wer schreibt mit?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ach ja, danke für´s Zuhären, Adriano. Ist ein gutes Gefühl.
    Kein Problem, mache ich gerne.

  6. Inaktiver User

    AW: BriCom Selbsthilfe Gruppe gegen Traurigkeit - wer schreibt mit?

    Ulla, liest Du noch mit?
    Geändert von Inaktiver User (13.02.2010 um 16:58 Uhr) Grund: Tippfehler

  7. Inaktiver User

    AW: BriCom Selbsthilfe Gruppe gegen Traurigkeit - wer schreibt mit?

    Oha, das ist ganz schlecht für eine Depression, aber das weißt Du wohl selbst am Besten.
    Ja, aber ich kann die Situation nur schwer ändern. Ich habe eine Hand voll wirklich guter Freunde. Leider wohnt keiner ums Eck. Wir mailen regelmäßig, telefonieren ab und an und treffen uns, wenn man in der Nähe ist. Ich mag, wenn man sich dann mal trifft auch nicht rumjammern, sondern versuche das Treffen zu genießen.

    Und klappt das in der Regel? Ich denke eher, dass es nicht jeden Tag klappt.
    Ne, klappt natürlich nicht. Aber ich nehme es mir immer wieder vor. Ich habe gerade tatsächlich die komplette Bude gesaugt und bringe gleich Altglas, Pappe und Müll raus. Heute Abend will ich mich dann mit was leckerem belohnen. Ich merke, dass ich dieses Belohnungsding ganz stark brauche.

    Rauchen und Trinken habe ich aufgehört und versuche das Belohnen irgendwie in was Positives zu lenken, z.B. Videofilm oder Klamotten oder Essen.

    Ja, natürlich bist Du besser drauf, wenn die Wohnung ordentlich aufgeräumt ist, nur hält das nicht an.
    Das ist richtig. Aber das "Jetzt geht es mir für einen Moment gut"-Gefühl bekomme ich nur über solchen Aktionismus. Und in eine chaotische Bude kann man auch immer so schlecht Gäste lassen...

    Ich lese auch zwischen den Zeilen, dass Du Dich einsam fühlst.
    Dein Partner ist beruflich eingespannt, Du hast keine Freunde, die Dich auffangen können.
    Ich sollte mir ein Hobby zulegen, aber dafür fehlt mir die Zeit. Dann würde ich vielleicht wieder mehr Sozialkontakte knüpfen können. Und wie geschrieben, meine Freunde wohnen leider weiter weg. Bedingt durch deren berufliches Umziehen und auch durch mein berufliches Wegziehen. Ich mag auch nicht immer Rumjammern.

    Hast Du schon mal eine Therapie in Erwägung gezogen?
    Ich kann mit fremden Menschen nicht über meine Gefühle und Gedanken sprechen. Und ich bin noch nicht bereit für eine medikamentöse Unterstützung. Dafür muss ich vielleicht noch schlechter drauf sein. Wenn ich diese temporären Hochphasen habe, denke ich auch wieder "Prima, alles in Ordnung, jetzt ist das Tal vorbei".

    Ulla, liest Du noch mit?
    Ja, hab nur mal fix gesaugt und flitze jetzt eben los und erledige das Altpapier und Altglasding :)

    Danke nochmal.

  8. User Info Menu

    AW: BriCom Selbsthilfe Gruppe gegen Traurigkeit - wer schreibt mit?

    Herzlich Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe, liebe Ulla!


    Eine depressive Phase hatte ich seit Jahresanfang für einige Wochen gehabt. Ebenso schon mal vor knapp 2 Jahren.
    Allerdings weiß ich, was bei mir jeweils die Auslöser waren, mein Nichtdamitumgehenkönnen mit Trennungen und Verlusten.
    Das hat mir jedesmal unglaubliche Lebensenergie geraubt und ich habe mich immer nur mühsam da wieder raus gestrampelt.
    Beim ersten Mal mir Hilfe von Antidepressiva und einer Therapie, diesmal mit Therapie und Bachblüten bzw. einem homöopathischen Mittel.
    Ach ja und Dank meiner Selbsthilfegruppenmitstreiter Aida und Adriano.
    Danke schön, ihr Lieben!

    Nun ja, ich bin für diesmal übern Berg. Zwar noch nicht wieder hundertprozentig, aber zumindest nehme ich wieder am Leben teil.
    Alles andere wird die Zeit bringen.

    Schreib doch einfach hier mit, Ulla!
    Wirst sehen, es hilft!

    Liebe Grüße von der Chrissi.

  9. Inaktiver User

    AW: BriCom Selbsthilfe Gruppe gegen Traurigkeit - wer schreibt mit?

    Schönen guten Abend Chrissi

    Ulla, Du verfällst heute in Aktionismus.
    Hm, dazu fällt mir "manisch depressiv" ein.
    In einem Moment könnte man Bäume ausreissen und im nächsten Moment, von einer Minute auf die andere, fällt man wieder in ein Loch.
    Das mit der Belohungsschiene finde ich in Ordnung.
    Das hilft Dir etwas, Dinge zu erledigen.

    Immerhin hast Du Kontakt zu Deinen Freunden, wenn auch oft nur per Telefon.
    Hast Du denn bei denen schon "rumgejammert"? Was kam von ihnen zurück? Konnten sie helfen, wenn auch nur für den Moment?

    Du hast geschrieben, dass Du es nichts schaffst, wichtige Dinge, wie fällige Überweisungen, zu erledigen.
    Würde es helfen, wenn Du Dir Erinnerungen daran machst?
    Das könnte ein Termin in Outlook sein oder ein Klebezettel am PC oder....

    Dein Verhalten erinnert mich sehr an das meiner Ex im Anfangsstadium ihrer Depression.

    Pass auf Dich auf, ja?

    Edit: Ulla, wenn Du Fragen hast und möchtest, kannst Du mir gerne auch eine PN schicken.
    Geändert von Inaktiver User (13.02.2010 um 18:11 Uhr) Grund: Ergänzung

  10. Inaktiver User

    AW: BriCom Selbsthilfe Gruppe gegen Traurigkeit - wer schreibt mit?

    Irgendwie stolpere ich immer wieder über Bipolare Störung und muss eingestehen, dass da viel auf mich zutrifft. Insbesondere der Zusammenhang zwischen Kreativität, Visionen umsetzen und dann aber der zerstörerischen Seite. Ich habe das mal für mich als "Erfolgsangst" definiert, weil ich durch meine bekloppten Handlungen sehr viel kaputt mache. Aber wenn ich mir die Aspekte der Manie durchlese... verdammt. Bin ich verrückt?

    Ich versuche mich mit einer To-Do-Liste zu sortieren. Die schreibe ich auch immer sehr erfolgreich. Irgendwann hab ich sie dann jedoch verbummelt...

    Am meisten Angst habe ich davor meinen Partner zu verlieren.

    Danke auch Dir, Chrissi!

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