Hallo!
Du hast viel, was Dich beschäftigt....und in allem liegt nur EINE Aufgabe....nämlich endlich NUR auf DICH zu sehen!
Du erkennst, daß Dein Vater Dir nicht gut tut.....daß wohl alle Menschen in Deiner Familie Dir nicht gut tun.....möchtest Du nicht sehen....
Der erste Schritt wäre-- einmal alle anderen nach hinten zu stellen.....ALLE!!...und Dich auf den Weg zu DIR zu machen!
Helfen- kann Dir dabei eine Therapie....in der ein Aufarbeiten von allem Geschehenen möglich ist!
Wenn Du dann- mit DIR- zu tun hast......wirst Du automatisch Abstand zu Deiner Familie bekommen- brauchen.....Dir nehmen.....
Indem wir uns für die anderen verantworltich fühlen.....lenken wir auch von uns selber ab-- diese Aufgabe erscheint leichter als nach UNS zu sehen....- kommen wir da doch mit uns selber dann doch weniger in Kontakt!
Ich denke, daß generell weniger Kontakt Dir schon helfen würde.....aber es wäre die Entscheidung des Kopfes und Dein Herz würde dennoch leiden.....und so kann das kein wirklich guter Weg für Dich sein.
Man muss loslassen lernen......und damit auch den Menschen das Vertrauen entgegenbringen, daß sie ihren Weg selber wollen, so wie er ist!
Man geht immer gerne "überheblich" auf Menschen zu und denkt man wüsste es besser......nur hat JEDER Mensch die Fähigkeit zur freien Entscheidung mitbekommen!
Auch Deine Schwester, die krank ist......könnte sich doch auf den Weg machen....oder???..
Deine Mutter....wenn ihr Leben so erbärmlich wäre.....könnte etwas ändern.....oder???
Frag Dich nicht warum diese Menschen es nicht anders machen......sondern entscheide Dich dazu, daß DU es anders machst!
Zu erkennen, wie sehr Du leidest....ist ein toller Schritt.....es ist der Anfang zu dem Weg ganz zu Dir!
Lass Deine Familie gehen....gestehe ihnen zu Fehler zu machen und selber ihren Weg gehen zu können.
Sollte jemand von denen Hilfe bei Dir suchen.....kannst Du immer noch helfen.....-- hat Dich je jemand wirklich um Hilfe gebeten??
Ich kann sehr gut verstehen, daß man sich niemals einfach so umdrehen kann und gehen......
Aber-- wenn Du Therapie machst.....wenn Du zuerst mal nach Dir siehst.....-- dann bist Du immer noch für alle "da"...Du musst keinen Kontakt abbrechen......-- aber Du wirst einen anderen Blick für alles bekommen- auch für Dich......-- und es wird DIR dann viel viel besser gehen...
Du wirst FREI sein......und dann auch die freie Entscheidung haben zu helfen oder nicht- dazusein oder nicht- und IN Dir drin....Dich friedlich fühlen können....
viel Kraft für Dich
kenzia
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Ergebnis 21 bis 25 von 25
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01.02.2010, 21:02Inaktiver User
AW: Lähmende Gedanken/ Probleme, Teufelskreis
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01.02.2010, 21:49Inaktiver User
AW: Lähmende Gedanken/ Probleme, Teufelskreis
Ich habe einen ähnlichen Eindruck wie Seewespe: dein Körper trägt die schweren Verletzungen deiner ersten Lebenstage, -wochen, -monate noch in sich, die wortlosen Erinnerungen an sie haben sich dort manifestiert und treten heute in Form von diffusen Gefühle, nicht erwünscht zu sein, ans Licht. Dein weiterer Lebensweg nach der Geburt, die ambivalente Atmosphäre in der Familie, hat diese Gefühle höchstwahrscheinlich über all die Jahre noch verstärkt.
"Sich abgrenzen" ist so ein frommer Wunsch, aber wie soll das funktionieren, wenn das Fundament fehlt?Ich weiß, wie es sich anfühlt, ohne Fundament zu leben und ich weiß auch, dass es ein hartes Stück Arbeit ist, langsam "Land" für sich zu gewinnen. Deshalb mein ernster Rat: suche dir professionelle Hilfe in Form von Therapie (keine Verhaltenstherapie, sondern Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie oder Psychoanalyse).
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02.02.2010, 10:13
AW: Lähmende Gedanken/ Probleme, Teufelskreis
Das finde ich sehr traurig. Hat, denke ich, viel damit zu tun, dass Du (noch) nicht verinnerlicht hast, dass Dein Vater derjenige ist, der keinen für ihn guten Umgang mit seinem Zwang sucht. Du versuchst, mit Deinem Verhalten sein Leben wenigstens ein bisschen leichter zu machen. Deshalb kannst Du auch nicht annehmen, dass Deine Reaktion eine völlig normale darauf ist, dass im Umgang mit Deinem Vater Deine Grenzen permanent überschritten sind.es ist fuer ihn ein zwang.
mir selbst kann ich mein unsouveränes verhalten ihm gegenueber also nicht verzeihen.Zurück ist ein Ort, den es nicht gibt.
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05.02.2010, 20:48
AW: Lähmende Gedanken/ Probleme, Teufelskreis
Coco-Lores, dein Familienhintergrund scheint auch nicht so prickelnd zu sein wie meiner... Hast Du eine eigene Familie? Wie geht die denn mit dem Verhältnis zu deinem Dad um?
Gerade bin ich arbeitstechnisch extrem beschäftigt, das lenkt mich ungemein ab und ich habe so auch gar keine Zeit, daheim anzurufen oder zu mailen...
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08.02.2010, 19:45
AW: Lähmende Gedanken/ Probleme, Teufelskreis
Heyheyhey, ich hatte gestern einen Aha-Effekt:
Ein Freund von mir macht sich große Sorgen um eine Freundin und ist mit seinen Hilfeversuchen kläglich gescheitert. Seine Reaktion darauf war ziemlich krass, er hat die Person total abgeschrieben und hat total gehässig über das Mädel abgelästert.
Und jetzt kommts: Ich hab ihm geraten, die Hilfeversuche zu unterlassen und ihr einfach sagen, dass er sich Sorgen mache, anstatt so hässlich über die Arme herzuziehen. Und wenn sie die Hilfe nicht annehmen möchte, muss er das respektieren.
Seither bin ich total beschwingt und fühle mich so leicht, weil ich auf einmal realisiert habe, dass ich nichts anderes gesagt habe, als ihr mir geraten habt. Anscheinend habe ich's endlich verinnerlicht und es fühlt sich an, wie wenn eine große Last von mir gefallen ist!
Ich weiß, das war ein erster Schritt und ich muss noch viele weitere Themen angehen! Aber dieses Gefühl, das alles ok ist, so wie es ist, ist einfach toll!!! Danke Euch!!!



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