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  1. User Info Menu

    AW: Dieses Gefühl der Einsamkeit macht mich wahnsinnig.....

    Hallo Artemesia,

    mir ist eines bei Dir aufgefallen, nämlich das Wort "schauspielern". Ich persönlich kann Dir nur den Tipp geben, dort anzusetzen. Auch ich war viele Jahre ein Mensch, der bezüglich des Innenlebens eine Maske aufhatte, nur Stärke demonstrierte und keine Schwächen zuließ. Aber irgendwann befindet man sich dann in Umständen, in denen das nicht mehr geht und man diese Maske absetzen muss.

    Hab keine Angst davor, zeig Deinen Freunden und auch Deinem Bruder gegenüber, wie es Dir wirklich geht. Du wirst merken, dass es Deinem Gegenüber bedeutend leichter fallen wird, mit Dir umzugehen, wenn Du authentisch, offen und ehrlich bist - wenn Du ein Mensch mit Fehlern, Defiziten und Problemen bist.

    Im Übrigen kann ich dem Rat einer Vorschreiberin bezüglich eines Haustieres nur zustimmen.

    Eine Partnerschaft allein macht keinen glücklichen Menschen. Es ist schön und erstrebenswert, jemanden an seiner Seite zu haben, mit dem man gemeinsam ein Stück weit geht - aber mach Dein Glück niemals von einer anderen Person abhängig!

    Alles Gute für Dich!!
    "Neid ist die Religion der Mittelmäßigen..... Selig der, den die Idioten anbellen, denn seine Seele wird ihnen nie gehören. (C.R. Zafón)

  2. Inaktiver User

    AW: Dieses Gefühl der Einsamkeit macht mich wahnsinnig.....

    Zitat Zitat von LeMay Beitrag anzeigen
    Wer geliebt werden will, muss erstmal selbst lieben.
    Das greife ich gerne mal auf und bringe etwas anderes ins Spiel:

    Wer geliebt werden will, muss sich öffnen (können).

  3. Inaktiver User

    AW: Dieses Gefühl der Einsamkeit macht mich wahnsinnig.....

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das greife ich gerne mal auf und bringe etwas anderes ins Spiel:

    Wer geliebt werden will, muss sich öffnen (können).
    Das ist eine Folge dessen, dass ich mich selbst liebe und mir vertraue!

  4. Inaktiver User

    AW: Dieses Gefühl der Einsamkeit macht mich wahnsinnig.....

    Wie, stecher? Du und ich und Einstimmigkeit? Dass ich das noch erleben darf. Hab' Dich von meiner Ignorierliste genommen :-)

    Zusammengetragen heißt das also:

    Sich selbst lieben und vertrauen.
    Sich öffnen.
    Lieben.

    Wenn Du damit übereinstimmst, melde ich mich mit diesem aussergewöhnlichen Erlebnis für heute ab. Man soll gehen, wenn's am besten ist :-)

    Gruß, Uli_F

  5. User Info Menu

    AW: Dieses Gefühl der Einsamkeit macht mich wahnsinnig.....

    Ich frage mich, wie sich die TE fühlte, wenn sie von einem lieben Menschen, den sie mag (meinetwegen auch liebt) in den Arm genommen würde.

    Wäre sie dann immer noch einsam in ihrem Sinne oder würde es ihr besser gehen?
    (oder die Einsamkeit überdeckt, hinten angestellt oder beseitigt, gesetzt den Fall das der Mensch bliebe)

  6. Inaktiver User

    AW: Dieses Gefühl der Einsamkeit macht mich wahnsinnig.....

    Ich finde die Fragestellung typisch, und verkehrt: nicht fragen, wieso man nichts bekommt - sondern besser fragen, was man gibt.

    Wenn ich anderen was gebe, bekomm ich auch was zurück, und werd mich kaum mehr einsam fühlen, weil ich dazu noch was Sinnvolles mache, weniger Zeit habe, über mich und meine Befindlichkeit nachzugrübeln und was tue, was mir Spaß macht. Was auch immer das sein mag.

    Das liegt doch an mir selber, ob ich für andere einen Wert habe, oder ob mich niemand vermisst.

  7. Inaktiver User

    AW: Dieses Gefühl der Einsamkeit macht mich wahnsinnig.....

    Zitat Zitat von Caramon Beitrag anzeigen
    Ich frage mich, wie sich die TE fühlte, wenn sie von einem lieben Menschen, den sie mag (meinetwegen auch liebt) in den Arm genommen würde.

    Wäre sie dann immer noch einsam in ihrem Sinne oder würde es ihr besser gehen?
    (oder die Einsamkeit überdeckt, hinten angestellt oder beseitigt, gesetzt den Fall das der Mensch bliebe)
    Ich glaub schon, dass es einem besser ginge, wenn man in einer liebevollen Beziehung leben würde. Nur wenn man die nicht hat hilft es nichts, sich da in seine Sehnsucht hineinzusteigern, eine Beziehung kann ich mir halt nicht kaufen.

    Also muss ich wo ansetzen, wo ich allein was ändern kann.

  8. User Info Menu

    AW: Dieses Gefühl der Einsamkeit macht mich wahnsinnig.....

    Ist ja leicht gesagt: Lern mal zu geben.

    Bei mir hat sich vieles gewendet als ich mich öffnete für andere Menschen, die ich vorher unbewußt als potentielle Freunde aussortiert habe.

    Man handelt so, dass es einem nicht gut tut, bemerkt es aber nicht.

    Tragisch.

    Als ich also Kontakte zuließ, die mir gut taten, war ich selbst überrascht wie neu und schön sich das angefühlt hat.

    Vielleicht waren das Menschen die mir zu ähnlich waren. Und wenn man sich selbst nicht liebt, liebt man auch keine Menschen, die zu einem passen, die gleich ticken.

    Insofern ist das Leben eine Reise und sie bringt uns auch manchmal durch Zufall an bestimmte Weichen, die uns verändern oder unseren Bewußtseinsprozeß verändern.

    Wobei ich hier sehr zustimme, dass es hier nicht um einen Mann geht. Auch in einer Zweierbeziehung kann Streit, Einsamkeit und Abhängigkeit krank machen.

    Insofern stimmt es zu sagen, ich muss mich um mich selbst kümmern.

    Ich habe Workshops besucht. Eine Woche Theaterspielen im sonnigen Süden.

    Das kann ich sehr empfehlen. Theaterspielen ist ja dein "Ding". Du wirst Begegnungen mit anderen und mit dir selbst haben von einer Intensität, die ungeahnte Kräfte freisetzt.


    Bei mir gab es kurz vor Abfahrt noch Blockaden und ich hatte tausend Gründe nicht hinzufahren.
    Wie durch ein Wunder bin ich tapfer geblieben und hingefahren.
    Das war ein entscheidender Schritt für mich und mein Umdenken. Ich bin Menschen wirklich begegnet. Denn beim Schauspielern geht man aus sich heraus. Man geht in sein Gefühl und zeigt Seiten, die man selbst zum Teil nicht kennt. Da alle involviert sind und sich genauso entblößen, haben die Leute alle ihre Hemmungen abgelegt und eine tiefere Verbindung fand statt.

    Leider blockieren wir uns selbst genau dann, wenn es am dringendsten wäre, Dinge zu tun.

    Spring ins kalte Wasser, tu etwas, was du noch nie getan hast.

    Vielleicht suchst du dir einen Coach.
    Nimm dein Leben in die Hand. Es ist deins!
    Geändert von Joshuatree (15.01.2010 um 19:41 Uhr)
    Die Dummen verwerfen, was sie sehen, nicht was sie denken.
    Die Klugen verwerfen, was sie denken, nicht was sie sehen. (Huang-po)

  9. Inaktiver User

    AW: Dieses Gefühl der Einsamkeit macht mich wahnsinnig.....

    Zitat Zitat von LeMay Beitrag anzeigen
    Wer geliebt werden will, muss erstmal selbst lieben.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finde die Fragestellung typisch, und verkehrt: nicht fragen, wieso man nichts bekommt - sondern besser fragen, was man gibt.

    Wenn ich anderen was gebe, bekomm ich auch was zurück, und werd mich kaum mehr einsam fühlen, weil ich dazu noch was Sinnvolles mache, weniger Zeit habe, über mich und meine Befindlichkeit nachzugrübeln und was tue, was mir Spaß macht. Was auch immer das sein mag.

    Das liegt doch an mir selber, ob ich für andere einen Wert habe, oder ob mich niemand vermisst.
    Beide Aussagen finde ich schwierig.

    Muss nicht jemand erstmal Liebe erfahren, um zu erkennen was Liebe ist und sie dann geben können?

    Dazu passend: Was muss ich denn geben, um geliebt zu werden?

    Die TE beschreibt, wie sie gelernt hat Liebe von ihrer Mutter zu erfahren: Schauspielerei, stark sein. Ob Sie erfahren hat, was Liebe ist? Damit hat sie eine ganze Menge gegeben - trotzdem ist da ein Gefühl der Einsamkeit.
    Ich finde die Ausführungen von Joshuatree sehr bedenkenswert. Es ist nicht leicht, ein bekanntes Muster, das einem schadet aufzugeben, um eventuell eine unbekannte Freude zu erleben.
    Ich persönlich habe begonnen, mich nicht mehr einsam zu fühlen, als ich angefangen habe, mich selbst in mein Leben einzubeziehen. Klingt ganz doof, man lebt schließlich sein Leben, oder?
    Nee, ich hab mein Leben leben lassen: Mich von anderen in ihren Meinungen und Urteilen abhängig gemacht, andererleuts Lebenswege gelebt usw. Das Ganze habe ich bis zu dem Punkt getan, dass ich gar nicht mehr erkannt hab, wer ICH eigentlich bin und was ich vom Leben erwarte.
    Ich habe irgendwann angefangen, heruas zu finden, was mich glücklich macht, wer ich bin, was ich will. Ganz klar, vieles, was ich vom Leben erwartet hab, hab ich nicht bekommen. Seit ich aber für mich klar bekommen hab, welche Erwartungen ich hab, hatte, konnte ich auch anfangen loszulassen. Das kann so schmerzhaft sein, Träume aufzugeben und zu verabschieden. Dafür konnte ich andere bewußt erfüllen und neue träumen. Gleichzeitig bemühe ich mich, mir selbst eine gute Freundin zu sein, mich selbst nicht immer so kritisch zu sehen. Ich kann darf und will Schwächen und Macken haben - das macht mich irgendwie einzigartig und liebenswert.
    Das war für mich ein Weg aus dieser inneren Kälte und Einsamkeit. Ich bin z.B. kein Mensch, der viele Menschen um sich schart. Ich suche wenige, dafür sehr intensive Kontakte (die zumindest ich nicht mit vielen Leuten halten könnte). Das herauszufinden und in Folge mir dann genau das zu suchen, hat viel geändert. Früher hab ich oft viele Kontakte gesucht, um überhaupt irgendetwas zu haben. Ich kann jetzt Zeiten in denen ich allein bin bewußter nutzen und ja, jetzt auch genießen.
    Das alles hat viel (manchmal denke ich auch traurig zuviel) Zeit gekostet - und kostet auch jetzt immer noch Energie. Für mich war es das wert.

    P.S. Ich habs jetzt nochmal gelesen. Es ist sehr persönlich was ich hier schreibe und ich hatte den Impuls es zu löschen. Ich lass es trotzdem stehen. Mal sehen, wie es mir damit geht.

    Edit: Ich hab hier meinen Weg beschrieben, der muss für niemand anderen richtig sein :)
    Geändert von Inaktiver User (15.01.2010 um 20:19 Uhr) Grund: Was vergessen

  10. User Info Menu

    AW: Dieses Gefühl der Einsamkeit macht mich wahnsinnig.....

    Liebe Artemisia,
    wie gut kenne ich das Gefühl, was du beschreibst! Wegen dieses unendlich großen Gefühls der Einsamkeit habe auch ich eine Klinik besucht. Ich habe dieses Gefühl immer mit einem schwarzen Loch in mir verglichen - es schien, als würde es mich von innen aushöhlen, ein wahnsinniger Energiefresser, ein Fass ohne Boden.

    Ich muss gestehen, dass aus meiner Sicht hier kaum jemand die Tragweite deines Post erfasst hat. Und Posts wie diesen
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn ich anderen was gebe, bekomm ich auch was zurück, und werd mich kaum mehr einsam fühlen, weil ich dazu noch was Sinnvolles mache, weniger Zeit habe, über mich und meine Befindlichkeit nachzugrübeln und was tue, was mir Spaß macht. Was auch immer das sein mag.

    Das liegt doch an mir selber, ob ich für andere einen Wert habe, oder ob mich niemand vermisst.
    finde ich tatsächlich haarsträubend, ja geradezu ignorant und selbstgefällig, dafür aber völlig am Thema vorbei!!
    Sorry, Einewiekeine, aber lass besser die Finger von Themen, von denen du ganz offensichtlich keine Ahnung hast! Du richtest mit einem solchen Post größeren Schaden an, als dass du irgendwem hilfst.


    Aber nun wieder zu dir, Artemisia. Ganz ehrlich: ich kann sehr gut nachvollziehen, weshalb dieses Thema so präsent in deinem Leben ist. Deine Historie bringt es geradezu mit sich.

    Wie gesagt, war auch ich in diesem Sommer wegen dieses immensen Einsamkeitsgefühls in einer psychosomatischen Klinik. Und seit diesem Aufenthalt spielt dieses Thema keine so große Rolle mehr in meinem Leben - unglaublich angesichts der Tatsache, dass ich solange ich denken kann immer der Ansicht war, dass Einsamkeit mein "Lebensthema" sei.
    Einsamkeit war tatsächlich etwas, was mich jeden Tag quälte, und aus dem ich bei aller Selbstreflektion nicht alleine und auch nicht mit ambulanter Therapie herausfand.

    Was hat sich seit dem Klinikaufenthalt geändert?
    Ich habe gelernt, dass Verbundenheit zu anderen (das Gegenteil von Einsamkeit) nur über das Sich-öffnen geht, über Kommunikation, über das Zeigen-wie-es-in-mir-aussieht. Das mag zunächst einmal leicht klingen, ist aber eine wirklich schwere Aufgabe, wie ich finde. Und für dich bestimmt noch um einiges mehr, hast du doch schon früh gelernt, dich zu verstecken und zu schauspielern.
    Auch ich muss immer wieder an mir arbeiten, es erfordert wirklich viel Mut, mich zu öffnen. Aber ich habe schon einige positive Erfahrungen damit gemacht und stelle fest, dass ich Freunde habe, die sich wirklich für mich interessieren. Wer hätte das gedacht?
    Außerdem habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, milder mit mir selber umzugehen, nachsichtiger zu werden, weniger hart zu urteilen. Auch nicht wirklich leicht, aber wichtig.
    Weiter habe ich gelernt, Dinge, die mir gut tun, für mich zu machen, wie z.B. Imaginationsübungen, mich hübsch zu machen, schöne Augenblicke zu genießen. Außerdem möchte ich den Dingen, die geschehen, nicht mehr eine so absolute Bedeutung beimessen. Wenn es mir guttut, möchte ich diesen Augenblick genießen, ohne daraus gleich eine Regel ableiten zu wollen, was ich nun zukünftig machen könnte, damit es mir IMMER so gut geht. Das Leben ist vielfach nicht in Regeln zu erfassen.
    Außerdem arbeite ich daran, mein ewiges Grübeln zu minimieren, und wende hierzu Gedankenstopp-Übungen an.
    Generell habe ich in der K. auch gelernt, besseren Kontakt zu meinen Gefühlen zu bekommen. Arbeit mit dem inneren Kind könnte auch sehr hilfreich für dich sein!

    Natürlich habe ich noch sehr viel mehr von dort mitnehmen können, aber meine Sicht ist subjektiv, das möchte ich auch betonen.

    Artemisia, täte dir ein erneuter Klinikaufenthalt nicht gut? Als ich aus der Klinik entlassen wurde, sagte man mir, dass ich jederzeit wieder willkommen sei. Ich muss sagen, mit diesem "Willkommengruß" im Nacken und dem Wissen, dass nichts Schlimmes dabei ist, diese Hilfestellung anzunehmen, fühle ich mich beruhigt und aufgehoben.

    Ich drücke dich!

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