Tanja,
Wünsch dir mal weiter alles gute ! Denke, du bist schon auf dem Weg
Denk aber immer dran- das kann alles lange dauern ! "Erkenntnis", dann noch eine, eine andere und so.
Und ob es dir in der jetztigen Beziehung hilft bleibt die Frage.
Kann alles sein.Wenn du dich wirklich änderst muss ein anderer fairerweise die Chance haben sich darauf einzustellen.Falls er überhaupt will.
Und das dauert auch manchmal alles.Im Vordergrund solltest du aber stehen und deine Ziele für dich ! Machst du ja auch, versteh ich so.
Nicht, weil ich Egoismus per se so toll finde.Aber anders geht es nicht für dich, als auch mal ganz "egoistisch" zu sein. Hab früher übrigens Egoismus mit Grenzen ziehen ( >>> siehe voriges post von Joshuatree) oft verwechselt !
Alles gute !
lara
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10.01.2010, 14:05Inaktiver User
AW: Warum kann ich mich nicht von einem Mann lösen, der mir nicht gut tut?
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10.01.2010, 14:45
AW: Warum kann ich mich nicht von einem Mann lösen, der mir nicht gut tut?
....weil du dich selber nicht genug liebst?

Ich war früher auch immer mit Männern zusammen, die mir nicht guttaten, nein, sondern im Gegenteil, sie schadeten mir sogar regelrecht. Nicht körperlich, aber emotional.
Ich weiß heute, dass ich erst aus dem Muster heraus kommen mußte, um einen liebenswerten Mann zu finden, der mich lieben darf und den ich lieben kann.
Frauen, die immer wieder mit Männern zusammen sind, die ihnen nicht guttun, haben nicht gelernt, gut für sich selber zu sorgen. Aber er wird es auch nicht tun, also mußt du anfangen, gut zu dir zu sein. Nach und nach wirst du merken, dass du mit anderen Männern in Kontakt trittst und dich die von früher gar nicht mehr interessieren. Das braucht Zeit, aber irgendwo ist immer ein Anfang
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Alles LiebeWer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.
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10.01.2010, 16:19
AW: Warum kann ich mich nicht von einem Mann lösen, der mir nicht gut tut?
Dieser Grund kann zutreffen, aber es kann auch sein, dass er an deinem Verhalten spürt, dass sich bei dir was bewegt, dass du dir (Trennungs-)gedanken machst, ihn mit der Hilfe hier kritischer siehst, durch den Rückhalt hier möglicherweise auch etwas selbstbewusster auftrittst und er deshalb versucht, dich wieder gut zu stimmen.
Vielleicht spürt er, dass ihm die Felle wegschwimmen könnten...
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10.01.2010, 19:24Inaktiver User
AW: Warum kann ich mich nicht von einem Mann lösen, der mir nicht gut tut?
hallo meine liebe,
ich habe jetzt nicht alles gelesen - und daher weiß ich nicht, ob mein post völlig daneben sein könnte ??
deine geschichte erinnert mich an mich - meine vierte beziehung, ich wollte so gern, dass es passt - und ausgerechnet das war meine anstrengendste beziehung.
vorangestellt - wir sind seit vier jahren auseinander und gute freunde geworden.
aber die zeit mit ihm - ne war soooo schwer. er entsetzlich eifersüchtig - ich total verletzt von sowenig vertrauen. ich wollte nach drei gescheiterten beziehungen ganz einfach an einer neuen beziehung festhalten. und wir haben uns entsetzlich aufgerieben - und ich wollte es einfach wissen und bín dabei gebllieben.
das war eine beziehung die mir bereits nach den ersten sechs monaten nicht gut getan hat - und sie ist tatsächlich sechs jahre gelaufen. heute wissen er und ich, dass das eine harte zeit der prüfung für uns beide war - und wir beide hätten den cut machen sollen - aber wir beide wollten - aus welchen gründen auch immer, daran festhalten.
es kommt einfach die zeit, in der du dich lösen kannst. ich glaube, die zeit ist für dich auch schon greifbar.
alles macht einen sinn ím nachhinein.
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10.01.2010, 19:46
AW: Warum kann ich mich nicht von einem Mann lösen, der mir nicht gut tut?
@ joshuatree
Sorry, aber ich glaube du hast mich verwechselt. Ich hab zwar ne (aus meiner Sicht) ähnliche Geschichte hinter mir wie Tanja - aber ich bin von diesem Mann schon seit mehr als drei Jahren getrennt. Also, mir jetzt zu raten, das vielleicht doch nicht zu tun, wäre etws spät
und ja - ich rate Tanja auch weiter, zu versuchen aus dieser Beziehung raus zu kommen. Ich kann da natürlich nur für meine Erfahrung sprechen - aber für mich klingt es nicht, als könnte dieser Mann ihr jemals gut tun.
Und ich glaube auch nicht, dass die Wurzeln für eine solche Beziehung bzw. ein solches Ungleichgewicht immer in der Kindheit zu suchen sind. Ich für mich kann nur sagen: war nicht so. Ich bin einfach nur dieses eine mal an den falschen Menschen geraten, und wollte es zu lange nicht wahr haben. Habe gekämpft und gehofft... und es hat eben Jahre gedauert, bis ich eingesehen habe, dass ich aufgeben muss/will & kann... (mein Dickkopf dafür wiederum - der vll. Schuld war, dass ich es unbedingt doch hinkriegen wollte, der ist seit meiner Kindheit vorhanden
)
liebe tanja, wie geht es dir inzwischen, nach deinen Einsichten heute früh?
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10.01.2010, 21:32Inaktiver User
AW: Warum kann ich mich nicht von einem Mann lösen, der mir nicht gut tut?
Hallo Ihr Lieben,
es war heute wieder ein etwas aufwühlender Tag. Er war den ganzen Tag nicht gut drauf. Er hat es auch quasi perfektioniert wie ein Häufchen Elend da zu sitzen und zu leiden. Irgendwann brach es dann auch aus ihm raus, dass es ihm mal wieder sooo schlecht gehen würde. Er könnte vor lauter Geldsorgen nachts nicht schlafen, er sieht keinen Sinn mehr, ihm wächst alles über den Kopf (also das Geschäftliche) und er will doch eigentlich gar nie mit mir streiten, sondern will dass es mir gut geht etc.
Er meinte er hätte nur an nichts mehr Freude und je nachdem wie er drauf wäre, würde er einfach nur "verbal draufhauen", obwohl er das ja alles gar nicht wolle.
Ich meine es ist ja schon so, dass ich für viele Punkte Verständnis habe/hatte und dann auch gewisse Dinge nachvollziehen kann. Aber es ist halt eben auch so, dass es mir damit nicht gut geht. Ich hab ihm dann heute diverse Punkte der Vergangenheit aufgezählt, in denen er mir überhaupt nicht gut getan hat und dass ich auch vieles in der Zukunft so nicht mehr (mit) machen werde. Er fragte dann, ob ich den auch was positives über ihn sagen könnte, nachdem ich jetzt die lange Negativliste aufgeführt hätte. Da ist mir dann irgendwie leider nicht viel dazu eingefallen, da ich wirklich nur noch in der Negativ-Schiene drin hänge bzw. hier eben ein großes Ungleichgewicht herrscht. Er war dann auch sehr traurig und ich hab das Gefühl, dass es ihm schon leid tut, aber er a) auch nicht aus seiner Haut raus kann und b) sind es halt sicherlich (wie schon desöfteren) nur Lippenbekenntnisse denen keine Taten folgen. Von daher kann ich das alles, auch wenn es mich sehr traurig macht, nicht mehr unbedingt glauben.
Wir waren beide also ziemlich traurig und ich merke, dass er jetzt von mir erhofft, dass ich mich gefühlsmässig zu ihm bekenne. Das fällt mir jedoch sehr schwer und ich hab dann vorhin, als ich wieder zuhause war und wir noch kurz telefonierten, gemeint, dass wir doch beide jetzt einfach mal drüber schlafen sollten und dann sehen wir weiter.
@ einzigARTig, ja es kann durchaus sein, dass er merkt, dass sich bei mir was tut. Ich hab mich in den letzten Wochen doch mehr zurückgezogen und z.B. auch versucht meinen Bekannten- und Freundeskreis zu erweitern. Da hat er schon auch erstaunt reagiert, als ich ihm von zwei Treffen mit "fremden" Frauen erzählt habe, die ich über New-in-Town kenngelernt habe.
@ lulu, ich bin ja auch jemand der sagt, dass man dann irgendwann im Nachhinein feststellt, für was alles gut war. Ich bin echt mal gespannt, welche Erkenntnis ich in der Zukunft erlangen werde.
LG Tanja
P.S. Ich hoffe meine Ausführungen sind nicht zu wirr!
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10.01.2010, 23:28
AW: Warum kann ich mich nicht von einem Mann lösen, der mir nicht gut tut?
Liebe Tanja,
diese zwei Sätze springen mir ins Auge.
Das scheint mir reichlich bizarr. Er weiß also offenbar, dass sein Verhalten nicht richtig ist und Dich verletzt. Wenn er wieder runterkommt, fragt er aber nicht, woher das kommt und was er dagegen tun kann - er erwartet von Dir ein Verhalten, das ihm zeigt: Alles ist gut. Er schiebt Dir Verantwortung für sein Fehlverhalten zu. (Du übernimmst diese Verantwortung, gehört dazu.) Das spricht für mich dafür, dass der Mann nicht nur Probleme hat - sondern eine generelle Charakterschwäche. Der tickt einfach so. Wie geht er denn eigentlich mit diesen Problemen um? Konstruktiv? Tut er irgendwas? Oder jammert er nur?Er meinte er hätte nur an nichts mehr Freude und je nachdem wie er drauf wäre, würde er einfach nur "verbal draufhauen", obwohl er das ja alles gar nicht wolle.
und ich merke, dass er jetzt von mir erhofft, dass ich mich gefühlsmässig zu ihm bekenne.Zurück ist ein Ort, den es nicht gibt.
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10.01.2010, 23:55Inaktiver User
AW: Warum kann ich mich nicht von einem Mann lösen, der mir nicht gut tut?
@ Dieclou, ich weiß jetzt grad nicht so richtig, ob ich genau das erläutere, was Du gefragt hast....
Ich denke er weiß, dass sein Verhalten oft nicht richtig ist (wobei natürlich meins auch nicht immer so ganz ok ist, jedoch nie so unter die Gürtellinie zieht). Aber er ist dann in irgendeiner Spur drin, die immer nach dem gleichen Schema abläuft und aus der er auch nicht richtig rauskommt. Es könnte natürlich schon sein, dass ich durch meine Verhaltensweisen dann dazu beitrage. Sprich, wenn ich anders reagieren würde, würde er evtl auch anders reagieren. Aber andersherum würde das bestimmt genauso stattfinden.
Er tut generell schon was im Hinblick auf seine Probleme. Sowohl arbeitstechnisch als auch dass er schon psychologische Betreuung angenommen hatte als sein Burn Out vor über 2 Jahren so schlimm war. Er hat zwar nicht viel darüber erzählt, aber ich glaub dass die Person nicht die richtige war. Er erzählte, dass zum Schluss eher die Psychologin Unterstützung gebraucht hätte, weil er ihr "überlegen" gewesen wäre und sie ihm dann auch nicht weiterhelfen konnte...????
Zur Zeit arbeitet er halt ziemlich viel um über die Runden zu kommen und seine Tabletten nimmt er auch wieder ein.
Ich denke jedoch, dass sich an seinen Grundverhaltensweisen nichts ändern wird. Egal ob er jetzt grad Geldsorgen oder ein gut gefülltes Bankkonto hat. Ich kann ja zwar verstehen, dass einen solche Sorgen erdrücken können und man in Gedankenkreisläufen drin ist, in denen man nicht mehr rauskommt und manchmal kein Licht mehr sieht wenn immer und immer wieder blöde Sachen passieren etc., aber das entschuldigt nicht das andere Verhalten, sprich das Verhalten mir gegenüber. Das sind für mich zwei Paar Stiefel, auch wenn er das eine öfters mit dem anderen entschuldigt.
Ich glaub eine Person in diesem Alter ändert man nicht mehr. Er wird immer so sein. Evtl. mal oder mal weniger ausgeprägt - je nach den aktuellen Lebensumständen.
Wir müssten uns einfach beide offen eingestehen, dass wir nicht zueinander passen und nicht glücklich sind. Ich glaub auch nicht dass er mit mir glücklich ist, auch wenn er das zur Zeit behauptet. Das ist nur wieder eine Phase, weil er jemanden an seiner Seite haben möchte, um mit seinem Schei... nicht ganz alleine dazu stehen und weil ich ja ganz angenehm bin, wenn ich sein Leben lebe. Wenn ich mein Leben leben möchte, sieht's dann gleich wieder ganz anders aus.
Ich hab heute auch erwähnt, dass unser "Paar-Leben" aus seinem Leben besteht und nicht arg viele Bestandteile aus meinem Leben hat. Ich glaub das hat er nicht ganz verstanden bzw er meinte, dass er ja auch nicht sein Leben führt, sondern ein fremdbestimmtes Leben. Dieses fremdbestimmte Leben (durch Umwelt, Staat etc.) haben jedoch alle Menschen. Ich finde diese Argumentation zählt auch nicht.
Liebe Grüße
Tanja
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12.01.2010, 12:59
AW: Warum kann ich mich nicht von einem Mann lösen, der mir nicht gut tut?
Es gibt Mittel und Wege, dort herauszukommen. Kein erwachsener Mensch, der das nicht will, muss "in so einer Spur" seine nächsten Angehörigen abwerten.Aber er ist dann in irgendeiner Spur drin, die immer nach dem gleichen Schema abläuft und aus der er auch nicht richtig rauskommt.
Das sehe ich zwiespältig. Natürlich gibt es Kombinationen von Verhaltensweisen, die ungute Dynamiken in Gang setzen. Grundsätzlich jedoch glaube ich, dass niemand, kein Mensch, egal, was er tut, es verdient hat, so abgewertet zu werden. Das Bedürfnis entsteht in ihm. Bei ihm, denke ich, solltest Du es auch belassen.Es könnte natürlich schon sein, dass ich durch meine Verhaltensweisen dann dazu beitrage. Sprich, wenn ich anders reagieren würde, würde er evtl auch anders reagieren.
Das sagt viel aus. Erstens muss man auch akzeptieren wollen, dass man Hilfe braucht. Eine andere (Hilfs-)Person als unterlegen abzuwerten, ist eine gängige Praxis von Leuten, die das für sich extrem abwehren. Zweitens hätte er sich bei tatsächlichen fachlichen Mängeln jederzeit eine andere Psychologin suchen können.Er erzählte, dass zum Schluss eher die Psychologin Unterstützung gebraucht hätte, weil er ihr "überlegen" gewesen wäre und sie ihm dann auch nicht weiterhelfen konnte...????
Schlaue Tanja. Sehr, sehr schlaue Tanja. Man KANN ein Leben führen, dass seinen Neigungen, Eigenschaften und Grenzen entspricht. Dafür muss man natürlich etwas tun. Macht er aber nicht. Er baut seinen Druck ab, indem er Menschen abwertet.Ich glaub das hat er nicht ganz verstanden bzw er meinte, dass er ja auch nicht sein Leben führt, sondern ein fremdbestimmtes Leben. Dieses fremdbestimmte Leben (durch Umwelt, Staat etc.) haben jedoch alle Menschen. Ich finde diese Argumentation zählt auch nicht.
Klingt alles so, als hätte der Mann ein gewaltiges Selbstwertproblem. Das wirst Du nicht heilelieben können. Nie.Zurück ist ein Ort, den es nicht gibt.


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