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  1. Inaktiver User

    AW: Dieses Gefühl der Einsamkeit macht mich wahnsinnig.....

    ewk: toller Beitrag!

  2. Inaktiver User

    AW: Dieses Gefühl der Einsamkeit macht mich wahnsinnig.....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ewk: toller Beitrag!
    Danke sehr!

    Schön, auch von dir wieder mehr zu lesen!

  3. Inaktiver User

    AW: Dieses Gefühl der Einsamkeit macht mich wahnsinnig.....

    Zitat Zitat von Caramon Beitrag anzeigen
    Was bedeutet Partnerschaft denn sonst?
    Partnerschaft bedeutet immer auch Arbeit miteinander, dazu gehört auch Streit oder einander nicht verstehen usw. und dann fühlte zumindest ich mich einsamer als wenn ich alleine gewesen wäre.
    Mit Zufriedenheit sollte sie anfangen?
    Sehr...hm...merkwürdiger "Tipp" in meinen Augen. Zufriedenheit hat sie teilweise schon z.B. in ihrem Job (oder hab ich das missverstanden in ihrem ersten Posting?) aber eben nicht in einem bestimmten ihr wichtigen Bereich, dem zwischenmenschlichen. Soll nun diese an anderer Stelle vorhandene Zufriedenheit globalisiert werden und damit indirekt auch andere Bereiche abdecken/erreichen/substituieren?
    Zufriedenheit wird mWn. durch etwas erzeugt, sei es durch eine Tätigkeit, Handlung oder Gegenstand. Irgendwas passiert/geschieht, das man dann zufrieden ist. Was wenn dafür eine zweite Person erforderlich ist und nicht auf einen selbst beschraenkt ist handlungstechnisch?
    (ich glaube, das ist das Problem von Artemis, und siehe unten)
    Und weil keine andere Person da ist, ist es besser in Qual und Schmerz zu versinken? Darum trauern - ja, das verstehe ich.

    Hast Du mal versucht Dich selbst zu kitzeln?

    Ein Selbstumarmen ist nicht mal annähernd äquivalent zu einer richtigen, echten Umarmung durch einen anderen Menschen. Wenn ich einem Menschen (Kind oder Erwachsener), der das Bedürfnis nach einer Umarmung hat, raten würde, das er sich doch selbst umarmen kann stattdessen, ahm, ich könnte mir vorstellen, das die Person verletzt und vielleicht aggressiv reagieren kann. Auf Zufriedenheit geschweige denn Glück würde ich nicht wetten.
    Eventuell ergibt sich bei Dir kein Unterschied zwischen dem Selbstumarmen und der Umarmung durch einen anderen Menschen aber das ist, glaube ich, verflucht arg selten.
    Das Gleiche ist es nicht. Das habe ich nicht behauptet - aber es kann sich auch gut anfühlen. Nach kümmern um sich selbst, nach Selbstliebe - und das ist zumindest für mich warm. Ich habe auch nicht gesagt, sie solle sich selbst umarmen. Ich habe nur dem widersprochen, dass sich das nicht gut anfühlen kann.

    Ist so ähnlich wie wenn ich mich unterhalten will (Kommunikation findet für gewöhnlich zwischen mehreren Menschen statt, also mindestens eine weitere Person sprich ich und noch wer anders) und mangels Gesprächspartner ein Selbstgespräch führen soll...

    Ihr fehlt menschliche Zuwendung und Wärme in einer bestimmten ganz eigenen Form.
    Das Problem ist, das solche Sachen nur ein Partner geben kann. Freunde können das nur sehr bedingt geben (Unterschied zwischen Freundschaft und Partnerschaft...) und wodurch kann man es ersetzen oder überdecken.
    Nochmal, weil es vielleicht nicht verständlich war: Wenn da niemand ist, dann kann ich mich grämen. Mein Weg war ein anderer. Ob er für jede/n gangbar ist, weiß ich nicht. Für mich ist diese Situation nur längst nicht so aussichtslos, wie er sich gerade für die TE darstellt. Das wollte ich aufzeigen. Scheint mir nicht gelungen zu sein. Sorry. Ich bin dann raus.
    .

  4. Inaktiver User

    AW: Dieses Gefühl der Einsamkeit macht mich wahnsinnig.....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Gar nicht, man muss lernen, damit zu leben und die Traurigkeit darüber akzeptieren und nicht verdrängen oder unterdrücken.

    Ich finde nichts merkwürdiger als Frauen, die so schrill fröhlich betonen, ihnen ginge es allein sooooo toll, sie wollten ja gar keine Beziehung mehr... So schön ihr Leben sein mag - aber wer würde ernsthaft auf eine liebevolle und bereichernde Beziehung verzichten wollen und sagen, nö, bleib ich lieber allein?
    Man muss es nicht betonen, schon gar nicht schrill, aber es soll Menschen geben, die keine weitere Beziehung wünschen, ob vorübergehend oder für den Rest ihres Lebens - naja, das wird sich ja zeigen :)
    Trotzdem ist es mit der Beziehung wie mit manch anderem im Leben: man kann es sich wünschen, aber man hat keinen Anspruch darauf. Und das fatale in so einer Situation ist ja oft, dass man sich so darauf fixiert, dass das quasi einen Erlösungscharakter bekommt: NUR wenn ich das hätte (kann ein Job, ein Mann, ein Kind, ein neuer Busen sein) - dann kann ich glücklich sein. Sonst nicht.

    Und leider funktioniert das so nicht. Und noch dazu versäumt man viel Zeit, in der es einem eben tatsächlich gar nicht schlecht geht - nur weil man mit seinem Tunnelblick nur noch auf das starrt, was grad fehlt.

    Ich meine, dafür ist das Leben leider zu kurz, als dass ich genußmäßig auf Stand-by bleibe, nur weil etwas - und mag es noch so wichtig sein - eben nicht da ist.

    Ich denke auch, nach langer Singlezeit seit 2 Jahren wieder in einer Beziehung: mein Leben ist jetzt nicht problemloser - ich hab nur andere Probleme.
    Den Rest unterschreibe ich sofort :)

  5. Inaktiver User

    AW: Dieses Gefühl der Einsamkeit macht mich wahnsinnig.....

    Liebe ellipell,

    natürlich ist das eine freie Entscheidung jedes Einzelnen, lieber allein und zufrieden durchs Leben zu gehen. Aber auf mich wirkt das oft sehr aufgesetzt, nach sauren Trauben, die zu hoch hängen - und oft auch, wie ja auch bei kurvenräuberin anklingt - aus negativen Erfahrungen und Pessimismus gespeist. Und das hat für mich schon was Trauriges. Nur weil man es noch nicht geschafft hat und schon mal gescheitert ist gar nicht mehr an die Liebe glauben? Das fänd ich fatal, das bedeutet für mich oft, die Trauer zu verdrängen und so zu tun, als machte einem das gar nix aus, obwohl es schmerzt - und ist zu oft dann auch eine self-fulfilling-prophecy, weil man auch dem Gegenüber nicht mehr mit Wohlwollen, sondern nur Misstrauen begegnet.

  6. Inaktiver User

    AW: Dieses Gefühl der Einsamkeit macht mich wahnsinnig.....

    Liebe EWK,
    ich lebe jetzt seit 7 Jahren (oder so- halt irgendwie schon ewig) nach einer sehr schwierigen Beziehung mit schmerhaftester Trennung ohne Partner. Das ist nicht wirklich selbst gewählt, es ist halt so gekommen. In dieser Zeit habe ich mich mit mir angefreundet und tatsächlich "brauche" ich keinen Partner mehr an meiner Seite, kann mir im Moment auch nicht vorstellen, dass da jemand kommt.
    Ein bisschen traurig ist das natürlich, wenn man es aus deinem Blickwinkel betrachtet. Ich fühle allerdings nicht so sehr den Verlust, sondern konzentriere mich auf die guten Seiten des Lebens. Ich sorge sehr gut für mich und ich habe gelernt, mir Dinge zu geben, die ich früher von einem Partner erwartet habe.
    Wenn ich sehe, höre und lese, wieviele Menschen in unbefriedigenden Beziehungen leben (und da bleiben, um ja nicht allein zu sein), wenn ich den Schmerz dieser Menschen wahrnehme (z.B. in meinem Freundeskreis), dann bin ich tatsächlich lieber allein, als so zu leben. Ich gehe mit meinem Entschluss nicht hausieren. Ich weiß, dass mein Leben schon ziemlich viele unerwartete Wendungen genommen hat und noch nehmen wird. Eine Beziehung halte ich für mich für unwahrscheinlich, ausschließen kann ich das natürlich nicht, schließlich sind Beziehung nicht per se schlecht (allerdings eben auch nicht per se gut!).
    Ich gehe übrigens mit meinem Entschluss normalerweise nicht hausieren - eigentlich weiß nur meine engste Freundin davon. Ansonsten sag ich: Hat sich einfach noch nicht ergeben. Ich möchte einfach umgehen, dass dem von anderen ein so hoher Wert zugemessen wird.
    Nach einer sehr harten Zeit und vielen Kämpfen um und mit mir selber, geht es mir gut - und das jetzt schon längere Zeit. Ich habe eine gute Beziehung zu mir selber aufbauen können und bin zufrieden bis glücklich (meistens). Ich hoffe, das kann ich mir noch lange erhalten.

  7. Inaktiver User

    AW: Dieses Gefühl der Einsamkeit macht mich wahnsinnig.....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn ich sehe, höre und lese, wieviele Menschen in unbefriedigenden Beziehungen leben (und da bleiben, um ja nicht allein zu sein), wenn ich den Schmerz dieser Menschen wahrnehme (z.B. in meinem Freundeskreis), dann bin ich tatsächlich lieber allein, als so zu leben.
    Das seh ich auch so, und das leb ich auch. Eine wirklich gute und lebenswerte Beziehung ist für mich fast ein 6er im Lotto - und nichts, was meiner Wahrnehmung alle Welt (oder alle außer mir eben) so einfach hinkriegt.

    Eine Beziehung halte ich für mich für unwahrscheinlich, ausschließen kann ich das natürlich nicht, schließlich sind Beziehung nicht per se schlecht (allerdings eben auch nicht per se gut!).
    Das ist aber nicht das, was ich traurig finde, eher realistisch und reflektiert, so seh ich mich auch. Es gibt sicher Menschen, die anpassungsfähiger und verträglicher sind als ich und sich daher leichter tun, immer mal wieder jemand zu finden. Für mich ist das ein seltenes Ereignis, jemand zu treffen, der mich wirklich berührt - und noch unwahrscheinlicher, dass der das dann auch für mich so fühlt.

    Traurig finde ich nur, wenn man nicht mehr bereit ist, wenn das dann passiert - das Wagnis einzugehen. Getreu meiner Signatur denke ich: no risk no fun. Und du siehst es ja auch so: wer weiß was noch alles so auf uns zukommt. Und du wirkst auf mich nicht so, dass du sagen würdest, du lässt es lieber bleiben, weil es ja eh nur wieder schief gehen wird??

    Nach einer sehr harten Zeit und vielen Kämpfen um und mit mir selber, geht es mir gut - und das jetzt schon längere Zeit. Ich habe eine gute Beziehung zu mir selber aufbauen können und bin zufrieden bis glücklich (meistens). Ich hoffe, das kann ich mir noch lange erhalten.
    Das ist doch eine Wahnsinnsleistung - und wer kann das schon von sich sagen?? Und viele kommen da nie hin, vielleicht grad weil sie immer in Beziehungen stecken.

  8. Inaktiver User

    AW: Dieses Gefühl der Einsamkeit macht mich wahnsinnig.....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Partnerschaft bedeutet immer auch Arbeit miteinander, dazu gehört auch Streit oder einander nicht verstehen usw. und dann fühlte zumindest ich mich einsamer als wenn ich alleine gewesen wäre.
    Uh, ja, das ist wahr! Bzw.: so empfinde ich das auch... wohl wissend, dass Auseinandersetzung notwendig bzw. unvermeidbar ist.... dann denke ich zeitweise, ob ich nicht besser dran wäre, allein zu sein, ohne meinen Partner, fühl mich richtiggehend "beziehungsunfähig". Eben, weil ich diese Einsamkeit empfinde, diese Kluft. Dann fühle ich mich einsam, obwohl ich nicht allein bin.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich sorge sehr gut für mich und ich habe gelernt, mir Dinge zu geben, die ich früher von einem Partner erwartet habe.
    Magst du da etwas Konkreter werden, das würde mich wirklich interessieren!?

    Wenn ich sehe, höre und lese, wieviele Menschen in unbefriedigenden Beziehungen leben (und da bleiben, um ja nicht allein zu sein), wenn ich den Schmerz dieser Menschen wahrnehme (z.B. in meinem Freundeskreis), dann bin ich tatsächlich lieber allein, als so zu leben.
    Ja, diesen Schmerz gibt es (siehe oben) - aber ist es ein permanenter, unveränderlicher Schmerz?
    Bei mir ist es ein Auf und Ab, irgendwo auch ein Kampf mit mir selbst, aber es gibt auch immer wieder Momente, in denen ich sagen kann: der Einsatz lohnt sich. Ich frage mich gerade, wie wohl Aussenstehende meine Beziehung wahrnehmen *grübel*

    Nach einer sehr harten Zeit und vielen Kämpfen um und mit mir selber, geht es mir gut - und das jetzt schon längere Zeit. Ich habe eine gute Beziehung zu mir selber aufbauen können und bin zufrieden bis glücklich (meistens). Ich hoffe, das kann ich mir noch lange erhalten.
    Ist es das: der Selbstschutz, der einen davon abhält, sich zu öffnen? Ich meine nicht mal unbedingt beziehungstechnisch, heute gibt es ja viele Modelle, wie man die Liebe zwischen Mann und Frau leben kann.

  9. Inaktiver User

    AW: Dieses Gefühl der Einsamkeit macht mich wahnsinnig.....

    Was meine Selbstpflege angeht, bitte ich um Verständnis, dass ich da nicht so tief gehe und persönliche Rituale und Details der Öffentlichkeit preisgebe.

    Ein paar einfache Beispiele versuche ich mal zu geben (und selbst dabei wird es Leute geben, die das zerreißen werden):

    Ich decke mir den Tisch richtig schön, mit Blumen und Servietten, wenn ich esse.
    Ich lade mich zum Essen ein, wenn ich etwas feiern möchte.
    Ich habe Rituale entwickelt, die mir helfen, mich selbst zu beruhigen und zu trösten, wenn ich traurig bin.
    Ich zolle mir selber Respekt und lass mich von "meinem kleinen Mann im Ohr" (DAS hättest du anders machen müssen, mein Gott, wie siehst du heute wieder aus, mach doch endlich mal...) nicht mehr ins Bockshorn jagen.
    Ich tue Dinge, für die ich früher jemand anders brauchte, eben alleine; Flohmarkt, Kino, Theater...
    Ich trete für mich ein.

    Klingt alles ziemlich banal, oder? Hat für mich aber sehr viel mit Selbstachtung und Selbstwertschätzung zu tun, Achtung oder Wertschätzung, die ich früher bei meinem Partner gesucht hab.
    Situationen, wo ich mir einen Partner hergewünscht hätte, hab ich über die Zeit beobachtet und herausgefunden, was mir gerade gefehlt hat. Und genau das hab ich mir versucht zu geben. Das ist nicht immer leicht, weil auch ich von Glaubenssätzen geprägt bin, wie z.B. man kann sich nicht selbst umarmen. Überlegt hab ich mir, was macht eigentlich eine Umarmung für mich aus? Und das hab ich versucht umzusetzen, aus mir selbst heraus.


    Deinen letzten Absatz mit dem Selbstschutz hab ich leider nicht so recht verstanden. Glaubst du, ich könnte mich oder ich könnte mich nicht öffnen? Oder war das eher allgemein gehalten?

  10. Inaktiver User

    AW: Dieses Gefühl der Einsamkeit macht mich wahnsinnig.....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was meine Selbstpflege angeht, bitte ich um Verständnis, dass ich da nicht so tief gehe und persönliche Rituale und Details der Öffentlichkeit preisgebe....
    O.k., versteh ich!

    Du beschreibst, dass du Rituale entwickelt hast: klar, das klingt banal, ist es vielleicht sogar - es ist aber nicht banal, das zu entwickeln und zu leben... vor allem, wenn man es anders gewohnt ist.

    Ist es nicht ein Unterschied, ob man dies alles tut, weil man es als Abwechslung/Ergänzung zur gemeinsamen Zeit als Paar so haben möchte - oder ob es aus der Situation heraus so gelebt werden muß, weil eben kein Partner da ist?

    Einsamkeit bedeutet doch Alternativlosigkeit - ich nehme an, du hast ein Netzwerk von Familie & Freunden, die in dunklen Stunden für dich da sind? Oder schaffst du wirklich alles allein?

    Deinen letzten Absatz mit dem Selbstschutz hab ich leider nicht so recht verstanden. Glaubst du, ich könnte mich oder ich könnte mich nicht öffnen? Oder war das eher allgemein gehalten?
    Ich meinte damit: wenn man so gut mit sich alleine klar kommt - warum sollte man sich noch jemand anderem öffnen/anschliessen wollen - da steckt ja neben Lust auch immer Potential für Frust drin, den man alleine nicht hat.... wird man nicht sich selbst genug?
    Und vermeidet das Risiko, gerade dann, wenn man schon eine schmerzhafte Trennung hinter sich hat und weiß, wie mühevoll der Weg war?

    Ich möchte dir übrigens meine aufrichtige Bewunderung aussprechen für deinen way of life....

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