Ist das Problem, um das es hier geht das Alleinsein oder die Einsamkeit?
Das eine hat nicht immer was mit dem Anderen zu tun.
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Ergebnis 41 bis 50 von 64
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18.01.2010, 01:32Inaktiver User
AW: Dieses Gefühl der Einsamkeit macht mich wahnsinnig.....
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18.01.2010, 13:25Inaktiver User
AW: Dieses Gefühl der Einsamkeit macht mich wahnsinnig.....
Hallo an Alle, vielen Dank für alle Antworten....ich möchte gerne ein paar Dinge beantworten....
...ein Haustier habe ich bereits....meinen Kater, der mir viel Freude bereitet, ein Hund o.ä. ist indiskutabel, da ich viel arbeite und mein Vermieter dies auch gar nicht erlaubt !
....Allein bin ich auf keinen Fall, ich habe viele Interessen und unternehme regelmäßig etwas mit meinem Freunden
....ich bin "nur" einsam und habe Sehnsucht, nach dem Gefühl des Geliebt werdens um meiner selbst willen...
...ich bin in regelmäßiger therapeutischer Behandlung
Diese Vorschläge...von wegen sich selber annehmen und mit sich selber glücklich, habe ich schon 100 fach gehört und die theorie klingt gut....nur leider gelingt es mir nicht mit mir allein glücklich zu sein...es gibt Tage, da ist es etwas einfacher, manchmal sogar gut...aber die meiste Zeit ist diese Leere in mir, die ich selber nicht geschlossen bekomme. Und versucht mal euch selber zu umarmen...das fühlt sich nicht wirklich gut an !
LG Artemisia
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18.01.2010, 18:35
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18.01.2010, 18:40Inaktiver User
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18.01.2010, 21:45Inaktiver User
AW: Dieses Gefühl der Einsamkeit macht mich wahnsinnig.....
Das ist auch gar nicht so einfach, eher harte Arbeit, und man schafft das auch nicht von einem Tag auf den nächsten (zumindest ich hab das nicht). Um genau zu sein habe ich dafür mehrere Jahre gebraucht. Und es ist wie in jeder Beziehung: Es erfordert stetige Arbeit. Natürlich gibt es immer gute und schlechte Tage. Die haben Menschen in Beziehungen auch, manche fühlen sich in ihrer Partnerschaft verloren und einsam. Partnerschaft bedeutet eben auch nicht, alles ist gut und da ist immer jemand, der mich versteht und auffängt.
Dit gelingt es nicht mit dir glücklich zu sein... Ist ja auch ein hohes Ziel. Warum beginnst du gleich mit der Königsdisziplin Glück. Warum nicht erstmal mit Zufriedenheit? Und überhaupt: Was ist eigentlich Glück für dich? Wie muss es sich anfühlen? (Das sollen Denkanstöße sein)
Du schreibst, es gibt Tage, an denen fühlst du dich gut. Was ist an diesen anders? Machst du was anders? Oder bist du mit bestimmten Leuten zusammen? (Auf alle Fälle ausbauen :))
Und zum selber umarmen: Doch, ich finde, dass fühlt sich gut an - niemand versteht mich so gut wie ich, und ich bin jederzeit griffbereit mich in den Arm zu nehmen (manchmal auch im übertragenen Sinne).
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20.01.2010, 01:15
Hi Artemisia,
na wie isses heute?
Ich kann dich gut verstehen.
Es ist Winter, man sitzt abends alleine in der Wohnung...um einen rum erleuchtete Fenster, Menschen sitzen zusammen...und man versteht einfach nicht, warum man selbst nicht an einem dieser Tische sitzen kann.
Ich glaube, unheimlich viele Menschen sitzen so da wie du...
Und keiner weiss vom anderen.
Ich kenne das Gefühl nur zu gut.
Am meisten nerven die Statements, amn soll alleine glücklich sein-auch wenn was wahres dran ist. Aber wer mit seiner Seele kämpft kann über solche Ratschläge nur müde lächeln.
ich glaube schon, dass es ein kulturelles Erbe ist, dass wir nicht mehr in Großfamilien leben, wo es selbstverständlich war, dass dauernd Menschen um einen rum sind.
Ob man da öfter liebevoll in den Arm genommen wurde, oder ob das eher bedeutet hat, Schläge zu kassieren von einem übergriffigen Mann...
wer weiss schon wie es wäre, vor hundert Jahren geboren wirden zu sein.
Wahrscheinlich wären wir die gleichen Menschen geworden und hätten unter anderen Dingen gelitten.
Die verletzte Seele bleibt die gleiche, nur dass sie, wenn sie zur Gesellschaft gezwungen wird, Agressionen anzieht oder weiteres Leid.
ich vermute mal, deine Seele schützt sich unbewußt vor Kontakten und vor Menschen die ihr nahe kommen könnten, weil in dir drin Angst steckt.
Ich glaube, man kann mit Therapie zwar den Verstand ansprechen, letztlich sind es aber deine Gefühle die verrückt spielen.
Besser wäre es, andere Wege zu probieren.
Wege die deine Seele erreichen. Immerhin, man trifft immer wieder Menschen die ähnlich empfinden, und andere, die einen Weg heraus wissen.
Der Weg führt über die Phantasie, über deine Träume, die du lernst zu lenken. Reise in dein Inneres. Da liegt das ganze Potential.
Hier ein Buchtip: Alberto Villoldo: Seelenrückholung.
Liebe Grüße
Die Dummen verwerfen, was sie sehen, nicht was sie denken.
Die Klugen verwerfen, was sie denken, nicht was sie sehen. (Huang-po)
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20.01.2010, 11:22
AW: Dieses Gefühl der Einsamkeit macht mich wahnsinnig.....
Also, mir hat meine Therapie geholfen, einen Zugang zu mir selbst zu finden - damit hat sie letztlich meine Seele und meine Gefühlswelt unmittelbar getroffen.
Artemisias Therapievorstellung klingt hingegen sehr funktionalistisch. Als erwarte sie von einem Therapeuten, dass er ihr ein, zwei klare Strategien an die Hand gibt, so und so muss das klappen, dass sich das Problem - puff - in Luft auflöst. So bleibt das natürlich auf der Verstandesebene.
Schon wieder Leistung. Schon wieder funktionieren. Eventuell scheitert die Therapie also daran, dass die TE nicht bereit ist, WIRKLICH auf sich selbst zu schauen.Zurück ist ein Ort, den es nicht gibt.
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22.01.2010, 19:01
AW: Dieses Gefühl der Einsamkeit macht mich wahnsinnig.....
Was bedeutet Partnerschaft denn sonst?
Mit Zufriedenheit sollte sie anfangen?Dit gelingt es nicht mit dir glücklich zu sein... Ist ja auch ein hohes Ziel. Warum beginnst du gleich mit der Königsdisziplin Glück. Warum nicht erstmal mit Zufriedenheit? Und überhaupt: Was ist eigentlich Glück für dich? Wie muss es sich anfühlen? (Das sollen Denkanstöße sein)
Sehr...hm...merkwürdiger "Tipp" in meinen Augen. Zufriedenheit hat sie teilweise schon z.B. in ihrem Job (oder hab ich das missverstanden in ihrem ersten Posting?) aber eben nicht in einem bestimmten ihr wichtigen Bereich, dem zwischenmenschlichen. Soll nun diese an anderer Stelle vorhandene Zufriedenheit globalisiert werden und damit indirekt auch andere Bereiche abdecken/erreichen/substituieren?
Zufriedenheit wird mWn. durch etwas erzeugt, sei es durch eine Tätigkeit, Handlung oder Gegenstand. Irgendwas passiert/geschieht, das man dann zufrieden ist. Was wenn dafür eine zweite Person erforderlich ist und nicht auf einen selbst beschraenkt ist handlungstechnisch?
(ich glaube, das ist das Problem von Artemis, und siehe unten)
Hast Du mal versucht Dich selbst zu kitzeln?Du schreibst, es gibt Tage, an denen fühlst du dich gut. Was ist an diesen anders? Machst du was anders? Oder bist du mit bestimmten Leuten zusammen? (Auf alle Fälle ausbauen :))
Und zum selber umarmen: Doch, ich finde, dass fühlt sich gut an - niemand versteht mich so gut wie ich, und ich bin jederzeit griffbereit mich in den Arm zu nehmen (manchmal auch im übertragenen Sinne).
Ein Selbstumarmen ist nicht mal annähernd äquivalent zu einer richtigen, echten Umarmung durch einen anderen Menschen. Wenn ich einem Menschen (Kind oder Erwachsener), der das Bedürfnis nach einer Umarmung hat, raten würde, das er sich doch selbst umarmen kann stattdessen, ahm, ich könnte mir vorstellen, das die Person verletzt und vielleicht aggressiv reagieren kann. Auf Zufriedenheit geschweige denn Glück würde ich nicht wetten.
Eventuell ergibt sich bei Dir kein Unterschied zwischen dem Selbstumarmen und der Umarmung durch einen anderen Menschen aber das ist, glaube ich, verflucht arg selten.
Ist so ähnlich wie wenn ich mich unterhalten will (Kommunikation findet für gewöhnlich zwischen mehreren Menschen statt, also mindestens eine weitere Person sprich ich und noch wer anders) und mangels Gesprächspartner ein Selbstgespräch führen soll...
Ihr fehlt menschliche Zuwendung und Wärme in einer bestimmten ganz eigenen Form.
Das Problem ist, das solche Sachen nur ein Partner geben kann. Freunde können das nur sehr bedingt geben (Unterschied zwischen Freundschaft und Partnerschaft...) und wodurch kann man es ersetzen oder überdecken.
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22.01.2010, 19:13Inaktiver User
AW: Dieses Gefühl der Einsamkeit macht mich wahnsinnig.....
Gar nicht, man muss lernen, damit zu leben und die Traurigkeit darüber akzeptieren und nicht verdrängen oder unterdrücken.
Ich finde nichts merkwürdiger als Frauen, die so schrill fröhlich betonen, ihnen ginge es allein sooooo toll, sie wollten ja gar keine Beziehung mehr... So schön ihr Leben sein mag - aber wer würde ernsthaft auf eine liebevolle und bereichernde Beziehung verzichten wollen und sagen, nö, bleib ich lieber allein?
Trotzdem ist es mit der Beziehung wie mit manch anderem im Leben: man kann es sich wünschen, aber man hat keinen Anspruch darauf. Und das fatale in so einer Situation ist ja oft, dass man sich so darauf fixiert, dass das quasi einen Erlösungscharakter bekommt: NUR wenn ich das hätte (kann ein Job, ein Mann, ein Kind, ein neuer Busen sein) - dann kann ich glücklich sein. Sonst nicht.
Und leider funktioniert das so nicht. Und noch dazu versäumt man viel Zeit, in der es einem eben tatsächlich gar nicht schlecht geht - nur weil man mit seinem Tunnelblick nur noch auf das starrt, was grad fehlt.
Ich meine, dafür ist das Leben leider zu kurz, als dass ich genußmäßig auf Stand-by bleibe, nur weil etwas - und mag es noch so wichtig sein - eben nicht da ist.
Ich denke auch, nach langer Singlezeit seit 2 Jahren wieder in einer Beziehung: mein Leben ist jetzt nicht problemloser - ich hab nur andere Probleme.
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22.01.2010, 22:21
AW: Dieses Gefühl der Einsamkeit macht mich wahnsinnig.....
da liegt der hase im pfeffer: liebevolle und bereichernde beziehung. viele von uns haben das nie kennen gelernt. wenn beziehung, dann eher problembeladen bis destruktiv. vielleicht reicht diese erfahrung bis zurück ins elternhaus. kann ich verstehen, dass eine(r) dann sagt - alleine gehts mir besser. wobei natürlich richtig ist, dass man an seinem eigenen anteil arbeiten kann um vielleicht (!) in zukunft was besseres zu erleben. aber für manche(n) ist das thema partnerschaft/beziehung so negativ besetzt, so stressgeladen und schwierig, dass sie/er sich das gar nicht mehr zutraut und auch gar nicht antun will. wie gesagt, ich kanns verstehen.


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