Wenn der Wert nun Harmonie bedeutet, dann stelle ich ihn vorne an. Die Werte, die Du damit meinst, könnten andere sein..hm...
Jetzt habe ich verstanden, was Du meinst - so habe ich das aber nicht gemeint. Natürlich hat alles seine Grenzen und ein wenig überschneiden sich hier materielle Werte und persönliche Werte.
Was z. B. würdest Du tun, wenn Dein Kind in der Schule geärgert wird, weil es z. B. äußerlich ein Außenseiter ist, keine Jeans trägt o. ä. - Eigentlich braucht Dein Kind keine Jeans, aber Sicherheit und Harmonie, um lernen zu können.
Ich weiß, dass andere das nicht spüren und das ist auch nicht das Problem. Allerdings finde ich es auch nicht so schön, wenn man die Sorgen und Probleme anderer spürt, denn das kann sehr aufs Gemüt gehen. Instinktiv beginne ich, dann mit zu leiden und das ist gar nicht gut für mich. Aber ablegen kann ich es nicht so einfach. Ich kann einen Menschen, der in seelischer Not ist, auch nicht so einfach hängen lassen.
Das weiß ich wirklich, ich renne auch nicht hinterher und spreche an. Es kann passieren, dass ich wie ferngesteuert einfach die Nähe aufsuche und dann passiert das "Herzausschütten" automatisch oder eben nicht (letzteres belastet mich auch nicht). Aber noch was: Ich bin emotional sehr erpressbar geworden und das belastet mich kolossal! Weil man eben weiß, dass ich harmoniebedürftig bin und zuhören kann, setzt man mich unter Druck...quasi: Mach dies und das, damit der und der sich wohl fühlt - verstehst Du?
Da ich mich gerade in einer sehr schweren Phase befinde kann ich das im Augenblick nicht trennen. Wieder ein Ärgernis.
Bei mir ist alles gerade im Ungleichgweicht und damit im Grunde extremer geworden, ein wenig stehe ich gerade im Nebel. Jedenfalls habe ich meine Verletzlichkeit gerade als großes Negativum erlebt und wünsche mir, dass ich härter werde, meine eigenen Werte nicht mehr auf andere übertrage oder erwarte...
Weißt Du was? Ich habe die falschen Worte benutzt, es klingt tatsächlich sehr verallgemeinernd, was gar nicht so gemeint war. Ich wollte ausdrücken, dass Du besser mit Ablehnung umgehen kannst als beispielsweise ich.
Warum ich sollte? Weil ich ansonsten von jedem Arsch platt gemacht werde - ganz salopp ausgedrückt -und das will ich nicht mehr.
Ich denke, wenn man erkannt hat, dass die eigene Persönlichkeit mit dazu beiträgt, in problematische Situationen zu geraten, sollte man von ganz vorne anfangen: Neues Umfeld und Änderungen im eigenen Verhalten, denken und auch an den eigenen Werten.
Sicher, aber die Belastung empfinde ich trotzdem...
Dann muss ich richtig streiten erst lernen.
Er muss es nicht erst kommunizieren, ich verhalte mich automatisch so, dass wir wenig miteinander zu tun haben. Oder aber wenn mich jemand mag, dann muss er es auch nicht sagen. Muss man denn alles in Worte fassen heutzutage?
Nein, als Bedürfnis habe ich das noch nicht angenommen, auch wenn es wichtig ist. Ich kann aber auch nichts daran ändern, außer, mich richtig zu verhalten.
Ja, ich fühle mich ständig dazu gezwungen. Allerdings habe ich darüber nachgedacht warum: Ich habe zu viel negatives Feed Back erhalten, in Form von gar keinem, viel Ignoranz, Vergessen usw- typisch bei Mobbing eben.
Genau das wird es sein und ich bin auf viel Arbeit gefasst. Ich habe meinen roten Faden verloren irgendwie, blöde Situation.
Vielleicht
Anima
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15.01.2010, 17:26Inaktiver User
AW: Was sind Eure Werte? Wie lebt ihr sie im Alltag?
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15.01.2010, 17:29Inaktiver User
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17.01.2010, 19:47Inaktiver User
AW: Was sind Eure Werte? Wie lebt ihr sie im Alltag?
Während eines heute sehr interessanten Gespräches wurde mir klar, dass es tatsächlich nicht immer hilfreich ist, nach den eigenen Werten zu leben, abhängig davon, welche man verfolgt.
Nehme ich z. B. eine gewisse Fairness, was bedeutet, dass ich nicht die Karriereleiter auf Kosten eines Menschen emporklettern kann, den ich damit übergehe, bzw. verletze. Ich kann das nicht guten Gewissens tun, andere schon. Es ist nicht einmal zu verurteilen, denn es ist menschlich.
Wenn ich jetzt aber merke, dass ich aus solchen Gründen der sog. Fairness selbst mich für Verletzungen frei gebe, sollte ich das ändern, denn auf Dauer macht man sich damit zum Opfer.
Anima
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18.01.2010, 20:46Inaktiver User
AW: Was sind Eure Werte? Wie lebt ihr sie im Alltag?
Liebe Anima,
könnte es sein, dass das
und das
miteinander in Zusammenhang stehen?
Irgendwie ist es schade, dass Du das
leben würdest - obwohl es vielleicht ein viel höherer Wert wäre, einem Kind zu vermitteln, dass es wertvoll ist, egal ob es NoName- oder Markenprodukte trägt. Und dass das Leben leider kein Picknick ist, sondern es immer schwierige Situationen und Menschen mit anderen Einstellungen gibt, die es auszuhalten bzw. zu bewältigen gilt.
Wenn ich Harmonie als obersten Wert ansetze, laufe ich Gefahr, alle anderen Werte zu verlieren. Da Harmonie kein lebens-werter Zustand ist, weil es wichtige Teile des Lebens ausschließt, finde ich diese Rangfolge auch "tödlich" im Sinne von seelisch absterben. Ich würde ja auch nicht meine eigenen Dis-Harmonien, Aggressionen etc. zulassen... Ich werde zum "Harmonie-Sklaven".
Was ich eher glaube, ist, dass Du sehr feinfühlig bist, sehr viel mitbekommst und interpretierst. Dann kommt Deine schwierige persönliche Situation hinzu. Ist man sowieso in Ungleichgewicht, ist die Befürchtung groß, dass jede Disharmonie dieses vergrößert oder einen so richtig weghaut. Deswegen suchst Du Haltepunkte in Form von Harmonie als versteckte Form von Bestätigung Deiner Selbst.
Ist eine Theorie, ein Gedanke, der mir beim Lesen Deiner Zeilen durch den Kopf geschossen ist.
Alles Gute für Dich!
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19.01.2010, 01:28Inaktiver User
AW: Was sind Eure Werte? Wie lebt ihr sie im Alltag?
Eine Jeans ist eine Jeans, und die enthält vielleicht 92% Baumwolle und 8% Elastan, aber weder Sicherheit noch Harmonie.Was z. B. würdest Du tun, wenn Dein Kind in der Schule geärgert wird, weil es z. B. äußerlich ein Außenseiter ist, keine Jeans trägt o. ä. - Eigentlich braucht Dein Kind keine Jeans, aber Sicherheit und Harmonie, um lernen zu können.
Meine Kinder sind schlau genug, zu erkennen, dass Kinder, die sie nur dann respektieren, wenn sie eine ganz bestimmte Jeans tragen, nur die Jeans, aber nicht das Kind darin respektieren.
Wir erziehen unsere Kinder sozusagen verhältnismäßig bewusst und planvoll zu "Freaks" und Aussenseitern, was diese Dinge angeht, weil wir selbst entsprechenden Erfahrungshintergrund haben. Wir wissen:
Wir können ihnen nicht jeden Stein aus dem Weg räumen, aber wir können ihnen beibringen, wie sie selbst um Steine herumgehen, Steine wegrollen, zertrümmern oder überklettern können.
Eine Jeans wäre auch nicht das Problem.
Ein iPhone für 430 Euro schon eher, da ist nämlich nicht nur eine Kamera und ein iPod eingebaut, sondern potentiell auch eine Tracht Prügel und ein Diebstahl.
Ziemlich leicht kommunizierbar, warum das weniger Sicherheit und Harmonie bedeutet.
Ich kann meine Steckdosen kindersicher machen, das Leben aber nicht.
Und nun:
Ich halte Harmonie gar nicht für einen Wert, sondern für einen nur bedingt wünschenswerten Zustand.Wenn der Wert nun Harmonie bedeutet, dann stelle ich ihn vorne an. Die Werte, die Du damit meinst, könnten andere sein..hm...
All das Gespüre, instinktiv leiden ... klingt ein bisschen so, als wärest Du ein Spielball. Wovon oder wessen eigentlich?Ich weiß, dass andere das nicht spüren und das ist auch nicht das Problem. Allerdings finde ich es auch nicht so schön, wenn man die Sorgen und Probleme anderer spürt, denn das kann sehr aufs Gemüt gehen. Instinktiv beginne ich, dann mit zu leiden und das ist gar nicht gut für mich. Aber ablegen kann ich es nicht so einfach. Ich kann einen Menschen, der in seelischer Not ist, auch nicht so einfach hängen lassen.
Erpressbarkeit setzt voraus, dass Du den Druck annimmst.Das weiß ich wirklich, ich renne auch nicht hinterher und spreche an. Es kann passieren, dass ich wie ferngesteuert einfach die Nähe aufsuche und dann passiert das "Herzausschütten" automatisch oder eben nicht (letzteres belastet mich auch nicht). Aber noch was: Ich bin emotional sehr erpressbar geworden und das belastet mich kolossal! Weil man eben weiß, dass ich harmoniebedürftig bin und zuhören kann, setzt man mich unter Druck...quasi: Mach dies und das, damit der und der sich wohl fühlt - verstehst Du?
Und das tust Du, weil Du eben meinst oder gemeint hast, Du wärest für das Wohlbefinden Anderer "zuständig".
Biste aber nicht.
Echt nicht.
Nicht ärgern, üben.Da ich mich gerade in einer sehr schweren Phase befinde kann ich das im Augenblick nicht trennen. Wieder ein Ärgernis.Kannst Du das trennen: Kritik an Deinen oder Ablehnung Deiner Handlungen und Kritik an bzw. Ablehnung Deiner Person?
"OK, meinen [Vorschlag, Haarschnitt, Humor, Streuselkuchen, whatever] mögen sie nicht, aber das heisst ja nicht, dass sie mich nicht mögen." + Lächeln.
Und das jedes Mal, wenn Dir gesagt wird oder deutlich wird, dass sie Dein [whatever] nicht mögen.
Mimimum 10 mal am Tag.
Aber "Werte nicht mehr auf andere zu übertragen" ist doch etwas ganz anderes als "härter werden".Jedenfalls habe ich meine Verletzlichkeit gerade als großes Negativum erlebt und wünsche mir, dass ich härter werde, meine eigenen Werte nicht mehr auf andere übertrage oder erwarte...
Ich empfände es nachgerade als weicher, angenehmer, wenn jemand "seine Werte bei sich behielte" und mich meine behalten ließe.
Nö, wirste nicht, ich werde ja auch nicht plattgemacht.Warum ich sollte? Weil ich ansonsten von jedem Arsch platt gemacht werde - ganz salopp ausgedrückt -und das will ich nicht mehr.Ich bin also nicht bestrebt, einem Stuhl zu gleichen, der mit jedem Arsch klarkommt
Warum sollte ich auch?
Und warum solltest Du?
Ich bin da so eine Art Bürostuhl: wenn sich ein unpassender Arsch nähert, rolle ich einfach zur Seite, damit der sich nicht hinsetzt.
Naja, da ist nun jeder seines Glückes Schmied.Ich denke, wenn man erkannt hat, dass die eigene Persönlichkeit mit dazu beiträgt, in problematische Situationen zu geraten, sollte man von ganz vorne anfangen: Neues Umfeld und Änderungen im eigenen Verhalten, denken und auch an den eigenen Werten.Äussere Umstände kann man zu verändern versuchen, das klappt aber meist nicht allein.
Siehe weiter unten.
Entweder hast Du nicht verstanden oder willst nicht verstehen, was ich geschrieben habe. Also mal ganz deutlich:Er muss es nicht erst kommunizieren, ich verhalte mich automatisch so, dass wir wenig miteinander zu tun haben. Oder aber wenn mich jemand mag, dann muss er es auch nicht sagen. Muss man denn alles in Worte fassen heutzutage?Hm, wenn mir jemand so etwas erzählt, vermute ich zunächst, dass die Menschen mitunter vorschnell beschließen, dass jemand sie nicht mag.
Ich kann jemandem, den ich nicht mag, das kommunizieren, wenn ich es für nötig halte. Es besteht keinerlei Veranlassung, mir dies "per Hochsensibilität" abzunehmen. Wo ist da also der Vorteil für die Anderen?
Du hast ->maximal<- 'ne Ahnung, ob Dich jemand mag oder nicht.
Aber wissen kannst Du das erst, wenn er/sie Dir sagt, wie es ist.
Denn auch Du irrst Dich, egal, für wie hochsensibel oder instinkt/intuitionsstark Du Dich hälst.
Mein Eindruck:
Du glaubst einfach nur zu gern, derlei zu ganz genau zu merken, um Dich möglichst schnell "berechtigterweise präventiv" in Deckung bringen zu können.
Und das tust Du vermutlich schon, wenn jemand auch nur die kleinste Kritik an irgendeiner Deiner Handlungen oder Äußerungen anmerkt.
Diese "Der Vorteil an mir ist, das ich immer alles merke/spüre und verhalte mich dann sofort entsprechend"-Nummer ist vermutlich ein reines Selbstschutzprogramm.
Das ist auch ok, wenn Du diesen Schutz brauchst oder haben möchtest.
Aber hör auf, ihn als "Vorteil Deiner Persönlichkeit" anzupreisen - Deine Umwelt hat nichts davon, für die ist das kein Vorteil.
Abgesehen davon ist Deine Persönlichkeit kein Waschmittel, welches beworben werden müsste.
Mobbing?Ja, ich fühle mich ständig dazu gezwungen. Allerdings habe ich darüber nachgedacht warum: Ich habe zu viel negatives Feed Back erhalten, in Form von gar keinem, viel Ignoranz, Vergessen usw- typisch bei Mobbing eben.In Deiner Selbstbeschreibung steckt so eine seltsame Dialetik drin:
Dies oder jenes an mir ist [irgendwie negativ oder schwierig], aber dafür bin oder mache ich [irgendwas Positives].
Das klingt sehr defensiv, als müsstest Du Dich für Deine Persönlichkeit entschuldigen. Meinst Du, Du müsstest das?
Und Du willst an Deiner Persönlichkeit herumschrauben, um damit besser klarzukommen oder dem Mobbing weniger oder keine Angriffsfläche mehr zu bieten?
Ich schlage vor:
Informiere Dich mal über Mobbing.
Danach weisst Du entweder, dass Du kein Mobbing-Opfer bist.
Oder Du weisst, dass Du machen kannst, was Du willst - es wird bzw. Du wirst den Mob nicht bremsen.
Da kannst Du nur gehen.
Nur explizit negatives Feedback ist negatives Feedback.
Gar kein Feedback ist gar kein Feedback - unangenehm, ja.
Ignoranz ist in weiten Teilen eine Frage des Anpruchs, dennoch erst mal unangenehm, ja.
Vergessen, naja, ist ein Stück weit ebenfalls eine Frage des Anspruchs, ein Stück weit menschlich. Unangenehm auch für den Vergessenden, ja.
Der Anspruch in diesen Fällen, das ist Deiner an die Anderen.
Kann es sein, das der etwas arg hoch und/oder der Situation, den Verhältnissen nicht angemessen ist?
Kann es sein, das Du Dich zum Maß dieser Dinge (Drandenken, Interesse und intuitive Wahrnehmung, Kommunikativität) gemacht hast, und Dich nun ärgerst, es Dich nun trifft, verletzt, traurig macht, dass die Anderen eben nicht so sind, wie Du es ihnen "vorlebst"?
Und könntest Du verstehen, dass dies (das Vorleben und Deine enttäuscht-verletzt-verärgerte Reaktion) vielleicht reichlich überheblich wirkt?
Plus "Mancher Mensch hat ein großes Feuer in seiner Seele, und niemand kommt, um sich daran zu wärmen (Vincent von Gogh)"
Vielleicht empfinden sie den Eintrittspreis für das Feuer, nämlich die Unterordnung unter Deine Superiorität, die An/Übernahme Deiner Werte als zu hoch.
Oder Sie empfinden Dein Feuer als nicht sehr warm, weil es nicht geschenkt kommt.
Kurz *räusper* könnte es sein, dass die Anderen an Dir genau das empfinden, was Du an ihnen empfindest?
Nur mal so, als Idee?
Alles Gute wünscht
NM
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19.01.2010, 04:46Inaktiver User
AW: Was sind Eure Werte? Wie lebt ihr sie im Alltag?
@NM:
Ich habe den Eindruck, dass Du nicht wirklich verstehen kannst, um was es tatsächlich geht, wenn ich von meinen Instinkten und Gefühlen schreibe.
Immer wieder wird es missverstanden, dass ich Teile meiner Persönlichkeit als Vorteil preise. Es ist bisher immer so gewesen, dass ich Zu- u. Abneigungen extrem schnell fühlen kann und es sich bisher auch ausnahmslos bestätigt hat. "Vorteil" hätte ich ggf. in "" setzen sollen. Es ist ein Bestandteil meiner Persönlichkeit - soll ich mir einen Strick nehmen, weil ich damit nach außen nicht punkten kann? Ganz davon abgesehen, dass ich ohnehin gerade sehr nahe dran bin. Ich bin ein Spielball meiner selbst oder was meinst Du, warum ich hier schreibe unter Persönlichkeit?
Mit der Übertragbarkeit der Werte habe ich mich missverständlich ausgedrückt: Ich drücke niemandem den Stempel meiner Werte auf, bin einfach zu lieb und zu offen gewesen. Lieb kommt nie besonders gut an, das ist mittlerweile negativ behaftet. Offenheit ist auch nicht gefragt, selbst, wenn diese nicht verletzend ist.
Wenn ich schreibe, dass mich das belastet, bewerbe ich mich damit wie ein Waschmittel?
Was das Mobbing betrifft, mein lieber NM, so bin ich mitten drin und zwar ziemlich übel (wenn es Dich beruhigt, bestätigt von professioneller Seite). Auch wenn ich gefühlsmäßig schreibe bin ich nicht dumm. Weder Du noch ich können erwarten, dass andere Menschen unser Verhalten annehmen. Einfach gehen - klingt super und wer zahlt meinen Lebensunterhalt? Inwieweit kennst Du Dich mit Mobbing aus? Deine Zeilen können überheblich klingen für jemanden, der das alles gerade durchlebt.
Übrigens bin ich als Jugendliche tätig angegriffen worden, nur weil ich keine Jeans getragen habe - noch Fragen?
Freue Dich darüber, dass Du ein Leben lebst, mit dem Du zufrieden bist.
Anima
P.S. - Fühlen mal durch Wahrnehmen ersetzen, evtl. ist es dann leichter, zu verstehen. Jeder Mensch nimmt wahr - aber auf unterschiedliche Art und Weise.Geändert von Inaktiver User (19.01.2010 um 18:57 Uhr) Grund: Bevor ich mich verabschiede
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19.01.2010, 04:58Inaktiver User
AW: Was sind Eure Werte? Wie lebt ihr sie im Alltag?
Auf dieses Zitat gehe ich separat ein: Ich merke durchaus, dass es große Unterschiede gibt in der Art der Kommunikation, das merke ich schon alleine aufgrund unserer Kommunikation hier im Strang.
Würde ich mich als das Maß aller Dinge bezeichnen, wäre ich so selbstbewusst, dass mich das alles nicht treffen würde und in meiner Überheblichkeit würde ich vermutlich nicht einmal merken, dass andere Menschen eine andere Sicht der Dinge haben.
Ich habe gelernt, meine Gefühle nach außen hin sehr gut im Griff zu haben und niemand merkt im Augenblick tatsächlich, was in mir vorgeht. Anima in ihrer Fairness wirkt immer ruhig und gelassen.
Du NM denkst und fühlst komplett anders und auf mich wirkt das gelegentlich fremd und etwas rechthaberisch. Aber so ist das eben.
Würde das Feuer nicht wärmen - dann würde man mir auch nichts erzählen.
Anima
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19.01.2010, 06:29Inaktiver User
AW: Was sind Eure Werte? Wie lebt ihr sie im Alltag?

Liebe Anima,
Du wirkst sehr passiv. Es ist eins, negative Erlebnisse zu haben und sich die Wunden zu lecken. Es ist ein anderes, sie so stehen zu lassen als unwiderrufliches Schicksal. Du ziehst ernsthaft aus dem (sicherlich furchtbaren) Erleben, dass Du als Jugendliche wegen der falschen Hose angegriffen wurdest, den Schluß, dass Deine Kinder sich allen "Strömungen" anpassen müssen???
Genau, wie das Mobbing ein unveränderlicher Zustand ist?
Ich finde viel Überdenkenswertes in NMs Worten.
Lieb und offen sein sind wunderbare Eigenschaften. Dass dies von Menschen "benutzt" werden kann, ändert daran gar nichts.
Inwieweit erlebst Du auch Schutz und Positives an Deiner jetzigen Haltung? Was für Vorteile hat es, passiv zu sein?
Und nein, ich will Dich nicht angreifen. Es geht um einen Perspektivwechsel.
Die Welt ist echt kein Ponyhof. Aber sie ist auch nicht nur eine apokalyptische Vorhölle. Ein Sich-Zurückziehen kann auch ein Sich-aus-dem-Lebendigen-ziehen sein, ein Schwarz-Weiß-Denken Ausdruck dessen, dass man Grautöne auch bei sich nicht annehmen kann.Geändert von Inaktiver User (19.01.2010 um 06:32 Uhr)
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19.01.2010, 17:42Inaktiver User
AW: Was sind Eure Werte? Wie lebt ihr sie im Alltag?
Bevor ich mich hier mal einige Zeit komplett aus dem Verkehr ziehe noch eines: Ich versuche hier zu lernen und zu akzeptieren, dass ich nicht immer bei Bewertungen von Situationen von meinen eigenen Werten ausgehen kann.
Wenn ich jetzt Sätze lese wie: Das Leben ist kein Ponyhof, dann komme ich mir vor wie im falschen Film!
Es beweist mir aber, dass die Menschen tatsächlich Schwierigkeiten mit mir haben.
Ich ziehe mich also nasebohrend in meine Passivität zurück.
AnimaGeändert von Inaktiver User (19.01.2010 um 18:51 Uhr) Grund: Irgendwie macht es keinen Sinn mehr...
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19.01.2010, 19:19Inaktiver User
AW: Was sind Eure Werte? Wie lebt ihr sie im Alltag?
Hallo Anima,
ehrlich gesagt, frage ich mich, was jetzt falsch gelaufen ist. Die Wortwahl ist Dir aufgestossen, Du hast sie persönlich genommen? Meinerseits war benannter Ausdruck als Übertreibung gebraucht, um eine Aussage zu unterstreichen (was die direkt daran anschließende Übertreibung unterstreicht).
Schwierigkeiten habe ich nicht mit Dir, sondern damit, dass Du mir damit "böse Absichten" unterstellst. Du bekommst hier Antworten von Menschen, die Dich überhaupt nicht kennen, die ihre eigene Sicht der Dinge haben und davon ausgehend auf Deine Schilderungen eingehen. Wenn Du etwas damit anfangen kannst, ist das gut. Wenn nicht, ist das doch egal. Das kannst doch DU entscheiden und keiner ist böse.
Was genau piekst Dich denn jetzt an? Wenn Du noch antworten magst...






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