Nee, ich halte mich nicht für die große Tolle, aber ich habe selten aufgemuckt und jetzt gleich werde ich in eine Schublade gesteckt.
Ja, das sollte ich mir wirklich hinter die Ohren schreiben! DankeIch glaube echt, dass da drin die Lösung liegt.
Das klingt sehr gut und es formiert sich da auch schon ein Plan!
Ich glaube der schwankt gerade zwischen loswerden und da behalten (bin quasi dort ein altes Möbel, das sich echt auskennt)
Leider ein Märchen, klingt aber schön.
Das wird es sein, alleine beim Lesen gibt es mir die optimalste Befriedigung.
Okay, geblickt. War auch mal ein Störer, bis ich in die reine Auskunftei-Lücke gestopft wurde.
Taffi
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30.12.2009, 16:15Inaktiver User
AW: Sie denken? Die Macht des Wissens - oder eben nicht
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30.12.2009, 16:26Inaktiver User
AW: Sie denken? Die Macht des Wissens - oder eben nicht
Ich habe auch schon meine Hirnwindungen in Wallung gebracht. Vor allem muss ich für mich durchsetzen, dass ich zu allererst meinen eigenen Kram erledige. Wer länger warten muss, schaut irgendwann selbst mal nach, oder? Logisch finde ich immer schnell eine Lösung, aber ich bin meistens nicht mal dafür verantwortlich!
Als Fossil dort bin ich leider wirklich die Erfahrenste. Ich habe noch gehofft, dass im Team noch ein Erfahrener wenigstens dazu kommt zum Austausch aber nein...wieder soll alles an mir hängen bleiben. "Gute alte Taffi"...(blöde alte Taffi wäre besser).
Mache ich, mein Vorsatz für das nächste Jahr: Wie erlerne ich den kontrollierten Umgang mit Wissen, um nicht weiter ausgenutzt zu werden und mehr Zeit und Energie für mich zu haben.
Ich denke schon, dass es zu Verblüffungsreaktionen oder gar Gemecker führen wird, aber jeder ist in der Lage, selbst zu lesen.
Taffi
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30.12.2009, 16:33Inaktiver User
AW: Sie denken? Die Macht des Wissens - oder eben nicht
Ich bin eigentlich mehr so eine Art "Stresstyp", je turbulenter, umso besser. Zum Glück kann ich etwas sehr schnell durchlesen und kapieren. Ich brauche das sogar als Motivation.
Ich schon, also was das ausnutzen angeht, denn ich bin ein definitiv schlecht bezahlter Steigbügelhalter. Ich mag nicht mehr für andere Ratschläge zu erteilen, aufzupassen, nur damit ich dann wieder in der nächsten Lohnrunde leer ausgehe. Nicht o.K. also ändern!
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30.12.2009, 16:38Inaktiver User
AW: Sie denken? Die Macht des Wissens - oder eben nicht
Nicht unbedingt, ich möchte eben nur nicht stehen bleiben.
Kann schon, das wird so sein und genau das versucht man auch, mir schmackhaft zu machen. Mein Bauch sagt aber, nö - will ich nicht, das ist mir zu öde.
Das mache ich auch teilweise und ist mir ganz bestimmt die liebste Funktion. Leider zu wenig, weil ich wenige Zuteilungen bekomme. Muss ja für Kollegen da sein, die mich für ihr Sprungbrett brauchen
Ich habe Entscheidungen akzeptiert und geäußert, dass ich nicht zufrieden bin. Statt dessen eben Versuche, mich zu ducken. Es wird auf den Wechsel drauf rauslaufen. Aber selbst wenn ich wechsle muss ich auch an mir etwas ändern, sonst passiert ja wieder das selbe, oder nicht?
Ich glaube, es ist eine gute Mischung. Wenn man mich freundlich gefragt hat, habe ich immer Auskunft gegeben, ist mir auch nie schwer gefallen. Grenzen setzen, klare Sache! Schwer - muss aber machbar sein.
Taffi
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30.12.2009, 16:42Inaktiver User
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31.12.2009, 09:49Inaktiver User
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31.12.2009, 10:40Inaktiver User
AW: Sie denken? Die Macht des Wissens - oder eben nicht
Danke für die Komplimente.
Und doch, Taffi, rate ich Dir, dem nachzuspüren, was ich da geschrieben habe. Weibliche Führungskräfte oder Arbeitskräfte in gehobeneren Positionen (was immer das sein mag und Du schreibst ja, Du willst keine Führungskraft sein) werden oft von CoachInnen auf solche Verhaltensmuster - eben gerade unkontrolliertes Abfließenlassen von Wissen zu Gunsten ausschließlich fremder Karriereleitern - überprüft.
Sie werden dahingehend beraten dieses Wissen zugunsten des eigenes Berufsweges einzusetzen und sich in dieser Umbruchsphase nicht aus dem System feuern zu lassen, bekommen Handlungsstrategien. Keine Angst, Du muss dadurch nicht zum Militär werden und kannst eine faire Kollegin bleiben.
Wobei der Begriff "weiblich" hier eher für ein herkömmlich definiertes Verhaltensmuster besetzt ist. Auch Männer können sich so "proaktiv" und ausgenutzt fühlend verhalten, wie NochmalerMann erwähnte. Frauen natürlich anderseits "männlich" besetzt durchsetzungsfähig in ihrem Berufsweg und ihr Wissen verwendend.
Könnte es ein Weg für Dich sein Deine gewünschte Verhaltensänderung an Deinem jetzigen Arbeitsort zu trainieren
und
parallel Recherchen für einen neuen Arbeitsort durchzuführen bzw. Dich zu bewerben (da gibt es inzwischen ganz strenge Regeln für die Bewerbungsprozedur - kuck mal im Internet oder Bibliothek oder in Buchläden)
bzw.
Dich sogar schon neu bewerben - und wenn es nur zur Übung ist.
und
kucken, ob Du ein Verhaltenstraining (vielleicht an der VHS?) bekommst? Dass Du Gesprächs- oder Verhaltensmuster mit erfahrenen Fachkräften (Coach ...) üben kannst - ohne abgebügelt oder in die Schmuddelecke gestellt zu werden, sondern Du bekommst Unterstützung. Du wirst an dem Platz abgeholt, wo Du stehst und behutsam in Deiner Weiterentwicklung unterstützt.
Ich habe gute Erfahrungen damit! Ich hatte nämlich auch mal kräftig Nachholbedarf. Allerdings lebt es sich nicht unbedingt leichter damit, da ich es nicht mit der Muttermilch aufgesogen habe.
Denn alleine fühlt sich das schnell fremd an und Dein Umfeld wird höchstwahrscheinlich versuchen Dich im System auf Deinem Platz zu halten. Nicht weil Deine Kollegen oder Dein Chef schlecht sind. Sie sind es nur gewohnt und Du würdest es wahrscheinlich ebenso umgekehrt tun.
Alles Gute im Neuen Jahr
Geändert von Inaktiver User (31.12.2009 um 11:16 Uhr)
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31.12.2009, 12:13Inaktiver User
AW: Sie denken? Die Macht des Wissens - oder eben nicht
Hallo Herbstblatt,
erst einmal: Ich wollte weder Dir noch sonst jemanden hier zu nahe treten.
Aber ich gebe NM wirklich recht mit dem, was er schreibt! Und es ist Fakt, dass höhere Leitungsfunktionen nicht mit einem höheren Maß an Wissen einhergehen müssen, sondern dass völlig andere Kompetenzen gefragt sind! Deswegen habe ich Taffi nach ihren Vorstellungen ihrer ganz eigenen "Karriere" gefragt. Für mich geht "Karriere" nicht zwangsläufig Hand in Hand mit "die Hierarchie-Ebenen hinauf kommen", sondern ich verstehe es eher im Sinne von "zunehmend mehr seine Kompetenzen effektiver einbringen können", sprich: den richtigen Platz für sich finden. Sonst wären ja etwa 80% aller Arbeitnehmer Versager, weil es gar nicht so viele Chefpositionen gibt.
Also im Umkehrschluß: Wenn ich trotz großem Fachwissen nicht "nach oben" komme, so kann das auch damit zu tun haben, dass meine Firma nicht die Kompetenzen bei mir sieht, die es für Führungspositionen nötig hat. ALLES andere - z.B. wenn Kollegen/der Chef mich ausnutzen, um selbst Vorteile daraus zu ziehen - , hat mit einem ganz anderen Thema zu tun, nämlich Manipulation und Ausnutzen.
Ein Nicht-Weiterkommen also nur darin begründet zu sehen, dass ich zu freigiebig mein Wissen weitergegeben habe, greift völlig zu kurz. Idealerweise arbeitet ein Team ja gerade dann gut zusammen, wenn es sich austauscht, Wissen zusammenträgt und dann kreativ ein Problem löst. Dass das nicht immer so ideal ist, ist keine Neuigkeit, hängt aber eher mit oben erwähnten Themenbereichen sowie der ganzen Komplexität menschlicher Interaktionen zusammen.
Ich weiß ziemlich genau, wovon ich spreche: Vor einem guten Jahr bin ich in die mittlere Führungsebene hineingekommen, in einem Bereich, mit dem ich vorher wenig zu tun hatte. Mein damaliger Chef hat Führungseigenschaften bei mir erkannt und mir zugetraut, das nötige Fachwissen, das ich zur Entscheidungsfindung (!) benötige, zu erlernen. Es hat einige Monate gedauert, bis meine MitarbeiterInnen das akzeptiert haben (der Hinweis auf fehlendes Wissen kann auch instrumentalisiert werden, wenn Entscheidungen unbequem sind), aber es hat geklappt. Dass ich darüber hinaus meinen eigenen Führungsstil entwickeln muss, ist eine andere Sache. Das sehe ich aber weniger unter dem Gegensatz "weiblich-männlich", sondern unter Gesichtspunkten wie Authenzität und Nützlichkeit. Mich nervt dieses Getümmel um männlich und weiblich ein wenig, denn meiner Erfahrung nach geht es vielmehr darum, ein "Methoden-Set" zu entwickeln, das man situationsentsprechend anwendet. Also mal gemeinsam im Team bestimmte Themen auszudiskutieren, mal zu sagen "So ist es, so wird es gemacht" - je nachdem, was gerade nötig ist.
Und wenn man auch nur einen kurzen Moment nachdenkt, wird einem klar, dass man gar nicht so viel Wissen erlernen kann, um der Komplexität von Entscheidungen gerecht zu werden.



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