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  1. User Info Menu

    AW: Warum kann ich mich nicht von einem Mann lösen, der mir nicht gut tut?

    @ tanja
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vom Prinzip her verstehe ich das natürlich alles. Aber warum hab ich z.B. immer ein schlechtes Gefühl wenn ich auf meinen Sachen beharre bzw. diese umsetze? Nur so als Beispiel: warum denke ich "och der Arme, jetzt sitzt er traurig alleine zuhause" - nur weil ich mal meine Sachen in der Wohnung machen möchte oder meine Eltern besuche etc. Er zieht ja seine Unternehmungen auch absolut durch und macht sich nicht so nen Kopf.
    Warum denke ich so? Ist doch absolut bescheuert, dass ich da dann ein schlechtes Gewissen habe etc.
    Ich glaube, das hat was mit Deinem Selbstverständnis zu tun. Du bist für Dich die gute tanja, die uneigennützig und ohne eine Gegenleistung den gestrandeten Männern hilft. Das macht Dich moralisch gesehen sehr edel, Du kannst Dich den ganzen Egoisten gegenüber überlegen fühlen, die sich nur um ihren eigenen Kram kümmern. Du gestehst Dir nicht das Recht zu, andere zu enttäuschen, nicht mal dann, wenn es einen Konflikt mit Deinen eigenen Interessen gibt. Irgendwas in Dir sagt Dir, dass Deine Interessen nachrangig sind. Du bist die gute Fee - die für dieses Selbstbild einen verdammt hohen Preis bezahlt.

    Kann es sein, dass Du in Deiner Kindheit Deine eigenen Interessen nie vertreten durftest? Dass man Dir gesagt hat, es sei egoistisch, wenn Du für Dich was wolltest? Dass man Dir gesagt hat, ein braves Mädchen nimmt sich immer zurück - und wenn es das nicht tut, dann hat es keiner mehr lieb?

    Mir fällt an Dir auf, dass Du Dein Muster sehr gut analysieren kannst. Vom Verstand her bist Du so weit, um es über Bord zu werfen. Aber es ist noch zu stark in Deiner Gefühlswelt verankert. Hier gibt es Widerstände, dieses Muster aufzugeben.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

  2. Inaktiver User

    AW: Warum kann ich mich nicht von einem Mann lösen, der mir nicht gut tut?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen



    Oh ja, ich kenne sowas auch!

    Wie hast Du es denn geschafft in dieser Richtung anderes zu denken? Ich denke es hat ja sehr viel mit Selbstwert zu tun. Wie hast Du es geschafft, dass Du Dich aus den alten Mustern lösen könntest, Dein Selbstwertgefühl aufgebaut hast und dann in die andere Spur gekommen bist?
    Das würde mich sehr interessieren.

    Bin noch etwas skeptisch, hab seitdem gar keine richtig lange Beziehung mehr gehabt und glaub manchmal, dann wüsst ich's erst richtig.
    Stimmt aber auch so nicht.Doch, hat sich viel verändert und immerhin löse ich mich schnell oder geh erst nicht drauf ein, wenn ich merk, das haut gar nicht hin.Und vieles zeigt sich nicht nur in Paarbeziehung, sondern überall sonst in deinem Leben auch!

    Denk es ist ein längerer Weg.Hat bei mir so angefangen, wie du es auch machst- sich Beziehung richtig ansehen, formulieren, was da läuft.
    Dann war es lang so- wie bei dir- im Kopf klar und andere konnt ich gut beratschlagen- im Innerem /Emotional hab ich es aber nicht bei mir hinbekommen.
    Hab mich lang drüber geärgert und bin mehrfach immer wieder in die gleichen Fallen gegangen
    Hab immer viel drüber gelesen ( Viele Bücher zum Thema gesamt) und das Gespräch mit anderen gesucht. Therapie hat ich keine.
    Dann Ärger eingestellt und mich immer mehr beobachtet.
    Viel hinterfragt und versucht ein Gefühl zu bekommen, warum ich das und das mache, toleriere.Was hab ich davon, was will ich damit bekommen ?
    Was für nen "Programm" läuft denn da bei mir.

    Das sind schon viele Einzelteile und bevor sich das zum Ganzem fügt- hat ich manchmal nur noch Chaos vor Auge
    Kann nicht sagen wie und warum- irgednwann war's recht klarer.
    Zeit wohl, immer wieder ausprobieren.

    Latona schreibt was im letztem post, das kannte ich etwa auch so ein bisschen.Kannte auch viel Egoisten

    Ich würde mal sagen, dass ich schon einen ziemlich langen Leidensweg habe, bevor ich dann endgültig mit einer Sache abschließe. Das war z.B. in einer vorherigen Beziehung genauso. Ich probier's immer und immer wieder das Ganze noch zu drehen / zu retten bzw. dem was Gutes abzugewinnen, aber irgendwann ist Schluss und dann ist definitiv Schluss und es gibt kein zurück mehr.
    Von dir passt auch dazu, find ich.
    Genau so war es bei mir ! War für mich ganz schwer- aufhören mit dem 'Retten' !!!
    War eine von meinen Spezialrollen! Immer retten, auf andere zugehen, machen, tun.Weiss heut warum, aber so schwer damit aufzuhören!
    Hab ich dann gemacht.Und war am anfang ein Schock.Nicht mehr "gerettet", sondern mich und "was will ich "mehr in Vordergrund.
    Wie ein Schock, denn dann musst ich erstmal die Reaktionen aushalten ! Viel in der Zeit hat sich aufgelöst.War traurig zu sehen, wenn ich nicht mehr "rette" kommt nix mehr
    Hat sich aber auch einiges gehalten und ist jetzt glücklicher !

    Jetzt merk ich das ganz schnell.Passiert immer noch mal als Regung, gibt immer mal Momente, muss ich das Aushalten, das Gefühl.Wie wenn es in den Fingern juckt

    Wünsch dir viel Glück ! Braucht viel Zeit, Wunder gibt es da nicht.
    Sei sehr ehrlich zu dir.Hab Mut.Hol dir vielleicht Hilfe.
    Nicht ärgern, sondern versuchen dem Beikommen- "Warum mach ich das?" auf emotionaler Ebene !

    Alles dauert.Wenn du ein bestimmtes Programm seid Jahren laufen hast ist alles damit verknüpft.Du siehst nicht und glaubst erst nicht, das es auch anders geht ! Ist auch schwer das "vertraute" hinter sich lassen ! Auch wenn's blöd läuft. Und wenn man ändert- läuft das ja auch nicht gleich rund !

    Und such was, mach was für dich, was dir und deinem Selbstwertgefühl was gibt ! Was für dich ( kein Mann).
    Dauert auch, aber das ändert sich dann !
    Und irgendwann kommt eins zum anderem und irgendwann- so geht es mir- kannst du dir gar nicht mehr vorstellen, WARUM du das all die Jahre vorher ao anders gemacht hast.Nicht im Kopf, sondern im Gefühl .Weile es dir so viel besser damit geht


    Lara

  3. Inaktiver User

    AW: Warum kann ich mich nicht von einem Mann lösen, der mir nicht gut tut?

    Eben gesehen- gibt ein post im Nachbarstrang " Wie ändere ich alte Denk-/Verhaltensmuster " von die_seewespe von heute.
    Beschreibt das alles allgemeiner auch sehr gut !

    Lara

  4. Inaktiver User

    AW: Warum kann ich mich nicht von einem Mann lösen, der mir nicht gut tut?

    Liebe Lara,
    liebe Latona,

    recht herzlichen Dank für Eure Nachrichten.
    Ich muss da jetzt erst mal wieder darüber nachdenken. Es ist so viel Wahres dran und jetzt geht's dann so langsam ans Eingemachte, ist nicht immer einfach, aber wird sich auf jeden Fall für die Zukunft lohnen.

    Ein weiteres "Problem" hab ich jetzt auch noch dazu bekommen. Hab einen (bis jetzt) sehr netten Mann kennengelernt, mit dem ich mich super verstehe. Allerdings glaub ich ja kaum, dass es für mich ideal ist, evtl. die jetzige Beziehung durch eine neue Beziehung abzulösen, ohne dass die generelle Problematik angegangen wird.
    Oh weia, ich glaub ich bürde mir da zur Zeit echt viel auf.

    Nun gut, es wird kommen wie's sein soll, aber manchmal ist es doch etwas komisch im Leben.

    Liebe Grüße
    Tanja

    P.S. @ Lara, Danke für den Hinweis auf das Posting von Seewespe

  5. User Info Menu

    AW: Warum kann ich mich nicht von einem Mann lösen, der mir nicht gut tut?

    Liebe Tanja,

    als ich dein Eingangspost gelesen habe, hab ich mich fast erschreckt.

    Klingt alles genau wie eine Beziehung, in der ich acht Jahre lang festgesteckt hab. Auch eine Wochenendbeziehung. Es war klar, dass immer zu ihm ich fahre (die letzten drei Jahre waren es sogar fast 500 km). Er war ja viel zu gestresst (der arme Kerl)... und wenn ich da war, war es in der Regel so, dass ich mich danach gefragt habe, wofür das alles noch... warum tu ich mir das an???

    Ich war dafür verantwortlich, dass es dem armen überarbeiteten Mann gut ging. Ich war schuld, wenn seine Laune auf dem Nullpunkt war. Gründe hat er da immer gefunden... egal ob es war, weil ich nach 500 km im Auto nicht gleich nach ner Minute freudestrahlend über ihn hergefallen bin oder auch nur, weil ich (was bei so einer Strecke ja passieren kann) mal etwas länger gebraucht habe, und damit fast seinen Hungertod verursacht hätte (schließlich hat er ja mit dem Essen extra auf mich gewartet)... endlos fortsetzbar...

    auch mich hat mein Umfeld am Ende schon lange nicht mehr verstanden. Ich mich im übrigen auch nicht - und doch habe ich (außer einigen Beziehungspausen) Jahre gebraucht, um aus der Nummer raus zu kommen.

    Klingt jetzt vielleicht böse: aber bei mir war es offenbar so, dass das Leiden noch nicht groß genug war. Irgendwann dann kam der Punkt: ich hab gesagt: Schluss, Aus - ich will definitiv nicht mehr. Und dann war sein Geheule groß. Mit allen drum und dran... Heiratsantrag, Kinder wollen... das volle Programm...

    Gott sei Dank hab ich bei eben diesem letzten Versuch von ihm aber echt geschafft die Reißleine zu ziehen.

    Was im Rückblick Jahre lang sein Trick war: Zuckerbrot und Peitsche. Sobald er gemerkt hat, dass das Eis ganz dünn wird, konnte er der beste und liebevollste Mensch der Welt sein. Gerne auch mal ein paar Wochen lang. Er hat mir jeden Wunsch von den Augen abgelesen, alles getan. Lief es wieder gut - begann das gleiche Spiel von vorn.

    Ganz ehrlich: ich glaube du bist (wie auch ich damals) an einen ganz großen Egomanen oder sogar Narzisten geraten. Such die Fehler nicht bei dir. Du musst nur (ich weiß "nur" klingt einfach) begreifen, dass er sich nie ändern wird und dass du so nicht weiter leben willst.

    Du kannst dir nur noch einen Gefallen tun. Sieh zu dass du den Typen los wirst. Egal wie schwer das ist. Und - auch das ist klar - egal wie weh es auch dir tut, eine Beziehung in der es ja bestimmt auch mal Liebe gab, zu beenden. Es wird nicht besser.

    Vielleicht kling ich jetzt etwas hart - aber ich könnte dir Millionen von Gründen nennen, warum du dich nur trennen kannst/musst. Auch ich kannte die Angst, danach allein zu sein. Vielleicht nie wieder jemanden zu finden... war danach auch drei Jahre Single - und bin es inzwischen nach einer nur 6-monatigen Beziehung wieder (das ist allerdings noch ganz frisch vorbei - aus ganz anderen Gründen) - aber ganz ehrlich? So hart es ist: dann besser allein als in so einer Qual-Beziehung.

    Und, wenn er meinem Ex-Ar... wirklich so ähnlich ist, wie es klingt - stell dich auch noch auf viel schmutzige Wäsche ein, wenn du die Geschichte beendest. Das wird dann auch noch mal viele Nerven kosten. Aber ich verspreche dir: es lohnt sich. Eine riesen Befreiung - und du darfst wieder dein Leben leben.


    Hach... ich weiß, helfen kann dir gerade keiner - höchstens zuhören... lass dich drücken

    rakna

  6. Inaktiver User

    AW: Warum kann ich mich nicht von einem Mann lösen, der mir nicht gut tut?

    Liebe Rakna,

    vielen Dank für die Schilderung Deiner Erlebnisse.
    Es klingt wirklich alles ziemlich ähnlich und das ist ja wahrlich erschreckend.

    Das mit dem "Zuckerbrot und Peitsche" glaube ich auch zu kennen. Aktuell, da ich mich zur Zeit etwas zurück ziehe und eigene Sachen mache bzw. mich distanziere, ist wohl das Zuckerbrot angesagt. Auf einmal vermisst er mich wenn ich nicht da bin, benennt mich mit Koseworten und ist relativ anhänglich etc. blabla. Vor drei Wochen noch wurde ich jedoch aufs Übelste beschimpft und als ich mein Köfferchen gepackt hatte, wurde mir noch ins Gesicht geschrieen, dass ich gleich alles einpacken soll, was ich bei ihm habe und dann wäre die Geschichte ein für allemal beendet.

    Tja, jetzt habe ich grad aufgrund der Zuckerbrot-Behandlung ein etwas schlechtes Gewissen, aber ich weiß genau, dass die Peitschen-Phase so sicher wie das Amen in der Kirche wieder eintreten wird. So war's ja bisher immer und wird es garantiert auch immer sein.

    Oh manno, manchmal kommt man im Leben in Situationen wo man sich hinterher echt fragen muss, wie einem das überhaupt passieren konnte.

    Vielen Dank fürs Zuhören / Lesen!

    Liebe Grüße
    Tanja

  7. Inaktiver User

    AW: Warum kann ich mich nicht von einem Mann lösen, der mir nicht gut tut?

    Guten Morgen,

    ich hatte heute früh eine kleine Erkenntnis, die mich ganz froh gemacht hat.

    Die letzten Tage hatte ich mich ja bereits gefragt, warum er zur Zeit so nett, liebesbedürftig, anhänglich, auf meine Wünsche bedacht etc (also Zuckerbrot) ist.
    Tja, und nun merke ich, es ist das gleiche Schema wie schon desöfteren. Zur Zeit geht es ihm psychisch wieder nicht so gut (Probleme im Büro, Geldsorgen, "Ärger" mit Mieter etc) und da bin ich dann als Trösterin und Helferin gefragt. Ich weiß jedoch ganz genau, wenn das wieder überstanden ist, dann kommt wieder die "Peitsche" zum Vorschein. Dann zähle ich wieder nicht so viel und seine Interessen, Vorlieben, Wünsche und Bedürfnisse stehen wieder vorne an und ich kann sehen wo ich bleibe.

    Es ist generell nicht schön sowas erkennen zu müssen, aber ich bin ganz glücklich, dass es mir dieses Mal so schnell gelungen ist und ich mich nicht wieder einlullen bzw. von meinem Weg abbringen lasse, weil ich denke, er könnte sich ja evtl. geändert haben bzw. er weiß nun endlich was er an mir hat. Diesem Trugschluss werde ich hoffentlich nie mehr aufsitzen!

    Liebe Grüße
    Tanja

  8. User Info Menu

    AW: Warum kann ich mich nicht von einem Mann lösen, der mir nicht gut tut?

    Liebe Tanja,

    aus meiner Sicht klingt das nach großen Fortschritten. Bleib dran - auch wenn es erst mal weh tut - es wird dir gut tun.

    Ich wünsche dir viel Kraft, rakna

  9. User Info Menu

    AW: Warum kann ich mich nicht von einem Mann lösen, der mir nicht gut tut?



    HALLO Rakna

    hier werde dir viele Tips gegeben dich zu trennen...
    mein Eindruck ist, dass du keine Grenzen setzen kannst, und das wäre hier ein gutes Lernfeld. Du fragst, warum lenkst du immer wieder ein.
    Frag dich das mal selbst. Es gibt keinen rationalen Grund, immer einzulenken.
    Stell dir vor du hast ein kleines Kind und du lenkst immer ein wenn es sich dir gegenüber respektlos und frech verhält. Das wird sicher ein schwieriges Kind werden.

    Also mein Rat: Bleib bei dir. Das schlechte Gewissen machst du dir selbst, er merkt es und nutzt das für sich aus. Lass das nicht zu und fahre eine gerade Linie. Ihm wird das nur gut tun.
    Ich vermute dass das Verhaltensweisen sind, die du in deiner Kindheit gelernt hast.
    Falsche Glaubenssätze. Auch in deiner nächsten Beziehung kann dich das wieder einholen.
    Aber vielleicht hilft dir die Erfahrung, dass du die Kraft hast dich zu trennen...meiner Meinung nach könntest du auch Stärke beweisen, indem du z.B. ganz lapidar feststellst: Hör mal Süsser, du bist dran zu mir zu kommen, mich zu besuchen.
    Wenn er scheinbar so an dir hängt, wie hier alle schreiben, dann möchte ich das gerne wissen, ob er gekommen ist.

    Falls er nicht kommt, dann musst du auch keine weiteren Anstrengungen anstellen, dann ist die Trennung ja schon vollzogen.
    Also strampel dich nicht ab, sondern stelle lieber ein paar Weichen...
    Die Dummen verwerfen, was sie sehen, nicht was sie denken.
    Die Klugen verwerfen, was sie denken, nicht was sie sehen. (Huang-po)

  10. User Info Menu

    AW: Warum kann ich mich nicht von einem Mann lösen, der mir nicht gut tut?

    P.S. und nicht einknicken oder böse werden wenn er Ausreden weiss warum er nicht kommen kann...darauf musst du natürlich vorbereitet sein.
    Die Dummen verwerfen, was sie sehen, nicht was sie denken.
    Die Klugen verwerfen, was sie denken, nicht was sie sehen. (Huang-po)

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